Für eine bessere Übersicht zu diesem recht herausgelösten Thema werde ich alle Artikel diesbezüglich in einer eigenen Kategorie ablegen. (“Hoffnung auf beidseitiges Hören”)
Ich habe mal eine Liste zusammengestellt: …Warum möchte ich mich trotz meiner Ängste um eine Lösung der einseitigen Schwerhörigkeit bemühen?
- Ich wünsche mir, einfach entspannt mit mehreren Leuten gleichzeitig sprechen zu können.
- Ich möchte selbstbewusst in Meetings gehen können, auf Arbeit oder im Schulalltag. Ebenso einfach einkaufen oder ausgehen und alle sozialen Interaktionen wahrnehmen ohne Angst zu haben, die Hälfte zu verpassen und nicht günstig positioniert zu sein.
- Ich wünsche mir, Gespräche flüssig halten zu können und nicht bitten zu müssen, dass Dinge wiederholt werden.
- Ich möchte nicht mehr Lippen lesen müssen! Das ist anstrengend und unangenehm für das Gegenüber und mich.
- Ich möchte nicht genervt von Hintergrundgeräuschen sein.
- ICH MÖCHTE WISSEN, WO “HIER” IST, WENN MEINE KINDER ANTWORTEN!
- Ich möchte nicht mehr erschrecken, wenn jemand von links auf mich zukommt.
- Ich möchte meine Kinder nicht lenken oder sie wiederholen lassen müssen, wenn sie mir was ins Ohr flüstern wollen.
- Ich möchte mit ihnen “Stille Post” spielen, ohne mich schutzlos zu fühlen.
- Ich möchte Musik hören können und trotzdem die Klingel mitbekommen.
- Ich möchte nicht mehr Unsinn antworten, weil ich Aussagen oder Fragen völlig falsch verstanden habe.
- Ich möchte verstehen, was die Kinder zu mir sagen, wenn sie im Auto auf der Rückbank sitzen, auch wenn Musik läuft oder das Fenster offen ist.
- Ich möchte Sirenen, Reifenquietschen etc. hören, bevor sie direkt an mir sind. Und aus welcher Richtung sie kommen.
- Ich möchte nicht mehr beschämt sein, wenn jemand wegen mir laut und deutlich spricht.
- ICH MÖCHTE NICHT MEHR DIE SEITE WECHSELN, WENN ICH NEBEN JEMANDEN GEHE.
- ICH MÖCHTE NICHT MEHR, DASS SICH FREUNDE AUTOMATISCH RECHTS VON MIR POSITIONIEREN.
- Ich möchte nicht mehr den Kopf drehen, um jemanden zuzuhören, wenn ich mich nicht selbst positionieren kann.
- Ich möchte nicht mehr, dass das Leben sich nur rechts abspielt.
- Ich möchte nicht mehr sagen müssen: “Das Radio ist zu leise, es strengt mich an, hinzuhören” – obwohl alle anderen es als normal empfinden.
- Ich möchte nicht Teile eines Films verpassen, nur weil sich jemand im Zimmer unterhält.
- Ich möchte nicht mehr wütend, unsicher, kaputt und frustriert werden, weil ich nicht richtig hören kann.
- Ich möchte nicht abgeschottet sein, wenn ich telefoniere.
… Irgendwie ist sie ganz schön lang geworden und mit Sicherheit ist sie nicht vollständig.
In den letzten Tagen ist auch viel passiert. Weil mich viele Leser darauf angesprochen haben: Ich habe mich noch nicht festgelegt, was letztlich passieren wird. Aber zu 90% fühle ich mich auf dem Weg zu HörTECHNIK wohl. Hier habe ich verdammt viel gelesen in den letzten Wochen. Ob es nun ein Baha von Cochlear, ein Ponto von Oticon oder die Soundbridge/BoneBridge Lösung von Med-El wird… Keine Ahnung. Letztere werden nicht voll von der Kasse getragen. Die anderen beiden wären im Leistungsumfang der DAK enthalten. Das habe ich in einem langen Kontakt mit denen bestätigt bekommen. (Und hat zu enormer Erleichterung geführt).
Ich könnte auch Seiten füllen mit meinen Gedanken zu den unterschiedklichen Systemen, aber ich denke nicht, dass das meine Leser hier so genau interessiert. Vielleicht gebe ich eine Einführung, wenn etwas feststeht.
Ich habe mich außerdem bereits bei einem Hörgeräteakustiker beraten lassen (Joachim Heß von pro-hoeren am Eichplatz/Markt), das war sehr kompetent und freundlich.
Zudem habe ich ganz aktuell in einer CT Röhre detaillierte Bilder von meinem Innenohr machen lassen. Good News: Die Gehörknöchelchen sind alle noch vorhanden und nicht deformiert. Das wuchernde Gewebe hat allerdings das Trommelfell und den Hammerhals der Gehörknöchenkette komplett umschlossen. Der Rest ist noch belüftet. Nun werden Bilder von 2002 mit den aktuellen verglichen um zu schauen, ob der Wucherungsprozess fortschreitet oder stagniert.
Mit den Informationen geht es wieder zur HNO Praxis (fragt mal wer sich freut *eyesroll*). Dort schauen wir dann weiter. Immer Schritt für Schritt.
Hier sind übrigens Einblicke in meinen wirren Kopf:
Einmal von der Seite und einmal von oben. Ich habe die Gehörgänge jeweils umrandet, man kann gut sehen, dass der eine offen (dunkel, belüftet) und der andere milchig grau (voll mit Gewebe) ist.
















