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Kopfläuse!

Liebe Leser,

Widerlich, eklig, parasitäre Ungeheuer!

Bisher waren wir immer von Kopfläusen verschont gewesen, aber nun hat es uns tatsächlich erwischt.

In der Schule hing seit vorgestern ein Schild, dass in der anderen Untergruppe Läuse aufgetreten sind. Gut, zur Kenntnis genommen. Doch als sich Hannes dann doch einmal öfter den Kopf scharrte, wurde ich stutzig.

Nun sind wir ja hervorragend ausgerüstet mit einem USB Mikroskop- Also einem Auflichtmiskroskop mit LEDs, was man einfach in den USB Anschluss des Rechners stöpselt und dann das Bild groß aufm Bildschirm sieht.  Damit durchforsteten wir Köpfe. Und wurden fündig:

Auch Videos kann man damit machen. Ich bette mal eins der adulten weiblichen Kopflaus ein.

Wir haben also alles dabei, vom Ei mit entwicklungsfähigen Embryo über adulte Weibchen und eine Nymphe, wobei die beiden letzten durch Auskämmen mit einem Läusekamm entdeckt wurden und die Eier über die visuelle Untersuchung. Wie es klassisch ist, war es auch hier: Die Biester sitzen an Schläfen, hinter den Ohren oder im Nacken.

Eklig ist es trotzdem, wobei die biologische Auseinandersetzung mit den Tieren wenigstens Wissen aufbaut. Irgendetwas Positives muss ich dem Ganzen ja noch abgewinnen.

Nun bleibt die Bande also 2 Tage daheim. Heute Nachmittag wird der Kopf eingesprüht, über Nacht muss es die Viecher ersticken, morgen Vormittag wird alles ausgewaschen, dann sind alle wieder befreit.

Eklig ist es trotzdem. Und anstrengend. Vor allem für die Waschmaschine. Wobei, wenn man Wikipedia glauben darf, sind Bettzeug, Mützen und alle anderen Textilien keine Überträger. Trotzdem.

Krabbelnde Grüße,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von am 12. Januar 2012 in Alltag

 

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Nikolaus Schuhe putzen

Liebe Leser,

die oben genannte Suchanfrage taucht vermehrt in meiner Statistik auf.

Ja, morgen ist Nikolaus und Ja, dafür werden Schuhe geputzt. Zum Glück war heute Matschwetter und ich habe meine Lederstiefel angezogen, so darf ich vor allen anfangen und länger als alle anderen putzen, fetten, polieren.

Und klar bekommen die Kinder auch eine Kleinigkeit morgen früh hineingesteckt. Sie dürfen sich über einen Fair Trade Schokoladennikolaus hermachen, Obst und Nüsse plündern und bekommen „Die Weihnachtsgans Auguste“ – Nur eine ganz kleine subtile Andeutung, dass Vegetariersein ne coole Sache ist.

Eigentlich wollte ich euch das morgen alles noch erzählen. Aber wenn ihr so neugierig seid….

Naja, vielleicht liefere ich noch Bilder nach.

Eure Ankelilli

 
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Geschrieben von am 5. Dezember 2011 in Alltag, Kinderbücher- must have, Kindergeschichte

 

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Kreativprojekt: Wir basteln Schneeflocken

Schneeflocken Liebe Leser,Draußen schneits. Nicht. Das finde ich persönlich sehr schön, da ich so gar keine positive Beziehung zum kalten Niederschlag habe. Nun gut, im Warmen zu sein und auf glitzernde Bäume zu schauen hat durchaus etwas Verzauberndes, aber meist verbindet man als Stadtmensch damit rutschige Gehwege, ungeräumte Radwege und Matschberge am Straßenrand.

Aber wollen wir mal nicht so sein, zum Winter gehört einfach ein wenig Winterdeko und dank unserer Freundin H., die unsere Kinder in die Lehre von Schneeflocken aus Papier einwies, verbrachten wir heute den Nachmittag beim Anfertigen verschiedener Falt- und Schneidschönheiten.

Und das funktionierte wie folgt:

Mit einem runden Geschirrelement (Schüssel oder Teller) unter Zuhilfename eines Farbstiftes den Umkreis auf Papier übertragen. Bei einer Schüssel passen zwei auf ein A4 Blatt, aber sie waren auch ganz schön knifflig zum Schneiden.
Den aufgezeichneten Kreis (oder das, was man für einen Kreis halten sollte) ausschneiden. Möglichst auf der Line oder ausgleichend um sie herum.

Nun wird gefaltet:

Zuerst einen Halbmond.

Dann eine Flosse daraus,

danach eine Eistüte. <3 (Danke, H.!)

Nun kommt der Teil, der letztlich über die Machbarkeit für Kinder und der Ästhetik für Erwachsene entscheidet: Das Aufzeichnen eines Musters aufs Papier. Ob Kristalle, Wellen, Dreiecke, Kreise, alles ist erlaubt.

Nun: Schneiden üben!

(Dabei nicht vergessen, die Kinder zu loben und zu verhindern, dass mit Scheren um sich geworfen wird.) Und: Kaffee ansetzen (dazu kommen wir später).

Nach dem Ausschneiden wird aufgefaltet, gefreut, gelobt, getröstet und das Ergebnis auf kleiner Stufe gebügelt, damit die Faltlinien verschwinden. Jetzt braucht man die Schneeflocken und ihre Verwandten nur noch auffädeln oder an die Fenster kleben. Fertig!

Ups, nicht ganz.

Denn nun müssen die 1987659 Papierschnipsel aufgefegt und weggeworfen werden, die sich konzentrisch um den Bastelhort angesammelt haben. Und wenn das dann erledigt ist,

Kaffee genießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Eure Ankelilli.

Kreis
falten
Schneiden
 
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Geschrieben von am 4. Dezember 2011 in Alltag

 

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Jena wehrt sich nun mit Musik und Worten gegen die braunen Vorurteile.

Nun,

viele haben es verfolgt und wissen es sicher schon, trotzdem möchte ich selbst auch noch einmal darauf aufmerksam machen:
Am Freitag wird es in der Oberaue ein kleines Festival geben, unter dem sehr wohlklingenden aber nicht ganz treffenden Namen:

 

Rock ‘n’ Roll Arena in Jena

Weder tragen alle Röcke noch sind die Künstler allesamt in dieser Musiksparte angesiedelt, aber die Idee stimmt. Mit einer Stimme und vielen Köpfen wollen die Menschen in Jena zeigen, dass es anders geht. Dass Jena tolerant ist, multikulti und KEINE ANGSTZONE. Mit Verständnis, Respekt und vor allem Kommunikation. Also bitte, wer mag, am Freitag ab 16:00 Uhr im Paradies, es ist jetzt schon nicht zu übersehen, wo die Bühnen sind.

Ein genaues Lineup habe ich an dieser Stelle noch nicht, aber die Namen

- Udo Lindenberg

- Clueso

- Silly

- Peter Maffay

- Jule Neigel

sind schon bekannt gegeben. Eintritt kostet es KEINEN. Ich habe gehört, dass Kinder erst ab 6 Jahre zugelassen sind, es wäre schön, wenn mir jemand hierfür Informationen zuspielen könnte!

Was zu beachten ist, ist die Einschränkung des Verkehrs. Die Stadtrodaer Straße (lokal auch „Schnellstraße“ genannt) wird von 10-22 Uhr gesperrt sein, Straßenbahnen fahren ab um 11 Uhr nicht mehr. Auch die Fuß- und Radwege durchs Paradies sind teilweise betroffen.

Desweiteren gibt es jetzt einen Termin für die angekündigte Diskussion zum aspekte Beitrag.

Ich möchte hiermit die Information des Theaterhauses weitergeben:

Die Einlassung des Theaterhauses zu dem “aspekte”-Beitrag “Kein Paradies für Migranten” hat aspekte-Chef Christhard Läpple dazu bewogen, nach Jena zu kommen, um sich und diesen Beitrag im Theaterhaus zur Diskussion zu stellen.
Weitere Diskussionsteilnehmer sind u.a. OB Albrecht Schröter, Christoph Ellinghaus vom Aktionsnetzwerk Jena, Sozialarbeiter Thomas “Kaktus” Grund und Katharina König von der JG Stadtmitte.
Jonas Zipf, Mitglied der künstlerischen Leitung des Theaterhauses, wird den Abend moderieren.

Die Diskussion soll sich im wesentlichen mit zwei Themenkreisen beschäftigen:
Zum einen mit dem Umgang der Medien mit gesellschaftlich brisanten Themen, zum anderen mit der Frage: wie “braun” ist Jena wirklich?

Der Einlass beginnt 19:30 Uhr.
Da wir an diesem Abend sehr viel mehr Menschen erwarten, als das Theaterhaus fassen kann, soll die Diskussion auf den Theatervorplatz übertragen werden.

05.12.2011, 20:00 Uhr, Bühne – Freier Eintritt!
Also bitte, merkt euch die beiden Termine und kommt! Beim Konzert werden wir auf jeden Fall dabei sein. Eigentlich mitsamt Kinderbande, aber wenn die Altersgrenze tatsächlich existiert, muss die Kleine wohl bei Freunden bleiben…. Hmpf.
 
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Geschrieben von am 1. Dezember 2011 in Alltag

 

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Die Gesellschaft, der Konsum und Weihnachten

Liebe Leser,

irgendwie ist dieses Jahr alles zuviel. Zuviel laut, zuviel bunt, zuviel Krach, zuviel blingbling, zuviel Kirmes, zuviel Gegröle nach mehr Glühwein, zuviel rahmtropfendes Langosch auf knisternden Synthetikjacken, zuviel Geschrei nach mehr, mehr, mehr.

Weihnachtsmarkt. Komisches Wort. Ein Markt für Weihnachten.

Aha. Sinnbefreit. Ein Markt der Möglichkeiten. Möglichkeiten zu fressen und zu saufen. Zu kaufen und zu nölen, mehr zu fordern, weniger zu bezahlen. Ein Rausch.

Aber kein Rausch der Sinne. Ein kranker Rausch. Als ob Weihnachten ein zu kaufendes Produkt sei. Ist es vielleicht auch. Wie titelt ein großes Elektronikhaus auf viel zu großen Werbebannern?

„Weihnachten wird unter dem Weihnachtsbaum entschieden!“

Und die Menschen glauben es. Ich sehe es in ihren Gesichtern, in ihren XXL Plastiktüten mit Spielzeugmotiv. In ihrer Hektik und der Unzufriedenheit.

Von ihnen wurde mir Weihnachten genommen. Ich brauche keinen Schnee, keine Weihnachtslieder. Nur eine Gesellschaft, die das Besondere noch wahrnimmt. Die verzichten kann, um nicht alles selbstverständlich zu nehmen.

Ich bin wahrlich kein gläubiger Mensch, aber zum Jahresende sich bewusst zu werden, dass das Leben nicht von bunten Geschenken und der daran geknüpften Erwartungshaltung geprägt sein muss…. das ist Weihnachten. Ich will keine Geschenke. Ich will Weihnachten.

Und nun kann man sagen: „Dann machts euch doch für euch in der Familie schön!“. Ha. Unsinn. Wir leben nunmal nicht auf einem autarken Bauernhof irgendwo im Nirgendwo. Selbst wenn man sich bewusst von Medien distanziert wird man doch permanent infiltriert. Auf dem Weg zur Arbeit, in unerwünschten Postwurfsendungen, beim Einkaufen. Wenn man in die achthundert Fenster der Plattenbausiedlung schaut.

Fröhliche Weihnachten! Euch allen.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von am 30. November 2011 in Alltag

 

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Aha. ZDF aspekte antwortet auf den Zorn der Jenaer Bürger.

Nun denn, das ist interessant: Zorn in Jena – aspekte antwortet

In dieser Videobotschaft erfahren wir, dass die Empörung bei den Verantwortlichen der Redaktion angekommen ist. Warum die Kamera einen wilden Tanz um den Redakteur vollführt, und warum (schon wieder) ein Buch Uhlys beworben werden musste, erschließt sich mir nicht, aber offenbar wird es noch in diesem Jahr eine Diskussionsveranstaltung geben, bei der der Konflikt Angstzone vs. Imageschaden auf den Tisch kommen soll.

Finde ich gut! Sehr gut. Ob Herr Uhly auch dabei ist? Ob er sich noch nach Jena traut? Fragen über Fragen. Was denkt ihr?

Hier ist, was andere dazu denken:

http://jakobcarstens.de/?p=34

http://steve-r.de/2011/11/zdf-beitrag-%E2%80%9Cextreme-gewaltbereitschaft%E2%80%9D-%E2%80%93-videoantwort-von-aspekte-wie-ernst-kann-man-die-redaktion-nehmen/

http://christophergaube.de/?p=674

https://plus.google.com/u/0/115681408596817629398/posts/FwbLM7aemDF

http://www.jenapolis.de/2011/11/aspekte-reagiert-auf-jenas-kritik-nach-dem-beitrag-ist-vor-der-recherche/

https://www.facebook.com/aspekte.kultur

http://estampapier.wordpress.com/2011/11/25/verstehen-und-missverstehen-am-beispiel-jena-und-zdf/

 
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Geschrieben von am 25. November 2011 in Alltag

 

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Blogsichtung: braunes Nazi Nest Jena – die Reaktionen auf den ZDF „aspekte“ Beitrag

Update 3: http://www.l-iz.de/html/artikel/comics/schwarwel/zone.jpg:

Update (30.11.) Siehe da, der Herr Uhly hat auch etwas dazu zu sagen. Macht meinen inneren Aggressionspegel nicht wirklich entspannter (OTZ)

Update 2 am 30.11.: Die Jenaer Studentenschaft geht im Akrützel herrlich ironisch mit dem Thema um. Den Vorabdruck findet ihr in der Thüringer Blogzentrale

Es geht heiß her,

die Emotionen kochen hoch, nachdem auch die offizielle Stellungnahme der „aspekte“ Redaktion äußerst unbefriedigend aufgenommen wird. Hier ist sie:

Liebe Zuschauer,

vielen Dank für Ihre Zuschrift zu unserer Sendung vom 18.11. Wir bedauern, dass unser Beitrag Sie so sehr empört hat. Wir hatten nicht die Absicht „den Osten“ und die Stadt Jena pauschal zu verurteilen.

Allerdings halten wir es für journalistisch vertretbar, dass wir dem Schriftsteller Steven Uhly, der sich wie viele andere Bürger auch in den östlichen Bundesländern von manifester Fremdenfeindlichkeit und rassistischen Pöbeleien bedroht fühlt, ein Forum gegeben haben. Seine Angstgefühl mag höchst subjektiv sein, ist aber deswegen nicht weniger legitim. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, einem Interviewpartner die Meinung einer Redaktion in den Mund zu legen.

Nach der Entdeckung eines rechtsterroristischen Netzwerks, das zehn Menschen ermordet hat, haben wir Uhly Gelegenheit gegeben, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Mit diesen Ängsten steht er als Bürger mit ausländischen Wurzeln keineswegs allein da.

Dass es in Jena viele Menschen gibt, die sich seit Jahren, wie Pfarrer König, im Kampf gegen die rechte Szene engagieren, hat unser Beitrag deutlich gezeigt. Aber gerade er und der Aussteiger Uwe Luthardt bestätigen die Existenz einer gewissen Fremdenfeindlichkeit, also genau den Grund für die Angst von Steven Uhly. Auch der kurdische Imbissbesitzer, bei dem sich Luthardt und Uhly trafen, wollte nicht vor die Kamera. Er habe Angst sich das Geschäft zu verderben, erklärte er seine Ablehnung. Noch immer gibt es in der Universitätsstadt Jena den berühmt berüchtigten Nazitreffpunkt das „Braune Haus“, das zwar zur Zeit aus baurechtlichen Gründen geschlossen ist, dessen Garten aber immer noch für rechtsextreme Versammlungen genutzt wird.

Von den 156 Menschen, die seit 1990 bei rechtsextremistischen Übergriffen zu Tode kamen, ist die Hälfte im Osten ermordet worden. Wenn man diese Zahl ins Verhältnis zu den Einwohnerzahlen der alten und neuen Bundesländer setzt, dann stellt man fest, dass die Zahl der Übergriffe in den neuen Bundesländern signifikant, nämlich fünfmal höher liegt. Zwar sind die rechten Gewalttaten mit Todesfolge glücklicherweise rückläufig, aber die ostdeutschen Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt berichten, dass sich die Zahl rechter Übergriffe seit Jahren auf einem skandalös hohen Niveau bewegt.

Wenn unser Beitrag Ihrer Meinung nach die Auseinandersetzung mit dem Problem des Rechtsextremismus nicht gefördert hat, tut uns das leid. Wir können Ihnen aber versichern, dass wir an diesem sensiblen Thema dran bleiben.

Mit freundlichen Grüßen,

Anna Riek,
Redaktion aspekte

Nun ja, ehe ich meinen Zorn über die Relativierung und absurden Zahlendrehereien hier auslasse, zeige ich euch lieber, was andere (meist regionale) Blogger dazu meinen.

Steve zum Beispiel analysiert die einzelnen Abschnitte – wie ich finde – sehr zutreffend. Ein Beispiel:

Danach folgt eine ebenso plakative Statistikauswertung wie vom ZDF als Grundlage gesehen- nur geht es um Drogentote. Da bekommt man richtig Angst, den „Westen“ zu besuchen. Hilfe.

Auf Estampapier kann man das Ganze aus einer anderen Sicht beleuchtet nachlesen. Mitunter auch mit einem Schmunzeln, was bei der Wut und dem Ärger, der durch den Artikel hervorgerufen wird, ganz erleichternd ist.

Beispiel:

Ihr seht, auch diesen Beitrag sollte man sich durchlesen.

Die Thüringer Blogzentrale interessiert sich auch an euren Meinungen zur offiziellen Stellungnahme!

Natürlich sind auch alle meine Leser angehalten, die Petition von Jenapolis zu unterzeichnen!

Ich finde es ganz große KLASSE, dass sich die Jenaer Bürger/Blogger/Menschen so damit auseinandersetzen und ihre (Wahl)-Heimat verteidigen. Wenn nicht mit diesem Hintergrund, dann eben, um den politischen Journalismus wieder eine Richtung zu weisen, der richtig wäre: Objektiv!

Ich würde jetzt gern ein positives Beispiel bringen, kann ich aber nicht. Im Gegenteil. Schlusswort heute hat www.welt.de – Jawohl, die Welt. Die ganze Welt sollte sich über so einen Artikel empören!

Holla die Waldfee. Das wird ja immer schlimmer.

Update: Dieser Artikel der Jüdischen Allgemeinen ist ein positives Beispiel, wie man mit dem Thema umgehen sollte: reflektiert und nicht plakativ. Dass es in den Neunzigern deutlich schlimmer war als heute, dass viel erreicht wurde, aber das Thema natürlich noch präsent ist. Beispiel:

Ein weiterer- sehr interessanter Abschnitt dieses Artikel:

Muss man nichts dazu sagen, oder? Auch nach mehrfachem drüber nachdenken nicht.

Update 2: Jenanews.de empört sich über die Stellungnahme und zeigt gleich zwei Bilder von Aktionen gegen rechts. Und spannende statistische Auswertungen gibts da auch gleich mit:

Update 4: Die Zeit hat sich dem Thema lang und ausführlich gewidmet. Mit einer gut recherchierten Zeitachse des Kampfes gegen Rechts in Jena. Danke!

Update 5 (25.11.): Hier gibts einen Leserbrief von Sandro Witt, der über die (leider) stets präsente rechte Szene thüringischer (Klein)Städte schreibt:

Update 6. (25.11.) Und was noch ganz aktuell und wichtig ist: (Update 25.11.): Am SAMSTAG, 26.11. um 17:00 Uhr wird es auf dem Holzmarkt ein öffentliches Treffen des Aktionsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus Jena geben. Folgene klare Anforderungen werden an die Veranstaltung gestellt:

Update 7: (25.11.)Ein nicht verschönernder Artikel des CICERO Magazins für politische Kultur setzt sich mit der rechtsextremen Entwicklung auseinander, dem Versagen der Politik und dem Aufbegehren der Jenaer Bürger. Beispiel:

An dieser Stelle möchte ich auch ein Dankeschön aussprechen für euer Interesse an dem Thema und meiner Aufstellung, die im Übrigen keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind Artikle, die mir im Umfeld empfohlen wurden, die ich in Kommentaren fand oder im twitter retweetet wurden. Über weiteren Input bin ich sehr dankbar.

Update 9: Jens Mende kommentiert auf jenanews.de zum ZDF aspekte Beitrag:

Update 8: Das ZDF plant mit aspekte eine Diskussionsveranstaltung zu diesem Thema. Na ich bin gespannt.

 
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Geschrieben von am 24. November 2011 in Alltag

 

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Jena ist kein braunes Nest und man braucht auch keine Angst haben, hier zu wohnen.

Was mit öffentlich rechtlichen Geldern bezahlt wird, ist echt unglaublich.

In der ZDFMediathek findet man diesen Beitrag:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/1496690/Extreme-Gewaltbereitschaft

Wenn man ihn ansieht, bekommt man Hass. Nicht auf Nazis, nicht auf die NPD (Den kann man ja trotzdem haben), sondern auf die „Journalisten“, die einen solchen Beitrag produzieren.

Plakativ, suggestiv und vor allem NICHT repräsentativ für die Stadt wird hier ein Ruf aufgebaut, der schlichtweg nicht gerechtfertigt ist.

Ich schaue auch nachts aus dem Fenster, wenn ich komische Geräusche höre. Meist ist das die Nachtigall. (Und ich wohne im sozialen Brennpunkt der Stadt, wohlgemerkt)

Hier werden Vorurteile aufgebaut, der Ruf einer Bildungshochburg zerstört, um unterm Strich ein Buch zu vermarkten. Auf Kosten einer Stadt, die weit mehr zu bieten hat als zerfallene Häuser, in denen ein paar Extremisten schreckliche Pläne geschmiedet haben. Ich bin überzeugt, die gibt es in jeder Stadt. Nur in München wäre es wohl nicht so gut anzuprangern.

Das Klischee des „braunen Osten“ zu stärken ist nicht wirklich journalistische Qualitätsarbeit. Eine Freundin aus dem tiefsten Westen meinte mal, im Westen herrsche das Bild, dass alle Ossis nackte Nazis wären.

Ich hielt es für einen Witz.

Offenbar ist es nicht so.

Update: Dieser offene Brief ans ZDF ist absolut treffend!

Update2: Jena ist nicht braun! Villa und ihr Gatte berichteten schon vor einer Weile darüber!

Update3: Steve hat eine passende Analyse des Berichtes verfasst und trifft auch meine Vorstellungen sehr gut!

Update4: Florian Freistetter, Freund und Astronom, Scienceblogger und Österreicher, hat auch einen Artikel dazu geschrieben. Danke!

 
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Geschrieben von am 23. November 2011 in Alltag

 

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Wenn Kinder etwas aushecken :)

Hehe,

ganz aktuell und lustig:

Hannes fuhr heute in der Straßenbahn neben einem Nachbarn und plauderte aus dem Nähkästchen:

„Weisst du, wenn der Papa nicht da ist, dann gehen wir hinten übers Kinderzimmer ins Schlafzimmer und holen uns das Frettchen*. Dann spielen wir damit. Und wenn der Papa zurückkommt, schaffen wir es heimlich wieder zurück. Das habe ich mit meinen Geschwistern so ausgemacht!“

Hihi. So ist das also.

Nun denn, wer sich so viel Mühe im Aushecken macht und bis dato noch nicht damit aufgeflogen ist, dem sei es doch vergönnt. Ich weiß von nichts… tirili.

Kichernde Grüße,

Eure Ankelilli

*Frettchen, das: Bei uns der Name für das Archos 10.1 internet Tablet, was frettchenhafte Benachrichtingungstöne von sich gibt, sofern nicht stummgeschaltet.

 
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Geschrieben von am 22. November 2011 in Alltag

 

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Kreativprojekt oder eher Biologieprojekt: Ein Herbarium entsteht

Liebe Leser,

dies wird (hoffentlich) der Einstiegsartikel in einer Reihe, die zeigt, wie (hoffentlich) ein Herbarium entsteht, welches die Kinder mit Anleitung und dennoch in aktiver Mitarbeit gestalten werden.

Letztes Wochenende waren wir an der Saale spazieren und die letzten Blätter waren noch an den Bäumen. Ich erinnerte mich, dass ich als Kind auch viel Freude daran hatte, Blätter und Pflanzenteile zu pressen, einzukleben, zu beschriften und abzuheften.

Nun denn, jetzt habe ich selbst Kinder, also mache ich ein neues mit ihnen zusammen.

Interessanterweise sammelten wir knapp 15 Pflanzenarten ein auf diesem einstündigen Spaziergang. Schon toll, was man alles entdeckt, wenn man nur genauer hinsieht.

Ungünstigerweise sind die Blätter jetzt gepresst unter einem Bücherstapel, so dass ich die genaue Liste nicht posten kann… naja, dann eben im Folgeartikel dazu.

Ein paar Bilder habe ich allerdings schon für euch, vom Einlegen in Zeitung und dem Vorbereiten zum Pressen. Mal schauen, ob wir am Wochenende dazu kommen, die ersten Herbariumsblätter zu erstellen. Ich würde mich freuen.

Ihr auch?

Blätterraschelnde Herbstgrüße,

eure Ankelilli.

PS: Hier ist ein interessantes Buch zum Thema Herbarium mit Kindern erstellen.

 
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Geschrieben von am 22. November 2011 in Alltag

 

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