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Monatsarchiv: Februar 2011

Die “Ideen Initiative Zukunft” geht weiter. Ohne unsere Schule.

Liebe Leserschaft,

wir haben es nicht in die nächste Runde geschafft. Schade eigentlich. Ich möchte mich auf jeden Fall für all diejenigen Stimmen bedanken, die ich ermuntern konnte, für das Projekt zu stimmen.

250,00€ konnten allerdings trotzdem empfangen werden, als letzte Woche die Übergabe des Schecks in der dm- Filiale am Teichgraben stattfand. Ein wenig eng zwischen Weichspüler und Kosmetiktrends gequetscht, aber immerhin freundlich und mit unterstützdenden Worten konnten die beiden Elternvertreter ihren Anteil an der Torte von den Filialleitern in Empfang nehmen:

Ein Teil des Geldes wurde genutzt, um offene Rechnungen zu begleichen, erzählten sie mir. Der Rest- für den wird sich etwas finden lassen.

Selbstverständlich wünsche ich den Gewinnern dieser Fillialrunde der Ideen Initiative für die nächste Runde maximale Erfolge.

Ich finde es klasse, dass die Gemeinschaftsschule mit ihrem Gründingsprozess dabei war. Es war eine gute Plattform, für weitere Schüler (nicht nur der ersten Klasse, für acht- bis zehnjährige sind durchaus noch Plätze fürs kommende Schuljahr frei) zu werben und der Öffentlichkeit die gute Arbeit der Eltern und Pädagogen nahezubringen.

Nun, mal schauen was weiterhin so passiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 28. Februar 2011 in Schule

 

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Wenn der Nazi einmal klingelt…

Liebe Leser,

gestern gab es eine Begegnung der dritten Art.

Folgende Situation:

Es ist ca. 19:45 Uhr, wir erwarteten jede Minute Besuch.

Es klingelte. Aufgrund der eben genannten Ausgangslage verzichtete ich auf das Blicken durch den Spion und öffnete freundlich lächelnd die Wohnungstür.

Vor mir stand nicht der erwartete Freund, sondern ein Fremder mit Glatze. Bekleidet in einem weißen Sweatshirt mit 4 Buchstaben drauf. Jeweils getrennt von einem roten Punkt. Dazu eine weiße Hose, Klemmbrett in der Hand. Dabei war noch ein zweiter, im roten Sweatshirt, der aber nicht sprach. Ich versuche das nachfolgende Gespräch so exakt wie mir möglich wiederzugeben:

Ich: “Oh, Hallo.”

Mann an der Tür: “Guten Abend, nicht erschrecken. Ich bin von der Ambulanz, möchte aber niemanden mitnehmen, es ist alles in Ordnung (giggelt über seinen Spruch).

Ich: “Aha.”

Mann an der Tür: “Ich wollte fragen, ob Sie 2 Minuten Zeit für 7 Fragen für mich hätten?”

Ich: “Hm, naja, 7 Fragen sind ja nicht viel.”

Mann an der Tür: “Genau. Und wenn Sie noch ein kleines Fleckchen auf Ihrem Tisch Platz hätten, könnte ich…”

—-> Mein lieber Mann eilte zu Hilfe, da ich fürchterlich schlecht im Abwimmeln von Leuten bin. Ich zog mich zurück, er übernahm.

Matze: “Nein.”

Mann an der Tür: “Warum?”

Matze (noch höflich): “Nein, wir bringen gerade die Kinder ins Bett und erwarten Besuch. Nein.”

Mann an der Tür: “OK. Sieg Heil!” Und wandte sich zum Gehen.

Matze (geplättet): “Das war aber jetzt grenzwertig, Freund!”

Daraufhin eilte der Mann an der Tür die Treppen hinunter und RIEF im TREPPENHAUS dreimal noch “Sieg Heil!” …

Uff… Solch Dreistigkeit und verbrecherisches Wirken habe ich noch nie kennengelernt.

Leider leider leider war ich zu Beginn nicht aufmerksam genug, kenne also den Namen seiner “Ambulanz”- wenn es denn wirklich eine gibt- nicht. Seinen Namen nannte er definitiv nicht.

Deswegen an dieser Stelle ein Aufruf/ eine Warnung: Wenn die Jenaer Leser in den nächsten Tagen Besuch von derartigen Menschen bekommen, merkt euch doch bitte seinen und den Namen der Firma/ Ambulanz. Ich könnte mir vorstellen, dass das seinen Arbeitgeber ein  klein wenig interessieren könnte.

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 24. Februar 2011 in Alltag

 

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Persönlicher Resumée der Schleichwerbung- Debatte

Liebe Leser,

ich möchte mich für die intelligente, tiefgründige und aufschlussreiche Diskussion gestern bedanken. Die schnelle Expansion der Thementiefe zeigt mir, dass immer wieder und ganz schnell spannendes passieren kann.

Zwei Dinge nehme ich mir immerhin an, in Bezug auf mein Blog:

1.) mehr Transparenz. Wenn ich Produnkte beschreibe, werde ich deutlicher machen, ob sie kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, gegebenenfalls von wem oder eben, dass sie vom Familieneinkommen ehrlich und per Karte oder bar bezahlt worden sind :-)

2.) bessere Durchmischung. Ich werde immer noch rezensieren, aber nicht mehr mehrere am Stück bringen, damit ich euch nicht langweile oder schlimmstenfalls prelle. Ich möchte an dieser Stelle @mathiaz zitieren: “und überhaupt lese im blog der @geologin eher “lebensweisheiten”, sehr persönlich gefärbte texte als dass ich die rezensionen wahrnehme.”(zitat twitter) – so möchte ich wahrgenommen werden. Danke fürs Wachrütteln!

Natürlich sind alle Beteiligten und Neu-Dazukommende gern eingeladen, weiter über das Thema Rezension/Schleichwerbung zu diskutieren. Das Niveau und die Höflichkeit haben mich beeindruckt. Weiter so!

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 23. Februar 2011 in Alltag

 

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Blocken statt bloggen?

Liebe Leser,

manchmal ist es echt interessant, was in dem Wirrwarr der Blogosphäre passiert. So zum Beispiel gab es einen Riesenaufstand bezüglich Schleichwerbung und/oder bezahlter Links.

Das Schöne am Bloggen ist ja, dass man auf seiner Plattform quasi tun und lassen kann, was man möchte. Man kann also Werbung machen, aber muss auch akzeptieren, dass das andere nicht lesen oder verbreiten möchten. Das tue ich auf jeden Fall.

Auf der anderen Seite finde ich, kann man auch wichten und werten. Wenn “man” generell /Schleich/werbung macht, dafür etwas zurückbekommt, das aber ohne persönliche, ehrliche Wertung tut, ist das etwas anderes, als Produkte persönlich zu empfehlen. Ich schreibe keine Lobeshymnen über mir unwichtige oder für schlecht bewertete Dinge, nur weil ich bezahlt werde. Das ist der Unterschied.

Das ist das, was ich tue. Bücher, die ich toll finde, stelle ich hier vor, weil sie andere Eltern auch toll finden könnten. Ich versuche den Sinn zu erfassen, die Gelegenheiten, wo man sie (vor-) lesen kann und ob sie sich als Geschenk eignen könnten.

Ich gehe auch kritisch mit Kinderbüchern um, nicht immer ist alles toll. Das äußere ich dann auch. Aber ich tue das nicht, weil ich im Gegenzug hin und wieder (bei weitem nicht alles) umsonst bekomme. In erster Linie tue ich das, um mich mit Literatur auseinanderzusetzen und weil ich auch im realen Leben oft genug Anfragen bekomme, welche Bücher sich lohnen zu kaufen.

Dafür werde ich nun nicht mehr in der Thüringer Blogzentrale geführt, bin ein Ausgestoßener :-/

Nun gut, dann bin ich eben etwas Besonderes :-) Klicks von dort kamen eh noch keine. Ich finde es nur schade, dass man sich so viel Arbeit macht, die Blogger in Thüringen in einer großen Übersicht zu sammeln und die Beiträge im twitter zu verbreiten, wenn dann doch zensiert wird. Denn in meinem Augen ist es nichts anderes, Man mag es als “filtern” tarnen, ich finde es schlicht albern.

So, nun höre ich mein Hörspiel weiter, damit ich mal wieder einen positiven Beitrag über die arsEdition schreiben kann. Die haben nämlich die Holunderbärreihe dementsprechend verarbeitet. Und Anna hat es zum Geburtstag bekommen. So mit bezahlt und so.

Eure Ankelilli.

—————-

Update: Die Thüringer Blogzentrale ist auf den Beitrag eingegangen und bietet eine weitere Diskussionsplattform, falls noch Bedarf besteht.


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Geschrieben von - 22. Februar 2011 in Alltag

 

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Rezension: Carlotta – Meine Haare kämme ich nicht!

Liebe Leser,

diese Rezension darf ich anfertigen, weil ich eine kleine Zusammenarbeit mit Stefanie Leo gestartet habe. Auf ihrem Portal (www.buecherkinder.de) kann man sich einen tollen Überblick über aktuelle Bücher verschaffen, Meinungen dazu lesen und natürlich auch kaufen, wenn man denn ein paar tolle Werke entdeckt hat. Für die Übersendung der Rezensionsexemplare möchte ich mich herzlich bedanken.

Das Buch “Carlotta – Meine Haare kämme ich nicht” von Annette Langen und Frauke Bahr aus dem Nord- Süd- Verlag ist eines der schönsten Titel, die ich zum Thema “Haare/ Körperpflege” seit Langem in der Hand hielt. Die Aufmachung des Covers ist edel, mit einem Wackelbild, welches den Inhalt des Buches in einem Blick zusammenfasst: Wenn du deine Haare nicht kämmst, wird ein Dschungel drinnen wachsen. In Carlottas Fall ist es erst ein Vogelnest und später ein Lebensraum verschiedenster Organismen. Das verunsichert sie so sehr, dass das Haarekämmen attraktiv wird. Als sie schließlich entdeckt, dass sie sich selbst mit verschiedensten Frisuren immer wieder neu entdecken kann, sind alle glücklich.

Ich bin begeistert von dem Buch, weil es sehr stimmig ist und voller Tiefe, die über die blanke Hauptgeschichte hinausgeht. So werden Zahlen und Mengen subtil eingebunden, Selbstständigkeit angesprochen und Patchworkfamilien oder Adoptivsituationen thematisiert. Dies allerdings nur über die Illustrationen, die im Übrigen sehr ansprechend und detailreich sind. Hier sind die Eltern mit ihr am Tisch zu sehen und durch ihre dunkle Krause und schokoladenfarbigen Teint lässt sich im Vergleich annehmen, dass sie nicht das leibliche Kind sein könnte.

Weil es sich hierbei um ein Vorlesebuch handelt, finde ich es toll, dass man es sich auf www.hoerfux.com kostenlos als .mp3 – Datei herunterladen kann. So können die Kinder sich die Geschichte begleitend zum Hören auch immer wieder selbst ansehen. Mit dem Code im Buch einfach laden, gegebenenfalls auf CD brennen und schon kann’s losgehen.

Ihr seht, dieses Buch gibt viel Anreiz zu Gesprächen und Diskussionen, die über das eigentliche Thema der Haarpflege hinausgehen. So soll es sein, damit man es immer wieder aus dem Regal nimmt.

Ich kann das Buch zum Vorlesen bedingungslos empfehlen.

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 21. Februar 2011 in Rezension

 

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Zahlensysteme?

Liebe Leser,

Der erste Geburtstagsmarathon des Februars neigt sich dem Ende. Es gab viele tolle Geschenke, aber wie es immer so ist, das kleinste, was irgendwo dabei war, begeistert am meisten.

So geschehen mit einem Pack magnetischer Ziffern in drei Farben von o bis 9, die in einer transportablen Koffertafel dabeiwaren. Diese pinnen nun am Kühlschrank und dienen mal als Ziffernblatt einer leicht gekürzten Uhr, mal werden sie aufsteigend, mal absteigend, mal farblich sortiert. Manchmal wird auch gerechnet. Die meiste Zeit wird aber diskutiert. Ob die Eins eine Eins ist oder ein “Minus”. Ob die Sieben nicht eine Eins ist. Dass bei einer Eins der Anstrich schräg sein muss und der Sieben der Querstrich fehlt.

All sowas eben.

Vorhin jedoch, als wir auf dem Heimweg aus dem Kindergarten waren, erreichte die Diskussion ein neues Niveau. Worum es genau ging, weiss ich nicht, weil ich mit Anna in eine Erzählung verstrickt war, so dass ich zu Beginn nur mit einem halben Ohr bei den Jungs sein konnte:

Hannes: “und dann können wir das mit den Zahlenmagneten machen.”

Florian:”Nein, das können wir gar nicht, da ist ja nur eine römische Eins dabei und keine deutsche!”

ich. “Bitte wie? Was für eine römische Eins?”

Florian: “Naaaaa. Weeeeiiiil-e. Da ist doch nur eine römische Eins dabei. Nur ein Strich. So sieht eine deutsche Eins nicht aus!”

ich: “Und wo bitte kennst du römische Zahlen her?”

Hannes: “Na, das war die Frau B. in der Musikschule. So haben wir doch den Notenschlüssel malen gelernt mit eins-zwei-drei. Und das waren römische Zahlen.”

Florian: “Hehe, die haben ja nur Striche, so ein Quatsch!”

Und rannte von dannen. Und ließen mir keinen Raum für weitergehende Erklärungen. Nun, ich habe mir eine Gedankennotiz gemacht.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 14. Februar 2011 in Alltag

 

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Endlich darf ich mal! Oder: Ein Dinosaurier sitzt auf deinem Bett!

Liebe Leser,

nachdem ihr alle so schön nachvollziehen konntet, wie ich die blaue Fee ins Nichtenzimmer gebracht habe, möchte ich euch nun teilhaben lassen an der Entstehung eines richtig coolen Wandbilds für Jungen: “Ich möchte einen Tyrannosaurus rex haben.” So war die Aussage. Bilder von grimmigen Räubern, die optisch aus der Wand ragen und die Tapete zerreissen könnt ihr gleich verwerfen. Daran hatte ich auch gleich gedacht, aber mein Neffe ist VIER. :-) Da ist eine niedliche Adaption eher angebracht.

Wie immer bei einem solchen Projekt sucht man sich nun also das passende Motiv. Das Kinderzimmer ist hell, hat eine Schräge und ein hölzernes Hochbett. Das gilt es im Hinterkopf zu behalten. Ein niedlicher T-rex. Zum Glück sind Dinosaurier seit Jahren beliebte Convienience Produkte und eine hübsche Vorlage war schnell gefunden. Chomper aus der Reihe “In einem Land vor unserer Zeit”.

Wir fanden ein Bild, wo der Kleine an einer Liane zerrt und fanden das sehr geeignet, da durch die Liane das Motiv nicht so “ziellos” im Zimmer verstreut angebracht werden würde. Der Grundgedanke war, den Chomper auf den Fußboden zu setzen und die Liane mit dem Bett zu verankern, vielleicht eine Stoffliane zu besorgen und diese “real” um das Gestell zu wickeln.

Vor Ort entschieden wir uns aber dagegen, da der Platz an der Wand eventuell noch für Möbel benötigt werden würde. Ich weiss nicht mehr wer es war, aber jedenfalls nicht ich kam auf die geniale Idee, das Biest auf die Bettecke zu setzen. Die Liane wurde in der Form angepasst, so dass ein Teil am Pfosten herunterhängen konnte. Den oberen Teil verlängerte ich Freihand und über einen Knoten in der Zimmerecke verband ich die nächste Wand gleich noch mit großen grünen Blättern.

Der Entstehungsprozess entsprach wieder meiner üblichen Vorgehensweise mit Papierschablone, dem Übertragen auf die Wand und anschließendem Ausmalen. Ein paar Konturhighlights in schwarz habe ich hier eingearbeitet, das gab einen spannenden Effekt.

Um den “Dschungel-look” zu komplettieren vermachte die Schwester dem Kleinen ihr IKEA-über-dem-Bett-Blatt und wir befestigten es in der Zimmerecke, so dass es jetzt richtig rund wirkt.

Dass der Bub kurz vor dem Start des Wandbildes doch lieber einen Ritter haben wollte und dass Anna und er später Fachdiskussionen führten, ob T-rexe denn überhaupt Pflanzen fraßen und ob der Chomper denn hier die Liane frisst oder nur eine Bude bauen will… all dies lasse ich lieber unkommentiert. Wir wollen ja nicht mit klugen Kindern prahlen :-)

Ich finde das Ergebnis sensationell cool und für einen Vierjährigen sehr geeignet.

Was sagt ihr?

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 9. Februar 2011 in Alltag

 

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dystoptistische Werbung

Liebe Leser,

an dieser Stelle möchte ich die Aufmerksamkeit von mir und meinen tagtäglichen Banalitäten hinweglenken auf ein Weblog, das sich mit viel tiefgründigeren, sinnvolleren und weltbewegenderen Themen befassen wird. Ihr findet es unter:

http://www.dystopist.de/

Ich empfehle euch, dort immer wieder einmal vorbeizuschauen, denn dann wird der reale Dystopist, der wirklich existiert, auch immer wieder mal genötigt sein, seine kreativen Ergüsse “zu Papier” zu bringen. Was er natürlich nie tun würde. Man denke an all die Bäume. Nein, der @dystopist ist viel zu geekig für so etwas. Deswegen bloggt er nämlich nun (endlich).

Und ick freu mir deswegen.

Viel Spaß damit, mein Lieber.

Es grüßt die Ankelilli.


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Geschrieben von - 8. Februar 2011 in Alltag

 

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Ich wünsche mir eine blaue Fee, die eine Blumenranke herzaubert.

Liebe Leser,

dies wurde mir von meiner Nichte übermittelt, als Wunschdekoration für ihr neues Kinderzimmer.

“Kein Problem”, dachte ich mir.

Doch um ein solches Wandbild zu erstellen, muss man vor Ort sein. Also packten wir Sack, Pack und Kuscheltiere und fuhren ins schöne Hessen. Zwischendurch stoppten wir noch “fix” bei IKEA, einfach weil wir es mögen. Ach ja, außerdem brauchten wir noch Schreibtischböcke. Nun gut, dann packten wir diese ebenfalls ins Auto.

In der Ferne angekommen, passierte nicht mehr viel. Die Kinder wurden gebettet, und die Erwachsenen führten lebhafte Diskussionen dank den Herren Günther Veltinger* und Herrn Pinot G*.  zu den Themen Farbkonzepte, Internetzugang und Umzugsorganisation. Hierbei stellte sich heraus, dass Herr Pinot deutlich bessere Eingebungen hervorkitzeln konnte als Herr Veltinger. Dementsprechend schnell war allerdings die Luft bei ihm heraus- oder drin, wie man es sehen möchte.

Am nächsten Morgen dann durfte ich die Räumlichkeiten untersuchen und das Gestaltungskonzept festlegen.

Eine blaue Fee also im Mädchenzimmer. Wie die aus Disneys Pinocchio, die man sich als gemeinfreies Bild im Internet suchen oder aus dem eigenen Bilderbuch scannen und so digitalisieren kann. Nur mit Schmetterlingsflügeln. Und mit freundlichem Gesicht. Gut. Das ist machbar.

Das Zimmer ist hell, weiß, dazu weiß und hell. Mit einem hölzern verkleideten Heizkörper, in weiß. Ein Traum in blau sozusagen. Soll es zumindest werden ;-) Diese Voraussetzungen sind natürlich dankbar im Sinne einer Wandbemalung. Wird das Ergebnis zart, ist es harmonisch. Wird das Ergebnis knallig, ist es ein hervorragender Kontrast. Wird das Ergebnis irgendwas dazwischen, ist es eben so. Bei weißer Umgebung kann man nichts verkehrt machen.

Am weißen Hochbett also sollte sie schweben. Und zaubern. Mit einem glitzernden, funkensprühenden Zauberstab. Dazu eine Blumenranke. Gut.

An dieser Stelle möchte ich meine persönliche Duselei reduzieren und mal eine Schritt-für Schritt- Anleitung einfügen, damit auch nicht-Schwestern nachvollziehen können, wie man so etwas anstellt.

Als erstes: Du musst nicht malen können, nicht zeichnen und von Kunst musst du auch nichts verstehen. Alles was du brauchst ist Spaß an Farbe und Mut, einen farbigen Pinsel an eine Wand führen zu können. Der Rest geht von alleine.  Mit 5-6 Standartflaschen Voll- und Abtönfarbe aus dem Baumarkt kommt man hin, egal um welches Motiv es sich handelt. Nicht verzichten kann man auf schwarz, weiß, apfelgrün, maisgelb, rot, blau und honiggelb. Letzteres sieht in der Flasche… seltsam… aus aber an der Wand wirkt sie sensationell.Einen kleinen Satz einfache Rund- und Flachpinsel, zwei Plastik- Mischpaletten und ein Becher Wasser und los kann es gehen.

Das Bild wird in ein Freeware- Posterdruckprogramm geladen, welches die Datei auf DIN A4 Blätter aufteilt. Im besten Fall wird dir die Endgröße des Werkes gleich angezeigt. Per “Entwurfsdruck” werden diese Blätter dann ausgedruckt und zusammengeklebt. Das sollte sorgfältig an allen Kanten erfolgen, als Erfahrungswert. Danach einfach den “Starschnitt” ausschneiden und mit Kreppband an der Wand aufhängen. So kann man in aller Ruhe drehen, schieben, rücken und neu machen, wenn es noch nicht groß genug ist. Das sollte man beherzigen: Auf die Größe kommt es an! Groß wirkt besser, groß ist einfacher umzusetzen, groß ist besonders. Wenn der Papierentwurf hängt, gehe ich in der Regel einen zehnten Kaffee des Tages trinken. Nach zehn Minuten Abstand schaut man sich das Ganze noch einmal an und fängt im besten Fall an, jede Linie mit Bleistift auf die Wand zu übertragen. Dabei werden Eckpunkte mit der Spitze durchgedrückt und frei verbunden. Meist kann man aber auch die Bleistiftspitze an der Wand führen und mit dem Zeigefinger der anderen Hand auf der Papierlinie entlangfahren und den Stift somit lenken. Nach und nach muss man dann das Papierbild zerreissen, bis es schließlich komplett übertragen ist. Der Rest ist “Malen nach Zahlen”. Nur größer :-) .

Im Fall der blauen Fee entschloss ich mich für eine Fee der Größe 1,60m. Nach dem Ablauf oben druckte ich die Vorlage aus und unter zehn neugierigen Augen entstand die Papierfee auf dem Fußboden. Natürlich ging das Klebeband aus. Folglich wurde breites Kreppband in 2cm- Scheiben geschnitten und zum Verbinden der A4 Blätter verwendet. Da der kleinen Nichte die Flügel der Fee nicht gefielen und außerdem auch mal an das Urheberrecht gedacht werden musste, veränderte ich die Originalen Flugelemente zu schmetterlingsähnlichen Wuchsformen, indem ich sie mittig zusammenführen ließ und längliche Ausstülpungen am oberen und unteren Ende anfügte.

Ich möchte anmerken, dass, wenn meine lieben Leser dies nachmachen wollen, dass sich rote Farbe hierfür hervorragend eignet. Allerdings bedürfen die vielen roten Flecken auf dem Teppichboden, die Kinderhände so wunderbar anbringen können, einiges an Nacharbeitungszeit.

Als die Fee an der Wand hing, war das Staunen schon groß. Das Übertragen mit Bleistift ging gut. Den Prozessschritt der “geköpften Fee” allerdings sollte man besser beschleunigen, sonst kann es sein, dass Tränen in den Augen, Weinen und Angst erneut zu Zeitverzögerung  aufgrund von Kuscheln, Trösten und Aufmunterungsversuchen führen könnten.

Eine rosige Gesichtsfarbe zu mischen war …experimentell. Auf der Palette wirkte es gut, an der Wand eher leberkäsefarben oder sonnenverbrannt. Nun gut, zum Glück entspannte sich dieser Eindruck durch das viele BLAU, was nach und nach dazukam. Erst flächig/comichaft, später nach Wunsch der Chefin, in wallenden Falten. Diesen Effekt erreicht man durch Mischen unterschiedlicher (in Zahlen 2) Blautöne mit Weiß auf der Wand selbst. Wenn man eine Ecke des Flachpinsels dunkel befüllt, kann man mit einem gezielten Strich eine helle Fläche mit dunkler Kontur schaffen, die ganz natürlich wirkt, da Abstufungen von selbst entstehen.

Die Erfahrung mit Pokemons oder in den Bildern bei uns daheim hat gezeigt, dass das coolste Wandbild wenig wirkt, wenn keine Kontur darum gebracht wird. Am Anfang wählte ich dafür immer schwarz, mittlerweile nicht mehr. Meist entscheide ich mich für einen deutlich dunkleren Ton der verwendeten aktuellen Farbe. Das wirkt entspannter und weniger plakativ.

Ja, nachdem die Fee fertig coloriert war, kam der Zauberstab und die Blumenranke an die Reihe. Diese entstand völlig Freihand und griff die Hauptfarben der Fee in den Blütenfarben wieder auf.

Zum Abschluss wurde reichlich beglittert und Dekosternchen angeklebt. Ein bisschen “Mädchen” durfte dann doch sein ;-)

Ich hoffe, ihr findet sie genauso schick wie ich. Ich freue mich auf Nachahmer und Kommentare. Fragen können natürlich auch gern gestellt werden. Was im Jungenzimmer mit einem fleischfressenden Dinosaurier passierte und wie Kinder es finden, dass dieser an Pflanzen nagt, erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

Eure Ankelilli.

*Namen von der Redaktion geändert.

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Geschrieben von - 7. Februar 2011 in Alltag

 

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