Liebe Leser,
manchmal ist es echt interessant, was in dem Wirrwarr der Blogosphäre passiert. So zum Beispiel gab es einen Riesenaufstand bezüglich Schleichwerbung und/oder bezahlter Links.
Das Schöne am Bloggen ist ja, dass man auf seiner Plattform quasi tun und lassen kann, was man möchte. Man kann also Werbung machen, aber muss auch akzeptieren, dass das andere nicht lesen oder verbreiten möchten. Das tue ich auf jeden Fall.
Auf der anderen Seite finde ich, kann man auch wichten und werten. Wenn “man” generell /Schleich/werbung macht, dafür etwas zurückbekommt, das aber ohne persönliche, ehrliche Wertung tut, ist das etwas anderes, als Produkte persönlich zu empfehlen. Ich schreibe keine Lobeshymnen über mir unwichtige oder für schlecht bewertete Dinge, nur weil ich bezahlt werde. Das ist der Unterschied.
Das ist das, was ich tue. Bücher, die ich toll finde, stelle ich hier vor, weil sie andere Eltern auch toll finden könnten. Ich versuche den Sinn zu erfassen, die Gelegenheiten, wo man sie (vor-) lesen kann und ob sie sich als Geschenk eignen könnten.
Ich gehe auch kritisch mit Kinderbüchern um, nicht immer ist alles toll. Das äußere ich dann auch. Aber ich tue das nicht, weil ich im Gegenzug hin und wieder (bei weitem nicht alles) umsonst bekomme. In erster Linie tue ich das, um mich mit Literatur auseinanderzusetzen und weil ich auch im realen Leben oft genug Anfragen bekomme, welche Bücher sich lohnen zu kaufen.
Dafür werde ich nun nicht mehr in der Thüringer Blogzentrale geführt, bin ein Ausgestoßener :-/
Nun gut, dann bin ich eben etwas Besonderes
Klicks von dort kamen eh noch keine. Ich finde es nur schade, dass man sich so viel Arbeit macht, die Blogger in Thüringen in einer großen Übersicht zu sammeln und die Beiträge im twitter zu verbreiten, wenn dann doch zensiert wird. Denn in meinem Augen ist es nichts anderes, Man mag es als “filtern” tarnen, ich finde es schlicht albern.
So, nun höre ich mein Hörspiel weiter, damit ich mal wieder einen positiven Beitrag über die arsEdition schreiben kann. Die haben nämlich die Holunderbärreihe dementsprechend verarbeitet. Und Anna hat es zum Geburtstag bekommen. So mit bezahlt und so.
Eure Ankelilli.
—————-
Update: Die Thüringer Blogzentrale ist auf den Beitrag eingegangen und bietet eine weitere Diskussionsplattform, falls noch Bedarf besteht.

Rainer
22. Februar 2011 at 09:43
Ich sach’ ma: http://raventhird.de/blog/?p=6264
Haiko
22. Februar 2011 at 09:53
Für mich ist das Bloggen eine Art Bedürfnis meine Erlebnisse zu teilen
http://www.saaletaler.eu/wordpress/
Kommt nicht immer gut an (Neider) aber es gibt auch sehr viel positive Resonanz bei den Reiseberichten und Filmen …
Lichtecho
22. Februar 2011 at 09:55
Äh, verstehe ich das richtig: Man kritisiert Dich dafür, dass Du Bücher rezensierst, weil man das als Schleichwerbung ansieht? Das kann ich nicht glauben. Daran wäre ja alles falsch.
ankelilli
22. Februar 2011 at 11:16
Ja, genau war das Thema.
padaphant
22. Februar 2011 at 10:20
Sehe ich ganz genauso wie du! Ich schreibe und berichte auch nur über Produkte, Apps usw., die ich empfehlen würde. Es geht mir nur darum, meine Erfahrungen darüber mitzuteilen und anderen weiterzuhelfen, die sich vielleicht nicht sicher sind, dies oder jenes zu kaufen oder einfach auf etwas Gutes aufmerksam zu machen. Bei mir sind inzwischen einige Sachen mit Links zu amazon hinterlegt, aber auch weil ich das eben praktisch für die Leser finde und schön finde. Damit irgendwas zu verdienen, ist mir überhaupt nicht wichtig (tue ich auch nicht
).
Finde deinen Blog und die Berichte gut!
Sandra
22. Februar 2011 at 10:28
Lass dich nicht runterziehen. Ich will noch mehr lesen!
Lichtecho
22. Februar 2011 at 10:32
@Rainer: Bist Du von der Blogger-Polizei?
Rainer
22. Februar 2011 at 11:37
Nein, natürlich nicht.
Florian Freistetter
22. Februar 2011 at 10:44
Rezensionen generell als Schleichwerbung anzusehen halte ich auch für ganz großen Unsinn. Bzw. für absurd. Eine Rezension ist eine persönliche Meinung zu einem Buch/Film/Produkt/sonstwas. Und was ist bloggen sonst, als eine veröffentlichte persönliche Meinung zu irgendwas. Klar, Blogs in denen NUR Produkte vorgestellt werden die man irgendwo geschenkt bekommt sind ne andere Sache.
In meinem Blog kann man auch ständig meine persönliche Meinung hören. Halt hauptsächlich zu Wissenschaft und nicht zu Bücher. Und ists jetzt nur deswegen keine “böse” Rezension weil man die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht kaufen kann; die Bücher aber schon? (Falls die Blogzentrale mitliest: ich habe in meinem Blog auch schon Bücher rezensiert die ich vom Verlag umsonst bekmmen habe).
Blogs liefern die persönliche Meinung eines Autors. Wenn das die Meinung zu einem Buch ist, dann ist das eben so. Und diese Meinung wird per se nicht weniger wert, wenn man das Buch umsonst bekommen hat (egal woher). Ob ein Blogger fähig ist, objektive Rezensionen zu schreiben hängt nicht davon ab, ob er das zu rezensierende Ding selbst kaufen musste oder nicht.
padaphant
22. Februar 2011 at 10:49
@Florian: kann ich nur 100%ig zustimmen! Vor allem “Klar, Blogs in denen NUR Produkte vorgestellt werden die man irgendwo geschenkt bekommt sind ne andere Sache.” Denn man sollte ja nicht bloggen, NUR um irgendwo Produkte abzusahnen.
dystopist
22. Februar 2011 at 10:57
Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern an.
Verstehe zwar, warum die Blogzentrale da alarmiert ist – plädiere aber für eine qualitative Einschätzung der Lage statt einfach zu sagen: “Schleichwerbung und basta.”
Lichtecho
22. Februar 2011 at 11:08
Journalisten, die Bücher rezensieren, bekommen diese natürlich auch geschenkt. Es würde sich ja gar nicht lohnen, wenn der Journalist seine geringen Einnahmen aus der Rezension gleich wieder in das Buch stecken müsste. Wenn in vielen Bereichen des Journalismus nun auch Blogger eindringen – gerade in den Bereichen wo es um Meinungen und Kommentare geht – ist es doch völlig legitim, dass Verlage Blogger als Multiplikatoren entdecken. Letztlich ist die Glaubwürdigkeit das höchste Gut des Bloggers und entsprechend umsichtig und ehrlich wird ein erfolgreicher Blogger Bücher kritisieren.
Jojo
22. Februar 2011 at 11:17
Ach… das ist doch nur der Sven. Der soll sich lieber mal an die eigene Nase fassen.
ankelilli
22. Februar 2011 at 11:20
Meine Lieben Leser und Kommentatoren,
danke für die zahlreiche, informative und natürlich auch bestärkende Zu-Wort-Meldung. Mir bedeutet das viel, da mein Unrechtsbewusststein ganz schön getroffen wurde. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich per se nichts gegen die Blogzentrale habe, denn jeder ist für seinen Blog und die Inhalte selbst verantwortlich.
Ich bin nur gegen das “Filtern” von Inhalten und mit ganzem Herzen gegen das Bezeichnen von Kinderbuchrezensionen als Schleichwerbung. Nichts anderes ist doch Mund-zu-Mund Propaganda oder andere Arten der persönlichen Empfehlung. Für mich sind das durch und durch positive Dinge, die ich hier einfach voller Überzeugung in die Welt hinausposaunen möchte. Das mag naiv sein. Aber so bin ich nunmal.
LG Anke
Florian Freistetter
22. Februar 2011 at 11:28
@Lichtecho: Doch, genau das war der Vorwurf; siehe hier:
Lars Gebauer
22. Februar 2011 at 12:17
Schleichwerbung hin oder her, Buchbesprechung hin oder her – alles obskurer Unfug.
Entweder ein Blog (Beitrag) gefällt – oder eben nicht.
Die Motive des Autoren/der Autorin sind nicht zweit- sondern drittrangig. Ein guter Beitrag wird nicht deswegen schlecht, weil der Autor etwas dafür bekommt und ein schlechter Artikel nicht gut, weil der Schreiber für lau arbeitet.
Moralwächter sind armselige Neider.
Stefan Gotthold
22. Februar 2011 at 12:47
Ich kann das auch nicht ganz nachvollziehen. Ich muss aber zugeben, dass wenn man Produkte umsonst bekommt um auf seinem blog darüber zu berichten, es einen gewissen Beigeschmack hat. Ich habe eine Artikelserie über Astronomie-Apps für das iPad gestartet und nach kurzer Zeit hat sich jemand gemeldet und meinte ich könne das App haben. Gut das App kostet nicht die Welt, aber erst einmal habe ich drüber nachgedacht: 2Was ist wenn das app wirklich schlecht ist?” “Kann ich das schreiben?”.
Ich habe mich dafür entschieden das App zu testen und danach zu entscheiden einen Beitrag darüber zu verfassen. Das App war gut und die zwei drei Mankos habe ich dargestellt. Ich war auch so ehrlich und hab meinen Lesern geschrieben, das ich das App von der Firma gratis bekommen habe. Ich denke mit Ehrlichkeit kommt man weiter und sollte sich auch nicht davon abbringen lassen. Sollten das die Thüringer nicht verstehen, dann sollen die das sein lassen.
Mach weiter so.
Gruß
Stefan
Sven
22. Februar 2011 at 14:38
Nein, Anke, Du bist offensichtlich keine „Ausgestoßene“.
)
Du stehst nur nicht mehr in der Linkliste der Thüringer Blogzentrale und Deine Blogeinträge werden von @thueringerblogs nicht mehr gelistet.
Das ist nicht schlimm, weil – wie Du selbst schreibst – sowieso keiner über diese Links kam und weil Dich viele andere Thüringer Blogger mögen und Deine Beiträge selbstverständlich auch lesen, ohne, dass Du in der Blogzentrale gelistet bist.
Und auch ich mag Dich natürlich trotzdem. Und ich würde hier nicht mit Dir darüber diskutieren, wenn ich Dich nicht für eine freundliche, sympathische und ehrliche Person halten würde.
Dein zentrales Argument in der aktuellen Diskussion ist:
Sind Rezensionen denn Schleichwerbung?
Und jeder vernünftige Mensch wird entgegnen: Selbstverständlich nicht!!!
Wenn man aber etwas anders fragt, wird es total kompliziert:
Sind Rezensionen von Produkten, die von den Produzenten der Produkte geldwert (z.B. mit einem Buchgeschenk) vergolten werden, ohne dass darüber aufgeklärt wird, dass dieses Entgelt floss und wie hoch es war, Schleichwerbung?
DAS ist natürlich viel schwieriger zu beantworten als die einfache Frage in Deinem Blogeintragstitel.
Aber Fragen die sich hier stellen, sind eigentlich zwei grundsätzliche:
1. Ist es fair, Dich in der Linkliste der Thüringer Blogzentrale und bei @thueringeblogs nicht mehr zu führen?
2. Ist es korrekt, Dir Schleichwerbung vorzuwerfen?
Die erste Frage hast Du ja bereits beantwortet: Es ist meine Sache. Du und andere Thüringer Blogger können sich selbstverständlich darüber beschweren und wir können darüber diskutieren. Aber am Ende ist es meine Sache. Und zwar deshalb, weil ich 90% der Arbeit in der TBZ und @thueringerblogs mache. Wenn das anders wäre, wäre es anders.
Die zweite Frage ist komplizierter zu beantworten. Ich habe das an verschiedenen Stellen versucht.
Ich habe das in einem Tweet so formuliert:
Du verbreitest Buchinfinformationen über Autoren und Verlage, die bereit sind, Dir ein Buch zu schenken. Das hat mit einer objektiven Rezension nichts mehr zu tun. Aber das ist noch nicht das eigentliche Problem.
Dein Blog wird wahrscheinlich nur von sehr wenigen Menschen gelesen. Der Grund, warum Dir die Verlage oder Autoren die Bücher schicken ist deshalb doch nicht, weil Du so eine berühmte Rezensentin bist, sondern weil sie durch die Setzung eines Links auf Deinem Blog ihren Google-Rank verbessern wollen.
Und das ist im Grunde Betrug. Und Ausbeutung.
Die Verlage kaufen sich für den Preis eines Buches (vielleicht 3 Euro) nicht nur Deine wertvolle Lebenszeit – nicht für das Lesen des Buches, das machst Du ja sowieso – sondern für das Schreiben des Beitrages. Das dauert bestimmt so mindestens eine Stunde. Da sind 3 bis 5 Euro eigentlich ein mieser Stundenlohn.
Das ist meine Meinung zu diesem Thema. Offenbar sehen Du und einige Deiner Leser das aber anders. Und das ist Euch ja auch unbenommen!
Lichtecho fragt:
„Äh, verstehe ich das richtig: Man kritisiert Dich dafür, dass Du Bücher rezensierst, weil man das als Schleichwerbung ansieht? Das kann ich nicht glauben. Daran wäre ja alles falsch.“
Meine Antwort:
Das ist natürlich falsch. Anke wird nicht ihrer Rezensionen wegen nicht mehr gelistet. Das wäre ja auch Quatsch. Man muss die Frage, wie ich bereits oben schrieb, anders stellen:
Sind Rezensionen von Produkten, die von den Produzenten der Produkte geldwert (z.B. mit einem Buchgeschenk) vergolten werden, ohne dass darüber aufgeklärt wird, dass dieses Entgelt floss und wie hoch es war, Schleichwerbung?
Das ist natürlich total kompliziert und viel schwieriger zu beantworten als die scheinbar harmlose Frage, ob Kinderbuchrezensionen – quasi per se – Schleichwerbung sind. Das ist natürlich(!) Quatsch.
padaphant schreibt:
„Sehe ich ganz genauso wie du! Ich schreibe und berichte auch nur über Produkte, Apps usw., die ich empfehlen würde. Es geht mir nur darum, meine Erfahrungen darüber mitzuteilen und anderen weiterzuhelfen, die sich vielleicht nicht sicher sind, dies oder jenes zu kaufen oder einfach auf etwas Gutes aufmerksam zu machen. Bei mir sind inzwischen einige Sachen mit Links zu amazon hinterlegt, aber auch weil ich das eben praktisch für die Leser finde und schön finde. Damit irgendwas zu verdienen, ist mir überhaupt nicht wichtig (tue ich auch nicht)Finde deinen Blog und die Berichte gut!“
Meine Antwort:
Diese Situation ist natürlich auch eine gänzlich andere als bei ankelilli. Wie oben beschrieben.
Und ich möchte noch einmal feststellen, dass es hier zunächst nicht darum ging, was ankelilli in ihrem Blog darf oder nicht nicht darf. Die Ausgangsfrage war, ob sie in der Blozentrale und bei @thueringerblogs gelistet wird.
Und wenn wir sie nicht listen, muss man das ja irgendwie begründen. In ihrem Fall ist der Grund: Schleichwerbung. Und auch diesen Grund muss man natürlich begründen. Ich habe das oben getan.
Ich finde Schleichwerbung falsch. In anderen Medien wird sie sogar strafrechtlich verfolgt. Man kann nun darüber diskutieren, was Schleichwerbung ist und ob man das möchte.
Florian Freistetter schreibt:
„Rezensionen generell als Schleichwerbung anzusehen halte ich auch für ganz großen Unsinn. Bzw. für absurd. Eine Rezension ist eine persönliche Meinung zu einem Buch/Film/Produkt/sonstwas. Und was ist bloggen sonst, als eine veröffentlichte persönliche Meinung zu irgendwas.“
Meine Antwort:
Klar. Das wäre natürlich Unfug. Wie oben bereits mehrfach beschrieben.
Florian Freistetter schreibt weiter:
„Klar, Blogs in denen NUR Produkte vorgestellt werden die man irgendwo geschenkt bekommt sind ne andere Sache.“
Meine Antwort:
Richtig.
Florian Freistetter schreibt weiter:
„In meinem Blog kann man auch ständig meine persönliche Meinung hören. Halt hauptsächlich zu Wissenschaft und nicht zu Bücher. Und ists jetzt nur deswegen keine „böse“ Rezension weil man die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht kaufen kann; die Bücher aber schon? (Falls die Blogzentrale mitliest: ich habe in meinem Blog auch schon Bücher rezensiert die ich vom Verlag umsonst bekmmen habe).“
Meine Antwort:
Ja, und genau das ist in meinen Augen auch eine grenzwertige Angelegenheit über die man diskutieren kann aus den oben genannten Gründen.
Florian Freistetter schreibt weiter:
„Blogs liefern die persönliche Meinung eines Autors. Wenn das die Meinung zu einem Buch ist, dann ist das eben so. Und diese Meinung wird per se nicht weniger wert, wenn man das Buch umsonst bekommen hat (egal woher). Ob ein Blogger fähig ist, objektive Rezensionen zu schreiben hängt nicht davon ab, ob er das zu rezensierende Ding selbst kaufen musste oder nicht.“
Meine Antwort:
Und genau das sehe ich anders. Wenn man ein Produkt irgendwoher umsonst bekommt, tritt bei halbwegs normalen Menschen ein psychologisches Prinzip inkraft. Das sogenannte “Reziprozitätsprinzip”:
Wenn man etwas geschenkt bekommt, fühlt man sich dem Schenkenden verpflichtet.
Dieses grundlegende Prinzip machen sich viele zweifelhafte Verkäufer zunutze. Jeder kennt wahrscheinlich die Hare-Krishna-Typen, die einem immer ein Buch „schenken“ wollten und anschließend um eine „Spende“ bitten. Da man – wenn man das Buch genommen hat – sich den Leuten verpflichtet fühlte, hat man halt gespendet.
Auf genau dieses Prinzip bauen auch die Leute, die Rezensionsexemplare oder sonstwas verschenken.
Damit machen sie Werbung für Ihr Produkt. Es wird wahrgenommen. Ob es gut oder schlecht rezensiert wird, ist dabei eigentlich zweitrangig.
dystopist schreibt:
Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern an. Verstehe zwar, warum die Blogzentrale da alarmiert ist – plädiere aber für eine qualitative Einschätzung der Lage statt einfach zu sagen: „Schleichwerbung und basta.“
Meine Antwort:
Die qualitative Einschätzung der Lage findet doch gerade statt.
)
Lichtecho schreibt:
“Journalisten, die Bücher rezensieren, bekommen diese natürlich auch geschenkt. Es würde sich ja gar nicht lohnen, wenn der Journalist seine geringen Einnahmen aus der Rezension gleich wieder in das Buch stecken müsste. Wenn in vielen Bereichen des Journalismus nun auch Blogger eindringen – gerade in den Bereichen wo es um Meinungen und Kommentare geht – ist es doch völlig legitim, dass Verlage Blogger als Multiplikatoren entdecken. Letztlich ist die Glaubwürdigkeit das höchste Gut des Bloggers und entsprechend umsichtig und ehrlich wird ein erfolgreicher Blogger Bücher kritisieren.”
Meine Antwort:
Dem kann man nur zustimmen. Die beste und unabhängigste Rezension ist aber die unbeschenkte. Und dann stellt sich die Frage, ob man dann überhaupt noch rezensieren würde. Gibt ja wichtigeres
)
Jojo schreibt:
“Ach… das ist doch nur der Sven. Der soll sich lieber mal an die eigene Nase fassen.”
Meine Antwort:
Ich sage nur: Zickenkrieg!!!
)
ankelilli schreibt:
„Meine Lieben Leser und Kommentatoren,
danke für die zahlreiche, informative und natürlich auch bestärkende Zu-Wort-Meldung. Mir bedeutet das viel, da mein Unrechtsbewusststein ganz schön getroffen wurde. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich per se nichts gegen die Blogzentrale habe, denn jeder ist für seinen Blog und die Inhalte selbst verantwortlich.“
Meine Antwort:
Sehr schön
)
ankelilli schreibt weiter:
„Ich bin nur gegen das „Filtern“ von Inhalten und mit ganzem Herzen gegen das Bezeichnen von Kinderbuchrezensionen als Schleichwerbung. Nichts anderes ist doch Mund-zu-Mund Propaganda oder andere Arten der persönlichen Empfehlung. Für mich sind das durch und durch positive Dinge, die ich hier einfach voller Überzeugung in die Welt hinausposaunen möchte. Das mag naiv sein. Aber so bin ich nunmal.LG Anke“
Meine Antwort:
Wie bereits oben mehrfach geschrieben, ist die Sache komplizierter als die „naive“ Rezension von „Kinderbüchern“. Als Diplom-Geologin unterstelle ich Dir soviel Intelligenz, dass Dir klar sein sollte, dass Dein Fall im Vergleich zu Millionenbeträgen, die im Fernsehen über den Tisch wandern selbstverständlich harmlos ist – aber eben trotzdem nicht „total“ unproblematisch, weil es eben nicht nur einfach so um die Rezension von Büchern geht, die Du eben so liest, sondern Du bekommst die Bücher zugeschickt und erhältst vermutlich(!) die Aufforderung als Gegenleistung einen Link zu setzen. Andere zahlen für die Setzung eines Links fünfzig Euro. Du bekommst halt ein Kinderbuch. Wo ist der Unterschied? Der Preis. Klar.
Lars Gebauer schreibt
„Schleichwerbung hin oder her, Buchbesprechung hin oder her – alles obskurer Unfug. Entweder ein Blog (Beitrag) gefällt – oder eben nicht.“
Meine Antwort:
Letzteres ist selbstverständlich jedem selbst überlassen. Darüber gibt es doch gar keine Diskussion. Schleichwerbung ist allerdings nicht einfach so abzutun. Vor allem dann nicht, wenn man Schleichwerbung nicht will und trotzdem zu ihrer Verbreitung beitragen soll.
Lars Gebauer schreibt weiter:
„Die Motive des Autoren/der Autorin sind nicht zweit- sondern drittrangig. Ein guter Beitrag wird nicht deswegen schlecht, weil der Autor etwas dafür bekommt und ein schlechter Artikel nicht gut, weil der Schreiber für lau arbeitet.“
Meine Antwort:
Doch. Aber das kannst Du gern anders sehen.
Lars Gebauer schreibt weiter:
„Moralwächter sind armselige Neider.“
Meine Antwort:
Was neidest Du mir? ;o)
Jojo
22. Februar 2011 at 14:58
@Sven: also machst du eine Dreiteilung in Werbung (gekennzeichnet), Schleichwerbung (nicht gekennzeichnet) und Produktnennung (keine Gegenleistung) ?
Dann habe ich 2 Fragen:
1. Hast DU bei Anke ja selbst erkannt, dass es eine Gegenleistung/Kooperation gibt. Inwieweit handelt es sich hierbei noch um Schleichwerbung?
2. Wie trennst du Schleichwerbung von Produktnennung? Ich weiss, dass du im Grunde gerne alles als Schleichwerbung titulierst, was du nicht verstehst und auch nicht davor zurückschreckst gerne mal den einen oder anderen öffentlich zu diffamieren (und dann bei “Blogwart” mimosenhaft von Beleidigung sprichst *gnihihi*) So sehr mir ehrlich gesagt der Gedanke gefällt, wie du im Ohrensessel zähneknirschend auf deiner Pfeife herumkaust, weil du nicht erkennst ob dieser Beetlebum für die Fotos vom Plastikspielzeug bezahlt wurde oder nicht, frag ich mich doch, warum du nicht die ganze Linkliste von “Svens TBZ” löschst – denn schließlich nennen die meisten gerne und oft irgendwelche Produkte – oder fotografieren sie sogar :O Also warum sind die einen Schleichwerber – die anderen aber nicht?
Sven
22. Februar 2011 at 21:12
Zu 1. Nein, ich habe zunächst nicht erkannt, dass es sich um eine Gegenleistung oder ein Geschäftsverhältnis handelt. Ich habe es lediglich vermutet.
Da sich für Rezensionen in Blogs i.a.R. nur die Rezensenten und die Rezensierten interessieren und da sie die ständige Gefahr der Schleichwerbung enthalten, habe ich deshalb beschlossen, Blogs mit mehr als 50% Rezensionen aus den @thueringerblogs rauszunehmen.
Ich habe das dann entsprechend angekündigt, damit man darüber diskutieren kann:
Daraufhin fragte Anke nach:
Und ich habe entsprechend geantwortet. So entspann sich eine Diskussion zum Thema.
Die Definition von Schleichwerbung lautet:
In Ihrem Eintrag bewirbt Anke das Buch. Weist auch – ganz allgemein – auf „eine kleine Zusammenarbeit“ hin. Klärt aber nicht, was der Begriff „kleine Zusammenarbeit“ bedeuten soll.
Dass sie die Bücher geschenkt bekommt, wenn Sie sie rezensiert, habe ich erst auf Nachfrage erfahren. Dass sie mir entsprechend ehrlich geantwortet hat, finde ich hoch anerkennenswert!
In Ihrem ursprünglichen Blogeintrag stand es jedoch nicht und deshalb habe ich das als Irreführung gewertet.
Zu 2. Schleichwerbung ist – in meinen Augen – wie oben beschrieben:
“die Erwähnung oder Darstellung von Waren … eines Herstellers von Waren oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Programmen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann.”
Das kann z.B. auch eine Rezensionen von Produkten, die von den Produzenten der Produkte geldwert (z.B. mit einem Buchgeschenk) vergolten werden, ohne dass darüber aufgeklärt wird, dass dieses Entgelt floss und wie hoch es konkret war.
Zur “Diffamierung”:
Ich sehe nicht, dass ich jemanden anderen konkret „öffentlich“ diffamiert hätte. Könntest Du mir das bitte nachweisen!
Aber ob Du für das ausführliche Lob von Plastikspielzeug in Deinem Blog bezahlt wirst, finde ich tatsächlich interessant. Wirst Du?
Du kannst übrigens gern die Linkliste auf der TBZ durchgehen. Wenn ich das richtig beobachte, finden sich eher selten konkret werbliche Einträge für Produkte. Ich kann mich da aber täuschen. Über konkrete Beispiele würde ich mich sehr freuen.
Aber Schleichwerber sind Blogger, die Produkte in ihren Beiträgen erwähnen dann, wenn sie für die Erwähnung finanzielle oder geldwerte Vorteile erhalten. Und Blogger, die so blöd sind, nur für Adwords zu bloggen, stehen nicht in der Linkliste.
Du als Superduper-alpha-Blogger kannst natürlich auf das wenig lukrative Adsensebloggen verzichten. Denn wie hast Du einmal so schön in einem Interview gesagt:
„Jedoch einfach nur aus dem Grund, weil ich GoogleAdSense mittlerweile wirklich hässlich finde und es auch wesentlich lukrativere und dezentere Werbemöglichkeiten gibt, die sich zudem thematisch und stilistisch (Werbung in Comicform) viel besser in das Blog einpassen lassen würden.“
Solche dezente Werbung würde ich Schleichwerbung nennen.
Chaos
22. Februar 2011 at 22:14
Ich Hijacke mal diesen Thread, bis Sven bei meinem angelangt ist, bin ich schon in Morpheus Armen.
Du zitierst: „die Erwähnung oder Darstellung von Waren … eines Herstellers von Waren oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Programmen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann.“
Und sagst dann:
“Das kann z.B. auch eine Rezensionen von Produkten, die von den Produzenten der Produkte geldwert (z.B. mit einem Buchgeschenk) vergolten werden, ohne dass darüber aufgeklärt wird, dass dieses Entgelt floss und wie hoch es konkret war.”
Bin ich der einzige der diese zwei Sätze …. nicht unbedingt widersprüchlich aber doch nicht kausal zusammenhängend sieht?
Ob die Produkte vom Hersteller dem ‘Veranstalter’ kostenlos zur Verfügung gestellt werden oder ob dieser entlohnt wird steht gar nicht in der Definition. Hingegen schon, dass es ‘absichtlich zu Werbezwecken’ präsentiert werden muss. Dem hast du selbst schon mit der ‘unterbewussten Bevorzugung’ widersprochen, die ja eben nicht absichtlich ist. Rezensiert also jemand weil er eine Rezension schreiben will ist es vielleicht werbend, aber keine Werbung, erst recht keine Schleichwerbung. Rezensiert er weil er auf konkrete oder zukünftige Entlohnung hofft oder den Absatz des Produkts steigern will, ist es Werbung. Schleichwerbung dann, wenn er dies nicht kenntlich macht.
So einfach ist die Wurst. Oder so schwer. Den Motivation ist halt einfach schwer objektiv zu beurteilen. Vor allem von aussen. Aber macht das Pauschalurteile nicht noch verwerflicher?
Einzig gemeinsamer Nenner bleibt damit die Täuschung. Darüber waren wir uns aber ja schon einig. Ich bin generell ein Freund von Transparenz.
Sven
22. Februar 2011 at 22:20
Und wir sind uns damit einig
Gute Nacht! Bis morgen!
Jojo
23. Februar 2011 at 12:59
Aha… bei Anke überliest du einfach mal eine ganz klare Aussage (die Semantik von “Kooperation” sollte jedem klar sein) um dann so einen Riesenfass aufzumachen und überinterpretierst meine Interviewaussage (s.u.)… Für einen (zumindest ehemaligen wiss. Mitarbeiter) hast du eine ziemlich selektive Leseweise oder extreme Anfälle kognitiver Dissonanz. Sehen deine Arbeiten auch so aus? Vielleicht sollte da auch mal jemand genauer hinschauen :>
Anke hat ganz klar ausgedrückt dass es eine Gegenleistung gab. Damit ist der Beitrag gekennzeichnet und ganz klar keine Schleichwerbung mehr.
Zur Diffamierung: gerne. Zum Beispiel hast du der gesamten 3TBL Organisation vorgworfen in ihrem Gewinnspiel von Firmen gesponserte Items verlost zu haben. Das entspricht nicht der Wahrheit.
Nein, ich habe nichts für die Nerf guns bekommen. Denn wenn ich es hätte, würde es dastehen. Im Grunde ist mir egal wie jeder die Kennzeichnung von Werbung handhabt. Ich vertraue da einfach auf den gesunden Verstand der Leser und Schreiber diese jeweils auf ihre Weise zu erkennen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen. Niemand braucht da einen Blogpapa Sven, der für mich auswählt, was ich zu lesen habe und was nicht… Ich für meinen Teil habe ziemlich schnell gelernt, dass man Werbung kennzeichnen sollte. Und zwar nicht durch solche Möchtegernmoralisten wie dich – mir wurde das explizit von Werbepartnern klargemacht.
Inwieweit heisst dezent gleich ungekennzeichnet? Dezente Werbung heisst in diesem Kontext, dass sie sich in den Inhalt einordnet, unterhält und mir erlaubt Stellung dazu zu beziehen. Ein Beispiel zB wie in dem Beitrag mit einem 500godz TShirt. Egal wie du es nennen “würdest” – nach deiner eignen Definition ist es keine Schleichwerbung.
Florian Freistetter
23. Februar 2011 at 14:24
“Zum Beispiel hast du der gesamten 3TBL Organisation vorgworfen in ihrem Gewinnspiel von Firmen gesponserte Items verlost zu haben.”
Hu? Von Firmen Kram zu schnorren damit man das bei nem Gewinnspiel verschenken kann ist auch verwerflich?
Also diese Werbe-Parnoia kann ich echt nicht mehr nachvollziehen. Muss man vielleicht auch Markennamen auf Kleidung entfernen um nicht in den Verdacht zu geraten Schleichwerbung zu machen? Auf Autos die Firmenlogos abschrauben? Meine Güte…
Sven
23. Februar 2011 at 14:57
1. Ich habe kein „Riesenfass“ aufgemacht.
Die Chronologie war – wie Du sehr wohl weißt – dass ich zunächst nur sehr allgemein festgestellt habe, dass es in Zukunft bei den @thueringerblogs keine Rezensionen mehr gibt … falls es keinen Widerspruch gibt.
Anke hat nachgefragt und wir haben uns kurz ausgetauscht. Danach hat sie – auf Empfehlung von dystopist – den Blogeintrag geschrieben und damit sehr viele Kommentare generiert.
Ich finde die Diskussion richtig und notwendig.
Ein „Riesenfass aufmachen“ sieht anders aus.
2. Ich lese aus Ankes Blogeinträgen nicht, dass sie glasklar macht, dass sie die Werke, die sie rezensiert, zum Geschenk erhält. Ich habe sie deshalb ja auch nochmal explizit gefragt:
Aber der wichtigere Grund für die Entlistung war übrigens zunächst nicht die Schleichwerbung, sondern die Rezensionshäufung – nicht nur in ihrem Blog.
3. Du schreibst:
Findest Du das lustig? Möchtest Du, dass ich mich ebenfalls auf diese Niveau herabbegebe?
4. Zur „Diffamierung“:
Ich habe keinesfalls „der gesamten 3TBL-Organisation vorgeworfen“ von Firmen gesponserte Items verlost zu haben.
Ich habe vermutet, das Gadgets zur Verlosung kamen und habe meine Vermutung geäußert und explizit Dich(!) um Aufklärung gebeten, weil diese Gadgets vorher in Deinem Blog erschienen und Du für diese Gadget-Firma ja auch gearbeitet hast.
Ich denke, dass es erlaubt ist, Verdacht zu äußern, diese Dinge zu erfragen und nicht permanent so aggressiv angepflaumt zu werden.
5. „Blogpapa Sven“ , „Möchtegernmoralist“:
Ich schreib da mal nichts zu. Du weißt, dass das daneben ist.
6. Dezente Werbung hat das Ziel – wie Du sehr richtig schreibst – sich in den Inhalt einzuordnen. Möglichst unauffällig. So dass der Leser oder Betrachter möglichst gar nicht merkt, dass er gerade beworben wird. Nach meiner Definition ist das Schleichwerbung.
Jojo, es ist doch so:
Du lebst von der Werbung. Du profitierst davon. Deshalb ist es auch in Deinem Interesse, Werbung möglichst „dezent“- also wenig offensichtlich – zu gestalten. Offenbar ist das für Dich nicht verwerflich. Für mich schon. Deshalb erscheint solche Werbung auch nicht in den @thueringerblogs und nicht in der Thüringer Blogzentrale. Und falls aus Versehen doch – dann gibt es einen Hinweis an die Leser von mir.
Und Du kannst Dich entscheiden, ob Du die @thueringerblogs und die Thüringer Blogzentrale – die explizit auf Werbung hinweisen – weiterhin abonnierst – oder ob Du es läßt.
Und Du kannst auch darüber mitentscheiden, wenn Du ebenfalls an der Thüringer Blogzentrale mitarbeitest.
Jojo
23. Februar 2011 at 15:55
Nunja… von jemanden der sich auf eine Bloglesung setzt um dort fremde Blogeinträge/Internetseiten vorzulesen, ohne dies kenntlich zu machen (allein die Idee ist schon fragwürdig bis rechtlich bedenklich) – da darf man ja wohl anfragen, wie man so zum Thema Plagiate steht, oder? Das ist dein Niveau Sven: einfach mal Mutmaßungen in den Raum stellen – der Betroffene hat sich dann gefälligst ausführlich zu erklären. Face it!
Die 5er Set Poken war Teil meiner Bezahlung für ebenjene Arbeit und mein alleiniges Eigentum. Ich hätte sie behalten können oder auch einfach so verschenken. Das wusste jeder, der mich gefragt hat. Außer natürlich du, der nicht fragt sondern einfach behauptet. Im Internet ist man von normaler zwischenmenschlicher Kommunikation immer nur einen Klick entfernt. Aber der Schutzpatron aller thüringer Lokaljournalisten hat das anscheinend noch nicht mitbekommen…
ankelilli
22. Februar 2011 at 15:05
Ich habe auch noch eine Frage an Sven:
Hättest du mich von der Zentrale genommen, wenn ich WERBUNG als solche gemacht habe? Wenn ich also gesagt hätte:
Weil ich bei xyz die Bücher im Wert von xy,z € bekommen habe, schreibe ich jetzt hier und da Rezensionen drüber.
Wäre das für die TBZ vertretbar gewesen? Wo genau trennst du Werbung von Schleichwerbung?
Haiko
22. Februar 2011 at 17:37
Hallo Anke, wenn Dein Link in seinem Blogroll keinen Wert hatte bzw. Klicks gebracht hat, warum bist Du dann so besorgt, dass Du da herausgeflogen bist ???
Nur weil sich jemand als eine “Zentrale” bezeichnet, hat er noch lange keine Zentrale Funktion und Bedeutung …
Die Zeit von Zentralorganen ist lange vorbei, zum Glück …
Es gibt in Jena eine Firma “B**zentrale” das ist auch nur eine Ansammlung von Freimaurern mit wenig Qualitätsanspruch, aber sie stellen sich mit ihrer Firmierung auf ein übertriebenes Niveau, was sie letztlich jedoch nicht bieten.
Den hauptsächlichen Nutzen hat doch er, denn in Google & Co. nutzen ihm seine vielen Links ebenso …
ankelilli
22. Februar 2011 at 18:04
Hallo Haiko,
besorgt bin ich einfach, weil ich es schade finde und die Begründung zwar akzeptiere, aber nicht verstehe. Und ich möchte immer gern alles verstehen und nachvollziehen können. Und weil der Fabian (dystopist) mich ermutigt hat, diese Meinung zu verbreiten, hab ich es getan. Wusste ja nicht, dass ich so eine Lawine lostrete. Bin aber sehr stolz, denn wie es scheint, habe ich einen etwas wunden Punkt angesprochen. Oder nicht nur einen, denn es wird ja über verschiedene Ansätze diskutiert. Ich bis gespannt, ob es noch weitergeht und inwieweit es sich alles auflöst….
Haiko
22. Februar 2011 at 18:47
ich verstehe seinen Standpunkt auch nicht.
Lass Dich nicht kontrollieren !!!
Mache mit Deinem Blog weiter so, er ist sehr interessant. Ich habe auch einen Sohn, er ist 5 Jahre. Die Meinungen allgemein und Erfahrungen anderer Eltern sind immer interessant.
Mit dieser Diskussion gibt man dieser Bl**Zentr*** nur unnötig Beachtung, die sie letztlich nicht verdient hat.
Bloggen ist Meinungsfreiheit auf höchstem Niveau. Wer will uns vorschreiben darin keine Produkte und Marken nennen und bewerten zu dürfen ??
Die Bl**Zentr*** drängt uns Lesern ja auch ihre eigene Politische Meinung auf …
Ist das korrekt, während man andere reglementiert ???
NEIN !!!
Wir brauchen keine Bl**Zentr*** … Punto !!!
Sven
22. Februar 2011 at 21:22
Das ist eine wirklich gute Frage.
Du siehst aber sicher selber, dass keiner Werbung liest oder lesen will. Wenn Werbung als Werbung gekennzeichnet ist, schaltet man – mit recht – ab – oder klickt weg.
Das hat ja auch einen Grund.
Und genau deshalb sind Blogs, in denen nicht gekennzeichete Werbung steht, für Werber so relevant. Und deshalb sind sie auch bereit, inzwischen dafür tief in die Tasche zu greifen.
Explizit gekennzeichnete “gute” Werbung – die lediglich einen kleinen Teil des Blogs beansprucht – sehe ich übrigens nicht als Problem an. Jeder hat so die niedrigschwellige Möglichkeit, die Werbung zu ignorieren.
Wenn die Werbung aber sehr prominent in einem Blogeintrag erscheint und mehr als 30% des Blogs einnimmt und/oder wenn Werbung für ethisch fragwürdige Dinge gemacht würde, würde ich das Blog nicht mehr lesen und es dementsprechend auch bei den @thueringerblogs nicht mehr listen und empfehlen.
Dystopist
22. Februar 2011 at 15:17
Mich beschäftigt vor allem auch die Frage, wie sich etwas als Blogzentrale bezeichnen kann, wenn es eigentlich keine Zentrale ist, also kein Zentrum darstellt und Blogs, obwohl Thüringer Blogs und offensichtlich nicht kommerziell oder nazistisch, einfach nach Gutdünken ausschließt. Das ist Etikettenschwindel, lieber Sven! Logische Schlussfolgerung wäre, dich umzubenennen und den Titel Blogzentrale einem wirklichen Index zu überlassen. Ich bin über Svens Antworten jedenfalls irritiert und ziemlich sauer.
Sven
22. Februar 2011 at 21:30
Auch das eine sehr gute Frage.
Überlegungen, eine alternative Blogzentrale zu eröffnen gab es bereits früher. Meist scheiterten sie am wenig dauerhaften Engagement.
Das Problem, dass wir hier überhaupt darüber diskutieren ist doch, dass die Thüringer Blogzentrale offensichtlich in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Sonst würde hier keiner seine Zeit mit der Diskussion verschwenden.
Dass sie wahrgenommen wird, ist – ich denke das sehen auch meine Kritiker – überwiegend meinem Engagement zu verdanken.
Ich habe in den letzten Jahren mehrfach dazu aufgerufen, gebeten und gebettelt, sich in die Blogzentrale einzubringen. Redaktionell tätig zu werden. Mitspracherecht zu übernehmen.
Es scheitert meist am wenig dauerhaften Engagement.
Es ist leider so.
Ich fordere Dich deshalb auf, Dich an der Thüringer Blogzentrale zu beteiligen. Dann kannst Du auch nach Gutdünken mitbestimmen, wer drin ist und wer draußen.
Jojo
22. Februar 2011 at 15:39
@dystopist: Laut der letzten Aussprache darf sich grundsätzlich jeder bei der TBZ einbringen, solange man sich vollständigst Svens Vorstellungen unterwirft. Er begründet das mit der Haftbarkeit seiner Person im Falle der Fälle. In meinen Augen ist das ursprüngliche Gemeinschaftsprojekt “TBZ” schon vor langer Zeit zu “Svens TBZ” geworden (sozusagen gescheitert), wobei der Ausschluss einer Bloggerin aufgrund Svens alleiniger Ansichten ein neuer Höhepunkt ist. Ich finde es immer wieder irritierend, wie Sven sich zum einen als Paten der Thüringer Blogger stilisiert – aber zum anderen durch solche und viele andere Extrem-Aktionen auch als Spalter ebenjener fungiert. Wollen wir eine neue TBZ gründen? Mit Blackjack und Nutten?
Sven
22. Februar 2011 at 21:44
Das ist unwahr und das weißt Du, Jojo.
Ich habe auch Beiträge veröffentlicht, die nicht meiner Ansicht entsprechen. Du hattest zu jeder Zeit die Möglichkeit, Dich einzubringen. Das hast Du auch streckenweise getan. Und das war gut.
Dass ich keine Beiträge (Kommentare) zulasse, die mich in meiner Person beleidigen solltest Du akzeptieren. Dass ich keine Beträge zulasse, die werblichen Charakter haben ist in meinen Augen eigentlich selbstverständlich. In Deinen scheinbar nicht.
Ich möchte aber – falls es untergegangen sein sollte – noch einmal aus dem ABOUT der TBZ zitieren:
Warum ich Ankes Blog nicht mehr liste, habe ich – denke ich – ausführlich begründet.
Aber eine Oppostionsbewegung zur Thüringer Blogzentrale begrüße ich ausdrücklich!!! Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn es so seriös daherkommt (Koks und Nutten und so … ), könnt Ihr nur gewinnen
Jojo
23. Februar 2011 at 13:06
Du suggerierst mit dem Name und dem Abouttext (dessen Grundduktus ganz klar von einem WIR spricht) dass die Blogzentrale mehr ist, als das Blog einen einzelnen. Und das ist sie nicht.
Ich würde mir wünschen dass du genauso, wie du von manch anderem verlangst Abhängigkeiten offenzulegen, mal bei dir selbst anfängst und klar stellst dass die TBZ eben NICHT der Meinung Thüringer Blogger entspricht und dass sie eben nur das Projekt eines einzelnen (plus vereinzelter Einzelautoren) ist. Nichts an der TBZ ist mehr “Thüringer Blogzentrale” als in jedem anderen thüringer Blog. Aber das kannst du ja schlecht verkaufen :>
Sven
23. Februar 2011 at 15:29
Du schreibst:
Das ist in mehrerer Hinsicht falsch:
1. Die Blogzentrale ist mehr als das Blog eines einzelnen. Sie ist als Gemeinschaftsblog entstanden und wird unter meiner Herausgeberschaft weiterhin als Gemeinschaftsblog geführt.
2. Ich mache meine Herausgeberschaft im Impressum klar. Im ABOUT wir dklar gemacht, dass die Blogzentrale vom Gemeinschaftsblog zum herausgebergeführten Blog wurde.
3. Das „wir“ bezieht sich auf die Mitarbeiter an der Blogzentrale und alle, die sich der Thüringer Blogzentrale verbunden und verpflichtet fühlen.
4. Wir führen hier eine Diskussion darüber, was in der Blogzentrale stehen darf und was nicht. Bist Du der Ansicht, dass es diese Diskussion gäbe, wenn die Blogzentrale ausschließlich mein Blog wäre?
Du schreibst weiter:
Du behauptest, dass die in der TBZ veröffentlichten Beiträge „NICHT der Meinung Thüringer Blogger entspricht“.
Das ist Unfug. Menschen, die in der Thüringer Blogzentrale veröffentlichen, sind Thüringer Blogger. Darüber hinaus hat jeder Thüringer Blogger (abgesehen von Extremisten und Werbetreibenden) die Möglichkeit, einen Beitrag in der Thüringer Blogzentrale zu veröffentlichen. Auch Beiträge, die nicht meiner Ansicht entsprechen – abgesehen von expliziten Schmähungen meiner Person oder der Blogzentrale.
Dass die Blogzentrale keine Repräsentationsfunktion übernimmt und kein „Zentralorgan“ ist, wird ebenfalls im ABOUT klar gemacht.
Ich mache darüberhinaus auch in der interessierten Öffentlichkeit nachvollziehbar klar, dass die Blogzentrale zum überwiegenden Teil von mir mit Beiträgen versorgt wird.
Du schreibst außerdem:
Wem sollte ich das denn “ verkaufen“? Zu welchem Zweck?
Du glaubst doch nicht, dass jemand die Blogzentrale jahrelang liest weil er/sie glaubt, dass hier alle Beiträge aller Thüringer Blogger hier veröffentlicht werden.
ankelilli
23. Februar 2011 at 15:43
Lieber Sven,
Zitat: “Du glaubst doch nicht, dass jemand die Blogzentrale jahrelang liest weil er/sie glaubt, dass hier alle Beiträge aller Thüringer Blogger hier veröffentlicht werden.” – Ist nicht GENAU DAS das Ansinnen einer BlogZENTRALE, wenn sich nicht jeder durch die Chronologie von About und Impressum wühlt? Ich finde das seeehr irreführend.
Jojo
23. Februar 2011 at 16:00
Leider steht bei WIR immer nur “Thüringer Blogger”. Ich bin auch ein thüringer Blogger am offensichtlich kein “WIR” mehr (wie andere auch
. Wer ist denn nun WIR konkret wenn nicht alle aber irgendwer außer du?
Und ja, du verkaufst DICH. Schließlich trittst du nicht anonym auf Podiumsdiskussionen, oder? Nur nicht so bescheiden…
Rainer
23. Februar 2011 at 21:57
Was für ein rhetorischer Taschenspielertrick! Chapeau!
Florian Freistetter
22. Februar 2011 at 15:46
“Wenn man etwas geschenkt bekommt, fühlt man sich dem Schenkenden verpflichtet. ”
Und deswegen verliert sofort jeder seine Glaubwürdigkeit oder wie? Wie hälst du es denn mit den Journalisten? Meinst du die Buchbesprechungen im FAZ-Literturteil sind auch Schleichwerbung? Oder gehst du davon aus das die Journalisten sich die Bücher selbst gekauft haben? Betrieb das literarische Quartett “Schleichwerbung”? Du scheinst davon auszugehen, dass jede Rezension nicht durch den Blogger sondern den Verlag motiviert wird (in der Form: Ich schenk dir ein Buch und du schreibst gefälligst was gutes darüber). In der Realität schicken Verlage einen Stapel Bücher an diverse Medien (u.a. die Scienceblogs-Redaktion) und wenn da was interessantes dabei ist, dann lese ich das und schreibe was darüber. Und wenns niemanden interessiert, dann bleiben die Bücher ungelesen in der Redaktion liegen. Aber wenn du tatsächlich meinst, dass ich nur weil das Zeug kostenlos war gleich meine Objektivität verliere, dann ist das völliger Unsinn. Abgesehen davon solltest du mein Blog auch aus der Blogzentrale entfernen – denn ich werde weiterhin Rezensionen interessanter Bücher etc schreiben und wenn mir die Bücher über die ich schreiben will kostenlos zur Verfügung gestellt werden, dann hab ich kein Problem damit (aber vielleicht wärs hilfreich, der “Thüringer Blogliste” einen enstprechenden Disclaimer voranzustellen damit der Leser auch versteht, warum bestimmte – anderswo durchaus populäre Blogs wie z.B. das von JoJo – dort nicht gelistet sind; damit klar ist, wie umfassend das “Thüringer” in der “Thüringer Blogzentrale” zu verstehen ist).
Sven
22. Februar 2011 at 22:17
Ja, Florian, ich gehe davon aus, dass die Buchbesprechungen im FAZ-Literaturteil Schleichwerbung sind. Nur die großen Verlage können es sich leisten, sämtliche Zeitungsredaktionen mit ihren Freiexemplaren zuzupflastern. Dementsprechend „gefiltert“ ist der Blick auf sämtliche Buchneuerscheinungen.
Es ist doch auch so, dass nur bestimmte Bücher und nur bestimmte Verlage in einer Rezension großer Tageszeitungen berücksichtigt werden.
Aber wir müssen uns auch den Unterschied zwischen einer Zeitungsredaktion mit 100.000 Lesern und einem privaten Blog mit 20 Lesern täglich klar machen.
Für einen Blogger, der eine Rezension schreibt, weil er ein Produkt geschenkt bekommt, für den ist das einfach ein tolles Geschenk, für das er nichts bezahlen muss. Dass er in seiner Rezension dann eben doch Zeit investiert – ist natürlich seine Sache. Aber wenn man so ein- zwei Stunden an so einer Rezension sitzt, ist der Stundenlohn arg kläglich, da so ein Rezensionsexemplar einen Verlag vielleicht knapp drei Euro kostet – bei einem dünnen Kinderbuch vielleicht sogar nur 50 Cent.
Man hätte sich das Buch vielleicht besser gekauft und sich die Rezension für eine weitere Lesestunde für die Kinder gespart.
Aber die subtile Ausbeutung ist nicht das einzige Problem. Ein weiteres ist, dass Werbung keiner lesen will. Und dass davon – wenn überhaupt – nur der Werber und am meisten der Beworbene profitieren. Der Umworbene ist der Loser. Er wird veräppelt und hat nicht mal was davon.
Möchtest Du tatsächlich, dass ich Dein Blog aus der Linkliste der Blogzentrale entferne?
Nicht dass Du oder ich darauf angewiesen wären – aber ich bin der Ansicht, dass Dein Blog sich zu 99% nicht mit Rezensionen beschäftigt. Und deshalb stehst Du noch drin. Aber ich kann Dich selbstverständlich auch rausnehmen, wenn Du darauf bestehst.
Im Übrigen kann ich gern explizit darauf hinweisen, dass es in Thüringen Blogs gibt, die nicht von der Blogzentrale gelistet werden und diese – zusammen mit ihren Gründen – auch entsprechend nennen.
Jojo ist übrigens noch gelistet, weil er nicht raus wollte und weil seine „Rezensions“-Einträge ebenso selten sind wie bei Dir.
Naja und vielleicht auch aus Sentimentalität meinerseits … wir haben soviel durch
Florian Freistetter
22. Februar 2011 at 22:38
Ich hab immer noch große Probleme damit zu verstehen was du unter “Schleichwerbung” verstehst. Hier ein paar Szenarien:
Szenario 1) Ein Verlag/Autor (es müssen natürlich keine Bücher sein aber ich bleib bei dem Beispiel) tritt an ein Medium (Zeitung, TV, Blog, etc) heran und schlägt vor “Ich geb dir dieses Buch und schreibst dafür einen positiven Text in deinem Medium!”. Der Blogger (bleiben wir bei Blogs) macht das.
Szenario 2) Ein Verlag schickt – unverlangt – Bücher an einen Blogger. Der liest sie und bloggt darüber positiv oder negativ; je nachdem wie es ihm gefallen hat. Oder auch nicht; je nachdem ob er Bock hat oder nicht.
Szenario 3) Ein Blogger findet ein Buch interessant und fragt beim Verlag um ein Rezensionsexemplar an. Er bekommt das Buch und bloggt darüber positiv oder negativ; je nachdem wie es ihm gefallen hat. Oder auch nicht; je nachdem ob er Bock hat oder nicht.
Szenario 4) Ein Blogger ist mit einem Autor befreundet und findet ein Buch von ihm interessant. Er fragt nach einem Exemplar. Er bekommt das Buch und bloggt darüber positiv oder negativ; je nachdem wie es ihm gefallen hat. Oder auch nicht; je nachdem ob er Bock hat oder nicht.
Was davon ist Schleichwerbung. Meiner Meinung nach nur Szenario 1 (Szenarien 2 und – viel häufiger 3 – passieren in meinem Blog regelmäßig). Für dich aber anscheinend alle Szenarien. Wenn das deine Meinung ist, dann ist das wohl so. Aber ich halte das für extrem überzogen…
Übrigens kann ich absolut nicht bestätigen dass Rezensionen niemanden interessieren. Bei mir werden die i.A. gerne und viel gelesen und auch diskutiert (je nach Thema auch oft sehr heftig und lange). Und aus der TBZ brauchst du mich natürlich nicht rausnehmen. Aber ich wollte dich zumindest darauf hinweisen, dass ich gegen deinen Richtlinien verstosse.
ankelilli
23. Februar 2011 at 07:32
Lieber Florian,
für mich ist auch nur Szenario 1 ein Fall von Schleichwerbung. Das könnte ich so auch nicht wirklich für mich verantworten. Deswegen mache ich das nicht. Ich verhalte mich i.d.R. wie in 3 oder 4 beschrieben. Und über meine Rezensionen wird auch geredet. Meist im Kiga oder daheim offscreen.
Stefan Gotthold
22. Februar 2011 at 16:10
Also ich habe mir ein paar der Rezensionen angeschaut. Nicht unbedingt im Detail, aber das was ich sehe geht für mich nicht in die Richtung “Schleichwerbung”. Das Buch was sie erhalten hat, kam doch von einer Schriftstellerin mit der Sie ein Projekt durchführt. Weiterhin sagt sie doch deutlich, das Sie das Exemplar umsonst erhalten hat. Will man Ihr jetzt unterstellen das Sie andere Exemplare auch erhalten hat und dies nicht sagte? Im Zweifel für den Angeklagten oder?
Ich verstehe die Diskussion nicht ganz. Was ich verstehe ist, dass Sven für die TBZ gerade ein Rolle einnimmt, die es Ihm erlaubt alles zu tun und zu lassen was er möchte. Macht ja jeder auf seinem Blog. Das verwerfliche daran ist eher, das es sich falsch anfühlt und mit dem wie ich die TBZ verstehe (ich habe ein wenig gelesen) das nicht vereinbar ist.
Das ist meine Meinung (und von niemanden gesponsort).
Zu dem Thema Schleichwerbung. Laut Wikipedia:
“Schleichwerbung ist laut geltendem Rundfunkstaatsvertrag “die Erwähnung oder Darstellung von Waren … eines Herstellers von Waren oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Programmen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann.”
Ich glaube nicht das Anke oder andere Blogger (mich eingeschlossen – schwarze Schafe ausgeschlossen) sich für Schleichwerbung hergeben. Das hieße für mich das mit dem Herrsteller vorher abgesprochen wird, was zu schreiben ist. Das ist bei mir im Blog nicht der Fall und Anke hat in diesem Bewußtsein bestimmt auch nicht geschrieben.
Zu unterstellen das ein psychologischer Effekt dazu führt das man “zu” positiv über ein Produkt schreibt, ist für mich immer noch keine Schleichwerbung.
Da die Absprache dazu fehlt. Wenn das Produkt gut ist, bleibt es gut und wird nicht besser.
Ist es verwerflicher ein schlechtes Produkt was ich geschenkt bekomme nicht zu rezensieren? Wäre doch auch Schleichwerbung, da ich ja nichts schlechtes über die Firma schreibe. Wird es automatisch keine Schleichwerbung, wenn ich nun eine schlechte Rezension über das Produkt schreibe? Halt, auch eine schlechte Rezension bringt der Firma Aufmerksamkeit. Manche Medien machen sich das sogar zu nutze. Komisch!!!
Mache ich dann nicht auch Schleichwerbung, wenn ich mir ein Produkt kaufe und darüber schreibe? Psychologisch Reden wir uns unsere käufe nämlich schön um diese vor uns selbst zu rechtfertigen.
Sven
22. Februar 2011 at 22:41
Stefan, Anke erhält, soweit ich weiß, nicht nur von dieser einen „Schriftstellerin“ kostenlose Rezensionsexemplare. Wir hatten uns – wenn ich mich recht entsinne – schon einmal darüber unterhalten, deshalb glaube ich das zu wissen (Kann mich aber auch irren, bitte deshalb um Korrektur.)
Das Problem ist auch nicht, dass Anke Rezensionen schreibt. Das Problem ist, dass sie dafür vom Rezensierten entlohnt wird und dass sich die Rezensionen kürzlich häuften.
Wenn sie weiter so gebloggt hätte wie vor der kleinen Rezensionswelle wäre das kein Problem gewesen …
Was die Diskussion um die TBZ angeht:
Du siehst ja gerade an dieser Diskussion, dass ich eben nicht uneingeschränkt tun und lassen kann, was ich möchte.
Es gibt Kritik. Und diese Kritik hat Gründe. Ich versuche darauf angemessen und umfassend zu antworten. Und ich hoffe, den Kritikern mit meinen Antworten Genüge zu tun.
Zur Schleichwerbung:
Schleichwerbung muss nicht im Detail abgesprochen werden. Es reicht, dass das Produkt werbend erwähnt wird. Wie das konkret aussieht, wird gern dem Blogger überlassen, damit es nicht zu unnatürlich wirkt. Glaube mir, ich habe schon diverse entsprechende Anfragen mit detaillierten Hinweisen zur optimalen Täuschung der Leser erhalten. Es ist widerlich.
Man sollte den Reziprozitätseffekt nicht unterschätzen. Das kann dazu führen, dass man z.B. keine negative Rezension schreibt, sondern lieber schweigt, um beispielsweise die zukünftige Zusendung weiterer Rezensionsexemplare nicht zu gefährden.
Und nein, es ist keine Schleichwerbung, wenn es keinen werbenden Charakter hat– also von Beworbenen bezahlt wurde.
Im Übrigen kann das auch jeder selbst für sich entscheiden, ob er oder sie ein Blog mit Schleichwerbung lesen will. Das tun ja auch die meisten
ankelilli
23. Februar 2011 at 07:34
Hallo Sven.
Nein, ich bekomme von gar keiner Schriftstellerin Bücher. Es sind verschiedene Verläge oder Buchhandlungen.
Haiko
22. Februar 2011 at 16:22
Hallo, ich bin etwas verwirrt über die Äußerungen dieser “Blogzentrale” …
Versteht sich hier der Inahber als eine Art “Partei Sekretär”
???
Diese Diskussion hier lässt in mir Erinnerungen an die DDR Zeit hoch kommen.
Braucht man die sog. Blogzentrale ??? Ich kannte sie bisher nicht und das bloggen machte mir dennoch Spaß egal ob nun 5 oder 100 am Tag meine Beiträge lesen …
Sven
22. Februar 2011 at 22:43
Zu Dir nur zwei Dinge:
1. Ich habe Deine Mail mit Bitte um Listung in der Blogroll der TBZ erhalten. Ich habe mich gegen eine Listung entschieden weil Du
2. Jede weitere Reaktion auf Deine Beiträge mit unnötig persönlichen Angriffen verspielt hast.
Gute Nacht!
Haiko
22. Februar 2011 at 23:03
Nach all Deinen Versuchen hier die einzelnen Blog – Redakteure in Ihrem Schaffen zu reglementieren habe ich auch an einer Listung auf Deinem, mir immer merkwürdiger erscheinendem Blog, KEIN INTERESSE mehr …
Mir sind auch meine Reiseberichte zu schade mit Deinen Inhalten in irgendeiner Weise benachbart zu sein …
Wenn Ankelilli sich damit ihr Taschengeld aufbessert (falls das so ist) dann ist das auch voll in Ordnung so und es entspricht auch vollkommen unserer Leistungsgesellschaft. Werbung ist immer ein Beeinflussung sonst wäre es keine Werbung denn jedes Produkt muss an den Mann oder die Frau gebracht werden, davon lebt jeder einzelne von uns und sicher auch Du !
Ich kann bei bestem Willen keinen Sinn in Deinem Handeln hier erkennen oder strafst Du hier den Kapitalismus zugunsten Deiner eigenen Weltanschauung ab ?
Ich hoffe Ankelilli macht weiter so, und von einem Link auf Deiner Seite ist das Gott zum Dank nicht anhängig …
Guten Abend.
Chaos
22. Februar 2011 at 19:24
So als unbeteiligter Dritter (mir hat eh noch nie einer was geschenkt und mein Blog hat so ca. 3 Besucher am Tag) versteh ich den Aufriss nicht.
Ganz offensichtlich hat die Blogzentrale (komischer Name für ein Blog, dass nicht mal eine Liste der Thüringer Blogs führt) selbst keine klare Definition davon, was sie für Schlechwerbung hält. Jede Rückfrage hier oder bei Twitter wird immer nur wieder schwammig mit einem ‘unguten Gefühl’ beantwortet.
Ohne eine klare Definition sind auch klare Regeln nicht möglich. Und meiner Meinung nach auch keine klare Meinung. Zu Bloggen und zu Retweeten was ihm passt sei ihm unbenommen. Ich finde diese hochmoralische Diskussion darüber aber affig, wenn es schon an der Definition scheitert.
Ich persönlich schätze es immer sehr, wenn einfach transparent die Hintergründe genannt werden. Schadet doch der Rezension nicht, wenn irgendwo steht ob das Produkt geschenkt/gefunden/gekauft/bereitgestellt wurde. Ein absichtliches Verschweigen halte auch ich für vertrauensschädigend, egal ob aus finanziellen oder anderen Gründen. Dennoch ist es jedem Blogger natürlich unbenommen dies zu tun. Die Konsequenzen liegen dann bei mir selbst.
Meine Schmerzgrenze ist erreicht, wenn Inhalte vorgegeben werden. Ich will ja den Blogger und nicht die PR-Abteilung irgend eines Herstellers lesen. Mit llen anderen, durchaus vorhandenen, mehr oder minder unterbewussten Beeinflussungen zum Beispiel durch Schenkungen kann ich leben. Durch die Transparenz kann ich mir die nämlich beim Lesen wieder ‘rausrechnen’.
Und ob der Link zum Produkt dann als nofollow gesetzt wird oder nicht ist mir egal. Ich gönne jedem seine Einnahmen. Ich würde geschenkte Produkte wohl auch behalten, darüber schreiben (transparent, gut wie schlecht) und dann nach eigenem Gutdünken einen Link setzen oder nicht. Solange ich andere Einkommensquellen habe widersetze ich mich da gerne jeder PR-Abteilung. Wenn ich darauf angewiesen bin, würde ich das Geld nehmen.
Damit die von mir gelesenen Blogger möglichst nicht darauf angewiesen sind, beteilige ich mich zumindest in minimalster Form mittels Flattr. Aber das machen doch alle, oder?
Rainer
22. Februar 2011 at 19:58
Da das mit den (Track|Ping)backs aus welchen Gründen auch immer nicht zu klappen scheint, hier ein Link auf mein kleines Statement: http://rainer.sokoll.com/?p=1429
Sven
22. Februar 2011 at 20:03
Zunächst möchte ich feststellen, dass mir hier drei Sachen extrem gut gefallen:
1. Ein Teil der Thüringer Blogosphäre scheint zu existieren und sehr engagiert zu sein.
Auch wenn sich die Stimmung hier zuungunsten meiner Argumentation entwickelt, bin ich über die stattfindende Diskussion sehr erfreut.
2. Wir diskutieren endlich mal ausgiebig über zwei sehr relevante Themen (Schleichwerbung und Stellung der Blogzentrale) und es kommen – neben ein paar richtig blöden Sprüchen – auch wirklich überdenkenswerte Beiträge. Danke dafür!
3. Mit Anke habe ich als unmittelbares Gegenüber in dieser Diskussion eine sehr freundliche, höfliche und an einer sachlichen Diskussion interessierte junge Frau. Das war zu anderen Zeiten – mancher wird sich dunkel erinnern – anders. Dafür, dass es hier in dieser Diskussion überwiegend sehr gesittet zugeht, bin ich ebenfalls sehr dankbar.
Was mir übrigens ebenfalls sehr gut gefällt, ist die Initiative einer neuen Thüringer Blogzentrale bei Twitter:
Überlegungen und sogar ein paar Treffen zu einer alternativen TBZ gab es ja bereits. Leider verlief dieses Engagement – u.a. von Jojo – damals im Sand. Ich würde mich freuen, wenn es durch die aktuelle Diskussion neu an Fahrt gewinnt!
In diesem Sinne antworte ich jetzt auf die jeweiligen Diskussionsbeiträge einzeln. Ich schaffe nicht alle sofort. Ich hoffe, das sieht man mir nach!
(Eigentlich sollte dieser Kommentar hier ganz unten hin, steht jetzt aber aus Versehen unter Jojos Kommentar. Deshalb poste ich ihn hier nochmal. Anke, vielleicht kannst Du den anderen doppelten Kommentar oben löschen, bitte?!)
Haiko
22. Februar 2011 at 21:47
Ich lese mit immer mehr Verwunderung wie sich “Sven” hier erklärt und vor allem belustigt es mich zunehmend, wie ernst ein einzelner Blogger doch genommen wird, allein wegen seines irreführenden “Blog – Namens” …
Bitte nennt mir doch auch nur ein einziger hier einen Grund, weshalb man die “Blo*zen*rale” (kein Googlefutter zur Unterstützung von mir) als das zentrales Organ (wie im Sozialismus, der übrigens auch gescheitert ist) für die Thüringer Blogger erachten sollte ???
ankelilli
22. Februar 2011 at 21:54
Prinzipiell finde ich die Idee einer zentralen Sammelstelle regionaler blogs toll. Dementsprechend hoch ist wohl auch das allgemeine Interesse, ist die Zusammenstellung theoretisch ja auch allgemeiner Art. Außerdem existiert sie schon lange und die “alten Hasen” haben schon den einen oder anderen Disput untereinander gehabt. Dieser hier ist da gar nichts dagegen….
Haiko
22. Februar 2011 at 22:14
Einen letzten Kommentar noch:
ich brauche keine Zentrale für Thüringen. Wer sich hier schnuppern mag setzt sich einander auf die Linklisten, wer nicht läßt es …
Die hohe Zugriffszahl kann von jedem Hobby Programmierer auch künstlich generiert werden … (Das ist ein Fakt, jedoch will ich das keinem direkt unterstellen)
Glück hat, wer sich einen originellen Namen rechtzeitig sichern konnte
Ich kann keinen Sinn in seinen Rechtfertigungen zum Thema feststellen, aber auch mit Spam kann man ja bekanntlich Klicks generieren
@ Anke: Mach weiter so und lass Dich nicht veralbern …
Stefan Gotthold
22. Februar 2011 at 22:03
Ich finde des eine Zentrale nicht immer schlecht ist, aber nicht unter dem Regelwerk der B*ogZ*ntr*le (ist ja nich einfach hinzubekommen
Wir haben für unsere Mopped-Blog auch eine “Zentrale” bekommen.
Ein Blogger hat einein MoppedPlanet eingerichtet (zum Nachschauen: http://www.moppedplanet.de/)
Dieser wird automatisch mit den Beiträgen der Blogs und den Tweets der Blogger gefüllt. Jeder kann sich dort anmelden der etwas mit dem Thema Motorrad zu tun hat. Ich gehe zwar davon aus das reine Spam-Blogs auch raus genommen werden, aber reine Spam oder Werbeblogs ist ja hier nicht das Thema.
Ich glaube mittlerweile das hier einfach der Name des Blogs nicht zu dem Regelwerk des Blogger passt und das Verwirrung stiftet. Ich denke an Sven’s stelle würde ich meinen Blog auch verteidigen, aber ich bin es.
Er redet hier häufig von Vorgaukeln falscher Tatsachen bzw. das Verschleiern von Werbung. Jetzt meine Frage: Wenn ein Benutzer auf die TBZ geht, geht er dann nicht davon aus, dass das DIE Zentrale für Thüringer Blogs ist? Wird mit der Tatsache das irgendwo im Impressum steht, das die ja nicht der Fall ist, nicht genauso verschleiert? Ich glaube da liegt der Knackpunkt.
Gute Nacht, ich bin für heute raus…aber ich komm wieder
Haiko
22. Februar 2011 at 23:57
Sven sollte ein Forum gründen …
Dann kann er Moderieren so wie es ihm Lustig ist …
Gute Nacht an alle, auch an Sven
ankelilli
23. Februar 2011 at 07:43
Hey…
Na ich werde auch weiterhin immer mal rezensieren. Einfach weil es mir Freude bereitet. Eine Vielzahl der von mir besprochenen Produkte habe ich ja auch selbst gekauft/ haben meine Kinder geschenkt bekommen.
Gerade im Kinderbereich kaufe ich selbst meist nur Dinge, die von anderen Eltern für brauchbar beurteilt wurden, also gebe ich dieses auch zurück.
Gehäuft haben sich die Rezensionen, weil derzeit hier nicht viel Berichtenswertes passiert. Ich renoviere nunmal nicht jeden Tag Kinderzimmer oder philosophiere über Zwiebelsaft.
Zu privat möchte ich die Themen nicht machen, das geht das Web nichts an, dafür gibt es Freundschaften/Bekanntschaften/Familie und ICQ
Von daher bleiben immer mal die von mir gern geschriebenen (dauert auch keine Stunden…) Buchbesprechungen/ Produktempfehlungen. Bisher hatten die für mich keinen negativen Beigeschmack. Schade, dass man mir mein Tun madig macht.
Ich werde es aber weiterhin so halten, dass ich Rezensionen bringe, wenn ich ansonsten wenig Material habe. Wem das nicht passt, braucht ja nicht vorbeikommen. Dann könnte man aber auch viele lustige Episoden aus meinem manchmal recht obskuren Alltag verpassen
LG Anke
Haiko
23. Februar 2011 at 16:40
Achtung ich Schleich-Werbe auch:
http://www.saaletaler.eu/wordpress/?p=987
Sven
23. Februar 2011 at 20:10
Anke, Du schreibst:
Diese Überlegungen gab es, sie wurden jedoch verworfen zugunsten der Überlegung die besten Beiträge in der Thüringer Blogzentrale zu versammeln.
Jeder Thüringer Blogger hat die Möglichkeit hier seinen Beitrag zu leisten, wenn er/sie will.
Dass dies nicht geschieht, liegt nicht an meinem fehlenden diesbezüglichen Bitten.
Die Blogzentrale wird in der Öffentlichkeit vor allem deshalb als eigenständiges Blog wahrgenommen, weil es eben kein allgemeiner Feed-Aggregator, sondern ein eigenständiges Medium mit ansprechbaren Personen ist.
Das erlaubt es, eben auch überregional Interessenten für die einzelnen Thüringer Blogs zu gewinnen, die sich dann hin und wieder doch für die Blogroll interessieren.
Ein Aggregationsblog der Blogs, die bei @thueringerblogs gelistet sind, gibt es aber unabhängig davon auch:
http://is.gd/gJXjP
Ich habe dieses Blog eingerichtet, den Twitterfeed gebastelt und führe die Thüringer Blogzentrale seit fünf Jahren bisher recht erfolgreich.
Ich habe Bloglesungen und –wanderungen und –konvente organisiert. Habe Pressemeldungen geschrieben, halte Vorträge über die Thüringer Blogosphäre und mache mit diesen Aktivitäten – zusammen mit Euch – auch für Eure Blogs „Werbung“.
Das ist in meinen Augen die Aufgabe der Thüringer Blogzentrale. Das mag für manchen den Titel „Thüringer Blogzentrale“ nicht ausreichend rechtfertigen – für machen anderen allerdings schon.
Stefan Gotthold
23. Februar 2011 at 21:36
Sven, Du schriebst:
“Jeder Thüringer Blogger hat die Möglichkeit hier seinen Beitrag zu leisten, wenn er/sie will.”
Das stimmt ja nicht. Ich kenne aus dieser Kommentar-Serie jetzt schon zwei die nicht dabei sein dürfen, auch wenn Sie wollten (jetzt wohl nicht mehr).
Sven
23. Februar 2011 at 21:58
Ich hatte diese Aussage bereits vorher schon einmal präziser formuliert. Aus Vereinfachungsgründen hatte ich es jetzt auf die Crux reduziert.
Ich schrieb weiter also oben:
Ich denke, das ist eine nachvollziehbare Einschränkung.
Sven
23. Februar 2011 at 20:49
Jojo, Du schreibst:
Was für ein absurder Vorwurf. Fällt Dir nichts besseres ein, um Deine Fehler zu bemänteln? Langsam wird es wirklich peinlich.
Im Gegensatz zu Dir bin ich bisher noch nicht mit einschlägigem Fehlverhalten aufgefallen und habe mich auch nicht entsprechend verharmlosend geäußert.
Wer die Thüringer Blogzentrale verfolgt, weiß, dass Plagiate hier genausowenig gern gesehen sind wie Schleichwerbung.
Du schreibst weiter:
Darf man. Darf man. Meine Haltung zum Thema kannst Du bei Twitter nachvollziehen. Ich denke da dürfte Dir aufgefallen sein, dass ich dort genauso unerbittlich urteile wie Du:
Du schreibst dann weiter:
Nein Jojo, das ist DEIN Niveau. Kein vernünftiger Mensch sieht irgendwo Anlass, mir Plagiat zu unterstellen. Du hast kein Beispiel, Du hast keine früheren Vorfälle und Du hast keinerlei konkrete Verdachtsmomente. Es ist einfach nur absurd und im Grunde ein Ablenkungsmanöver.
Du schreibst weiter:
Warum hast Du das nicht gemacht? Sie einfach verschenkt? Warum hast Du stattdessen daraus ein Tombola-Spektakel bei der Bloglesung – mit vielen anderen Bloggern, die darüber berichten konnten – gemacht und darüber gebloggt?.
Dieses konkrete Verhalten erweckt den Eindruck, dass es hier Absprachen zwischen dem Hersteller und Dir bezüglich der Bloglesung gab.
Ich kann nur meinen Verdacht äußern, die Verdachtsmomente schildern, Dich um Reaktion bitten und ansonsten jedem selbst überlassen, sich seine Meinung zu bilden.
Was ist daran falsch?
Und wenn keinerlei Anlass für auch nur den geringsten Verdacht bestünde, warum reagierst Du dann so hysterisch und schrill a la „Schutzpatron aller thüringer (sic) Lokaljournalisten“?
Du schreibst weiter:
Exakt. Was also die „zwischenmenschliche Kommunikation“ angeht:
Wir können uns gern in den nächsten Tagen auf einen Tee treffen. Wer hier immer kneift, bist DU
Jojo
23. Februar 2011 at 21:15
Genau das meine ich doch, Sven. Es gibt erstmal grundsätzlich verschiedene Ansichten über Dinge wie Plagiate oder Schleichwerbung. Du kannst zB nicht damit leben, dass man einfach Preise für eine Tombola stiftet für die es vielleicht irgendwo eine Firma gibt, die sich über diese kostenlose PR freut (wobei man sich dann fragen muss, was man überhaupt verlosen kann). Ich dagegen finde es doof, wenn sich jemand da vorne hinsetzt und einfach fremdes Zeug vorliest und es implizit als eigene Werke ausgibt. Und ja Sven, ich kenne die-unmoralische.de u.A. und weiss wo so mancher deiner vorgelesenen “Blogeinträge” herkommt… Im Gegensatz zu dir habe ich nicht nur “Verdachtsmomente”.
Darüber kann man sich beschweren und Blogeinträge schreiben, die Linkliste anpassen und alles ganz schlimm doof finden. Was in meinen Augen allerdings nicht geht, ist wenn man das auf einer Plattform macht, die irgendwo suggeriert dass eine Meinung vieler vertritt – wie es die TBZ eben nunmal tut. Ob du nun im Grunde alleine schreibst oder nicht – im Info Text steht schlicht “Thüringer Blogger”. Du bist gerne eingeladen dein Hetzblog zu reaktivieren und kannst deinen Frust über Nichtraucher, Religionen und böse Bloggerinnen die ein Kinderbuch rezensieren loswerden und die Linkliste nach Gutdünken zensieren. Aber bitte tu das nicht dort, wo mein Name, mein Gesicht und mein Blog auftaucht oder ich allgemein notgedrungen mitkategorisiert bin – bzw belass es bei einer klar gekennzeichneten Einzelmeinung, die es – wie dir Twitter und dieser Thread gezeigt haben, nunmal ist.
Haiko
23. Februar 2011 at 21:26
im Grunde genommen ist er mit seinem Titel eines der schlechtesten Aushängeschilder für Blogger aus Thüringen …
Es sendet, mit seinem Titel allein, automatisch einen negativen Eindruck über die Thüringer Blogger Szene nach außen …
… obwohl ihn sicherlich die wenigsten kannten, nun noch mögen und sicher nie brauchten …
Jojo
23. Februar 2011 at 21:55
oh… und natürlich nicht die Nichtraucher, das waren ja die Guten. RAUCHER sind das Böse!
Sven
23. Februar 2011 at 21:34
Florian, Du schreibst:
Wie oben beschrieben habe ich das nicht getan.
Ich habe die Vermutung in den Raum gestellt, dass die Verlosung gesponsert war, weil Jojo mit für den Hersteller gearbeitet hat und über die Produkte und die Verlosung gebloggt hat. Deshalb habe ich das vermutet und Jojo diesbezüglich explizit gefragt.
Du schreibst weiter:
Das kommt – meiner Ansicht nach – darauf an, ob man mit der Firma in einem Arbeitsverhältnis steht und sich konkrete Vorteile durch die Firma aus dem Gewinnspiel erhofft.
Du schreibst weiter:
Nein, das ist natürlich Quatsch. Man kauft die Kleidung ja – und wird nicht für den Kauf bezahlt.
Ich habe deshalb ein Problem mit Werbung, weil Werbung nicht dem Kunden, sondern den jeweils finanzstärkeren Unternehmen mit dem größeren Etat für Werbung dient.
Das sieht man z.B. jetzt – im Extremfall – auch an der Causa Maschmeyer. Maschmeyer kann es sich leisten, hochbezahlte PR-Agenturen zu beauftragen, sein Bild in der Öffentlichkeit rein zu waschen.
Das ist in seinem Ausmaß natürlich nicht mit Schleichwerbung in Blogs vergleichbar. Es soll nur zeigen, dass es bei Werbung nicht um die Wahrheit oder das beste Produkt für den Kunden geht, sondern nur darum, das beste Imaga für das jeweils eigene Produkt unters Volk zu bringen. Und je ausgefeilter und subtiler die Werbemethode, desto erfolgreicher ist die Werbung. Und richtig gute Werbung können sich eben nur richtig finanzstarke Firmen leisten. Das führt dazu, dass wir als Konsumenten ein völlig verzerrtes Bild der Möglichkeiten entwickeln. Und diese Verzerrung erreicht nun mehr und mehr auch die Blogs. Unternehmen nutzen die verzweifelte Lage vieler Blogger aus und machen sich ihre Blogs für ihre Werbung zunutze … und machen die Blogger damit auch zu Tagelöhnern.
Ich finde das extrem bedenklich. Ich wünschte mir, dass das aufhört.
Florian Freistetter
23. Februar 2011 at 22:49
“Florian, Du schreibst: „Zum Beispiel hast du der gesamten 3TBL Organisation vorgworfen in ihrem Gewinnspiel von Firmen gesponserte Items verlost zu haben.“
Äh, ne – das hab ich nicht geschrieben. Das war wer anderer; ich war bei keiner Bloglesung und hab hier niemandem irgendwas vorgeworfen sondern nur auf diese Aussagen reagiert.
Ich will mich jetzt auch eigentlich nicht weiter zu dem ganzen Thema äußern. Ich hab bis jetzt mit der Blogzentrale keine Probleme gehabt; fand bis jetzt die meisten Texte dort interessant bin auch nicht zwingend der Meinung dass man sie ob ihres Auftretens als Sprachrohr der thüringer Blogs ansehen muss. Insofern misch ich mich in diese Diskussion nicht ein.
Was die “Schleichwerbung” angeht ist es wohl so, dass du und ich (bzw. der Rest der Blogger hier) sehr unterschiedliche Auffassungen haben welches Verhalten so bezeichnet werden kann. Das wird sich auch durch eine weitere Diskussion nicht ändern und insofern wird da nicht viel Neues rauskommen – meine ich zumindest.
Sven
23. Februar 2011 at 23:14
Danke!
Ein Ergebnis der langen Debatte haben wir jedenfalls. Jojo und Sven sind ab sofort geschiedene Leute.
Sven
23. Februar 2011 at 22:38
Jojo, Du schreibst:
Meintest DU http://unmoralische.de ?
Erinnerst Du Dich an die Bloglesung noch so genau? Na dann erzähl doch mal, was ich konkret aus der von Dir genannten Seite geklaut habe und als eigene Werke ausgab!
Und wenn Du so ein gutes Gedächtnis hast, sollte Dir auch noch gegenwärtig sein, dass ich vor meinem Beitrag explizit darauf hingewiesen habe, dass ich mangels eigener Beiträge, vor allem auch Beiträge anderer Autoren vorlesen werde und dass ich diese auch entsprechend eingeleitete habe. Zeugen dieser Veranstaltung gab es ja erfreulicherweise zur Genüge.
Du schreibst weiter:
Deine Linkliste hast Du ja bereits angepasst.
Jojo
23. Februar 2011 at 22:54
Ich zumindest musste in der Diskussion mit einer Besucherin noch erklären, dass nicht alles von dir war. Aber ein Nebensatz dass du “einiges” von dem was du vorträgst, “irgendwo im Internet gefunden” spricht dich natürlich völlig frei und achja – die Einverständniserklärung hast du dir natürlich auch besorgt. :> Wenn jemand meine Comics ohne meine Zustimmung auf einer Veranstaltung präsentiert ohne explizit dazu zu sagen,woher er sie hat und wer der Originalautor ist, würde ich das sehr wohl als Plagiat bezeichnen. Somit musst du dir wohl den Vorwurf wohl oder übel gefallen lassen.
Sven
23. Februar 2011 at 23:09
Ich kann mich – ehrlich gesagt – deutlich schlechter erinnern, wie ich die Fremdbeiträge eingeleitet habe. Aber Du wirst es schon wissen.
Ich habe also auf einer Veranstaltung mit etwa 50 Teilnehmern vielleicht 3 kurze Texte vorgelesen, deren Urheber ich – wenn ich mich recht entsinne – genannt habe, wenn sie mir bekannt waren. Wenn sie nicht eindeutig identifizierbar waren – wie das bei lustigen Texten aus dem Internet, die tausendfach kopiert werden, vorkommt – habe ich mich wahrscheinlich auf “Quelle: Internet” bezogen.
Du kannst selbstverständlich den Vortrag fremder Texte, mit expliziter Erwähnung dass es sich nicht um meine eigenen Texte handelt, als Plagiat bezeichnen, aber das deckt sich meines Wissens nicht mit dem üblichen Plagiatbegriff.
Eine Einverständniserklärung habe ich auch nicht eingeholt. Mir ist nicht bekannt, dass man für das Verlesen fremder Texte eine Einverständiserklärung einholen muss. Aber ich freue mich natürlich über jede Aufklärung zu dieser Frage.
Was soll das jetzt eigentlich werden? Wo soll das hinführen?
Und was ist jetzt mit Deiner expliziten Distanzierung von der Blogzentrale?
Jojo
23. Februar 2011 at 23:21
Ja, du hast Recht. Es kann ja nicht sein, was nicht sein darf…
Jojo
23. Februar 2011 at 23:09
Zu zweiterem: Wenn du vielleicht noch ein- oder zweimal meine Antwort liest wirst du feststellen das ich ausschließlich NUR von mir sprach und nicht die Massen an Blogs die du vertrittst :> Mir hätte es zwar schon gereicht wenn du allgemein schreibst, dass du nicht alle “Thüringer Blogs” vertrittst aber wenn es nicht anders geht, möchte ich das du explizit darstellst, dass zumindest ich nichts mit der TBZ zu tun habe, ja
Und den Titel bitte in “Thüringer Blogzentrale ohne Beetlebum” ändern. Danke.
Sven
23. Februar 2011 at 23:12
Na, das ist doch ein Wort!
Den letzten Gefallen werde ich Dir nicht tun, aber das mit der Distanzierung geht klar.
Leb wohl!
Jojo
24. Februar 2011 at 08:38
Hach Sven, natürlich finde ich nicht die TBZ doof, nur die Diskrepanz zwischen der Gründungsidee, dem was sie vorgibt zu sein und wie sie letztendlich geführt wird. Aber das wär wohl zuviel Kritik an deiner Person :>
Wenn du schon nicht den Titel änderst, könntest du mich vielleicht ganz stalinesk aus dem “Gruppenbild” retuschieren? Ich denke, das würde meine Stellung als Gesetzloser, der einsam und allein ohne Freunde und Leser durch die Pärie in den digitalen Sonnenuntergang reitet ganz großartig unterstreichen…
Sven
24. Februar 2011 at 09:33
Ach, Jojo, das geht mir genauso. Ich finde Dich auch nicht doof, nur dass Du so aggressiv auf Kritik reagierst.
Die Idee der Thüringer Blogzentrale ist, dass Thüringer Blogger mitarbeiten und ihren Beitrag leisten und dementsprechend mitbestimmen können, wer drin ist und wer draußen.
Dass diese Möglichkeit besteht, hat sich – denke ich – auch ausreichend darin gezeigt, dass diese Diskussion hier überhaupt stattfand. Und darin, dass Anke ihr Verhalten entsprechend überdacht hat und Veränderungen erwog – woraufhin ich ihr eine Wiederaufnahme in die Blogroll angeboten habe, die sie – folgerichtig – abgelehnt hat.
Das mit den Beiträgen und der darauffolgenden Mitbestimmung scheint aber manchem – wie Dir – zu aufwendig zu sein.
Du hättest Dich genau so konstruktiv einbringen können, wie alle anderen und Dir damit auch das Recht erarbeiten können, vor Entscheidungen, die die TBZ betreffen, gefragt zu werden. Stattdessen fängst Du an, die TBZ immer dann im Großen und Ganzen und mich in persona zu kritisieren, wenn es Dir ans Leder geht.
Zum Gedanken der Blogzentrale gehört auch, dass man Kritik übt und sich Kritik anhören muss und nicht blind vor sich hinbloggt.
Ich hab Dich kritisiert, Du hast mich kritisiert. Wir haben diskutiert und eine Lösung gefunden – und dazugelernt. Ich z.B., dass es nicht korrekt ist, cc-lizensierte Blogtexten einmalig vorzulesen. Für unseren nächsten Haka kannst Du Dir ja schon mal die entsprechenden rechtlichen Grundlagen bereitlegen! Ich frag Dich dann ab.
Wir hätten die Diskussion übrigens auch gern in der Blogzentrale führen können … oder in Deinem Blog, aber das wär wohl zuviel Kritik an Deiner Person. :>
Rainer
24. Februar 2011 at 10:33
So ist das mit Ideen eben: manche setzen sich durch, manche nicht. Was bleibt, ist die Realität. Und die heißt im Falle der TBZ schlicht: Etikettenschwindel.
Das glaube ich nicht. Ein eigenes Blog kostet kaum Geld und Zeit. Es gibt schlichtweg keinen Grund, die eigenen Beiträge nicht im eigenen Blog zu veröffentlichen – zumal man im eigenen Blog bestimmen und nicht nur mitbestimmen kann.
Scheinbar will das kaum jemand. Warum nur?
Peter
25. Februar 2011 at 03:01
Hallo Leute,
ich bin mäßig befremdet von der teilweise fast schon persönlichen Diskussion, welche hier stattfindet. Auch wenn ich nicht die Hoffnung habe, dass irgendwas hier hängen bleibt, will ich doch mal kurz an euer aller Vernunft appellieren.
Wenn jemand ein Buch geschickt bekommt ist das NICHT AUTOMATISCH Schleichwerbung. Und erst recht nicht, wenn die Person kennzeichnet, dass es ein Rezensionsexemplar ist. Wenn man ständig alle Artikel kaufen müsste, um sie zu rezensieren würde das erhebliche Kosten verursachen. Zudem kann man Rezensionsexemplare oft schon früher als Verkaufsstart beziehen. Dies soll ermöglichen den potentiellen Lesern eine Empfehlung oder Nicht-Empfehlung geben zu können. Wenn sich Anke dazu entscheidet, dass das Buch ihr gefällt ist das ihr gutes Recht. Und dann kann sie das auch schreiben. Wenn sie dafür Geld bekommen hätte (ich gehe mal davon aus, dass das nicht passiert ist), dann wäre das Schleichwerbung. Hier liegt die eigentlich ziemlich klar definierte Grenze. Nach § 4 (3) des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) “ist Schleichwerbung unzulässig, weil jede Werbemaßnahme so beschaffen sein muss, dass ihr werbender Charakter von den Angesprochenen erkannt werden kann”. Wenn jemand eine Rezension veröffentlicht ist das in aller erster Linie eine Meinung und damit keine Werbung. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass Anke wenn das Buch ihr nicht gefallen hätte, es kritisiert oder überhaupt nicht rezensiert hätte (beispielsweise wenn Schimpfwörter oder so vorkommen würden, dann fände sie das sicher in einem Kinderbuch nicht toll).
Grundsätzlich würde ich also Anke in dieser Form freisprechen und selbstverständlich kann sie weiter rezensieren. Eben aber nur, wenn Sie sich nicht für eine geschönte Meinung bezahlen lässt (wovon ich wie gesagt ausgehe, dass sie das nicht tut).
Zu Sven: Wir wissen beide, welche Meinung Du über Werbung hast. Und die finde nicht nur ich etwas zu extrem und insofern ist es durchaus an der Zeit das Thema mal zu diskutieren (gern auch bei nem Bier). Man sollte mal den Punkt aufwerfen, wo denn diese ewige Selbstaufopferung im Internet hinführen soll? Warum sollen Blogger nicht auch mit Werbung auf ihren Blogs Geld verdienen und damit die Kosten eintreiben und sich den Zeitaufwand entlohnen lassen? Wer sich mit der Sache des Werbenden über die Anzeige hinaus gemein macht, der wird sowieso in absehbarer Zeit von den Lesern mit Desinteresse gestraft, schon allein weil bei schlechten Produkten irgendwann die Realität mit der Schleichwerbung kollidiert. Das sich Betrug selten lohnt und meist doch irgendwie rauskommt, weil es viele doch um Glaubwürdigkeit geht sieht man nicht erst an den Diskussionen um unseren Verteidungsminister.
Das ist eben das paradoxe und in diesem Fall für meinen Geschmack zu extreme. Auf der einen Seite wollen Leute wie Du gut recherchierte und qualitative Inhalte in Blogs und Medien, aber eine Idee, wie man das refinanzieren soll hat dann keiner. Wo soll das enden? Wenn man A sagt und sich über Werbung auf Seiten aufregt, dann muss man eben auch B sagen und für Inhalte bezahlen. Aber wer will das denn?
Und wenn Anke ein Kinderbuch geschenkt bekommt, dann lass sie sich freuen. Sie hat Spaß dran, sie hätte es für die Kids vielleicht sowieso gekauft und gibt halt im Internet ihre Meinung dazu preis. Ihre Leser interessiert es vielleicht, dann ist es doch wunderbar. Ist eine win-win-Situation für alle Seiten. Wenn man das andersherum aufzieht dann wären ja die meisten Amazon-Rezensionen Bastionen kritischer Unabhängigkeit, weil diese Leute das Buch schon gekauft haben.
Wenn Du Anke da jetzt Unredlichkeit unterstellst (tut mir leid aber im Grunde suggerierst Du das mindestens, wenn Du es nicht sogar direkt sagst), weil ihr das Schreiben Spaß macht, dann müssten wahrscheinlich alle in Deiner Blogroll dicht machen.
In diesem Sinne Guts Nächtle!
Peter
P.S. Ich bin übrigens über die TBZ hierher gekommen und ich würde befürworten, dass Anke sich dort auch wieder listen lässt. Gleichen Beitrag habe ich auch dort hinterlassen.
ankelilli
25. Februar 2011 at 07:49
Guten Morgen, Peter,
danke für deinen ehrlicheh, höflichen und offenen Beitrag zur Diskussion. Ich kann deine Vermutungen zu meinen Absichten und Vorgehensweisen nur unterstützen. Ich wurde nie und würde auch nie eine Meinung als meine veröffentlichen, die von mir “erwartet” würde. Das wäre gegen meine hohen moralischen Wertvorstellungen und Betrug am Leser. Und warum sollte ich mein (freiwilligen) Leser belügen, wenn ich auf diesem Blog, der mir keinen finanziellen Gewinn bringt, eine nicht echte Meinung schreiben würde? Das mache ich nicht. Ich bin Mutter. Schreibe über Kinderbücher. Habe keine tausende Leser am Tag. Mal ganz ehrlich, Das steht doch in keiner Relations zu den Vorwürfen?
Ich freue mich, dass so viele unabhängige Menschen das so sehen. DANKE!
LG ANke
Haiko
25. Februar 2011 at 08:49
Schaut Euch mal in der gesamten Deutschsprachigen (D, AT, CH, ST) Bloggerszene um:
wessen Blogs liest man lieber ? (Meine Meinung)
1. einen Blog voller unendlicher Diskussionen die zu keinem Ergebnis führen und schnell uninteressant und unübersichtlich werden ?
2. den Blog dessen, der Erlebnisse mit anderen teilt …
3. einen Blog der sich mit Produkten auseinander setzt, für all jene die auf die Meinung anderer angewiesen sind bevor sie eine (Kauf) Entscheidung treffen.
sicher gibt es noch weitere, aber ich bleib mal bei diesen drei …
Ich persönlich mag nur Punkt 2 und eventuell eine Mischung mit Punkt 3 …
AnkeLilli: An Deiner Stelle würde ich eine Strich unter dieses Thema machen, denn es wird ein PingPong Spiel bleiben … Weitere Beiträge würde ich nicht mehr zulassen.
Mach da weiter, bevor die Diskussion begann, auch wenn es sicher toll ist auf eine Statistik zu schauen die viele Klicks hat, aber macht dich das Glücklicher als Deine Geschichten und Bücher ???
Blogs wie Punkt 1 machen Deinen Blog kaputt …
ankelilli
25. Februar 2011 at 09:07
Guten Morgen, Haiko.
Wenn hier jemand seine Meinung äußern möchte, werde ich das zulassen. Nur Spam wird gelöscht
Die Diskussion wird auch derzeit eher auf Svens Beitrag in der TBZ gehalten, wo sie- meines Empfindens nach- schon ziemlich philosophisch geworden ist.
Ich habe mein Resumée gezogen und werde es so halten. Ich habe die nächsten Beiträge schon im Kopf und auch ein paar Rezensionen als Entwürfe fertig.
Ja, natürlich habe ich in den letzten Tagen deutlich mehr Klicks als gewöhnlich, aber ich halte es hier wie beim Vorlesen im Kindergarten: Lieber 5 Kinder, die konzentriert und interessiert zuhören als 15 die herumtoben. Wenn ein paar davon mein Blog und die ursprünglichen Inhalte nun kennengelernt haben und DESWEGEN dabei bleiben, wäre ich sehr stolz. Wenn alle fernbleiben, werde ich trotzdem weiterschreiben. Irgendwo muss ich ja meine kreative Energie loswerden.
Ein Beitrag von so vielen anderen, kleinen, lesenswerten und unsinnigen, lustigen und ernsten, wird mein Blog nicht kaputt machen. Ich sehe es als Chance an. Man muss sich ja weiterentwickeln.
LG Anke
Benny
25. Februar 2011 at 21:54
Moin,
Schleichwerbung gehört nicht in Blogs, hat aber seine Daseinsberechtigung. Ich finde es ehrlich gesagt immer recht kritisch, wenn sich User über Werbung aufregen. Ohne Werbung gäbe es 60% und mehr nicht im Internet. Darüber sollte jeder mal nachdenken… oder nicht?
Gruß
maik
28. Februar 2011 at 00:25
@Sven: >>>Frag die anderen 100 Thüringer Blogger doch mal, was sie von unserer kleinen Debatte hier halten!
Wenn in einer Diskussion private Befindlichkeiten überhand nehmen, beginnt diese lächerlich zu wirken.
Es ist toll für eine(n) Blogger(in), wenn ein Beitrag fast 90 Antworten bekommt. Nur ist es dann teilweise so, dass eine Vielzahl dieser Kommentare am Thema vorbei führt oder – noch schlimmer – in persönlichen “Angriffen” endet. Insofern ähnelt das virtuelle “Leben” dem realen ungemein.
Mit einem kleinen Unterschied: Im richtigen Leben würde man sich in einem Spaßbad treffen und mit Wasserbomben bewerfen. Virtuell geht das logischerweise nicht.
Da steigert man sich immer mehr hinein. Peinlichkeiten die man dann teilweise hinterlässt, erkennt man erst später. Nur dann ist es meist zu spät.