Was mit öffentlich rechtlichen Geldern bezahlt wird, ist echt unglaublich.
In der ZDFMediathek findet man diesen Beitrag:
Wenn man ihn ansieht, bekommt man Hass. Nicht auf Nazis, nicht auf die NPD (Den kann man ja trotzdem haben), sondern auf die “Journalisten”, die einen solchen Beitrag produzieren.
Plakativ, suggestiv und vor allem NICHT repräsentativ für die Stadt wird hier ein Ruf aufgebaut, der schlichtweg nicht gerechtfertigt ist.
Ich schaue auch nachts aus dem Fenster, wenn ich komische Geräusche höre. Meist ist das die Nachtigall. (Und ich wohne im sozialen Brennpunkt der Stadt, wohlgemerkt)
Hier werden Vorurteile aufgebaut, der Ruf einer Bildungshochburg zerstört, um unterm Strich ein Buch zu vermarkten. Auf Kosten einer Stadt, die weit mehr zu bieten hat als zerfallene Häuser, in denen ein paar Extremisten schreckliche Pläne geschmiedet haben. Ich bin überzeugt, die gibt es in jeder Stadt. Nur in München wäre es wohl nicht so gut anzuprangern.
Das Klischee des “braunen Osten” zu stärken ist nicht wirklich journalistische Qualitätsarbeit. Eine Freundin aus dem tiefsten Westen meinte mal, im Westen herrsche das Bild, dass alle Ossis nackte Nazis wären.
Ich hielt es für einen Witz.
Offenbar ist es nicht so.
Update: Dieser offene Brief ans ZDF ist absolut treffend!
Update2: Jena ist nicht braun! Villa und ihr Gatte berichteten schon vor einer Weile darüber!
Update3: Steve hat eine passende Analyse des Berichtes verfasst und trifft auch meine Vorstellungen sehr gut!
Update4: Florian Freistetter, Freund und Astronom, Scienceblogger und Österreicher, hat auch einen Artikel dazu geschrieben. Danke!
Padaphant
23. November 2011 at 09:56
Der Beitrag ist wirklich schlecht, bereits der Einstieg “Kein Paradies für Migranten” und der Ton lassen nach 30 Sekunden verlauten, in welche Richtung dieser Beitrag läuft. Enttäuschend!
ankelilli
23. November 2011 at 09:57
Genau. Die Musik untermalt das alles ganz hervorragend.
Tasha
23. November 2011 at 10:00
Es klingt wie ein Witz, ist aber keiner im engeren Sinne. Die Meinung herrscht hier wirklich und erschreckenderweise dringt auch nichts anderes wirklich bis zu “uns” durch. Du kannst hier so gut wie jeden “Wessi” spontan auf der Straße ansprechen, was er mit “dem Osten” assoziert und in den meisten Fällen wirst du hören “Das sind doch alles Nazis”. Das ist auch meist das erste Schlagwort was fällt, wenn man allgemein über “den Osten” spricht. Ist wohl die sogenannte “Mauer in den Köpfen” die noch existiert. Auch eine Form der Ignoranz. “Wir Wessis” können ganz einfach das gesamtdeutsche Problem der rechten Gewalt (die es hier sicher nicht weniger als bei euch gibt) zu euch rüber schieben. Seid ja nur ihr. Ganz schäbig und eklig find ich das imgrunde.
Padaphant
23. November 2011 at 10:02
Ich denke und hoffe aber, dass sich das über die Zeit abbauen wird, schließlich kommen ja auch einige junge Leute “in den Osten”, studieren, leben und arbeiten hier.
ankelilli
23. November 2011 at 10:05
Ich befürchte, dass lässt sich nicht auf “junge Leute” beschränken?!
Padaphant
23. November 2011 at 10:12
Es ist aber sicher schwerer, alteingesessene Ansichten zu verändern als überhaupt unvoreingenommeren Menschen ein Bild zu geben. Letztlich geht es doch wohl den meisten von uns darum, dass in dem Beitrag der Eindruck erweckt wird, wir wären die Brutstätte des Bösen, wohingegen die Realität dem Bild spricht, dass es ein gesamtdeutsches Problem ist. Sicher mag es regional Unterschiede geben, aber im Beitrag wird total verkannt, dass Jena gerade weil es Universitätsstadt ist, internationaler, multikultureller geworden ist, dass Jena das Fest der Völker aus der Stadt vertrieben hat, dass dennoch viele jährlich aus Jena und anderen ostdeutschen Städten nach Gera reisen, um gegen dieses zu demonstrieren, usw.
ankelilli
23. November 2011 at 10:15
Mich regt auch absolut auf, dass ein solcher Beitrag letztlich nur Werbung für einen Roman ist. Lachhaft. Total gegen jegliche Vernunft.
Tasha
23. November 2011 at 10:16
Also ich finds immer sehr schön bei euch, fühle mich alles andere als bedroht. Und das erzähle ich jedem, der nicht schnell genug weglaufen kann
. Ich bin zum Glück in einer sehr liberalen und offenen Familie aufgewachsen und wurde nie zugeschwallert mit irgendwelchen haltlosen Vorurteilen.
ankelilli
23. November 2011 at 10:17
<3 Danke. Ich denke auch, dass ein vorurteilsfreies Kennenlernen von Ost und West viele Mauern abbauen könnte. Krass, nach 20 Jahren.
Padaphant
23. November 2011 at 10:18
Korrektur: Altenburg und Pößneck war es, nicht Gera. http://de.wikipedia.org/wiki/Fest_der_V%C3%B6lker#Das_dritte_.E2.80.9EFest_der_V.C3.B6lker.E2.80.9C_am_8._September_2007
ankelilli
23. November 2011 at 10:20
Ja, solche Aktionen dienen der aktuellen Berichterstattung nicht gerade. Danke, dass DU es erwähnt hast.
Padaphant
23. November 2011 at 10:23
Ich wollte nur korrekt sein, kannst den Beitrag ja auch löschen, wenn er dich stört.
ankelilli
23. November 2011 at 10:28
? Nein! Find ich gut!
Padaphant
23. November 2011 at 10:30
achsooo, MIssverständnis!
Klischeepunk (@Klischeepunk)
23. November 2011 at 10:01
Warum denk ich grad der gleiche Post liesse sich über deinen Post verfassen….
Matze
23. November 2011 at 10:06
Warum denk ich grad, dass ganze Sätze eine Wohltat wären??
Tasha
23. November 2011 at 10:13
Bist du`s?
GottiSlow
23. November 2011 at 10:05
Da kann man nur voll zustimmen. Ist schon ein Hammer was für ein Mist von öffentlich-rechtlichen gesendet wird. Schon die Mugge ist unterirdisch.
HaikoB
23. November 2011 at 10:07
Guten Morgen
,
dieses Thema scheint tatsächlich die Gemüter sprudelnd aufkochen zu lassen und ein nicht gerade kleiner Teil an Journalisten hat sich an der “Braunen Suppe” zu offensichtlich das Hirn verbrannt. Anders kann man es nicht mehr sagen …
Schade, dass es derzeit kein BSE, Vogelgrippe oder so gibt …
Aber unsere Landesregierung hat daran einen hohen Anteil, dass es überhaupt medial zu diesem Aufschrei kam …
Unser Wirtschaftsminister (kommt aus dem Ruhrpott) hatte ja nichts besseres zu tun, als in den Medien sofort den Stopp der Thüringen Kampagne auszurufen. Er war der Meinung dieser Spot könne den Ruf des Landes schädigen.
Nicht nur mir kommt es so vor, als hätte er nur auf einen Anlass gewartet, seine von allen Seiten kritisierte “Das ist Thüringen” Kampagne wieder verschwinden zu lassen …
http://www.saaletaler.eu/wordpress/?p=2028
Matze
23. November 2011 at 10:23
Vom Prinzip her ist es mir eigentlich egal, was andere über Jena / DEN OSTEN denken. Es ist wie bei allen Sachen:
Wer es nicht ausprobiert hat kann sich kein Urteil erlauben.
Ich habe keine Angst in Jena! Zu keiner Zeit! Und mal ernsthaft……es gibt hier auch keine wirklichen “sozialen Brennpunkte”
der Bericht ist, wie eigentlich alle der ARD/ZDF in letzter Zeit, einfach nur Müll.Das hat absolut nix mehr mit objektiver Berichterstattung zu tun. Das Ergebnis des Berichts steht vorher schon fest
Was will man aber auch erwarten, wenn die recherche eines Berichts nur noch 3 Google Suchen lang ist
Agrajag
23. November 2011 at 10:27
Hallo,
ich verstehe Deine Aufregung. Mir würde ein solcher Bericht über meine Stadt auch nicht gefallen. Allerdings helfen Aussagen wie “…man braucht auch keine Angst haben, hier zu wohnen” nicht weiter, da sie genauso einseitig sind.
Ich bin selbst in einer ostdeutschen Stadt aufgewachsen und hab mich sehr gegen Rassismus und Neonazis etc. engagiert. Da war das in der Stadt für mich auch nicht mehr lustig. Bestimmte Gegenden musste ich meiden und ich habe schnell gelernt, rechte Zeitgenossen zu “erkennen” und weiträumig zu umgehen. Ich bin zum Glück (im Gegensatz zu Freunden) selten in Schlägereien etc. geraten. Von den “Normalos” kam aber niemand auf die Idee, hier ein Problem zu sehen. Sie haben es nicht mitbekommen, also gab’s das auch nicht. Will heißen: Genauso wirde ein Mensch mit ausländischem Aussehen eine andere Perspektive haben als Du. Genau wie ich damals in meiner Heimatstadt.
Heute lebe ich in den alten Bundesländern. Hier fallen mir wirklich keine offensichtlichen Neonazis auf. Wenn ich in die Heimat fahre, sehe ich die an jeder Ecke (wenn auch nicht mehr ganz so arg wie früher). Und das fällt einem nunmal sofort auf. Genau wie massenhaft verbreitete NPD-Plakate und Wahlerfolge der NPD. Da braucht man sich über solche Vorurteile nicht wundern, auch wenn natürlich bei weitem nicht alle Ostdeutschen Nazis sind. Und genau hier liegt eben der Unterschied: Es gibt im Osten wie im Westen Neonazis, aber im Osten fällt es eben mehr auf.
Übrigens halte ich gar nicht die offensichtlichen Neonazis für das größte Problem. Die stellen sich durch ihre Taten selbst ins Abseits. Ein viel größeres Problem ist der weitverbreitete latente Rassismus, der sich durch die gesamte Gesellschaft zieht (im Osten wie im Westen). Man hat ja nichts gegen Ausländer, aber Türken in der Nachbarschaft? Das wollen dann auch viele nicht. Und genau sowas ist der Zündstoff, der den Neonazis erst richtig Auftrieb gibt. Aber auf andere zeigen ist halt immer einfacher als sich an die eigene Nase zu fassen…
Viele Grüße
Agrajag
ankelilli
23. November 2011 at 10:29
Danke für den Kommentar.
Ob es im Westen einfach weniger auffällt? Hm, die Frage kann ich an Tasha weitergeben.
Agrajag
23. November 2011 at 10:38
Das ist zumindest meine Erfahrung. Und wie wir alle wissen, gibt es das was nicht auffällt auch nicht…
Matze
23. November 2011 at 10:53
Also ich habe 10 Jahre im buntesten Viertel Leipzigs gewohnt und ja ich WILL das bunte Umfeld wieder haben.
Die Vielfalt die dort herschte vermisse ich hier sehr.
Aber ich verstehe was du damit sagen willst. Ich habe auch den Eindruck das so manche “Stammtisch” parole durchaus ernst gemeint ist.
Thomas
24. November 2011 at 00:08
Aber eben nicht in Jena! In gera sieht das schon ganz anders aus…
saschakoeln
23. November 2011 at 10:29
Na, man sollte sich doch zunächst einmal anschauen, in welcher Sendung der Beitrag lief. Dann kommt man schon einmal einen Schritt weiter. Es geht doch um einen intellektuellen Diskurs über die Thematik an sich…eben auch durch das Buch (welches hier wirklich nicht plakativ beworben wird).
Jena ist sicherlich kein rein braunes Nest, eben auch andere Orte sind das nicht; es gibt auch im westlichen Teil der BRD (zum Beispiel Dortmund) “braune Ecken”. Aber auffällig war schon immer (das ist nicht erst seit den neuesten Ereignissen/Erkenntnissen so), dass rechtsmotivierte Straftaten im Osten der Republik viel häufiger geschehen, als im westlichen Teil. In Sachsen gibt es (nur als Beispiel) die meisten rechtsmotivierten Straftaten…und Sachsen hat den geringsten Ausländeranteil.
Um zurück zu kommen: in dem Beitrag wurde nicht gesagt wie blöd Jena denn sei oder ähnliches.
ankelilli
23. November 2011 at 10:32
Man muss nicht aussprechen, was die Botschaft ist. Ein angsterfüllter Blick an einem Büroturm hinauf sagt genug aus…. Finde ich. Ich als Jenaer Bürger fühle mich angegriffen. Und der Schriftsteller fährt ja auch angsterfüllt nach München zurück. Aha.
Lichtecho
23. November 2011 at 10:30
Ach ich hab gar keine Lust, mir diese ZDF-Kacke anzuschauen. Für was habe ich eigentlich den Fernseher abgeschafft? Ich war ein paar mal in Jena und bin ab und zu in Dresden und finde beide Städte klasse! Was den sozialen Brennpunkt Lobeda anbelangt: Wenn das qualitätsjournalistische ZDF mal wieder Lust auf eine Klischee-Doku hat, sollen sie lieber nach Mannheim gehen. Das ist nicht nur viel näher bei Mainz, Mannheim hat auch mehr gestörte Gestalten zu bieten, als Jena Einwohner hat. Da reicht es, wenn die Qualitätsjournalisten vom ZDF eine Webcam aufstellen und düstere Gruselmusik spielen – vielleicht die ganze Nacht durch als Schleife bis zum qualitätsjournalistischem ZDF-Morgenmagazin.
Okay, so weit mal um meinen Ärger abzubauen. Jetzt aber im Ernst: Wir sollten uns nicht vom ZDF in eine Ossi/Wessi-Diskussionsschiene bringen lassen – das ist sooo retro! Wir haben es gar nicht nötig uns jetzt dauernd zu bestätigen, dass Wessis und Ossis so unterschiedlich nicht sind oder vielleicht doch klitzekleine Unterschiede existieren. Das ist die völlig falsche Denkkategorie.
Matze
23. November 2011 at 11:01
100% ACK
umissedthepoint
23. November 2011 at 10:38
genau – durch leugnen bekommt ihr das herbeigeredete naziproblem im osten in den griff.
es ist kein zufall dass die npd dort so stark ist und der rassismus reicht im osten – das aber genauso wie im westen – weit in die mitte der gesellschaft.
Es geht nicht darum dass die Nazis represäntativ sind – zum glück nicht! – sondern darum, dass sie gut organisiert, gut vernetzt, sehr aktiv und einigermaßen erfolgreich sind.
wenn du einen eindruck bekommen willst schau dich mal da um:
http://gamma.noblogs.org/fn-leaks#toc
das ist gerade recht frisch rausgekommen. willst du mir weißmachen dass es ein zufall ist dass die führungsmitglieder die sich in diesem forum trafen nahezu allesamt aus dem osten kommen?
es geht eben auch darum, dass der protest kriminalisiert wird – siehe dresden – und viele anscheinend die aufregung nicht begreifen wollen.
das jena sicherlich auch viele und mehr schöne seiten hat – geschenkt.
ankelilli
23. November 2011 at 10:41
Wir leugnen, dass wir ein rechtsextremistisches Problem haben?
Hm, es geht darum, dass man als “nicht deutsch aussehender Mensch” <- wie im ZDF Beitrag ja einführend gesagt, keine Angst haben braucht, in den Osten zu fahren. Das ist nunmal Unsinn. Über die Gefährlichkeit und die Strukturen und Vernetzung der NPD muss auch gedsprochen werden, aber darum gibg es mir in diesem Post nicht.
Karl Eduard
23. November 2011 at 10:58
Na, das Gute an den ganzen Nazis ist doch: Sie sprechen Deutsch, benötigen also keine Integrationskurse und von Zwangsheiraten in der Szene hat man ach noch nicht gehört. Oder von Ehrenmorden. Also, der Kommentator würde lieber im naziverseuchten Jena wohnen als zum Beispiel in einem Parallelgesellschafterstadtteil. Sehr viele Nazis sollen auch arbeiten.
Lichtecho
23. November 2011 at 11:46
Hm, also ich denke die Nazis leben auch in einer Parallelgesellschaft und benötigen Integrationskurse. Die bekommen sie übrigens und zwar auch von Ihren Steuergeldern! Es macht aber keinen Sinn, die Probleme der einen Parallelgesellschaft gegen die Probleme der anderen auszuspielen oder abzuwägen. Wir sind ja nicht in der Situation, in der wir uns entscheiden müssen, ob wir lieber mitten unter der einen oder der anderen Problemgruppe leben wollen. Genau das ist ja der Tenor dieses Blogposts: Solche simplen Verallgemeinerungen funktionieren halt einfach nicht. Wenn Sie jetzt auf anraten des ZDF nach Jena ziehen, werden Sie sehr enttäuscht sein, kaum Gleichgesinnte zu finden.
Karl Eduard
23. November 2011 at 12:59
Schon möglich, das mit der Parallelgesellschaft. Wir sollten aber auch eine Willkommenskultur für Rechtsextremisten entwickeln und ihre Traditionen und ihre Kultur als Bereicherung empfinden. 361 Grad Toleranz. Würde die Kanzlerin sagen.
Einen Zentralrat der Neonazis gibt es allerdings auch nicht. Das ist schon irgendwie diskriminierend. Oder?
Kate
23. November 2011 at 12:46
Ich finde den Beitrag des ZDFs einfach nur schlecht und weigere mich zu glauben das ihn irgendjemand wirklich ernst nimmt…
Matze
23. November 2011 at 14:26
na dann hoffe ich mal das du Recht hast und das wirklich keiner ernst nimmt !
ich hätte es auch nicht geglaubt, wenn es eine andere Stadt gewesen wäre
PeterPaul
23. November 2011 at 15:27
Ich bin in Jena geboren, habe dort meinen Beruf gelernt und später das Abitur gemacht. Mit anderen Worten, ich kenne Jena sehr gut, auch vom Ausgehen usw …
Ein Naziproblem habe ich in Jena noch nie erlebt. Da gibt es auch nichts tot zu schweigen …
Vor was ich in Jena mehr Angst habe, sind die Linken Chaoten.
Schade, dass eben diese Gruppierung nun wieder Aufwind bekommt.
Haiko
23. November 2011 at 16:28
Ich habe nun endlich einmal den Link zum Film gefunden, der war mir bei all den Kommentaren ganz untergegangen.
Also ich bin ja Familiär bedingt hin und wieder in der Schweiz unterwegs, bzw. bekomme politisch viel mit, da wir eine Zeitung von dort nach Hause bekommen.
Wenn ich nun diesen Münchner Türken in diesem Bericht erleben muss, dann stellen sich mir die Haare auf.
Mal ehrlich ich könnte platzen vor Wut, mehr noch als nach dem “Süddeutsche Zeitung” Bericht heute morgen …
Nun komme ich zur Schweiz zurück: Den hätten sie dort sofort ausgesiedelt, wenn er mit seiner Hasspropaganda versucht hätte die Eidgenossen auf gleiche Weise zu diffamieren.
In dem Punkt beneide ich die Schweizer … Die achten auf das, was von “außen” kommt.
petergagamann
23. November 2011 at 18:39
Ja, aber seien wir uns mal ehrlich… ich habe den Glauben ans Fernsehen schon lange verloren!
ankelilli
23. November 2011 at 18:41
Absolut. Deswegen schmissen wir unseren ja raus. In der Hoffnung, immer mal ne schöne Reportage in einer sinnvollen Mediathek zu finden. So als sinnvolle Berieselung, wenn es mal sein soll. Finde den Fehler.
Haiko
23. November 2011 at 18:59
ich frage mich schon seit Beginn dieser Neonazi Polemik im TV, wem das wohl nützt …
Warum schicken sie einen Türken vor ? Dazu noch einen, der merkwürdige Hass Literatur aus der entgegensetzten Richtung verfasst ???
Wie kann es möglich sein, dass dieser Linke Pfarrer König diese Polemik mit anheizt, der ja selbst vom Deutschen Rechtsstaat nichts zu halten scheint ???
Wer steckt dahinter ??? Linke Gruppierungen ??? Islamische Gruppierungen ??? (davon gibt´s ja auch zur genüge)
ankelilli
23. November 2011 at 19:36
Dahinter steckt der schnöde Taler. Damit lässt sich einfach viel Geld verdienen. Alle regen sich auf, Emotionen kochen hoch (schließe mich da nicht aus), und da winken Werbeeinnahmen!
MaddinR1
24. November 2011 at 02:07
Ich finde diese Hetze gegen die Rechten lächerlich und falsch. Die Linken sind nicht besser, die lungern jeden Tag in der Stadtmitte rum, hören laute Mukke und betteln um Kohle. Furchtbar dieses Bettlerpack! Arbeiten wollen sie nicht. Wie soll es mit Deutschland so vorangehen? Unwerteres Leben nannte man das früher.
Bisschen Zusammenhalt unter uns Deutschen wäre mal gut. Und Jena ist ne tolle Stadt. Ich wohne hier seit über 25 Jahren. Toll dass hier nicht jeder 2. der mir übern Weg läuft oder mit mir in der Sbahn sitzt, Türke ist und nen Kopftuch trägt. Seid da mal stolz drauf. Das ist unerträglich auf Dauer. War lange genug im Westen.
Lichtecho
24. November 2011 at 10:20
Wie ich schon Karl Eduard versucht habe zu erklären, sehe ich keinen Sinn darin, das eine Problem geht das andere Problem auszuspielen. Man muss auch aufpassen, nach was für Mitteln man ruft. Willst Du wirklich, dass Nazis darüber entscheiden, wer in der S-Bahn sitzen darf? Wer soll darüber befinden, welches Leben Wert und welches Unwert ist? Woher nimmst Du die Sicherheit, immer auf der “richtigen”, sprich: der sicheren, Seite zu sein? Ein bisschen mehr Liberalismus und bürgerliches Selbstbewusstsein wäre da wünschenswert – also in etwa das Selbstbewusstsein, dass die vielen Menschen in den Social Media zeigen, die jetzt für ihre Stadt und Region aufstehen.
Schriftentsteller (@Litteratur)
24. November 2011 at 17:00
Ich bin vor einigen Monaten aus dem angeblich braunen Zwickau in das Ruhrgebiet gezogen. Nazis begegnet man in Zwickau nur selten und dass das Trio dort Unterschlupf nahm ist eben Zufall. Die Menschen Zwickau sind vielleicht ein bisschen verschlossen, aber trotzdem tolerant gegenüber Fremden…
Im Ruhrgebiet ist es anders. Hier gibt es eine Menge Ausländer und den Unmut darüber, kann man überall spüren. Es ist scheinbar völlig normal, dass man über Türken abfällig redet und sie als faules Pack bezeichnet. Zwar gibt es kaum Nazis (ich habe noch keine gesehen), aber dafür hat eine hohe Prozentzahl der Bevölkerung eine rechte Meinung. Man meidet Stadtteile mit hohen Immigrantenanteil (wobei, dass ja auch Deutsche sind, die hier geboren sind. Ist also eh quatsch) und viele haben sogar Angst davor diese zu betreten. In den Zeitungen kann man tendenzielle Berichterstattungen lesen, zum Beispiel, dass die Polizei gegenüber Ausländern härter durchgreift.
Und schon alleine diese Vorurteile gegenüber Ossis deuten doch auf Rassismus hin. Scheinbar kann man das irgendwie differenzieren. Ich kann es nicht…
der Fassungslose
24. November 2011 at 17:04
“Selbstvernichtungsenergie…wird durch….das Tabu…Vernichtungsenergie” (S. Uhly im Beitrag). Das ist mit Abstand das Dümmste, was ich je gehört habe… Das ist ein kleiner Pseudo-Psychologe, bei dem man genau merkt, dass er gar nicht weiß, was er eigentlich sagen will (soll), wenn er einen Satz beginnt. Der zögert und sagt dann ein Wort, was ihm intellektuell erscheint, aber gar nicht passt. Herr Uhly ist ein grenzenloser Selbstdarsteller, arrogant und selbstgefällig. Wie kann er behaupten, der Osten sei braun – er hat den Osten bisher doch gemieden??!! Und da er ja schon so oft diskriminiert wurde: das kann ja gerade nicht im Osten geschehen sein, wenn er diesen meidet.
Und hat er erwartet, ein Treffen mit einem Ex-Nazi sei geeignet, seinen Eindruck von Jena, den er -wie auch immer dies begründet- für negativ hält, zu bessern?