Liebe Leser,
Widerlich, eklig, parasitäre Ungeheuer!
Bisher waren wir immer von Kopfläusen verschont gewesen, aber nun hat es uns tatsächlich erwischt.
In der Schule hing seit vorgestern ein Schild, dass in der anderen Untergruppe Läuse aufgetreten sind. Gut, zur Kenntnis genommen. Doch als sich Hannes dann doch einmal öfter den Kopf scharrte, wurde ich stutzig.
Nun sind wir ja hervorragend ausgerüstet mit einem USB Mikroskop- Also einem Auflichtmiskroskop mit LEDs, was man einfach in den USB Anschluss des Rechners stöpselt und dann das Bild groß aufm Bildschirm sieht. Damit durchforsteten wir Köpfe. Und wurden fündig:
- Nymphe einer Kopflaus
- Nisse, Ei einer Kopflaus
- Nisse, Ei einer Kopflaus
- Nisse, Ei einer Kopflaus
Auch Videos kann man damit machen. Ich bette mal eins der adulten weiblichen Kopflaus ein.
Wir haben also alles dabei, vom Ei mit entwicklungsfähigen Embryo über adulte Weibchen und eine Nymphe, wobei die beiden letzten durch Auskämmen mit einem Läusekamm entdeckt wurden und die Eier über die visuelle Untersuchung. Wie es klassisch ist, war es auch hier: Die Biester sitzen an Schläfen, hinter den Ohren oder im Nacken.
Eklig ist es trotzdem, wobei die biologische Auseinandersetzung mit den Tieren wenigstens Wissen aufbaut. Irgendetwas Positives muss ich dem Ganzen ja noch abgewinnen.
Nun bleibt die Bande also 2 Tage daheim. Heute Nachmittag wird der Kopf eingesprüht, über Nacht muss es die Viecher ersticken, morgen Vormittag wird alles ausgewaschen, dann sind alle wieder befreit.
Eklig ist es trotzdem. Und anstrengend. Vor allem für die Waschmaschine. Wobei, wenn man Wikipedia glauben darf, sind Bettzeug, Mützen und alle anderen Textilien keine Überträger. Trotzdem.
Krabbelnde Grüße,
Eure Ankelilli.




Matze
12. Januar 2012 at 12:14
wuaahhhhhh……..VIECHER
noch eine Anmerkung
Das Spitze im Video ist eine Rouladennadel
Die Laus war also ca. 3mm groß…….
Flo
13. Januar 2012 at 12:19
Nur ein Nachtrag, ab und zu verirrt sich doch eine Laus auf das Bettzeug und krabbelt auf einen neuen Wirt, allerdings überleben diese Tiere ohne Blut nur maximal drei Tage. Kleinere Sachen also einfach für diese Zeit wegpacken.
Tipps gibt es auch hier: http://www.facebook.com/ich.hasse.laeuse
Gruß
Flo