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Monatsarchiv: Februar 2012

Der Glitzerrock reloaded.

Liebe Leser.

Nicht immer ist Schweigen Gold.

Könnt ihr euch an die Erschaffung des Glitzerrockes erinnern (für den Fall diese Einträge sind älter als eben erst veröffentlicht)?

Drei Runden MauMau, zwei Äpfel und ein paar TikTaks später meinte Anna zu mir:

“Mama der Rock gefällt mir nicht. der ist totaaaaal häßlich”

Gut, das wissen wir bereits. Ich wollte zum wiederholten Male wissen:

“Und warum denn? Was gefällt dir denn nicht?”

Und auf einmal kam: “Der ist mir viiiiiiiiiiiiiiiel zu lang!”

O.o

Das war schon alles? Nun gut, umstecken, Anprobieren verweigern, trotzdem abschneiden (mehr als totaaaaaal häßlich kanns ja nicht werden). Säumen, Hingeben.

Anziehen. STRAHLEN. TANZEN.

Kurzer Glitzerrock Kurzer Glitzerrock

Und so leben sie zufrieden und glücklich. Bis zum nächsten Kreativprojekt.

Eure erleichterte Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 9. Februar 2012 in Alltag

 

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Kreativprojekt: Ich nähe einen einfachen Rock.

Liebe Leser,

schwarzer Glitzerstoff mit PailettenAch wie schön, mal etwas kreatives nicht am späten Abend zu machen, weil es mal nicht spontan geheim für Gebrtstage ist, sondern einfach mal so.

Heute habe ich im Handarbeitsladen einen Rest Stoff ergattert, der für 99,9% der Menschen allenfalls Karnevalsstoff für ein Kostüm ist. Für Anna allerdings wusste ich, es ist der Himmel auf Erden. Mehr *blingbling* geht ja wohl nicht mehr.

Zuschnitt des StoffesNun denn, das Stück hatte 125mm auf ca. 50cm. Kosten: 4,- Wurde gekauft, gezeigt, Begeisterung bei allen Kindern. Anna wollte einen Rock, Flori eine Diskojacke, Hannes eine Diskohose. (hrrrr das werde ich in 10 Jahren noch einmal aufwärmen. *fg*)

Nun denn, Auf gehts, Kinder, ich zeige euch jetzt, wie man rucki zucki einen Rock näht. Die anderen Kleidungsstücke gehen LEIDER LEIDER nicht, weil nicht mehr genug Stoff. Orrrrr. Schade. :D

Also denn, so wirds gemacht:

die Seiten des Rockes zusammennähenDas Stoffrechteck zurechtschneiden. In der Länge passte es mit grob 50cm. Für die Taille nahm ich Annas Bauchumfang mal 2, also 100cm.

Diese 100x50cm Stoff faltete ich halb, rechts auf rechts und nähte die Seiten zusammen. Erst einfach, dann mit Zickzacknaht drüber. Habe ja leider keine Overlockmaschine.

den oberen Rand des Rockes säumenDanach den oberen und unteren Saum umklappen und auch als Zickzack festigen. Ist nicht die vornehmste und dauerhafteste Lösung, aber für einen Kinderrock völlig ausreichend. Sollte ja auch in annehmbarer Zeit fertig werden, die drei wollten ja mitmachen. Florian fotografierte, Hannes schaute und Anna durchsuchte die Nähkiste nach noch mehr Blingbling. Alles wie immer also.

den Tunnelzug für das Gummiband absecken Das Gummiband in den Tunnelzug einfädeln Den Tunnelzug für das Gummiband festnähen

Nach dem Säumen steckte ich den Tunnelzug für den Gummirand ab. Dieser wurde dann mit einer einfachen Naht festgemacht, noch mit einer Öffnung. Dadurch dann der Gummizug (3cm breit) gefädelt, zusammengenäht und die Schlupföffnung im Tunnelzug geschlossen. Eigentlich war es das. Aber Anna fand noch zwei durchsichtige Blümchen,die unbedingt noch angebracht werden sollten. Nun gut, gern doch.

Plastik Dekoblumen

Nun aber! Fertig! Und, Anna, gefällts dir?Glitzerrock

“NEIN! DER IST HÄSSLICH MAMA: TOTAAAAL HÄSSLICH!”

Sprachlose Grüße, eure Ankelilli. (und so ging es weiter)

 
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Geschrieben von - 9. Februar 2012 in Alltag

 

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Halbjahresabschluss an der Kaleidoskopschule Jena- mit Zeugnisgespräch.

Liebe Leserschaft,

es gibt mal wieder etwas zu berichten :)

Es ist Winter. Kalter Winter. Mir zu kalt. Aber so geht es vielen, deswegen möchte ich mich nicht darauf konzentrieren.

Mir geht es heute darum, ein bisschen zu erzählen, wie das erste halbe Jahr an der neuen Jenaplanschule zu Ende gegangen ist.

Wie im Jenaplan üblich, werden auch an unserer Schule Bewertungen nicht über Ziffernnoten, sondern über verbale Einschätzungen vergeben. Ja, für jedes Kind. Und ja, die machen sich die Mühe (solch ein Gespräch gab es heute auf Arbeit ^^). Und wir alle finden das gut.

So ein Zeugnisgespräch dauert etwa eine halbe Stunde und wird geführt von Lehrer(in) und Schüler(in). Natürlich sind die Eltern auch dabei, aber erst im späteren Gesprächsverlauf persönlich eingebunden.

Los ging es damit, dass Hannes und seine Lehrerin darüber sprachen, was ein Zeugnis ist und warum dieses Gespräch geführt wird.

Jenaplanschule ZeugnisDas Zeugnis selbst ist ein ganzer Hefter, in grün. Mit Deckblatt. Dieses zeigt ein Bild , welches Hannes von seinem Lieblingsort der Schule im Kunstunterricht gemalt hat. (Es ist die Kletterspinne im Schulhof). Das war der Aufhänger für ein paar Fragen an Hannes, wie er denn das Schulleben so empfindet, was gut ist und was nicht so toll.

Nun wurde es “ernst”, das Zeugnis wurde vorgelesen. Ja, vorgelesen. Es wurde nämlich in Briefform direkt an Hannes gerichtet. Es beinhaltete seine Entwicklung, das Einleben in die Klasse, seine Arbeitsweise, der Umgang mit Projekten, sein Wissen in Deutsch und Mathe.

Natürlich gab es die üblichen Versäumnisse, Unterschriften und Stempel. Ist ja ein Zeugnis :)

Nach dieser verbalen Einschätzung ging  es weiter mit je einem Blatt für die weiteren unterrichteten Fächer wie Sport, Kunst, Werken, Ethik und Musik.

Bewertungsbogen des Faches WerkenJedes einzelne wurde in einer tabellarischen Übersicht präsentiert, die die Unterrichtsinhalte darlegt und Facetten der Mitarbeit, des Verständnisses und Umsetzens von Aufgabenstellungen und der eigenen Lerneinschätzung.

Darunter fanden wir noch einen oder zwei Sätze, die besondere Auffälligkeiten (gute und/oder schlechte) darlegten.

Als Abschluss des Hefters war ein Blatt mit Fotos aller Kinder der Stammgruppe eingelegt.

Schön. Wunderbar. Mein persönliches Highlight war, wie stark der Fokus auf Selbsständigkeit und Selbsteinschätzung gelegt ist. Der Junge ist gerade mal ein halbes Jahr in der Schule und weiß trotz vieler Kaspereien und Neuerungen genau, was er wie kann. Dieses wird in der Jenaplanpädagogik im Allgemeinen gefördert, so dass die Zeugnisgespräche in den Oberstufen letztlich aus umgedrehter Perspektive stattfinden. Die Schüler reflektieren und bewerten sich, die Lehrer bestätigen und lenken.

Das Beste kommt zuletzt: Mitspracherecht. Wie genial ist es denn, dass ein Erstklässler sein Zeugnis mit der Frage ausgehändigt bekommt, ob er mit der besprochenen Einschätzung einverstanden ist?

Zufriedene Grüße,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 2. Februar 2012 in Schule

 

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