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Archiv der Kategorie: Schule

Halbjahresabschluss an der Kaleidoskopschule Jena- mit Zeugnisgespräch.

Liebe Leserschaft,

es gibt mal wieder etwas zu berichten :)

Es ist Winter. Kalter Winter. Mir zu kalt. Aber so geht es vielen, deswegen möchte ich mich nicht darauf konzentrieren.

Mir geht es heute darum, ein bisschen zu erzählen, wie das erste halbe Jahr an der neuen Jenaplanschule zu Ende gegangen ist.

Wie im Jenaplan üblich, werden auch an unserer Schule Bewertungen nicht über Ziffernnoten, sondern über verbale Einschätzungen vergeben. Ja, für jedes Kind. Und ja, die machen sich die Mühe (solch ein Gespräch gab es heute auf Arbeit ^^). Und wir alle finden das gut.

So ein Zeugnisgespräch dauert etwa eine halbe Stunde und wird geführt von Lehrer(in) und Schüler(in). Natürlich sind die Eltern auch dabei, aber erst im späteren Gesprächsverlauf persönlich eingebunden.

Los ging es damit, dass Hannes und seine Lehrerin darüber sprachen, was ein Zeugnis ist und warum dieses Gespräch geführt wird.

Jenaplanschule ZeugnisDas Zeugnis selbst ist ein ganzer Hefter, in grün. Mit Deckblatt. Dieses zeigt ein Bild , welches Hannes von seinem Lieblingsort der Schule im Kunstunterricht gemalt hat. (Es ist die Kletterspinne im Schulhof). Das war der Aufhänger für ein paar Fragen an Hannes, wie er denn das Schulleben so empfindet, was gut ist und was nicht so toll.

Nun wurde es “ernst”, das Zeugnis wurde vorgelesen. Ja, vorgelesen. Es wurde nämlich in Briefform direkt an Hannes gerichtet. Es beinhaltete seine Entwicklung, das Einleben in die Klasse, seine Arbeitsweise, der Umgang mit Projekten, sein Wissen in Deutsch und Mathe.

Natürlich gab es die üblichen Versäumnisse, Unterschriften und Stempel. Ist ja ein Zeugnis :)

Nach dieser verbalen Einschätzung ging  es weiter mit je einem Blatt für die weiteren unterrichteten Fächer wie Sport, Kunst, Werken, Ethik und Musik.

Bewertungsbogen des Faches WerkenJedes einzelne wurde in einer tabellarischen Übersicht präsentiert, die die Unterrichtsinhalte darlegt und Facetten der Mitarbeit, des Verständnisses und Umsetzens von Aufgabenstellungen und der eigenen Lerneinschätzung.

Darunter fanden wir noch einen oder zwei Sätze, die besondere Auffälligkeiten (gute und/oder schlechte) darlegten.

Als Abschluss des Hefters war ein Blatt mit Fotos aller Kinder der Stammgruppe eingelegt.

Schön. Wunderbar. Mein persönliches Highlight war, wie stark der Fokus auf Selbsständigkeit und Selbsteinschätzung gelegt ist. Der Junge ist gerade mal ein halbes Jahr in der Schule und weiß trotz vieler Kaspereien und Neuerungen genau, was er wie kann. Dieses wird in der Jenaplanpädagogik im Allgemeinen gefördert, so dass die Zeugnisgespräche in den Oberstufen letztlich aus umgedrehter Perspektive stattfinden. Die Schüler reflektieren und bewerten sich, die Lehrer bestätigen und lenken.

Das Beste kommt zuletzt: Mitspracherecht. Wie genial ist es denn, dass ein Erstklässler sein Zeugnis mit der Frage ausgehändigt bekommt, ob er mit der besprochenen Einschätzung einverstanden ist?

Zufriedene Grüße,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 2. Februar 2012 in Schule

 

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Staubsaniert. Mit Schulneuigkeiten!

Liebe Leser *puuust*,

nun habe ich mich doch endlich mal aufgerafft, diesen wunderbaren Blog aus der Versenkung zu holen. Ein frischer Einband, neue Ideen, und Inhalt, auf den viele meiner Leser neugierig sind:

Wie läuft es denn nun in der frisch ausgegründeten Jenaplanschule?

Nun, es läuft großartig. Hannes hat sich gut in die Stammgruppe integriert, hat die Raufbolde schon alle gefunden und seine Position als erstes  Schulkind der Familie ordentlich verteidigt. Nun wackeln die Zähne der Jungs um die Wette. Floris Schulreife äußert sich auch im Gebiss schon. Im Kindergarten ist dieser nun gänzlich unterfordert, doch tut ihm die Rolle als “der Große” dort sehr gut. Selten sahen wir ihn so kindlich, ausgelassen, selbstbewusst. Offenbar war es wieder mal richtig, dem Instinkt zu folgen.

Förderung bekommt er nun zu Hause. Hannes wendet gelerntes an, Florian schaut es sich ab. Da werden Einkaufslisten und Zettelbotschaften geschrieben, Bilder gemalt und Rechenaufgaben gelöst. Letztere durch Spiele wie Numino oder Trio Domino"".

Aber auch wir Eltern können nicht meckern. Bis jetzt gab es in diesem Schuljahr:

1 Stammgruppenelternabend

1 themenbezogenen Elternabend zum Thema “Bewertungskultur an der Jenaplanschule”

1 Nachmittagstreffen zum Thema “Lesen lernen durch Schreiben”

2 Elterncafés

grob 10 Eltern AGs, in denen (je nach Kompetenz) an der Schule mitgearbeitet werden kann/soll

und ein Kennenlernwochenende mit Tagungsprogramm. Meinen Bericht dazu findet ihr auf der Schulwebseite, die jetzt (hoffentlich bald) ein neues Layout bekommt und deutlich mehr aktuellen Inhalt. Das könnt ihr gern lesen und euch mitfreuen, wie genial doch das ganze Konzept und die Umsetzung dazu sind.

So, das wars aus schulischer Sicht.

Grüße in den Abend,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 16. November 2011 in Schule

 

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Alles Mompitz oder was?

Liebe Leser,

Nein, das ist kein Tippfehler. Heute möchte ich euch die Mompitze vorstellen. Anders als ein Mumpitz, sind diese keine Schreckgestalten im üblichen Sinn.

Doch worum geht s eigentlich?

Florian und Anna sind krank geschrieben, ich also mit denen diese Woche daheim. Dank Husten, Schnupfen, Fieber waren sie die ersten Tage sehr gelähmt, aber heute geht es ihnen schon besser. Also wurde es Zeit für ein wenig Förderung.

Da Florian nun Vorschüler ist und im Kindergarten hier vor allem Schreibübungen an der Tagesordnung stehen, suchte ich im Netz nach Vorlagen hierfür und wurde schnell fündig.

Schaut mal, diese hier habe ich gesehen und auf den ersten Blick für hervorragend befunden:

Mompitz- Schwungübungen

Wie Florian darauf reagierte, möchte ich kurz dokumentieren. Für die komplette Übungsreihe benötigte er etwa 20 Minuten.

Der Spass beginnt. Anna bekam die letzte Seite zum – was auch immer- Aus- und Ummalen. Florian stürzte sich auf gerade Linien, zuerst in breiten Balken, bis zum Punkt. Die Mompitze sollten nämlich zeigen, was sie gern fressen. Beim letzten war es freigestellt, und Flori entschied sich, dass dieser am liebsten Pfannkuchen frisst. Hier übt er sich schon an geschwungenen Linien, die übers ganze Blatt reichen. Wieder soll der Balken die Begrenzungszone darstellen.

Dies stellte sich im Nachhinein als beste, witzigste, coolste und unterhaltsamste Übung heraus. Der Mompitz fällt immer wieder die Treppe runter. Es sollen die Stufen auf der gestrichelten Linie nachgezogen werden, nachdem zuerst das Muster im Balken geübt wurde (der nun deutlich schmaler war als zu Beginn). Währenddessen musste diskutiert werden, wie der Mompitz denn wieder hoch kommt. Ob die Linien von unten nach oben gezogen werden können? Hm, ich entschied mich für nein, denn man schreibt ja von links oben nach rechts unten orientiert. Ich würde ja gern zeigen, welche Mimiken und Geräusche mit dieser Übung verbunden waren :D Der abgebildete Gesichtsausdruck ist nur einer von vielen :)

Eine Sache war auffällig. Die Mehrzahl de “Fehler” konzentrierte sich im oberen Teil des Blattes. Beim Beobachten wurde auch klar warum- die Sitzhöhe war zum Tisch nicht optimal. Der Herr löste das Ganze auf seine Weise- und siehe da, die Resultate waren signifikant besser. Hier vervollständigt er ein Streifen-Quadrat-Kreise-Dreieckmuster in Fischbäuchen.

Das Hocken auf dem Tisch war irgendwann unbequem. Nun, wenn ich bedenke, dass ich grundsätzlich am besten im Liegen lese, arbeite und lerne, wundert es mich nicht, dass Florian auch diese Haltung einnimmt, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu lösen.

Zusammenfassend möchte ich allen Lesern, die an Schwungübungen interessiert sind, dieses .pdf ans Herz legen. Ich habe für den Nachmittag schon Nachschubbestellungen bekommen. Und als ich mir die Webseite ansah, staunte ich nicht schlecht, welches Füllhorn an Spaß, Ideen, Lernmöglichkeiten und kostenlosen Übungsaufgaben man mit den lustigen Biestern herunterladen kann. Wenn man denn will :)

Viel Spaß beim Nachmachen und Lernen wünscht

eure begeisterte Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 2. September 2011 in Alltag, Schule

 

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Kreativprojekt: Wir basteln Schultüten!

Liebe Leser,

es wird ernst.

In zwei Wochen haben wir ein echtes, lebendes, quirliges und (nahezu) überreifes Schulkind. Und weil zu einem gelungenen Schulstart auch eine ordentlich große, perfekte, prall gefüllte Schultüte gehört, aber für uns keine “von der Stange” in Frage kam, beschlossen wir, diese selbst zu gestalten.

Damit die aber wirklich toll wird, übten wir erstmal an den “zweitrangigen” – also den kleinen Tüten für die Geschwisterkinder. Wir hatten das Glück, hierbei von einem wirklich guten Online- Bastel- und Kreativshop (www.herup.de) unterstützt zu werden. Als Dankeschön für die Materialien werden alle verwendeten Utensilien dieses Artikels zu ebendiesem verlinkt.

Für Anna legten wir das Motiv (“Blumen und Schmetterlinge”) schnell fest, also ging es auch gleich los. Der vorbereitete Rohling wurde über die Tischkante gezogen, dass sich der Karton gefügiger in die Trichterform bringen ließ.

Mit Klebeband fixiert, konnten wir das Ganze dann auch ganz passabel zusammenkleben, wobei wir mit der gelförmigen Konsistenz des Klebers nicht wirklich warm wurden. Später stiegen wir auf den “normalen” um, der greift nämlich schneller in die Fasern und fixiert das Ganze besser. Die aufgerollte Schultüte wirkte uns zu groß im Vergleich zur “richtigen” also kürzten wir sie auf 45cm Höhe ein.

Aus Tonpapier entstand eine Sonnenblume, die so schön zu dem orangenen Untergrund passte, dass das Farbzusammenspiel in meinem Kopf den “Bienenschalter” umlegte. Also holte ich mein Bienenbuch und gestaltete eine ebensolche, nachdem ich mich gegen eine Comicadaption entschieden hatte. Das ging ganz einfach und hat super viel Spaß gemacht. Die Flügel schnitt ich aus dem hellblauem Stoff, der letztlich auch die Schultüte  verschließt. Die Schmetterlinge… egal. Bienen sind cooler.

Nun klebte mein Mann die Sonnenblume nur am Kelch an, so dass die Blütenblätter “3D” mäßig abstehen können. Das schaut mit der Biene zusammen einfach wunderbar aus. Zack zack noch grüne Stengel aus Tonpapier und Krepp, und fertig war die Gestaltung des Körpers.

Den Stoff zum Verschließen hatten wir noch im Fundus, es handelt sich um einen nicht mehr benötigten Schlaufenschal, der auf die benötigte Länge zurechtgeschnitten wurde und erst von innen (FEHLER! Nicht machen!) und dann noch einmal von außen um die Oberkante der Schultüte geklebt wurde. Damit das Ganze nicht so lösgelöst aussieht, verdeckte ich die Kante des Stoffs mit einem Streifen Geschenkband, der sich später beim Zubinden des Gesamtwerken wiederholen wird.

Florians Tüte hat den selben, tieforangen Grundton. Für ihn hatten wir schnell eine Idee, die sich (nicht weiter verwunderlich) aus unserer Begeisterung für Raumfahrzeuge und Raumfahrt begründet: Das Space Shuttle! Tadaaa! Na, wer verdreht die Augen? :D

Damit das Ganze aber nicht langweilig wird, hat mein Mann eine coole Idee von einer Grafik übernommen, die das Shuttle und die Raketen dazu als eine Art Scherenschnitt zeigt. Die wurde auf braunem Tonpapier ausgedruckt, ausgeschnitten und aufgeklebt, nachdem die Schultüte wie schon zuvor in Form gebracht und zusammengeklebt wurde. Das Shuttle selbst entstand aus grauem Moosgummi. Damit es auch wirklich cool ist, brachten wir noch eine Lage braunes Tonpapier und darauf wieder Moosgummi an, so wirkt es “echter”. Natürlich wurde wieder nur der Mittelteil auf der Schultüte befestigt, die Flügel stehen ab und geben so die besondere Note.

Für das nötige Feuer sorgen Krepppapierstreifen in drei verschiedenen Farben, die vermischt und mit Klebeband zusammengehalten von unten hinter die Düsen geleimt wurden.

Als das Motiv fertig war, wirkte die Schultüte noch etwas “leer”. So sind Erde und Saturn dazugekommen. Beide mit 3D Elementen aus dem grauen Moosgummi, der auch schon den Shuttlerumpf bildete.

Wie bei Anna auch, wurde am oberen, äußeren Rand der blaue Stoff festgeklebt und mit einer Lage Geschenkband verdeckt.

Fertig!

Ich möchte mich nochmal beim Herup Bastel Shop für die Materialien und bei Fabian für das Vermitteln dieser Zusammenarbeit bedanken!

Vorfreudige Grüße,

Eure Ankelilli

 
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Geschrieben von - 8. August 2011 in Alltag, Schule

 

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Wandern statt arbeiten? Warum eigentlich nicht?

Liebe Leser,
Ihr kennt das sicherlich, wenn ein Tag so voll mit Erlebnissen ist, dass man daraus zwei machen könnte. Für uns war heute solch ein Tag. Deswegen werde ich auch zwei thematisch getrennte Beiträge daraus machen, die aber durchaus zusammenhängend gelesen werden dürfen.

Zum Glück war es keiner dieser hektischen, vollgepfropften, unausgeglichenen Stresstage. Es ging eigentlich schon ganz früh besonders los, denn ich wachte erholt in meinem Bett ohne Einengung durch Kinderextremitäten auf. Das ist gar nicht so selbstverständlich. Zudem weckte mich das Geklapper aus der Küche, welches der Hannes beim Decken des Frühstückstisches fabrizierte. Natürlich schon fix und fertig angezogen. Hach, das Kind wird groß!

Der nächste Termin des Tages war für 10 Uhr am Steinkreuz gesetzt. Da das Kennenlernwochenende der Schule in Weimar dieses Wochenende leider abgesagt und als Ersatz eine Wanderung mit anschließendem Picknick geplant war, buk ich frische Laugenbrezeln auf, Matze packte die übliche Wanderausrüstung aus Bestimmungsbüchern, Erste Hilfe Kiste und GeocachingSet, und dann ging es los. Nein, noch nicht wirklich, denn erstmal mussten wir Freunden Starthilfe geben. So kamen wir etwas verspätet, dafür mit den Kumpels im Schlepptau an.

Die Wanderung führte über Wald und Feld, Ackerwitwenblume und Erdkröte zum Fürstenbrunnen. Unterwegs gab es vile zu bequatschen, so zum Beispiel, dass Florians Teilnahme am Portugisischkurs bestätigt ist. HURRA!

Vor allem die Kinder nutzten die Zeit und den Platz, ausgiebigst zu toben und Kontakte zu knüpfen. Hannes sprach bald nur noch von der “Bande”, kannte aber keine Namen der Mitglieder. :)

Am Brunnen dann gab es nicht nur cooles im-Bach-spielen, sondern für mich auch äußerst spannende Eindrücke einer entstehenden Hobbyimkerei aus erster Hand. So unmöglich wie mein lieber Mann das denkt, ist ds nämlich gar nicht. Und ich habe wieder Aufwind, bei diesem Thema hartnäckig zu bleiben. Jawohl!

Über einen kürzeren Weg ging es dann zurück zum Parkplatz, wo augiebig gepicknickt wurde. Gefolgt von Müdigkeit. Es wurden noch ein paar organisatorische Schulthemen zur Diskussion angeregt, dann ging es schnell nach Hause. Einen Sturzkaffee und ein komplettes Umziehen der Kinder später machten wir uns auf zum zweiten Date des Tages: Es blieben noch zwei Stunden beim “Tag der offenen Tür” des Blasmusikvereins “Carl Zeiss” Jena.

Doch diese Episode verdient einen eigenen Eintrag. Wir wollen Google ja nicht verwirren. :)

Eure Ankelilli, heute bewandert.


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Geschrieben von - 20. Juni 2011 in Alltag, Schule

 

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Dinge, auf die ich verzichten kann: Die Sechsjahreskrise

Liebe Leserschaft, wachsend und immer interessiert,

Ich sag nur: Es ist ein Kampf. Ja, im wörtlichen wie übertragenen Sinn. Was, fragt ihr euch?

Na, irgendwer hat meinen großen Sohn weggenommen und einen Klon da gelassen, der so gar nichts mit dem Kind zu tun hat, was wir bis dato nach bestem Wissen und Gewissen erzogen haben.

Seit gut 2 Wochen gibt es fast nur noch:
Momente, in denen er sich heulend hinwirft, wegen….Was war nochmal los? Muss ich verpasst haben.
Momente, in denen Türen geschmissen werden… Zum Glück habe ich die Glastür schon vor einer Weile selbst zerstört.
Momente, in denen er um 18 Uhr weinend vor Müdigkeit im Bett liegt.
Momente, in denen er bis fast 23 Uhr wach liegt und nicht einschlafen kann.
Momente, in denen er 3 Erwachsenenportionen Essen verschlingt.
Momente, in denen er keine Bananen und sonntags keinen Blumenkohl mehr möchte.
Momente, in denen er nichts mehr braucht als ein Lob.
Momente, an denen er und ich fast zerbrechen.

Doofe Sechsjahreskrise, hätte der Kelch nicht an uns vorbeigehen können? Kleine Pubertät. Wie auch immer.

Aber ein mögliches Heilmittel scheint gefunden zu sein: Endlose Geduld und Ruhe. In den Arm nehmen und Singen.

Und danach wieder kämpfen. Nach klaren Regeln:

Immer nur 2 Kämpfende. Ohne absichtliches Verletzen wollen. Das Ziel: Auf dem Boden liegen. Fast wie beim Ringen. Wenn er zornig wird, gibt es einen fairen Kampf, danach ist alles verflogen und wir können wieder lachen. Bis fünf Minuten später das nächste weltzerstörende Problem aufgetaucht ist. Und der Kreislauf beginnt von vorn.

Durchatmen. Weitermachen.
Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 25. Mai 2011 in Alltag, Schule

 

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Adleralarm!

Liebe Leser,

gestern schlenderten mein lieber Mann und ich durch Müller, als mir in den Kopf kam, doch mal nach Ranzen zu schauen. Welches Modell es sein sollte, war schon seit einer Weile klar (Ein Sammies Premium), und das Design hatte Hannes sich auch schon längst auserwählt. Das Modell “Eagle” bsticht durch….. tja…. Schlichtheit? Nun, ich gebe zu, nach dem Produktheft war es NICHT unter meinen Favoriten. Aber nicht ich soll den Ranzen tragen, sondern Hannes. Und wenn er sich nunmal auf Greifvögel stürzt, dann soll es so sein.
Da wir nun exakte Vorstellungen hatten, war es umso überraschender, dass GENAU DIESES Modell im Regal stand. GENAU NEBEN dem Design, was Florian für sich auserwählt hat (Wenigstens er will den Dinosaurier).

Und siehe da, in “echt” sieht der gar nicht so fad aus :D
Im Gegenteil. Leider leider sind diese Ranzen ganz schön teuer, mit ca. 174,- für das Fünferset schlagen sie zu Buche.
Doch…. WARUM AUCH IMMER stand am “Eagle” ein reduzierter Preis von 80,- für das ganze Paket dran. Wir haben gesucht, ob was dran ist, aber nein! Tja, dann haben wir ihn eben mitgenommen. Es war der einzige seiner Art. War zwar nicht eingeplant, dafür zu günstig, um es sein zu lassen.
Hannes ist ausgerastet, als ich es ihm erzählte. Als mein Mann am Abend kam, war kein “Hallo” zu hören, sondern nur ein “MEEEIIIINNN RAAAAAANNNNZZZEEEENNNN!!!!” und für die nächsten Stunden (ja, Stunden) gab es nur ihn und seinen Ranzen. Als er heute früh aufstand, kamm er mir schon mit ihm auf dem Rücken entgegen zum “Guten Morgen” sagen :)

So solls doch sein, oder?
Der Junge wird groß!

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 20. Mai 2011 in Alltag, Schule

 

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Tag der offenen Tür der neuen Gemeinschaftsschule Lobeda

Liebe Leser,

heute durften wir uns “unsere” Klassenräume und die restlichen Zimmer des Schulgebäudes ansehen, welches “unsere” neue Jenaplanschule beheimaten wird. Das war spannend! In den einzelnen Räumen war jeweils die Möglichkeit verschiedener Aktionen gegeben. So haben wir im Werkenraum basteln und kleistern dürfen. Davon waren unsere Kinder natürlich sehr begeistert. Auch im Erdgeschoss befindet sich das Musikzimmer, hier wurde, fast traditionell, auf den Cajons getrommelt.

Die eigentlichen “Klassenzimmer” befinden sich in der 2. Etage des Gebäudes. Dieses selbst wirkt wunderbar hell, freundlich und sauber. Der Speiseraum hat Mensa- Charakter, und das meine ich positiv. :)

In den zur Verfügung stehenden, offenen Räumen wurden AGs, Projekte und der Elternbeirat vorgestellt. Zudem konnte man sich über die Namensvorschläge informieren, die für die Schule vorliegen. Es sind in der engeren Wahl die folgenden Namensgeber:

Wenn man mich fragen würde, wäre meine Stimme klar bei Maria Sibylla Merian. Schon alleine die Nähe zur Naturwissenschaft, aber auch ihr Charakter, sich zu einer Zeit gegen die Männerwelt zu behaupten, in der Frauen nichts zu sagen hatten, beeindrucken mich. Sie beschäftigte sich intensiv mit Insekten, und das, obwohl diese damals aus “Teufelsgetier” geächtet wurden. Sie hingegen studierte sie minutiös, erforschte die Metamorphose von Faltern und deren Bezug zu den arteigenen Futterpflanzen. Die von ihr geschaffene Einteilung der Schmetterlinge in Tag- und Nachtfalter hat noch bis heute Gültigkeit.
Ja, ich finde diesen Namen sehr passend, denn sie steht beispielhaft dafür, wie man mit dem richtigen Engagement und Willen zu jeder Zeit großes schaffen kann. Und aus einer Elterninitiative in kurzer Zeit eine funktionierende Schule zu schaffen ist eine große Leistung, das sollte man sich immer wieder bewußt werden.

Neben den Namenspaten gab es auch für uns selbst sehr interessante Informationen. So wird es eine Blockflöten- und eine Trompeten-AG geben. Yeah, Hannes habe ich für Trompete angemeldet. Außerdem wird er portugiesisch lernen können, in einem fakultativen Kurs von der 1. bis zur 4. Klasse. Die 2. Fremdsprache wird an der Schule ab der 5. Klasse für alle nämlich portugiesisch sein. Was ich genial finde, denn die Möglichkeit, die achthäufigste Weltsprache zu lernen, ist in Thüringen nur hier und in einer Schule in Erfurt (?) gegeben. Der Kurs für die Kleinen legt sicher eine gute Basis für den weiterführenden Unterricht.

Im Raum für “Natur” studierten die Kinder bis ins Detail eine 3D Karte von Thüringen und festigten so ihre kartografischen Kenntnisse. Später dann wurden Teile eines Schmetterlings (Bein, Flügel, Schuppe, Rüssel) unter dem Mikroskop erkundet. Dreimal, nein, eigentlich dürft ihr nur einmal raten, wer hier Feuer und Flamme war…

Nach dem interessanten und schönen Erkundungsgang verbrachten wir noch eine Weile an der frischen Luft bei Bratwurst und Kuchen, Balanceseil und Fußball. Wir trafen sogar noch meinen Cousin nebst Tochter, die hier in die 5. Klasse kommen wird! :)

Und weil er dann sah, dass ein weißer Bus hinter der Schule vorfuhr und wir 3 Minuten früher noch darüber sprachen, entschieden wir uns spontan gegen einen Ausflug zum Tierpark Eisenberg und für ein Spiel der Hanfrieds unten an der Saale.
Wir hatten ja keine Vorurteile und so war es nicht verwunderlich, wie spannend und richtig cool American Football sein kann. Das nächste Spiel wird am 5.6. sein, wir haben es uns schonmal in den Kalender geschrieben. Hoffentlich werden sie nicht schon wieder, wie heute, verlieren. Aber wie ich gehört habe, sind sie gut auf solch ein Ergebnis trainiert mittlerweile. :/
Spannend war es trotzdem. Dank des netten “Stadionsprechers” wissen wir jetzt auch, wie ein Spiel von American Football funktioniert. Ist gar nicht so schwer zu verstehen. Zudem ist es durch die raschen Szenenwechsel auch wirklich kurzweilig. Nicht zu vergessen, die Cheerleader. Auch wenn sie so manches mal zum “cheeren” angeregt werden mussten. :D
So denn, das war ein sehr voller, warmer, aktiver Tag. Mal schauen, was es morgen so gibt. Außer Spargel zum Mittag.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 7. Mai 2011 in Alltag, Schule

 

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Die “Ideen Initiative Zukunft” geht weiter. Ohne unsere Schule.

Liebe Leserschaft,

wir haben es nicht in die nächste Runde geschafft. Schade eigentlich. Ich möchte mich auf jeden Fall für all diejenigen Stimmen bedanken, die ich ermuntern konnte, für das Projekt zu stimmen.

250,00€ konnten allerdings trotzdem empfangen werden, als letzte Woche die Übergabe des Schecks in der dm- Filiale am Teichgraben stattfand. Ein wenig eng zwischen Weichspüler und Kosmetiktrends gequetscht, aber immerhin freundlich und mit unterstützdenden Worten konnten die beiden Elternvertreter ihren Anteil an der Torte von den Filialleitern in Empfang nehmen:

Ein Teil des Geldes wurde genutzt, um offene Rechnungen zu begleichen, erzählten sie mir. Der Rest- für den wird sich etwas finden lassen.

Selbstverständlich wünsche ich den Gewinnern dieser Fillialrunde der Ideen Initiative für die nächste Runde maximale Erfolge.

Ich finde es klasse, dass die Gemeinschaftsschule mit ihrem Gründingsprozess dabei war. Es war eine gute Plattform, für weitere Schüler (nicht nur der ersten Klasse, für acht- bis zehnjährige sind durchaus noch Plätze fürs kommende Schuljahr frei) zu werben und der Öffentlichkeit die gute Arbeit der Eltern und Pädagogen nahezubringen.

Nun, mal schauen was weiterhin so passiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 28. Februar 2011 in Schule

 

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Präsentation der staatlichen Gemeinschaftsschule Lobeda in der dm- Filiale

Liebe Leser,

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
(Antoine de Saint-Exupery)

IMG_3185Das ist das Motto des Gründungsprozesses “unserer” Schule. Schön oder? Sehr passend, wie ich finde. Dementsprechend fungierte ein selbst gebautes Schiff im Eingangsbereich des dm- Marktes “Neue Mitte” als Eyecatcher während der Präsentation der Schule durch – natürlich- Pädagogen, Eltern und Schüler.

Mehr Aufmerksamkeit als das Schiff erregten aber die Trommler. Im Hort der Schule konnten in diesem Schuljahr zusammen mit einem Papa Cajón- Trommeln gebaut werden.
Nicht nur handwerkliches Geschick, sondern natürlich auch der Spaß am Rhythmus konnte so geweckt werden. Je nach Körpergröße des Kindes wurden Trommeln unterschiedlicher Höhe gebaut.

Uns so beschallten ungewöhnliche Klänge die Einkaufspassage. Vor allem, als die Kinder und Eltern einfach im Hauptgang saßen und zum Trommeln auch noch sangen. Zack, Notenblätter verteilt, zack, alle mitmachen.

 

 

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Nicht wenige blieben stehen, um dem Spektakel zuzuschauen. Ein paar konnte ich beobachten, wie sie sogleich Abstimmzettel ausfüllten und einwarfen. Richtig so! Wir brauchen noch viele Stimmen, um in die nächste Runde zu kommen.

Da Hannes die ganze Zeit heimlich mit seinen Händen mittrommelte, aber zu scheu war, auf den Papa zuzugehen, der das Ganze leitet, haben Flori und ich eben mit ihm zusammen danach noch eine ganze Weile abseits der Masse musiziert. Das war wirklich spannend. Nicht nur musikalisch und rhythmisch, sondern ganz schlicht physisch, denn meine Hände waren nach nurIMG_3237 wenigen Minuten so warm und durchblutet wie seit Jahren nicht Winking smile. Natürlich wollte Hannes dann gleich zu Hause auch eine bauen Open-mouthed smile Na mal schauen. Auf jeden Fall singen wir seit dem ständig den Orhwurm: “Ein Indi- zwei Indi- drei Indianer.” Der Bengel hat wirklich Musik im Blut. Wenn er diese Energie nur immer ein wenig besser lenken könnte …

Also, liebe Jenaer, Jenenser, Zugereiste und Kapitäne, setzt die Segel und stimmt für den “Gründungsprozess einer reformpädagogischen Gemeinschaftsschule” in der dm Filiale der “Neuen Mitte” in Jena.

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Vielen Dank!

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 24. Januar 2011 in Alltag, Schule

 

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