Liebe Leser,
es wird ernst.
In zwei Wochen haben wir ein echtes, lebendes, quirliges und (nahezu) überreifes Schulkind. Und weil zu einem gelungenen Schulstart auch eine ordentlich große, perfekte, prall gefüllte Schultüte gehört, aber für uns keine “von der Stange” in Frage kam, beschlossen wir, diese selbst zu gestalten.
Damit die aber wirklich toll wird, übten wir erstmal an den “zweitrangigen” – also den kleinen Tüten für die Geschwisterkinder. Wir hatten das Glück, hierbei von einem wirklich guten Online- Bastel- und Kreativshop (www.herup.de) unterstützt zu werden. Als Dankeschön für die Materialien werden alle verwendeten Utensilien dieses Artikels zu ebendiesem verlinkt.
Für Anna legten wir das Motiv (“Blumen und Schmetterlinge”) schnell fest, also ging es auch gleich los. Der vorbereitete Rohling wurde über die Tischkante gezogen, dass sich der Karton gefügiger in die Trichterform bringen ließ.
Mit Klebeband fixiert, konnten wir das Ganze dann auch ganz passabel zusammenkleben, wobei wir mit der gelförmigen Konsistenz des Klebers nicht wirklich warm wurden. Später stiegen wir auf den “normalen” um, der greift nämlich schneller in die Fasern und fixiert das Ganze besser. Die aufgerollte Schultüte wirkte uns zu groß im Vergleich zur “richtigen” also kürzten wir sie auf 45cm Höhe ein.
Aus Tonpapier entstand eine Sonnenblume, die so schön zu dem orangenen Untergrund passte, dass das Farbzusammenspiel in meinem Kopf den “Bienenschalter” umlegte. Also holte ich mein Bienenbuch und gestaltete eine ebensolche, nachdem ich mich gegen eine Comicadaption entschieden hatte. Das ging ganz einfach und hat super viel Spaß gemacht. Die Flügel schnitt ich aus dem hellblauem Stoff, der letztlich auch die Schultüte verschließt. Die Schmetterlinge… egal. Bienen sind cooler.
Nun klebte mein Mann die Sonnenblume nur am Kelch an, so dass die Blütenblätter “3D” mäßig abstehen können. Das schaut mit der Biene zusammen einfach wunderbar aus. Zack zack noch grüne Stengel aus Tonpapier und Krepp, und fertig war die Gestaltung des Körpers.
Den Stoff zum Verschließen hatten wir noch im Fundus, es handelt sich um einen nicht mehr benötigten Schlaufenschal, der auf die benötigte Länge zurechtgeschnitten wurde und erst von innen (FEHLER! Nicht machen!) und dann noch einmal von außen um die Oberkante der Schultüte geklebt wurde. Damit das Ganze nicht so lösgelöst aussieht, verdeckte ich die Kante des Stoffs mit einem Streifen Geschenkband, der sich später beim Zubinden des Gesamtwerken wiederholen wird.
Florians Tüte hat den selben, tieforangen Grundton. Für ihn hatten wir schnell eine Idee, die sich (nicht weiter verwunderlich) aus unserer Begeisterung für Raumfahrzeuge und Raumfahrt begründet: Das Space Shuttle! Tadaaa! Na, wer verdreht die Augen?
Damit das Ganze aber nicht langweilig wird, hat mein Mann eine coole Idee von einer Grafik übernommen, die das Shuttle und die Raketen dazu als eine Art Scherenschnitt zeigt. Die wurde auf braunem Tonpapier ausgedruckt, ausgeschnitten und aufgeklebt, nachdem die Schultüte wie schon zuvor in Form gebracht und zusammengeklebt wurde. Das Shuttle selbst entstand aus grauem Moosgummi. Damit es auch wirklich cool ist, brachten wir noch eine Lage braunes Tonpapier und darauf wieder Moosgummi an, so wirkt es “echter”. Natürlich wurde wieder nur der Mittelteil auf der Schultüte befestigt, die Flügel stehen ab und geben so die besondere Note.
Für das nötige Feuer sorgen Krepppapierstreifen in drei verschiedenen Farben, die vermischt und mit Klebeband zusammengehalten von unten hinter die Düsen geleimt wurden.
Als das Motiv fertig war, wirkte die Schultüte noch etwas “leer”. So sind Erde und Saturn dazugekommen. Beide mit 3D Elementen aus dem grauen Moosgummi, der auch schon den Shuttlerumpf bildete.
Wie bei Anna auch, wurde am oberen, äußeren Rand der blaue Stoff festgeklebt und mit einer Lage Geschenkband verdeckt.
Fertig!

Ich möchte mich nochmal beim Herup Bastel Shop für die Materialien und bei Fabian für das Vermitteln dieser Zusammenarbeit bedanken!
Vorfreudige Grüße,
Eure Ankelilli