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Schlagwort-Archive: Freude

Wir basteln Obst aus Tonpapier!

Liebe Leser,

das klingt zwar wie ein Kinderlied, aber wir haben tatsächlich heute vormittag aus buntem Papier mit Schablonen, Schere und Leim tolle Küchendeko gebastelt. Da der Florian zwar ein kleiner einsteinistischer Nietzsche ist, motorisch aber eher… rückständig, hatten wir aus dem Kindergarten den Auftrag bekommen, mit ihm schneiden zu üben. Nun gut, da es heute morgen regnete und regnete und regnete, beschloss ich kurzerhand, eine Bastelaktion zu starten.

Im Kindergarten haben sie Äpfel gemalt, ausgeschnitten und an einen Pappbaum gehängt. Nicht zu viel Neues auf einmal, dachte ich mir, also blieb ich beim Thema “Obst” (nachdem mein Mann mir die Kürbisse, die ich eigentlich wollte, ausgeredet hatte….). Ist ja (theoretisch) noch Sommer.  Ich bereitete liebevoll den Tisch vor und mein Mann startete die Wii. BITTE? Zum Glück telefonierte ich gerade und konnte böse Bemerkungen laut äußern. Nach ein paar Augenblicken war die elektronische Ablenkung dann ausgeschaltet und man fand sich an der Bastelstrecke ein. Mit einer einfachen Geometrieschablone wurden aus violettem Papier Pflaumen, erst aufgemalt, dann ausgeschnitten, in der Tischmitte gesammelt. Anna zerschnitt leidenschaftlich ein Blatt Papier, Florian weigerte sich und Hannes und der Herr Papa waren wirklich ganz leidenschaftlich bei der Sache.

Aus gelbem Papier entstanden Bananen, aus grünem kleine Kreise, die eine Weintraube werden sollten. Ein paar orangene Kürbisse ohne Fratzen durften auch reifen und rote Äpfel natürlich auch.

Und weil die Kinder sie so lieben, und Flori dadurch auch interessiert war, entstanden noch zwei Zweige mit weissen Knallerbsen. Ein paar dunkelgrüne Blätter dazu, im Nu waren knapp zwei Stunden vergangen und Florian war bereit, die Schere tatsächlich richtig in die Hand zu nehmen. Und siehe da, wenn man sie richtig hält, klappt das mit dem Schneiden schon erheblich besser. Nach dem Riesenakt des hundert-Stück-Obst-Ausschneidens wurde dann erstmal gründlich aufgeräumt, dann kleine braune Stiele geschnitten, mit den Blättern arrangiert und schlussendlich an meinen Vorratsschrank geklebt. Pünktlich zur Sendung mit der Maus waren wir fertig und sogar mein Mann fand, dass das Basteln mit den Kindern wirklich Spaß gemacht hat. (Und endlich sind diese elenden Teamsticker der Fussball- WM nicht mehr in meiner Küche! *yeah*) Und so sieht das Ganze dann fertig aus:

Na? Schön?

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 29. August 2010 in Alltag

 

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Zukunftsmusik

Liebe Leser,

manchmal läuft es im Leben besser als erwartet. Heute zum Beispiel war so ein Tag.

Ich hatte um 11:20 Uhr einen Beratungstermin in der zentralen Beratungsstelle der Uni Jena. Wie stellt man sich einen solchen Berater vor? Dank Arge, Uni Leipzig, Uni Jena , Stadtverwaltung hier und da kennt man ja so einige Typusformen. Die gängigste? Weiblich, 50 Jahre alt, mürrisch, übergewichtig und unfreundlich. Den Fragenden im Regen stehen lassend und auf weitere Beratungsstellen verweisend.

Mit dieser Erwartung kam ich heute also an.

Was mich empfing war ein Mann in meinem Alter, kahlköpfig, gefühlte  3m groß, trainiert, mit Bhudda auf dem Tisch, Bonsai und weisem Spruch an der Wand. Eine Brille von Prada auf der Nase, wenig, dafür passender Fingerschmuck. Und vor allem: Freundlich und kompetent.

Er begriff nach wenigen Momenten, dass ich nicht der Durchschnittsfall bin und im lockeren Umgangston fanden wir schnell eine Lösung für mein Problem.

Ich brauche ja jetzt eine Beschäftigung, nun, da alle Kinder erfolgreich in der Kita eingewöhnt sind. Das Promovieren habe ich aufgegeben, aber ich will auch nicht im Discounter an der Kasse landen, für den Rest meines Lebens. Also was tun? Das was mir liegt. Mit Kindern arbeiten. Lehren. Lehrer werden. Welche Fächer? Welche Schule? Die fachliche Entscheidung war erstmal nicht schwierig. Biologie und Geographie, weil ich darin ja schon ein Diplom habe, als Nebenfach. Mit Note 1. Ist nunmal so :-) Doch welche Schule? In Jena kann man nur Regelschule oder Gymnasium machen, da entschied ich mich fürs Gym. Ja, ich möchte nichts ab- oder aufwerten, aber ich denke, am Gym fühle ich mich wohler.

Wenn man sich im August online informiert stellt man erstmal fest, dass diese beiden Fächer NC-geschützt sind. Mit 1,9 und 1,6 als Abinote. OK, ich habe 1,6 als Abinote. Kein Thema, selbst ohne Wartesemester, die ich durch die Kinder habe. ABER, und hier kommt der Haken: Annahmeschluss war der 15.07.2010. KABUMM. So ein Mist! Aber deswegen habe ich ja den Beratungstermin gemacht, um mal zu schauen, was sich nun regeln lässt.

Der Herr fand schnell ein Hintertürchen. Fächer wählen, die NC- frei sind, denn dann kann ich mich ganz normal ohne Beschränkung zum 15.09.2010 fürs Wintersemester immatrikulieren. Und nach einem Jahr dann eventuell einen Fächerwechsel beantragen, für den Fall, dass die beiden neuen Fächer doch so gar nicht gehen. Schnell überprüft, was könnte gehen? Griechisch? Neeee. Französisch? Neeeeeee. Aber Informatik! Yeah. Immerhin bin ich viel am Rechner und habe einen Informatiker zum Mann, da hat man durchaus schon in gewisse administrative und programmiertechnische Themen hineingeschaut. Was passt noch? Klar, Chemie. Das hatte ich schon 4 Semester lang. War nicht immer mein liebstes Fach, aber das lag auch viel an den Dozenten. Klasse, dann werde ich eben Informatik/ Chemie- Lehrer. Mit dieser Kombi sollte ich auch nicht auf endlos- Listen landen wie so viele Geisteswissenschaftler.

Die nächsten Schritte sind nun das Abklappern der Beratungen im Prüfungsamt, um über die Einstufung ins Studium zu reden. Wenn mir in der Chemie und Informatik schon Scheine aus Leipzig anerkannt werden könnten, könnte ich eventuell die 10 FS etwas verkürzen. Aber das ist im Moment eher Spekulation.

Wenn ich dann darüber bescheid weiß, muss ich mich um das Erstpraktikum kümmern, denn in Jena muss jeder Lehramtsstudent 320h Vorpraktikum vorweisen, um anfangen zu können. Was natürlich nur formell ist, denn man kann das Praktikum auch bis zum Praxissemester nach dem Grundstudium noch machen. Soviel Zeit bleibt mir nämlich gar nicht mehr bis Semesterbeginn. Habe auch schon ein paar Ideen im Kopf, wo ich anfragen werde, aber darüber berichte ich erst, wenn es soweit ist. ;-P

Finanziell wirds natürlich …fies. Studiengebühren + Semestergebühren sind 650,-€ im halben Jahr plus eigene Krankenversicherung, falls ich aus der Famiienversicherung raus muss. Uff. Mal schauen, da werde ich mir zum Studium und drei kleinen Kindern noch nen Job suchen müssen. Vielleicht kann ichs aber auch mit der textbroker.de Geschichte herausreissen, sind ja “nur” ca. 150€ im Monat. Das sollte zur Not auch auf diesem Weg gehen. Habe ja noch einen lieben Mann, der mir da Zeit freischaufelt :-*

Nun denn, das waren meine erfreulichen, euphorischen und gut gelaunten Neuigkeiten. Freut ihr euch auch mit mir?

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 24. August 2010 in Alltag

 

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Highfield 2010, ich komme!!!! oder: Hyperventilieren.

Da rief mich doch eben meine liebe Cousine an (Ja, die, mit der ich auch im Kino war) und sagte mir ganz aufgeregt:

“Du, es gibt doch Tagestickets! Meine Freundin hat gesagt, es stand heute in der TLZ!” Oh mein Gott. Oh mein Gott. OH MEIN GOOOOTT!!!! Die 120,-€ Dreitageskarte hätte ich mir nie im Leben leisten können und immer hieß es: Es wird keine Tagestickets geben.

Und nun das! Vor knapp einem Jahr habe ich Placebo auf ihrer Hallentour sehen dürfen und seit dem kenne ich diesbezüglich kein Halten mehr- Sorry. Aber da es eigentlich auch “nur” sie waren, die ich auf dem Highfield sehen wollte, hatte ich im Kopf schon damit abgeschlossen, Brian Molko und Co. dieses Jahr noch einmal sehen zu dürfen.

Also bin ich schnurstraks zum Laptop gerant (ja, im Ernst) und habe gegoogelt, natürlich vor Aufregung nichts gefunden, bis dann mein Mann rettend kam und natürlich gleich die Angaben gefunden hatte. Tatsächlich, ab heute ist ein beschränktes Kontingent an Tagestickets verfügbar. (Quelle).

Ich habe also meine liebe Cousine zurückgerufen, ihr von den erschwinglichen (naja, doch immer noch im Vergleich zu 120,-€) 59,-€ erzählt.

sie: “Was machen wir?”

ich: “AAAAAAAAAAAAAAAAAAh ich weiß nicht, sag was!”

sie: “Ok, wir machens. 59,- muss ich mir einfach leisten können.”

ich: “AAAAAAAAAAAAh, ok”

sie: “Ich rufe noch xy an und sage dir, ob wir 2 oder 3 Karten brauchen.”

ich “AAAAAAAAh , ok.”

Leider hat sie sie noch nicht erreicht. Also erstmal nur 2 Karten bestellt (hier). AAAAAAAAAAAAAH IRRE!

Uff, das muss ich erstmal sacken lassen. Placebo. In einem Monat.

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!

Zitternde Grüße, eure Ankelilli. (“dry your eye, soulmate dry your eye, ’cause soulmates never die”…… *träller*)

 
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Geschrieben von - 21. Juli 2010 in Alltag

 

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Ich wurde angepinnt!

Vor einer Stunde kam ich von meinem Termin in der Musikschule zurück. Im Vorfeld war mir nicht wohl bei der Sache, kam ich mir doch so vor, als sei ich zum Schuldirektor zitiert worden. Diese Vermutung wurde zwar schon längst erschlagen, dennoch war ich mehr als gespannt, was mich erwarten würde.

Barfuß in scheuernden (aber schicken) violetten Schuhen betrat ich also pünktlich um 18:00 Uhr die Räumlichkeiten des “Blasmusikvereins Carl Zeiss” hier in Lobeda. Mich empfingen zwei sehr … menschliche und sympathische Personen. Zum Einen Herr Ulrich Richter- Vorsitzender des Trägervereins der Brass Band und Orchesterschule-  und zum Zweiten Frau Katrin Weber – Leiterin der Musikschule.

Schnell fanden wir uns in einem angeregt- freundlichen Gespräch wieder, in dem es tatsächlich darum ging, mich als “Bloggerin” mal kennenzulernen. Toll, oder? Ich kam mir so wichtig vor :-)

Ich konnte mir ein gutes Bild von dem Vereinsleben machen- was mich auch am meisten interessierte. Auch im tiefsten Winter hättet ihr die Glut in den Augen der beiden sehen können, als sie von ihrer (ehrenamtlichen!) zeitaufwändigen Arbeit für den Verein erzählten. Da werden Bastelstraßen organisiert, ein Sommercamp für große und kleine Orchesterspieler ausgerichtet, Haushalte erstellt, die Vereinsräume gepflegt und hergerichtet, Kinder und Erwachsene unterrichtet, geprobt, Ausflüge und Auftritte geplant…. Wahnsinn! Das alleine wären Vollzeitjobs, aber alles passiert quasi “nebenbei”. Ein solches Engagement ist sehr sehr selten geworden heutzutage.

Und ich darf dabei sein! Ich wurde gefragt, ob ich denn ab und zu etwas beitragen könnte, wenn sich etwas ergibt. Und mein Mann als IT’ler auch.  Hach! Ich bin so stolz darauf! Ich hoffe doch, daß ich immer mal helfen kann, denn mich zu engagieren macht mir immer Freude. Und für so eine gute Sache erst Recht.

Zum Informationsabend der neuen Gemeinschaftsschule in Lobeda werde ich die Verantwortlichen ein wenig auf die Möglichkeiten des Vereins schubsen, dem Musikunterricht oder/und dem Ganztagsangebot eine sehr spezielle und einzigartige Note zu verpassen, denn wo sonst in Thüringen kann man seine Kinder von Grund auf für ein Blechblasorchester ausbilden lassen? Welche Möglichkeiten sich da schulisch auftun, kann ich gar nicht ganz erfassen. So etwas muß einfach unterstützt werden, wenn man eine Schule neu gründet. Mal schauen, was ich da tun kann.

Nach knapp einer Stunde Gespräch, einem halben Liter Wasser und mit seligem Lächeln im Gesicht durfte ich mich noch in den Vereinsräumen umsehen. Gerade fing eine Probe der BrassBand an, das war spannend. Die Räumlichkeiten sind klasse, wenn auch etwas stickig. Sogar einen speziell abgeschotteten Schlagzeugübungsraum gibt es. Toll.

Ach ja, im Flur hängt eine Pinnwand. Und in der Mitte davon? Mein Bericht über das Galakonzert. WOOOOW. Und der kleine Leserbrief, der trotz Pressekritik letzte Woche in der OTZ war. Ach, was bin ich stolz. Ich habe das Gefühl, mit meinem kleinen Tor zur Welt angenommen zu sein.

Als ich dann nach Hause spazierte, meine schicken violetten Schuhe tragend, um meine offenen Fersen zu schonen,  fühlte ich mich auf dem warmen Pflaster von Lobeda ein klitzekleines bisschen- zu Hause.

 
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Geschrieben von - 30. Juni 2010 in Alltag

 

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Paradies(isch)?

Liebe Leser,

heute vor einem Jahr sind wir von Leipzig nach Jena gezogen. Welch ein Schritt! Nach dieser Zeit sollte man wohl mal eine Bilanz ziehen- Wir haben, wie erwünscht und erwartet, viel mehr Familienzeit. Matze sieht mich und die Kinder jeden Tag im Wachzustand, wir haben jeden Tag zwei gemeinsame Mahlzeiten. Dafür alleine hat es sich gelohnt.

Natürlich war es irrsinnig schwer, Familie und Freunde zurückzulassen. Ich mag auch gar nicht weiter drüber nachdenken, weil es zu weh tut. Ich hoffe, daß ich nach einem weiteren Jahr besser damit umgehen kann.  Da ich an den alten Bindungen so fest halte, mache ich es mir allerdings auch sicher schwerer als nötig, mich sozial einzuleben.

Unsere Wohnung hier ist nach wie vor gewöhnungsbedürftig, wenngleich sie zu einem zu Hause geworden ist. Wenn Matze Sommerurlaub hat, werden wir das große Kinderzimmer renovieren, vielleicht können wir dort noch etwas mehr Gemütlichkeit schaffen. Natürlich werde ich dieses Projekt an dieser Stelle ausführlich dokumentieren, macht euch auf etwas gefasst :-)

Was erwartet uns also im nächsten Jenajahr? Hannes wird Vorschüler, wow, ist das nun schon so weit. Ich hatte das Glück, ihn an einer reformpädagogischen Schule unverbindlich anmelden zu können, rechne mir aber gute Chancen aus, daß das auch klappt (Bericht hierzu kommt auch in den nächsten Tagen). Anna wird am August in den Kindergarten gehen- Wahnsinn, mein Baby wird groß. Ich bereue keinen Tag, den ich mit meinen Kindern “nur” Hausfrau daheim war. Auch Matze sieht das so, daß es für uns und die Kinder der richtige Weg war, sie mit frühestens 2,5 Jahren in eine Einrichtung zu geben. Nun heisst es für mich ab Herbst- Arbeit finden! Wenn jemand das liest und Interesse an einer fähigen Halbtagskraft hat, die sich in jede Aufgabe rasch einarbeiten kann, meldet er/ sie sich bitte bei mir :-)

Und nun, weil ihr so brav bis zum Ende dieses höchst spannenden Beitrags gelesen habt, bekommt ihr ein paar paradiesische Bilder zu sehen, die ich heute morgen auf dem Spielplatz im Paradies schießen konnte. Viel Spaß damit,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 20. Juni 2010 in Alltag

 

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Ein patriotischer Leckerbissen

Halli Hallo,

Heute spielen “wir” wieder Fußball. Mein Mann hat das Glück, bei einem Unternehmen zu arbeiten, die dieses mal spontan zur Mitarbeitermotivation einsetzen. Also dürfen die Angestellten hier nach Rücksprache an einem “internal viewing” teilnehmen.

Toll, oder?

Ich muss sowas unterstützen. Und da ich meinen Mann über alles liebe und er Zebrakuchen über alles liebt, dachte ich mir, dann back ich doch einen für ihn, natürlich in den Nationalfarben dekoriert.

Wer den Kuchen nicht kennt, findet HIER das Rezept.

Die Flagge wollte ich folgendermaßen umsetzen: Schwarz aus dunkelbraunem Schokoladenguss, rot aus weißer Schokolade, gefärbt mit Sauerkirschgrütze, gold aus weißer Schokolade, gefärbt mit Pfirsichgrütze. Die dunkle war natürlich kein Problem. Die weiße Schoki war auch schnell geschmolzen, das Einfärben ging auch, allerdings brachte es nicht den gewünschten Erfolg. Bei rot dachte ich dann daran, Rote Beete- Saft zur Unterstützung zu nehmen. BÄNG, Grundregel Schoki + Wasser = Klumpenbildung nicht beachtet. Damit war rot hin. Also das nicht wirklich gelb gewordene hellbeige auf den Rest verteilt. Sollte ja erstmal aushärten. Details zur Farbe wollte ich später klären. Wichtiger war es gestern mittag erstmal, den Kuchen geheim und alleine fertig zu bekommen. Die Jungs hätten nicht dichtgehalten. Und nach Kuchen riechen durfte es am Abend auch nicht mehr… Also erstmal den hellen Guss verteilen. BÄNG, der Gebäckpinsel war abgewaschen und nicht ausgetrocknet. Der ganze herrlich glänzende, weiche Guss wurde klumpig und schroff. Was habe ich mich geärgert. Das familieninterne Frustgen, den Kuchen gleich zum Fenster hinauszuwerfen, konnte ich gerade so unterdrücken. Also den fertigen Kuchen erstmal versteckt und alles abgewaschen.

Heute früh habe ich dann schlicht Erdbeer- und Mangomarmelade verwendet, um die Farbschichten zu tünchen. Das hat erstaunlich gut funktioniert, aber die Kuchenoberfläche war natürlich nicht berührungssicher, da die Marmelade ja klebrig bleibt. Also hieß es, mit einem trotzenden Kind und einem nicht abgedeckten Kuchen durch die halbe Stadt zu fahren (Straßenbahn), und es zeitlich so zu schaffen, daß ich die Kinder pünktlich als Mittagskinder holen könnte.

Natürlich war ich sofort Gesprächsthema bei den älteren Damen an der Haltestelle. Daß der Kuchen patriotisch dekoriert war, haben sie nicht registriert, es ging eher um das Unvermögen junger Frauen, zu kochen und zu backen…

Bei C&A allerdings sprach mich eine Frau an, die ihn mir abkaufen wollte *lach* yeah, vielleicht ne Geschäftsidee, ich merke mirs beim nächsten Spiel der Nationalelf.

Dann schnell dem Gatten eine SMS schreiben um ihn herunterzulocken. Seine Freude hielt sich in Grenzen, es könnte daran liegen, daß er aufgrund meiner Nachricht dachte, ich käme mit einer schlimmen, tragischen Neuigkeit, die ich ihm nicht am Telefon mitteilen wollte :-/ Dumm gelaufen.

Nun gut, ich hoffe, der Kuchen schmeckt und wir gewinnen!

Hier noch ein Bild vom Kuchen und Liebsten:

Liebe Grüße von eurer Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 18. Juni 2010 in Alltag

 

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Hoist the colours high!

Liebe Leser,

heute geht die Fußball- WM los. YEAH! So alle vier Jahre werden wir alle zu Fußballfans. Den einen geht es um den sportlichen Ehrgeiz, den anderen, inklusive mir, geht es um Geselligkeit und Zusammengehörigkeit. Und Nationalstolz. Schwarz, rot, gold überall. Ich genieße das sehr. Beim Eurovision Songcontest wurden wir als “freundliche Nachbarn” bezeichnet, was für ein Fortschritt! Und als guter Gastgeber der letzten Fußball- WM haben wir es durchaus verdient, mal Flagge zu bekennen. Also, ich bin STOLZ, Deutsche zu sein. Und ich denke, man darf das auch wieder sagen. Immerhin haben die Deutschen gute Charakterzüge und schon viel erreicht, sei es in Wissenschaft und Forschung oder in Hinblick auf Menschenrechte. Da könnten sich andere Nationen manchmal eine Scheibe abschneiden. Und alle anderen bekennen sich zu ihrer Nationalität. Das ist auch gut so!

Ich weiß noch, daß ich auf diversen England-Sprachreisen in den Neunzigern angeregt wurde, mich als Franzose oder Italiener auszugeben. Alles, bloß nicht deutsch. Ich denke, diese Zeiten sind vorbei.

In dem Sinne: “Hoist the colours high!” oder auch “Ich liebe Deutsch-e-land!”

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 11. Juni 2010 in Alltag

 

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Germany 12 points oder ein Traum wird wahr

Ist das nicht derbe? Wahnsinn? Verrückt? Alter Finne, ich glaubs nicht, nein nein nein oder jajajajajajaaaaaaaaa. Deutschland gewinnt. Im Eurovision Song Contest. Endlich. GEWONNEN. Lena, ich liebe dich. Deine Stimme, deine Art, dein Lied, daß du es geschafft hast. Wir sind Eurovison. Eine Vision wird wahr und ich bin im Freudentaumel, unfassbar. Wie viele Jahre warte ich auf diesen Moment? 15 sind es bestimmt, in denen ich nicht einen Contest verpasst habe, mit meiner eigenen Punkteliste hoffend und bangend und enttäuscht werdend vor dem Fernseher sitzend. Dieses Mal war alles anders. Schon zeitig war klar, daß ich dieses Event nicht live verfolgen konnte, da mein Papa seinen Geburtstag feiert. Nun gut, kein Drama, dafür habe ich mir beide Semifinals angesehen, somit kannte ich 96% aller Beiträge schon. Dank moderner Technik war der Receiver programmiert, der Plan war, mich abzuschotten und am Sonntag die Aufzeichnung anzusehen, ohne das Ergebnis zu kennen. Das wäre auch gut gegangen, wäre da nicht am späten Vormittag eine SMS aufs Gattenhandy gekommen. Nichtsahnend öffnend, klappte die Kinnlade runter und ein Ausruf machte es klar: “Ich wurde gespoilert!!!!” :-( Schade. Trotzdem hatte ich beim Ansehen der Aufzeichnung Gänsehaut und musste mir ein paar Tränchen verdrücken, als wir so deutlich gewannen. Germany 12 points. Crazy. Ihr seid doch verrückt.

 
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Geschrieben von - 30. Mai 2010 in Alltag

 

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