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Schlagwort-Archive: FSU Jena

Modernes Lernen oder minimaler Nutzen aus maximalen Möglichkeiten.

Liebe Leser,

da trottet man also mit lauter Musik auf den Ohren des Morgens in die Bibliothek der Uni, weil sich das für einen Studenten so geziehmt. (Und weil man Kenntnisse erlangen will, aber das nur am Rande ;-) )

In der Teilbibliothek der ThULB – Abteilung Chemie angekommen, erschlugen mich die n-1 Studenten, die alle nicht anstanden um die n+1 Computerarbeitsplätze zu sichern. Auch die am Fenster waren belegt. Von Staub.

Die wirklich liebe Bibliothekarin führte mich in die Grundlagen der Jenaer Nutzungsvorschriften der Bibliothek ein und zeigte mir Flucht- und Rettungswege (Ausgang und Toilette).

Als ich meinen Arbeitsplatz bezog, nutze ich zwei der zwei freien Plätze auf meiner Bank, denn ich nahm (korrekterweise) an, dass sich der Füllstand des Lesesaals nicht wesentlich vergrößern würde.

Nach 10 Minuten Wartezeit, die ich mit dem Bereitlegen der Seminaraufgaben und Sichtung der Inhaltsverzeichnisse der beiden Standardwerke der Anorganischen Chemie füllte, war der Computer betriebsbereit und dank Eselsbrücke konnte ich meinen kryptischen Universitäts-Rechenzentrumslogin eingeben und war online.

Erster Test: Twitter lief (*gnihihi*)

Zweiter Test: ICQ 2go war gesperrt. Schade. Aber naja, es blieb ja noch:

Dritter Test: Googlemail lief auch *freu*

Also stand einem erfolgreichen Lern- und Übungstag trotz Nichtabschottung vom gewohnten Umfeld nichts im Wege.

Zwei Stunden und drei beschriebene DIN A4 Karoblätter später hatte ich 25% der ersten Aufgabe falsch gelöst und war den Tränen nah.

Die Vielzahl an Scripten, Texten, Lehrbüchern, Formelsammlungen aus Literatur und Internet meinten es alle gut, aber verstanden habe ich trotzdem nichts. Im Gegenteil. Die vielen Möglichkeiten und immer mehr Informationen brachten nicht Licht ins Dunkel, sondern schlugen jeden Rettungsring aus der Hand.

Als ich dann resignierte und feststellte, dass die anderen beiden zu lösenden Seminaraufgaben keine Rechenaufgaben, sondern Definitonsabfragen, Faktenwissen und Gleichungen thematisierten, konnte ich wieder Luft holen. In zehn Minuten war alles sorgsam recherchiert und erfolgreich zu Papier gebracht.

Blieb wieder die Rechnung. Und eine Entscheidung. Hier muss Hilfe her. Ich startete einen Bettelaufruf bei Twitter und fünfzehn Minuten später stand ein Date im ICQ für heute abend mit einem Chemiestudenten, der mir bei der Berechnung der Ionenkonzentration und der Niederschlagsmenge meiner 200ml wasserverdünnten Lösung aus Silberchlorid und Magnesiumnitrat hilft. Irgendeinen Denkfehler habe ich drinnen, und den gilt es schnell zu finden und den Rechenweg zu ebnen.

Ich habe viel gelernt heute.

1.) Grundlegende Kenntnisse in Anorganischer Chemie wurden erlangt und gefestigt

2.) Berühmte und hochgelobte Lehrbücher sind nur so hilfreich wie der denkende Student, der über ihnen lehnt

3.) Nichts geht über einen persönlichen Ansprechpartner, den man gezielt befragen kann

4.) Moderne Technik und Netzwerke sind ideal, um Hilfe zu bekommen.

Und nun bin ich gespannt, ob T. auch an den ICQ Termin denkt und ich heute abend endlich meine Rechenaufgabe lösen kann.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 21. Oktober 2010 in Alltag

 

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Studienbeginn- #fail vs. #win?

Liebe Leser, meine treue Fangemeinde :-)

Mich gibt es noch.

Der Unistart war hart, schwer, unglaublich anstrengend und hat mir den Kopf wieder gerade gerückt. Ich dachte immer, ich weiss eine Menge. Nun stellt sich heraus, dass ich durchaus Defizite habe. Größere sogar. Zum Glück nur in meinem einen Hauptfach- Chemie.

Die Vorlesung ist prima, da komme ich auch gut mit. Das Seminar und das Praktikum allerdings- Holla die Waldfee. Ich habe eine Assistentin zugewiesen bekommen, die bestimmt gut für mich ist- aber im Moment gehe ich über Glasscherben. Ich war zum ersten Seminar unvorbereitet. Dachte, ich kann mich bei 160 Leuten dieses Mal hinten verstecken. Ups, Struktur umgestellt, wir waren nur acht. Verstecken? Ist nicht. Aber chemisches Rechnen? Auch nicht. #fail

Die Erziehungswissenschaften Montag nachmittag/abend waren allerdings ein #win. Das Seminar zu L2, was jetzt schon in meinen Stundenplan passt, obwohl es fürs 3. Semester empfohlen wird, ist große Klasse. Da aktive Mitarbeit erwartet wird, wurde ich zu einem der beiden Admins für die Webpräsenz/Diskussionsplattform des Seminars. #win

Der Dozent ist klasse, mitreissend, ein “echter” Lehrer aus Erfurt, ein didaktischer Könner und Naturwissenschaftler #epicwin

Die anschließende Vorlesung zum L1 Modul der Erziehungswissenschaften wurde in einem HS für 400 Studenten abgehalten. 700 waren da. #fail

Der Dozent verglich die Situation mit der Love Parade, leider nicht ganz zu unrecht, wenn ich an das Hinausströmen aus 3 engen Türen im Nachhinein denke. #fail

Im chemischen Praktikum dann- war ich auf das Antestat zur Zulassung vorbereitet. Habe Montag abend nach meinem bis-abends-Vorlesung-Tag noch bis Mitternacht gesessen und Formeln, Nachweise und Arbeitsschritte ausgearbeitet. So richtig mit Aufschreiben, bunt unterstreichen und Randnotizen. Mein Mann fand den Anblick von mir, ausgebreitet auf unserem 2x1m Tisch voller Papier, Buch, Laptop und Stiften toll. Hat er auch das Rauchen aus meinen Ohren gesehn? Eher nicht. #fail

Im Labor dann durften wir erst einmal Vorversuche durchführen. Die haben alle recht gut funktioniert. Bis auf das Magnesiumfällen, denn mit nur destilliertem Wasser statt konzentriertem Ammoniak konnte das Puffern ja nichts werden. #fail

ABER, mein Laborpartner F. ist klasse. #win – Der Zufall wills, er hat auch Informatik als 2. Hauptfach #win

Für das Antestat blieb gestern also keine Zeit, also habe ich noch eine ganze Woche mehr Zeit, mir das PSE einzuprägen (ja, Auswendiglernen ist gewünscht #fail), Strukturformeln wieder zu kennen (alles verlernt #fail) und überhaupt die ganzen Stoffzusammenhänge wieder in meinen Kopf zu bekommen.

Als ich nach Hause kam, hatten die Kinder schon Schlafanzüge an und Zähne geputzt #heul. Kurze Zeit später war ich heiss duschen und bin tot und leer im Kopf ins Bett gefallen. #fail

HEUTE dann wurde es besser.

Die Informatiker sind schon ein witziges Völkchen. Viel weniger, sehr speziell, aber auf jeden Fall eines: Freundlich und familiär. #epicwin

Ich habe mich in der Vorlesung gleich wohl  gefühlt, nicht so kalt und abgefertigt wie in der Chemie. Zumal die Lehrzeiten günstig liegen. Ich habe Mittwochs am Vormittag Schluss, so dass ich (wie jetzt) den Tag für die liegengebliebene Hauswirtschaft hier daheim nutzen kann, die Kinder nicht die letzten im Kindergarten sein müssen (so wie Mo und Di) und ich auch mal den Kopf wieder frei bekomme. Donnerstag gehts erst mittag los, da nutze ich die Vormittagsstunden, um in der Chemiebibliothek Wissenslücken zu füllen und die Seminaraufgaben vorzubereiten. Ich hoffe, die Kinder so gegen 4 holen zu können, spätestens wird es wieder halb5. Freitags habe ich erneut Selbststudium- entweder für die Informatikaufgaben oder wieder Chemie. Freitag um 14 Uhr endet die Woche. Also keine Mittagskinder mehr #fail

Nun gut, wichtig ist vor allem eines: Es geht los! Es ist toll! Auch, und vielleicht auch wegen der immensen Chemie-Herausforderung. Ich mag Herausforderungen. Also finde ich mal schnell einen Algorithmus, den ich dann irgendwann selbst programmieren werde – zur Umwandlung von #fail zu #win.

;-P Eure Ankelilli.

Freit

 
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Geschrieben von - 20. Oktober 2010 in Alltag

 

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Mein Stundenplan steht! Fast.

Liebe Leser,

der aufmerksame Verfolger meines Blogs wird es bemerkt haben: Ich bin wieder Student! Am Donnerstag und Freitag gibt es noch Einführungsveranstaltungen, aber ab Montag heisst es: Hörsäle suchen, Dozenten anlächeln, recherchieren, lernen, aufregen, mit Twitterfreunden (“tweeps”) Kaffee trinken gehen, lernen. Schreiben.

Im Moment sieht mein Stundenplan noch eher leer aus. Ich habe nur einen Tag um 8 Uhr schon eine Vorlesung (Modellierung und Programmierung), ansonsten geht es erst mittags los. Dummerweise habe ich montags und dienstags bis 18 Uhr Veranstaltungen. Der Kindergarten schließt 17 Uhr.

Wahrscheinlich werden wir uns so organisieren, dass mein Mann jetzt jeden Tag eine halbe Stunde eher anfängt zu arbeiten, um an diesen beiden Tagen 16 Uhr Feierabend machen zu können. Dann sollte er es schaffen, die Kinder rechtzeitig abholen zu können.

Schön ist, dass ich in diesem Semester freitags nur an drei Terminen ein Blockseminar habe. Das geht dann zwar von 14-20 Uhr, aber eben nur an drei Tagen. Hier wird mein Mann dann (halbe Tage) Urlaub nehmen, dann passt das. Im Gegenzug heisst das nämlich, dass ich die Kinder wie gewohnt freitags als Mittagskinder holen kann. Das habe ich mir so gewünscht! Toll, dass das geklappt hat.

Ihr seht, wir organisieren uns. Eine seltsame Überschneidung gibt es noch in Grundlagenvorlesungen in den Erziehungswissenschaften, aber da will mir ein Bekannter weiterhelfen, ob ich das falsch angemeldet habe, ich eines erst nächstes Jahr hören sollte oder ob das tatsächlich schlecht organisiert wurde. Die Mathematik- Vorlesung UND Übung wurde mir erlassen durch die Leipzig- Scheine (*jipiieehh*). Im Sommersemester muss ich dann allerdings ein Physik- Kolloquium absolvieren. Nun gut, darum kümmere ich mich, wenn es soweit ist.

Vielleicht, wenn die eine Überschneidung aufgelöst worden ist, melde ich mich zu weiteren Erziehungswissenschaftsseminaren an. Vielleicht kann ich ja doch ein wenig verkürzen und ich habe an den Vormittagen ja noch Zeit.

Ich freu mich!

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 12. Oktober 2010 in Alltag

 

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Erstie! Und gleich die erste Veranstaltung…

Liebe Leser,

nun ist es offiziell- ich bin Studentin der Uni Jena. Uff :-)

Zum Auftakt gab es heute eine Informationsveranstaltung zum Friedolin- Verwaltungssystem.

Im Prinzip habe ich das mit Anja kürzlich schon richtig gemacht *freu*. Ein paar nützliche Zusatzinformationen habe ich aber trotzdem mitnehmen können heute.

Zum einen, dass ich immer noch orientierungslos in Jena bin.

Zum zweiten, dass man die thoska- Karte in der Mensa auf dem Lesegerät liegen lassen muss, bis das Gerät einem sagt, dass man sie herunternehmen kann. Wenn man das zu zeitig tut, ist der aufgeladene Betrag gesperrt! :-O

Zum dritten, dass die großen Hörsäle von Jena und Leipzig sich ähneln.

Zum vierten, dass man ganz vorn auch hier immer einen guten Platz bekommt.

Zum fünften, dass ich nicht wie ein Erstie aussehe. Fragt mich doch so ein Püppchen: “Guten Tag, können Sie mir bitte sagen, wo ich den Hörsaal 2 finde? Dort findet jetzt eine Einführungsveranstaltung statt.” (Da war ich demoralisiert- ich bin doch genauso fremd und ahnungslos!)

Zum sechsten: Dass ich all denen heute etwas voraus habe, trotz der gleichen weit aufgesperrten Augen: Ich weiss, was mich erwartet.

Eure Ankelilli. Lehramtsstudentin.

 
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Geschrieben von - 1. Oktober 2010 in Alltag

 

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Modernes Studieren oder Irreführen leicht gemacht.

Hallo liebe Leser,

es ist manchmal wirklich verrückt.

Seit Stunden sitze sich (zu Beginn mit einer Freundin, jetzt alleine) über dem hochmodernen Verwaltungssystem der Uni Jena. Friedolin genannt. Eine Anspielung auf Herrn Schiller. Zum Glück musste der sich nicht mit diesem Irrsinn herumärgern.

Nachdem mein Mann und ich kürzlich einen Abend vor dem Portal verbracht haben und versuchten, alle für mich wichtigen Veranstaltungen zu finden und so etwas wie einen Stundenplan zu bauen, daran verzweifelten und am Ende nicht mal mehr einen Kommunikationswillen  hatten, fand meine Freundin heute morgen wenigstens eine Übersicht, die klipp und klar auflistet, was ich denn zu belegen habe. Das ist ja schonmal ein Anfang.

Das Verwaltungssystem gibt den Studenten die Möglichkeit, sich zu Vorlesungen, Übungen, Kolloquien usw. einzuschreiben. Ein Pluspunkt! Ohne Frage. Auch findet man, wenn man ein paar Stunden nichts anderes gemacht hat, auch begleitende Informationen wie zum Beispiel: Es sind 50 Plätze zu vergeben, beworben haben sich bisher 35 Studenten. Hey, ganz große klasse.

Jetzt kommt aber der Haken: Jede Fakultät hat eine andere Deklarierungs”norm”. Während die einen (Chemiker) sich – (leicht verständlich, wenn man eine Weile drüber gesessen hat) an die Module halten und sie 101, 102 usw für das erste Semester und 201, 202 etc. für das zweite Semester benennen, findet man in der Informatik Bezeichnungen wie FMI-IN0021 oder FMI-IN002. In nicht chronologischen Zahlenfolgen. Uff.

Meine (von mir selbst nicht geglaubte) Befürchtung, es gäbe im ersten Semester keinerlei erziehungswissenschaftlichen Veranstaltungen, wurde ebenfalls für unwahr beschrieben, es gibt natürlich erste Vorlesungen. Die nennen sich “Pädagogische und psychologische Grundlagen des Lernens” und “Grundlagen der Schulpädagogik”.

Andere Fächer, die ich (eigentlich) und (hoffentlich) belegen werde, heissen:

- Biographische Selbstreflexionen

- Organisation und Lernkultur einer neuen Unterrichtsform in der gymnasialen Oberstufe

- Pädagogische Handlungsfelder im schulischen Kontext

-Grundlagen der Modellierung und Programmierung

- Anorganische / Allgemeine Chemie – Praktikum  (hier wurde mir die Vorlesung /Klausur aus Leipzig anerkannt, YEAH!)

- Mathematik für Lehramt Chemie/ Informatik (hier wurde mir die Matheklausur auch anerkannt, das physikalische Kolloquium muss ich aber machen)

- Schulpädagogische Grundlagen des Lehrens und Lernens

Ja, so heissen die Veranstaltungen. Ich bin mal gespannt, was ich davon letztendlich belegen darf. Jede Übung/ Seminar besteht aus Gruppen, die zu unterschiedlichen Zeiten unterrichtet werden. Logisch. Nun kann (und sollte) man sich zu ALLEN Terminen anmelden, dafür darf man die einzelnen Gruppen mit Prioritäten versehen. Wenn ich also am liebsten Gruppe 1 Freitag früh haben möchte, bekommt sie die Priorität 1 und alle folgenden eben abweichende Werte.

So macht man das mit allen Modulen. Denke ich. Wurde mir empfohlen. Ist nicht unlogisch. Und in knapp 14 Tagen ist dann Bewerbungsschluss. Dann wird anhand der Prioritäten die Platzvergabe organisiert. Und es liegt in der Hand einer Maschine, ob ich viele oder wenige der Pflichtveranstaltungen hören darf. Wenn ich nämlich in sich überschneidende Termine gesetzt werde, muss ich mich entscheiden. Und dann im Zweifel im nächsten oder übernächsten Semester noch einmal versuchen, hineinzurutschen. Oder ich schreibe Bettelmails. Oder ich setze mich in Alternativgruppen und bestehe auf meinen Platz. Unschön. Gar nicht meine Art.

Wie mein Stundenplan dann aussehen wird, erfahre ich also dann Mitte Oktober. Und ich darf nicht vergessen, mich aus allen nicht passenden Gruppen wieder abzumelden. Denn wenn ich das nicht innerhalb eines 6 wöchigen Zeitraumes tue, MUSS ich die Prüfungen darin ablegen, egal ob ich teilgenommen habe oder nicht.

Ich sags ja. Mittlerweile braucht man vor allem starke Nerven und Baldrian, ehe man auch nur einen Fuß in einen Hörsaal gesetzt hat.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Eure Ankelilli. Verwirrt.

 
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Geschrieben von - 21. September 2010 in Alltag

 

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Briefinhalte

Liebe Leser,

Na? Auch so gespannt wie ich gestern?

Also, nachdem ich den dicken Brief vom SSZ Jena geöffnet hatte und mir ein “Herzlich Willkommen” entgegengeblitzt ist, war mir alles andere egal.

Hundertmillionen Tonnen Last fielen von meinen Schultern ab. Es war ein Welcome- Kit der Uni Jena, mit Prospekten, Flyern, Schnickschnack.

Im dünnen Brief vom Dezernat war die freundliche Aufforderung, binnen 10 Tagen doch bitte die 500,-€ zu bezahlen. Danach bekomme ich dann meinen Studentenausweis. Nun gut, dann mach ich das jetzt mal :-)

Alles wird gut.

Liebe Grüße von eurer Studentin unter Vorbehalt Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 10. September 2010 in Alltag

 

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Ich habe Post von der Uni.

2 Mal sogar. Und Angst, die Briefe aufzumachen. Ich warte lieber auf meinen Mann.
Euer bekennender Feigling.

 
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Geschrieben von - 9. September 2010 in Alltag

 

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Zukunftsmusik

Liebe Leser,

manchmal läuft es im Leben besser als erwartet. Heute zum Beispiel war so ein Tag.

Ich hatte um 11:20 Uhr einen Beratungstermin in der zentralen Beratungsstelle der Uni Jena. Wie stellt man sich einen solchen Berater vor? Dank Arge, Uni Leipzig, Uni Jena , Stadtverwaltung hier und da kennt man ja so einige Typusformen. Die gängigste? Weiblich, 50 Jahre alt, mürrisch, übergewichtig und unfreundlich. Den Fragenden im Regen stehen lassend und auf weitere Beratungsstellen verweisend.

Mit dieser Erwartung kam ich heute also an.

Was mich empfing war ein Mann in meinem Alter, kahlköpfig, gefühlte  3m groß, trainiert, mit Bhudda auf dem Tisch, Bonsai und weisem Spruch an der Wand. Eine Brille von Prada auf der Nase, wenig, dafür passender Fingerschmuck. Und vor allem: Freundlich und kompetent.

Er begriff nach wenigen Momenten, dass ich nicht der Durchschnittsfall bin und im lockeren Umgangston fanden wir schnell eine Lösung für mein Problem.

Ich brauche ja jetzt eine Beschäftigung, nun, da alle Kinder erfolgreich in der Kita eingewöhnt sind. Das Promovieren habe ich aufgegeben, aber ich will auch nicht im Discounter an der Kasse landen, für den Rest meines Lebens. Also was tun? Das was mir liegt. Mit Kindern arbeiten. Lehren. Lehrer werden. Welche Fächer? Welche Schule? Die fachliche Entscheidung war erstmal nicht schwierig. Biologie und Geographie, weil ich darin ja schon ein Diplom habe, als Nebenfach. Mit Note 1. Ist nunmal so :-) Doch welche Schule? In Jena kann man nur Regelschule oder Gymnasium machen, da entschied ich mich fürs Gym. Ja, ich möchte nichts ab- oder aufwerten, aber ich denke, am Gym fühle ich mich wohler.

Wenn man sich im August online informiert stellt man erstmal fest, dass diese beiden Fächer NC-geschützt sind. Mit 1,9 und 1,6 als Abinote. OK, ich habe 1,6 als Abinote. Kein Thema, selbst ohne Wartesemester, die ich durch die Kinder habe. ABER, und hier kommt der Haken: Annahmeschluss war der 15.07.2010. KABUMM. So ein Mist! Aber deswegen habe ich ja den Beratungstermin gemacht, um mal zu schauen, was sich nun regeln lässt.

Der Herr fand schnell ein Hintertürchen. Fächer wählen, die NC- frei sind, denn dann kann ich mich ganz normal ohne Beschränkung zum 15.09.2010 fürs Wintersemester immatrikulieren. Und nach einem Jahr dann eventuell einen Fächerwechsel beantragen, für den Fall, dass die beiden neuen Fächer doch so gar nicht gehen. Schnell überprüft, was könnte gehen? Griechisch? Neeee. Französisch? Neeeeeee. Aber Informatik! Yeah. Immerhin bin ich viel am Rechner und habe einen Informatiker zum Mann, da hat man durchaus schon in gewisse administrative und programmiertechnische Themen hineingeschaut. Was passt noch? Klar, Chemie. Das hatte ich schon 4 Semester lang. War nicht immer mein liebstes Fach, aber das lag auch viel an den Dozenten. Klasse, dann werde ich eben Informatik/ Chemie- Lehrer. Mit dieser Kombi sollte ich auch nicht auf endlos- Listen landen wie so viele Geisteswissenschaftler.

Die nächsten Schritte sind nun das Abklappern der Beratungen im Prüfungsamt, um über die Einstufung ins Studium zu reden. Wenn mir in der Chemie und Informatik schon Scheine aus Leipzig anerkannt werden könnten, könnte ich eventuell die 10 FS etwas verkürzen. Aber das ist im Moment eher Spekulation.

Wenn ich dann darüber bescheid weiß, muss ich mich um das Erstpraktikum kümmern, denn in Jena muss jeder Lehramtsstudent 320h Vorpraktikum vorweisen, um anfangen zu können. Was natürlich nur formell ist, denn man kann das Praktikum auch bis zum Praxissemester nach dem Grundstudium noch machen. Soviel Zeit bleibt mir nämlich gar nicht mehr bis Semesterbeginn. Habe auch schon ein paar Ideen im Kopf, wo ich anfragen werde, aber darüber berichte ich erst, wenn es soweit ist. ;-P

Finanziell wirds natürlich …fies. Studiengebühren + Semestergebühren sind 650,-€ im halben Jahr plus eigene Krankenversicherung, falls ich aus der Famiienversicherung raus muss. Uff. Mal schauen, da werde ich mir zum Studium und drei kleinen Kindern noch nen Job suchen müssen. Vielleicht kann ichs aber auch mit der textbroker.de Geschichte herausreissen, sind ja “nur” ca. 150€ im Monat. Das sollte zur Not auch auf diesem Weg gehen. Habe ja noch einen lieben Mann, der mir da Zeit freischaufelt :-*

Nun denn, das waren meine erfreulichen, euphorischen und gut gelaunten Neuigkeiten. Freut ihr euch auch mit mir?

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 24. August 2010 in Alltag

 

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