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Schlagwort-Archive: Jenaplan

Halbjahresabschluss an der Kaleidoskopschule Jena- mit Zeugnisgespräch.

Liebe Leserschaft,

es gibt mal wieder etwas zu berichten :)

Es ist Winter. Kalter Winter. Mir zu kalt. Aber so geht es vielen, deswegen möchte ich mich nicht darauf konzentrieren.

Mir geht es heute darum, ein bisschen zu erzählen, wie das erste halbe Jahr an der neuen Jenaplanschule zu Ende gegangen ist.

Wie im Jenaplan üblich, werden auch an unserer Schule Bewertungen nicht über Ziffernnoten, sondern über verbale Einschätzungen vergeben. Ja, für jedes Kind. Und ja, die machen sich die Mühe (solch ein Gespräch gab es heute auf Arbeit ^^). Und wir alle finden das gut.

So ein Zeugnisgespräch dauert etwa eine halbe Stunde und wird geführt von Lehrer(in) und Schüler(in). Natürlich sind die Eltern auch dabei, aber erst im späteren Gesprächsverlauf persönlich eingebunden.

Los ging es damit, dass Hannes und seine Lehrerin darüber sprachen, was ein Zeugnis ist und warum dieses Gespräch geführt wird.

Jenaplanschule ZeugnisDas Zeugnis selbst ist ein ganzer Hefter, in grün. Mit Deckblatt. Dieses zeigt ein Bild , welches Hannes von seinem Lieblingsort der Schule im Kunstunterricht gemalt hat. (Es ist die Kletterspinne im Schulhof). Das war der Aufhänger für ein paar Fragen an Hannes, wie er denn das Schulleben so empfindet, was gut ist und was nicht so toll.

Nun wurde es “ernst”, das Zeugnis wurde vorgelesen. Ja, vorgelesen. Es wurde nämlich in Briefform direkt an Hannes gerichtet. Es beinhaltete seine Entwicklung, das Einleben in die Klasse, seine Arbeitsweise, der Umgang mit Projekten, sein Wissen in Deutsch und Mathe.

Natürlich gab es die üblichen Versäumnisse, Unterschriften und Stempel. Ist ja ein Zeugnis :)

Nach dieser verbalen Einschätzung ging  es weiter mit je einem Blatt für die weiteren unterrichteten Fächer wie Sport, Kunst, Werken, Ethik und Musik.

Bewertungsbogen des Faches WerkenJedes einzelne wurde in einer tabellarischen Übersicht präsentiert, die die Unterrichtsinhalte darlegt und Facetten der Mitarbeit, des Verständnisses und Umsetzens von Aufgabenstellungen und der eigenen Lerneinschätzung.

Darunter fanden wir noch einen oder zwei Sätze, die besondere Auffälligkeiten (gute und/oder schlechte) darlegten.

Als Abschluss des Hefters war ein Blatt mit Fotos aller Kinder der Stammgruppe eingelegt.

Schön. Wunderbar. Mein persönliches Highlight war, wie stark der Fokus auf Selbsständigkeit und Selbsteinschätzung gelegt ist. Der Junge ist gerade mal ein halbes Jahr in der Schule und weiß trotz vieler Kaspereien und Neuerungen genau, was er wie kann. Dieses wird in der Jenaplanpädagogik im Allgemeinen gefördert, so dass die Zeugnisgespräche in den Oberstufen letztlich aus umgedrehter Perspektive stattfinden. Die Schüler reflektieren und bewerten sich, die Lehrer bestätigen und lenken.

Das Beste kommt zuletzt: Mitspracherecht. Wie genial ist es denn, dass ein Erstklässler sein Zeugnis mit der Frage ausgehändigt bekommt, ob er mit der besprochenen Einschätzung einverstanden ist?

Zufriedene Grüße,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 2. Februar 2012 in Schule

 

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Staubsaniert. Mit Schulneuigkeiten!

Liebe Leser *puuust*,

nun habe ich mich doch endlich mal aufgerafft, diesen wunderbaren Blog aus der Versenkung zu holen. Ein frischer Einband, neue Ideen, und Inhalt, auf den viele meiner Leser neugierig sind:

Wie läuft es denn nun in der frisch ausgegründeten Jenaplanschule?

Nun, es läuft großartig. Hannes hat sich gut in die Stammgruppe integriert, hat die Raufbolde schon alle gefunden und seine Position als erstes  Schulkind der Familie ordentlich verteidigt. Nun wackeln die Zähne der Jungs um die Wette. Floris Schulreife äußert sich auch im Gebiss schon. Im Kindergarten ist dieser nun gänzlich unterfordert, doch tut ihm die Rolle als “der Große” dort sehr gut. Selten sahen wir ihn so kindlich, ausgelassen, selbstbewusst. Offenbar war es wieder mal richtig, dem Instinkt zu folgen.

Förderung bekommt er nun zu Hause. Hannes wendet gelerntes an, Florian schaut es sich ab. Da werden Einkaufslisten und Zettelbotschaften geschrieben, Bilder gemalt und Rechenaufgaben gelöst. Letztere durch Spiele wie Numino oder Trio Domino"".

Aber auch wir Eltern können nicht meckern. Bis jetzt gab es in diesem Schuljahr:

1 Stammgruppenelternabend

1 themenbezogenen Elternabend zum Thema “Bewertungskultur an der Jenaplanschule”

1 Nachmittagstreffen zum Thema “Lesen lernen durch Schreiben”

2 Elterncafés

grob 10 Eltern AGs, in denen (je nach Kompetenz) an der Schule mitgearbeitet werden kann/soll

und ein Kennenlernwochenende mit Tagungsprogramm. Meinen Bericht dazu findet ihr auf der Schulwebseite, die jetzt (hoffentlich bald) ein neues Layout bekommt und deutlich mehr aktuellen Inhalt. Das könnt ihr gern lesen und euch mitfreuen, wie genial doch das ganze Konzept und die Umsetzung dazu sind.

So, das wars aus schulischer Sicht.

Grüße in den Abend,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 16. November 2011 in Schule

 

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Die “Ideen Initiative Zukunft” geht weiter. Ohne unsere Schule.

Liebe Leserschaft,

wir haben es nicht in die nächste Runde geschafft. Schade eigentlich. Ich möchte mich auf jeden Fall für all diejenigen Stimmen bedanken, die ich ermuntern konnte, für das Projekt zu stimmen.

250,00€ konnten allerdings trotzdem empfangen werden, als letzte Woche die Übergabe des Schecks in der dm- Filiale am Teichgraben stattfand. Ein wenig eng zwischen Weichspüler und Kosmetiktrends gequetscht, aber immerhin freundlich und mit unterstützdenden Worten konnten die beiden Elternvertreter ihren Anteil an der Torte von den Filialleitern in Empfang nehmen:

Ein Teil des Geldes wurde genutzt, um offene Rechnungen zu begleichen, erzählten sie mir. Der Rest- für den wird sich etwas finden lassen.

Selbstverständlich wünsche ich den Gewinnern dieser Fillialrunde der Ideen Initiative für die nächste Runde maximale Erfolge.

Ich finde es klasse, dass die Gemeinschaftsschule mit ihrem Gründingsprozess dabei war. Es war eine gute Plattform, für weitere Schüler (nicht nur der ersten Klasse, für acht- bis zehnjährige sind durchaus noch Plätze fürs kommende Schuljahr frei) zu werben und der Öffentlichkeit die gute Arbeit der Eltern und Pädagogen nahezubringen.

Nun, mal schauen was weiterhin so passiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 28. Februar 2011 in Schule

 

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Schwerwiegende Entscheidungen sind gefallen

LIebe Leser,

wir sind drin, wir sind drin, wir sind drin ja wir sind drin!

Jajajajajajaja!!!

Dreimal “Hüpf” im Kreis und tralala.

Ich trink jetzt nen Glühwein.

WIR SIND DRIN!

(in der Schule … für die Nicht-Stammleser unter euch)

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 7. Dezember 2010 in Schule

 

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Schnupperstunde in der neuen Gemeinschaftsschule Jena Lobeda

Liebe Leser,

gerade komme ich zurück von der “Schnupperstunde” an der neuen Gemeinschaftsschule. Wir hatten die Möglichkeit, zusammen mit unserem Vorschüler die Räume zu besichtigen, Materialien zu studieren und Fragen zu stellen.

Viel wichtiger war aber, seinen Standpunkt zur Schule äußern zu können.

Ich fand es großartig, dass Elternsprecherin und eine Schulbeirätin sich neben Beruf und Familie die Zeit genommen haben, alle (zahlreichen) Bewerber auf die 24 Erstklässlerplätze persönlich zu interviewen und somit die Möglichkeit zu bieten, sein Engagement zu reflektieren und seine Motivation darzulegen.

Das Ganze wurde über 2 Fragebögen gelöst und anschließend nochmal in einer Gesprächsrunde. Alle Eltern erschienen mir sehr gut vorbereitet und ebenso begeistert für die Jenaplan Pädagogik wie ich :-D

Während all dieser Zeit waren die Kinder im Hort betreut. Es wurde gesungen, gelesen und gespielt. Hannes hatte eine Glocke in seiner Lieblingsfarbe gemalt und mich noch lächelnd daneben :-)

Nun heisst es abwarten und Kaffee trinken. Bis zum 14.12. werden wir postalisch informiert, ob die Zusage erfolgt ist oder nicht.

Ich bin nervös.

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 1. Dezember 2010 in Alltag, Schule

 

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Tag der offenen Tür in der neuen Gemeinschaftsschule Jena Lobeda

Liebe Leserschaft,

Am 13.11.2010 war in der Wunschschule meiner Familie ein”Tag der offenen Tür”. Natürlich nutzten wir das Angebot, die Lernmaterialien, Pädagogen, Eltern, Kinder und die Lehrerin  “in echt” zu erleben.

Noch ist die Schule ja in Räumlichkeiten der Kastanienschule Lobeda-Ost untergebracht. Ich muss sagen, für eine “Übergangslösung” ist es wunderbar geworden. Die Klassenzimmer strahlen Ordnung, Struktur und Lernbegeisterung aus. Man sieht, wie bewusst “Lernräume” geschaffen werden, denn in einem Zimmer sind Leseecke (bunter Teppich), Computerarbeitsplatz, Tafel, Tische und Stühle untergebracht. So lassen sich je nach Bedarf verschiedene Möglichkeiten erschaffen, das Lernen abwechslungsreich und sinnorientiert zu gestalten.

Die Elternschaft der Schule hatte in einem der Klassenzimmer Stationen aufgebaut, an denen die interessierten Kinder Memory und Sinnesspiele erleben konnten, während man selbst auf Informationsjagd gehen konnte.

So stachen mir wieder die allseits präsenten, von den Kindern selbst aufgestellten Regeln des täglichen Umgangs auf.  Sie besagen: “In Unterricht flüstern wir.” Oder: “Im Kreis spricht nur einer.” Oder “Der Unterricht ist zum Lernen da.” Oder: “In den Klassenräumen gehen wir leise.”

Ich denke, hier wird ganz deutlich klar, dass auch schon junge Schulkinder in der Lage sind, mitbestimmen zu können. Wenn man sie von vorn herein an Entscheidungen teilhaben lässt, werden sie auch nur im Ausnahmefall Kuriosa erschaffen wollen. Auch deutlich wird, dass eine Reformschule nichts mit “Chaos” oder “Jeder macht, was er will” zu tun hat. Im Gegenteil. Durch selbst auferlegte Regeln halten sich alle Beteiligten viel strenger daran. In Gesprächen habe ich mitbekommen, dass einige Kinder diese Regeln auch strikt mit in die Familien übertragen haben. Klasse.

Die meiste Zeit verbrachten mein Mann und die Kinder auf dem Leseteppich, wo man nach Herzenslust Bücher anschauen oder Gesellschaftsspiele spielen kann. In der Zeit wagte ich einen Blick auf die ausgestellten Lernwerkzeuge. Spannend, so etwas aus Sicht einer Mutter und gleichzeitig aus Sicht eines Lehramtsstudenten zu machen. Immerhin haben wir “Lernwerkzeuge” im Allgemeinen kürzlich erst behandelt.

So fanden sich hier Rechenkästen, welche als Basis in Rechtecken Aufgaben stehen hatten, die gelöst werden sollten und die Lösung als transparentes Puzzleteil aufgelegt werden sollte. Wurden alle (40?) Aufgaben des Blattes richtig gelöst, war das Lösungspuzzle am Ende zur Selbstkontrolle ebenfalls korrekt zusammengesetzt.

Oder die Klammerkarten. Hier wurden Fragestellungen formuliert (mehr oder weniger komplex je nach Alters/Wissensstufe), und über farbige Klammern konnten die Ergebnisse der Fragen von den Kindern seitlich angeklemmt werden. Die Karten selbst steckten in Ständern auf dem Arbeitsplatz. Der Lehrer / Das Gegenüber sah auf der Rückseite schon, ob die Lösungen richtig oder falsch waren, da eine Codierung durch Farbtupfen angebracht war.

Solche Herangehensweisen an das “Lernen lernen” fand ich höchst interessant.

Am besten gefallen haben mir allerdings die Bilder, die von den Pädagogen in der Infoveranstaltung gezeigt worden waren. Hier wurden die 4 Säulen der Jenaplan- Plädagogik (Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier) anhand von Alltagsaufnahmen aus dem Schulalltag demonstriert. Einerseits der Kreis, der in allen möglichen Situationen gebildet wird, (Montagsfrage, Projektdemonstration, Besprechung im Sport) andererseits das Pausenspiel auf dem Grundstück, wo Bäume zum Klettern bereitstehen und ein Spielplatz eingerichtet ist. Aber auch das gemeinsame Essen mit den Lehrern, wo während dessen vorgelesen wird. Ein Schulausflug, wo man sah, dass die Altersdurchmischung genau den Effekt hat, den sie haben soll, nämlich, dass die “Drittklässler” den “Ersties” Sachverhalte auf ihrem Niveau erklären, somit selber das Wissen wiederholen und “ganz nebenbei” wichtige Sozialkompetenzen entwickeln.  Es gab auch Bilder aus verschiedenen Unterrichtsbereichen. Konzentrierte Einzelarbeiten, aber auch Lernen an Stationen oder die Ausarbeitung des wöchentlichen Projekts.

Alle Materialien standen zur Ansicht parat, so konnte ich mir auch einige Lerntagebücher ansehen, die die Kinder selber (am Anfang natürlich mit Hilfe) führen, um zu dokumentieren, an welchen Dingen sie wie und mit wem gearbeitet haben. Zum Ende der Woche müssen sie diese Arbeit, aber auch das soziale Miteinander, selbst reflektieren und sich einschätzen. Das macht die Lehrerin auch und über diese Ergebnisse wird ein Gespräch geführt. Auch schreibt die Lehrerin zu jeder Woche einen “Brief” in dieses Tagebuch, welcher motiviert, Probleme aufzeigt, aber vor allem Tipps gibt, wie der jeweilige Schüler an sich arbeiten kann.

Sehr spannend alles. Natürlich hoffe ich nun umso mehr, dass wir keine Ablehnung bekommen. Ich möchte nicht zu euphorisch sein, aber wenn das mit dieser Schule nicht klappen würde, wäre das…. grausam.

Na mal abwarten, Anfang Dezember sollten wir schon einen Zwischenstand erfahren.

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 17. November 2010 in Schule

 

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Erfolge!

Halli Hallo.

Was waren das für letzte Tage. Man könnte meinen, sie dauern 30 statt 24h.

Mit einem kranken Kind daheim versuchen zu lernen ist ein Unding, das habe ich gemerkt. Nun war aber mein Donnerstag genauso verlaufen. Ich habe ja extra auf die Teilnahme an der Informatik Übung und Vorlesung verzichtet, damit ich Anna am Freitag in den Kiga bringen kann, um mein Kolloquium ablegen zu können.

Es war sinnlos, zu versuchen zu lernen. Lediglich den Mittagsschlaf konnte ich nutzen, aber der war an diesem Tag just nach schon einer Stunde vorbei.

Die Abendstunden waren auch schon verplant. Immerhin war ein neues Treffen der interessierten Eltern der neuen Gemeinschaftsschule Jena Lobeda angesetzt und ich wollte unbedingt hin um zu schauen, wie das Schuljahr angelaufen war und den Füllstand der Anmeldungen abzufragen.

Gut, dass ich da war, ich habe viele interessante Details aus dem Schulalltag erfahren, ein Projektheft angeschaut und eine ganze Menge Fragen beantwortet bekommen. Und eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Die neue Stammgruppe ist hinsichtlich Ersties schon voll!

Nun galt es, schnellstmöglich meinen Aufnahmeantrag abzugeben und eine Begründung zu formulieren, die Erfolg versprechen sollte. Und in einer Jenaplan Schule kann man vor allem mit einem punkten: Engagement.

Doch erstmal musste ich das Kolloquium bestehen.

Donnerstag nacht paukte ich dann bis Mitternacht, stand um 3 Uhr morgens wieder auf und holte alles das nach, was ich am Tage nicht geschafft hatte. Gut vorbereitet konnte ich mich dann ab um 6 wie gewohnt um Frühstück, Haushalt und Kindergarten kümmern. Dank eines Chauffierdienstes war ich überpünktlich in der Stadt. Zum Glück, denn ich lief zunächst ins falsche Gebäude.

Im zweiten Anlauf fand ich den Konferenzraum auch und mit einer Viertelstunde Verspätung startete die Fragestunde.

Wäre ich nicht so fürchterlich nervös und von Selbstzweifeln gebeutelt gewesen, hätte ich richtig gut abschneiden können. So hat es “nur” zu einer 2,3 gereicht- Aber auch darauf bin ich mächtig stolz. Zumal die Prüferin meinte, ich hätte gute Ansätze, aber teilweise leider Wissenslücken (Anm. d. Red: Die waren der Aufregung geschuldet).

Uff. Nach diesem anstrengenden Vormittag warf ich mich mit der Hälfte meines Chemie-Lernzirkels an die Seminaraufgaben für Montag und anschließend mit der anderen Hälfte eben des Zirkels in die freitägliche Experimentalvorlesung, in der es wieder wunderbar knallte, stank und blubberte. Highlight waren der ergraute Professor, der ergraute Assistent und ein Student, die sich mit Heliumstimme einer Diskussion stellten. Die Chemiker (zumindest die praktischen) sind wirklich kleine Kinder. Voller Begeisterung stellten sie dann noch ihr Brennstoffzellenauto vor und erfreuten sich an den kleinen Kreisen, die es fuhr. Der Professor legte immer wieder Kreidestückchen in dessen Weg und erfreute sich köstlich daran.

Raus aus der Vorlesung, auf den Wochenmarkt. Schnell in die Bahn nach Hause, das frische Obst und Gemüse in die Küche gestellt. Kaffee gemacht und in den To-go Becher gefüllt. Immerhin war ich seit 3 Uhr auf.

Schlag 15 Uhr war ich im Kindergarten und 15:30 in der Jenaplanschule, die noch immer “nur” ein paar Zimmer in den Räumlichkeiten der Kastanienschule hat. Zum Glück waren noch Eltern da (die beiden vom abend davor auch), so dass ich mir trotz schon beendeten “Elterncafe’s” die Zimmer ansehen durfte. Meinen Antrag füllte ich aus, dann bekam ich sogar noch die Möglichkeit, den Pädagogen Löcher in den Bauch zu fragen. Das war wirklich aufschlussreich und bestätigte mich in der Begeisterung für diese Schule / das Konzept.

Nächsten Samstag (13.11.2010) wird es einen”Tag der offenen Tür” geben, wo ich auf jeden Fall hingehen möchte, denn da werden die interessierten Eltern einen Einblick in die Unterrichtsmaterialien bekommen können, mit allen Beteiligten sprechen können und überhaupt einmal so richtig auf Tuchfühlung gehen können. Ich freue mich schon drauf.

Der Freitag abend endete, wie zu erwarten, in einer absoluten Erschöpfung. Aber auch in einem Gefühld es Stolzes, so richtig was erreicht zu haben. Nun kann ich nur hoffen, dass mein Hannes auch angenommen wird…

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 6. November 2010 in Alltag

 

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FSME- Impfung – jipiieohey mein Arm tut weh.

Liebe Leser,

ja, das war nicht wirklich poetisch. Nicht so wild, oder?

Mein Arm tut aber wirklich weh. Vor einem Monat haben die Kinder und ich unsere erste FSME- Schutzimpfung bekommen, denn Jena ist, im Vergleich zu Leipzig, FSME Risikogebiet. Die Impfung ist wichtig und kostenlos, also bitte, impft euch und eure Kinder auch!

Gestern nachmittag haben wir uns also die zweite von drei Dosen abgeholt. Die Jungs haben (natürlich) gebrüllt wie am Spieß. Bei Hannes kam tatsächlich ein Winztropfen Blut aus der Einstichstelle, so verkrampft hatte er sich. Als Florian das gesehen hatte, dachte ich, der kippt mir jeden Moment um. Aber es ging alles gut. Annas Pflaster habe ich beim Umziehen gestern abend schon heimlich entfernt, denn jedes Mal, wenn sie das Ding sehen, geht’s ihnen wieder mies. Also weg damit.

Hatte ich schon erwähnt, dass mein Arm weh tut?

Mein Mann hatte gestern einen irren Arbeitstag und musste länger machen. Da mein Arm weh tut und ich ausserdem ziemlich verschnupft bin, war ich also nicht im Grünowski – Café zum Interessentenabend der neuen Gemeinschaftsschule in Lobeda. Aber ein Bekannter war anwesend und ich hoffe euch so, ein paar neue Informationen geben zu können, wenn ich von ihm das Feedback bekommen habe.

Nun denn, nachher backe ich für meine liebste Schwägerin einen Pflaumenkuchen nach Tim Mälzer, da freue ich mich schon sehr. Natürlich werden mir die Kinder helfen (hoffe ich). Die K. hat nämlich morgen Geburtstag und wir wollen hinfahren. Und ich hoffe das klappt. Wenn alles schief geht und mein Mann heute dienstlich nach Hamburg fahren muss, werden wir unsere Planung wohl noch einmal überdenken müssen. Aber sehen wir erstmal alles nicht so schwarz.

Jetzt tut erstmal mein Arm weh. :-(

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 3. September 2010 in Alltag

 

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Neuigkeiten zur “neuen Gemeinschaftsschule Jena Lobeda”

Welche übrigens immer noch einen adäquaten Namen sucht.

Gestern war ja, wie auf der offiziellen Homepage ersichtlich, der erste Donnerstag des Monats und somit Treffen aller Eltern, Förderer, Interessierter im Cafè “Grünowski” in Jena.
Da ich ja noch nie hier “aus” war, musste ich dieses erst suchen und war erst verwundert und später begeistert ob des wunderbaren “Außengeländes”. Es ist kein schnöder Biergarten, nein, es sind Tischgruppen im Garten, unter Bäumen, die mit Lampions beleuchtet werden. Außerdem befindet sich auf dem großzügigen Areal ein Kinderspielplatz und ein Zelt mit integrierter Bar. Die Volkssternwarte “Urania”, Schillers Gartenhäuschen und die Kulturarena im Hintergrund, wunderbar kann ich nur sagen.
Leider war da keine Ansammlung von Eltern, Pädagogen, Politikern oder sonstwem. Ich bestellte mir erstmal ein Wasser und hatte Glück, daß ein großer Herr, nennen wir ihn mal F., die Bedienung just in diesem Moment auch nach dieser Gruppe befragte. Ich heftete mich einfach mal an seine Fersen. Wir schwatzten schon eine Weile, da kam dann auch noch ein Herr dazu, nennen wir ihn mal W.
Dieser war tatsächlich Vertreter der Schule, sein Sohn ist Teil der aktuellen Stammgruppe. Wie schön. So konnte ich doch einige neue Informationen über den vor der Tür stehenden Schulstart sammeln.

So sind die Unterrichtszeiten der Kinder, wie bei Jenaplan üblich, in große Blöcke à 90min gegliedert, mit einer kurzen Pause dazwischen und einer ausgedehnten Mittagspause. Die groben Zeiten sind: Unterrichtsbeginn 8:15 Uhr, Ende ca. 14:30. Das mag für “Erstklässler” spät sein, aber das Pädagogikprinzip schließt ja Hausaufgaben aus, von daher bleibt der Nachmittag dann auch wirklich geistig frei von erneuter Lernerei. Wer mag, kann ja hier noch ein wenig über die Jenaplanpädagogik lesen.
Zum Schulessen gibt es jetzt eine Zusammenarbeit mit einem kleinen Jenaer Unternehmen, die auf frittierte Hühnerformfleischdinosaurier verzichten und dafür tatsächlich mit echtem Gemüse und Fleisch arbeiten. Es gibt 2 Wahlessen und die Möglichkeit, Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu umgehen.
Die erste Stammgruppe deckt den ganzen Bereich 1.-3. Klasse ab, wobei die Schwerpunkte auf den neu eingeschulten Kindern liegt. Sicher füllt sich diese Gruppe dann in den weiteren Schuljahren rasch auf. Es sind ein paar mehr Jungs als Mädchen, aber generell keine stark verschobene Statistik.
Der Frühhort wird im Moment ab 6:30 Uhr über die Stoyschule angeboten, es gibt einen Hortner und eine Hortnerin, die sich ganz wunderbar um die Kinder kümmern. Einen Späthort gibt es auch, nähere Info dazu gibt es immer aktuell auf der offiziellen Homepage.
Ich habe anbringen können, daß der Blasmusikverein “Carl Zeiss” Jena eine Zusammenarbeit gern sehen würde, daß es dort konkrete Ideen und Vorschläge gibt, die mit der neuen Schule möglicherweise gut zu vereinbaren wären. Dies stieß bei W. auf Interesse, jedoch sagte er mir, daß es diesbezüglich wohl schon Kontakt gibt, denn eine Mutti hätte ihr Kind auch in diesem Verein und wollte diesbezüglich Vermittlungsarbeit leisten. Das freut mich natürlich.
Leider ist außer W. keiner mehr da gewesen, den man hätte noch ausquetschen können. Es könnte daran liegen, daß am Samstag große Schuleinführung ist und fast alle Beteiligten an einem “Willkommes- Theaterauftritt” arbeiteten. Die Eltern spielen nämlich für die Kinder ein Stück von Janosch und der Tigerente. Ist das nicht toll? Das nenne ich mal einen schönen Start in die Schule.
Ich hatte auch noch ein Anliegen, und zwar fände ich es schön, wenn die “Frischlinge” die Möglichkeit hätten, sich in der Mittagspause oder im Hort hinzulegen und kurz abzumatten. Für viele ist die harte Konzentrationsarbeit am Vormittag sehr anstrengend und die Umstellung vom Kindergarten würde sicher vielen leichter fallen, wenn sie einfach mal die Augen zumachen könnten.
W. notierte sich dies und meinte, theoretisch wäre ein Platzangebot da, aber es wurde noch nicht über Matratzen/ Betten nachgedacht.
Das ist ja das Schöne an einer Schule, die aus einer Idee, von Eltern für Eltern, mit staatlicher Unterstützung und politischem Schaffensdrang, entsteht. Man kann so vieles anregen, Dinge in Frage stellen und aktiv an der Formung teilhaben. Wenn man eine Idee hat, und diese umgesetzt werden soll, wird man dann allerdings auch in die Pflicht genommen und muss an der Umsetzung maßgeblich mitarbeiten. Wer sein Kind um 7 Uhr zum Unterricht bringt und um 13 Uhr wieder holt und es damit belassen will, für den ist so eine Schulart sicher nichts. Dafür haben wir hier aber die Möglichkeit, zu wählen.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 6. August 2010 in Alles-Hinein

 

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Neue Gemeinschaftsschule Jena Lobeda

Liebe Leser,

heute gibt es von mir Informationen zu der neuen Schule , die zum kommenden Schuljahr (2010/11) starten soll. Hierzu waren zwei sehr sympathische Damen letzte Woche bei uns im Kindergarten, um uns zu beraten und zu informieren, was es denn damit auf sich hat und warum es überhaupt so kam. Ich berichte darüber, weil ich finde, daß umfassende Basisdaten für noch-nicht-in-der-Materie-Steher im Internet nicht so leicht zu finden sind.

Zuerst ein paar allgemeine Daten über die “Gemeinschaftsschule” als Solches. Im Unterschied zur Gesamtschule führt sie die Kinder schon ab der Grundschule gemeinsam durch die Schulzeit und bietet jede Form des Schulabschlusses. Natürlich ist der Eintritt in eine Gemeinschaftsschule auch nach dem Durchlauf einer klassischen Grundschule möglich. Die Kinder lernen ab der ersten Klasse im selben Verband bis inklusive der achten Klassenstufe. Dies hat den Vorteil, daß Freundschaften bis in die Pubertät hinein erhalten bleiben können und die Kinder nicht aufgrund von unterschiedlichen Abschlusszielen auseinandergerissen werden. In der neunten Klasse finden sich dann abschlussbezogene Lerngruppen zusammen, die dann gezielt auf den weiteren Bildungsweg vorbereitet werden.

Ein weiterer Unterschied zur Gesamtschule ist, daß das Abitur nach 12 Jahren angestrebt wird, nicht erst nach 13. Durch einen gymnasialorientierten Lehrplan gibt es einen Mehrbedarf an Personal, dieser wurde bereits beantragt und genehmigt.

Selbstverständlich ist auch ein verlässliches Angebot zur ganztäglichen Bildung und Betreuung. Die Schule soll kommunal gut vernetzt werden und eng mit dem Leben vor Ort verbunden sein, sei es über Ressourcennutzung oder durch kommunales Engagement.

Das Personal soll breitgefächert sein und sich aus Lehrern, Erziehern, Sonderpädagogen und Sozialpädagogen zusammensetzen, die natürlich umfassend qualifiziert sind und werden.

Die neue Gemeinschaftsschule in Jena Lobeda soll nun ganz konkret ein reformpädagogisches Konzept haben, welches sich stark an Jenaplan anlehnen soll. Die Grundzüge sind somit die individuelle Förderung jedes Kindes trotz des starken Gruppenverbandes, die Orientierung an den offiziellen, standartisierten,, abschlussbezogenen Lehrplänen (dadurch die staatliche Anerkennung der Schule durch den Kultus), eine flexible Schuleingangsphase und Doppelklassenstufen. Außerunterrlichtliche Angebote sollen integriert werden, die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen werden im Zweipädagogensystem betreut und die älteren Schüler bekommen Tutoren.

Grund für die Gründung der neuen Schule ist der weitere Bedarf an Schulplätzen. Dazu kommt, daß durch den Umzug der Rodatal- Grundschule und der Janisschule ins neue Gebäude ein Schulbau leer steht. Die Brehmschule wird zum Schuljahr 2011/12 aufgelöst.

Nun soll das alte, renovierungsbedürftige Schulgebäude also modernisiert werden. Hierzu arbeiten die Architekten mit den Schulplanern zusammen, um das Gebäude dem reformpädagogischen Konzept bestmöglich gerecht werden zu können.

Bis das Haus dann einzugsfertig ist, werden noch ungefähr zwei Jahre vergehen. Bis dahin wird  das “Pilotprojekt Thüringer Gemeinschaftsschule im Aufbau” ab Schuljahr 2011/12 im Gebäude der Kastanienschule in Lobeda Ost starten. Dort entsteht im Moment die erste Stammgruppe. Der aktuelle Stand ist, daß diese mit 18 Kindern noch nicht ganz voll ist und noch Last-Minute- Springer aufnehmen könnte.

So, und warum erzähle ich euch das alles? Weil ICH total begeistert bin. Als es hieß, wir ziehen nach Jena, keimte in mir die Hoffnung, ich könne meine Kinder in die Jenaplanschule schicken. Nur leider ist dieses Projekt für Normalsterbliche eigentlich unmöglich, da das Schulkonzept natürlich nicht unbegrenzte Schülerzahlen aufnehmen kann und viele erkannt haben, daß Jenaplan ein ganz vortreffliches Konzept ist, welches Kindern optimale Entfaltungsmöglichkeiten bietet bei einer trotzdem stattfindenden enormen Leistungsforderung. UND ALLE DREI STEHEN NUN AUF DER LISTE! Da ja heutzutage nichts geht, wenn man nicht rechtzeitig genug auf irgendeiner Liste steht, freue ich mich (sorry wegen des Ausdrucks) WIE BLÖD, daß ich es geschafft habe, die Kinder (unverbindlich, aber dennoch) auf einer Jenaplanschule unterzubringen. Vielleicht ist es nur die Hand an der Klinke, vielleicht aber auch schon ein Fuß in der Tür, wer weiß. Ich freue mich jedenfalls unbeschreiblich und werde das Ganze noch weiterhin beobachten und am Ball bleiben.

Wenn ihr euch weiter darüber informieren wollt, dann lest  auf der HP der Jenaplanschule weiter oder auf der Wikipedia Seite über das pädagogische Konzept.

Hier noch ein paar weiterführende Links: Jenapolis über die neue Gemeinschaftsschule und natürlich die eigene HP der neuen Schule.

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Geschrieben von - 21. Juni 2010 in Alltag

 

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