Liebe Leser,
Piratengeschichten sind im Trend. Überall gibt es jetzt Degenklirren, Säbelrasseln und wildes Geschrei.
Aber es geht auch anders. Hiermit: Rita das Raubschaf und der Ruf der Karibikwölfe
Rita ist ein Raubschaf. Befreudnet ist es mit einem Raubmeerschwein. Ruth heisst es. Niedlich ist es. Mit strubbeligem Haar und Knutschgesicht. Dabei hat es die gruseligste Stimme, die jeden Feind in die Flucht schlägt.
Ihr seht, es geht auch anders.
Dieses Buch ist ein Buch für Kinder, die es lieben, spannende Abenteuer (selbst) zu lesen. In gut absgeschlossenen Kapiteln mit nicht zu vielen Illustrationen werden die beiden Piratenmädels in die perfekte Karibikidylle entführt, in der es schnell fad wird. Auch Kater Shaggy mit der Klampfe hilft da zuerst nicht. Als das Team allerdings aus einem Knautschball- liebenden Wölfling einen waschechten Wolf machen sollen, beginnt das Ganze, abenteuerlich zu werden. Immer von passenden Akkorden begleitet, gilt es, wild zu sein und die Perfektion des karibischen Horizonts zu beobachten. Sandburgen bauen, Kuscheltiere finden und Riesenschlangen bezwingen inklusive.
Martin Klein hat es meiner Meinung nach geschafft, eine wirklich neue Abenteuergeschichte zu schreiben. Eine Piratengeschichte ohne klassische Piraten. Eine Geschichte, für die sich sicher auch Mädchen begeistern. Ich finde sie großartig. Die Struktur die Abbildungen und der Sprachstil sind ausgewogen und für Grundschüler gut zu verstehen.
Als Vorlesebuch für kleine Kinder würde ich es nicht empfehlen, denn es sind viele Begriffe und Wortwitze enthalten, die nicht von Vorschülern zu umfassen sind. Mit einem breiterem Wissen allerdings sind viele Szenen urkomisch und leicht vorstellbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder, die das Lesen erlernt haben, von den klaren Kapiteln und den symapthischen Charakteren mitgerissen werden und so den Spaß am Lesen ganz einfach erlernen.
Vielen Dank an Stefanie Leo von www.buecherkinder.de für die Zusendung dieses Buches. Wahrscheinlich hätte ich es ansonsten nie kennengelernt, was schade gewesen wäre.
Begeisterte Grüße, eure Ankelilli.













