RSS

Schlagwort-Archive: Kindergeschichte

Eine wunderbare Kindergeschichte über das “Anders sein”

Liebe Leser,
eigentlich glaubte ich, mittlerweile alle Geschichten von Wladimir Sutejew zu kennen. Jetzt las ich aber im Kindergarten eine Geschichte vor, die ich in einem Buch unseres Bestandes entdeckte – und sie war zumindest illustriert von Sutejew. Sie heisst:

“Der neugierige kleine Löwe” und stammt aus der Feder Michail Pljatzkowskis im Buch Dicke Freunde.

Inhaltlich geht es schlicht um Sichtweisen. Der kleine Löwe wird von allen als “dumm” angesehen, weil er viele Fragen stellt. Diese offensichtliche Unverhältnismäßigkeit wird unterstützt dadurch, dass er sich auf einem Spaziergang allen Tieren vorstellen möchte und angemault wird, dass er diese nicht “duzen” soll. Also spricht er den Jaguar, wie gewünscht, mit “Sie” an. Als Sieguar. Und das gehörnte Yak als Sieyak. Und die grüne Eidechse als Siedechse. Natürlich bezeichnen ihn die Tiere deswegen als “Dummchen”.

Sehr traurig und voller Unverständnis trottet der Löwe nach Hause. Dabei stellt er sich die Frage, ob es an ihm liegt, dass er sich nicht bekanntmachen kann oder an den anderen, dass sie ihn nicht verstehen. Er wöllte seine Mama fragen, die ja “alles weiß”. Da schließt sich der Kreis wieder zum Anfang, als er von der strengen Mutter immer gescholten wurde, weil er zu viele Fragen stellte.

Ich finde die Geschichte klasse, und auch die Kinder im Kindergarten hörten sehr fasziniert zu. Ja, welche Sichtweise hat man nun selbst? Ist ein Kind dumm, weil es Fragen stellt? Ist ein Kind ein Dummchen, weil es für ihn unverständliche Anweisungen falsch umsetzt und es ihm keiner erklärt? Ist ein anderes Kind “falsch”? Oder haben nur die meisten Menschen eine eingeschränkte Sichtweise auf “richtig” und “falsch”?

Ganz schön viele Diskussionsansätze in so einer kleinen Kindergeschichte. Toll. Unbedingt lesen!

Eure Ankelilli.

Flattr this

 
2 Comments

Geschrieben von - 13. April 2011 in Alltag, Kindergeschichte, Rezension

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Rezension: “Die große Pechsträhne” – Eine Abenteuergeschichte von Walko

Liebe Leser,

heute habe ich mal wieder eine Rezension für euch, und zwar aus der “Holunderbär” Reihe von Walko, erschienen bei der arsEdition.

Das neueste Werk heisst “Die große Pechsträhne” und hat die ISBN 978-3-7607-6409-2, es kostet 6,95€

Illustrator und Autor Walko hat mit dem Holunderbären und seinem Gefährten, de Hasen “Ritter Freund” eine Kinderbuchreihe erschaffen, die sehr ausgewogen hinsichtlich Thema der Geschichten, Handlungsstrang und Bebilderung ist.

In Band sechs der Abenteuerreise begleitet man den Holunderbären bei der Suche nach seinem Strohhut- der wurde ihm nämlich vom Kopf geweht. Nun ist es nicht nur ein einfacher Strohhut, sondern ein Glücksbringer, denn ein vierblättriges Kleeblatt ist unter dem Band versteckt. Ohne seinen Glückshut widerfahren den Freunden die kuriosesten Gefahren. Sie finden zwar einen anderen Hut, aber der mag so gar kein Ersatz sein. Wen die beiden am Ende treffen und wie sich alles auflöst, das lest ihr am Besten selber nach!

Ich war schon ganz gespannt auf das neue Holunderbärenbuch, was mir die arsEdition freundlicherweise zur Rezension überlassen hat. Ein Dankeschön schon einmal an dieser Stelle dafür.

Die Kinder freuten sich auch schon und lagen gespannt und neugierig an meiner Seite, als ich es vorlas. Das Thema “Glück” im Zusammenhang mit Glücksbringern und Aberglauben als Thema für eine Kindergeschichte scheint gewagt. Viel Erklärungsbedarf schwebt da im Raum, glaubte ich. Aber das Buch ist gelungen. Durch Wiederholungen und passende Dialoge werden die Gefühlslagen der Freunde wirklich nahgebracht und somit für Kinder begreifbar. Ritter Freund nimmt hierbei die Position des Skeptikers ein, für ihn ist die ganze “Glückshut” Geschichte nur albern. Trotzdem nimmt er seinen Bärenkumpel und dessen Trauer ernst und hilft ihm bei der Suche. Am Ende stellt sich allerdings heraus, dass auch der kleine Hase ein klein wenig abergläubisch ist, das macht die ganze Geschichte wunderbar glaubhaft und “menschlich”.

Walkos Bilder sind in der “großen Pechsträhne” herbstlich gehalten, auch der Wind am Anfang des Buches gibt ein herbstliches Gefühl.

Ich empfehle es deswegen auch unbedingt zum Lesen an einem kalten Herbsttag, wenn der Wind pfeift und man es sich mit den Kindern auf dem Sofa mit einer warmen Honigmilch so richtig gemütlich machen kann. (Und natürlich zu jeder anderen passenden Vorlesegelegenheit :-) )

Eure Ankelilli (ihres Zeichens Holunderbärfan)

 
1 Comment

Geschrieben von - 31. August 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Vorlesezeit – drei neue Rezensionen für euch!

Liebe (wachsende) Leserschaft,

Heute war wieder Vorlesezeit im Kindergarten. Diese hat sich mittlerweile sehr gut etabliert und eine “Stammgruppe” von 10-15 Zuhörern findet sich immer. Mein rituelles Anfüttern mit Keksen wäre gar nicht mehr nötig, aber ich behalte es bei. So bin ich den Kindern immer gleich sympathisch, auch wenn sie mich gar nicht kennen. Durch mein Projekt “mein Lieblingsbuch” konnte ich in den letzten Wochen selten ein selbst ausgewähltes Buch vorlesen. Das war einerseits gut, weil das Interesse an Büchern so viel mehr gefördert wird. Andererseits waren die Titel nicht immer optimal für diese Leserunde geeignet.

Heute hatte ich allerdings wieder drei Bücher mit, die ich selbst ausgesucht habe. Zwei davon kamen aus der Bibliothek, eines ist unser Eigentum. Damit ging es auch los, auf Wunsch von Florian:

Thomas und seine Freunde Geschichtenbuch 23: Thomas und der Doppeldeckerbus: Thomas und der Doppeldeckerbus. Auf Grundlagen der Eisenbahngeschichten von Reverend W. Awdry: BD 23
- ISBN 978-3833218163

Es geht um einen Mangel an Transportmöglichkeiten auf der Insel Sodor, da Thomas und Emily in die Reparatur müssen. Der alte Griesgram Bulgy wird zurück in den Dienst befohlen und sein Übermut wird erneut, wie früher schon einmal, bestraft. Zum Glück sind Thomas und Emily schnell wieder fit, so daß sie die Passagiere sicher und komfortabel transportieren können.

Die Geschichte hat mit ca. 15 Minuten eine optimale Vorleselänge für eine größere Kinderrunde. Es passieren kuriose Begebenheiten, die Kinder sehr zum Lachen bringen. Trotz der Nicht-Eignung des Busses für den Personenverkehr findet sich am Ende eine tolle neue Aufgabe für den alten “Herren”. Ich lese diese Episode sehr gern vor, da auf wenigen Seiten viel passiert. Die großen Illustrationen unterstreichen die Handlung sehr gut. Die meisten Dialoge eignen sich zum (über) betonten Lesen, Aufschreien, Verwunderung, Freude und Jubel  begleiten die Leser durch die ganze Geschichte.

Als nächstes kam folgendes Buch an die Reihe, ausgeliehen aufgrund der guten Erfahrung mit “Die Schnecke und der Buckelwal”:

“Flunkerfisch”

- ISBN 978-3407793638. Es empfiehlt sich, die Ausgabe im großen Format zu kaufen (28,2 x 25,4 x 1 cm), da in der kleineren die Wirkung der Bilder im Verhältnis zum Text  etwas verloren geht. Der höhere Preis der großen Auflage lohnt sich hier wirklich.

Inhaltlich begleitet man den “Flunkerfisch”  in seinem Alltag. So lernt man ihn als Teil einer Schulklasse kennen. Sein Aussehen ist eher schlicht, grau geschuppt. Aber er flunkert eben gern. So lässt er sich die tollsten Ausreden einfallen, weil er immer zu spät kommt. Das ist der zentrale Handlungsstrang. Als er eines Tages gefangen wird und nicht mehr weiß, wo er ist, folgt er seinen eigenen Legenden, bis er wieder zu Hause ist.

Ich liebe dieses Buch. Genau wie die “Schnecke und der Buckelwal” ist man sogleich gefesselt und mit Leib und Seele in der Geschichte drin. Die Schreibweise ist wieder perfekt zum Vorlesen, Wiederholungen sind häufig und an zentralen Stellen. Schon während des Vorlesens der unbekannten Geschichte konnten die Kinder im Chor manche Sätze vervollständigen. Dadurch hingen sie an meinen Lippen. Die Schrift ist groß und ich konnte es sehr gut vortragen, obwohl ich das Buch seitlich hochgehalten habe, damit alle Kinder hineinsehen konnten.  Ich kann nur sagen: KAUFEN. Unbedingt. Das Buch ist hinreißend.

Als letztes las ich das umfangreichste Buch, welches ich mitgenommen hatte. Die Zuhörerschaft war geschrumpft, unter anderem musste ich meinen eigenen großen Sohn der Decke verweisen, weil er sich derart hat ablenken lassen, daß er zu sehr gestört hat. Das war (für mich) sehr schade, der ganzen Vorlesezeit allerdings tat es gut.

Ich las: Walko: “Der Schatz auf der Holunderinsel: Hase und Holunderbär”
- ISBN 978-3760736310.

Dieses dauert gut und gern 20-25min zum Vorlesen, wenn man betont liest und die Illustrationen mit einbezieht. Das sollte man bei Büchern der ArsEdition immer tun, denn sie sind so zauberhaft, daß man mitunter länger Einzelheiten betrachtet, als man eine Seite liest. Inhaltlich gehen der Hase (“Ritter Freund” ) und der Bär (“Holunderbär”) auf ein Abenteuer, denn am Fuße eines Regenbogens ist ja immer ein Schatz versteckt. Und der Regenbogen, den sie erblicken, entspringt genau dem Fuße des Bananenfelsens auf der Holunderinsel. Tapfer und voller Tatendrang gehen sie also auf Schatzsuche. Nach vergeblichen Suchens und ausgiebigen Schlafens stellen sie fest, daß sie leider auf der Insel gefangen sind, denn ihr Boot ist weg. Nun beginnt ein viel größeres Abenteuer, an dessen Ende doch noch ein gewaltiger Schatz zu entdecken ist.

Die Bücher der “Holunderbär” Reihe wurden uns von unserer Bibliothekarin empfohlen. Mit gutem Grund. Nicht nur die typische ArsEdition Umsetzung ist herrlich für Kinder im Kindergartenalter, auch die Geschichten sind frei von Gewalt, häßlichen Worten oder Inspiration für Dummheiten. Stattdessen sind sie voll von Wortspielen, Moral, Freundschaft und Zusammenhalt. So macht das Vorlesen Spaß! Was sich als praktisch erwiesen hat, ist, die Kinder aktiv mit einzubeziehen. Da ließ ich sie jubeln, seufzen, graben und schlafen. So blieben sie aufmerksam und wurden nicht durch zu langes Stillsitzen hibbelig. Schade, daß ich nur ein Buch der Holunderbärreihe bekommen habe, denn diese eignen sich ideal zum ausgiebigen Vorlesen.

Mein Fazit zu dieser Woche: Es war einfach nur SCHÖN! Am Ende frage ich immer, warum sie welches Buch am besten fanden. 70% der Kinder mochten den Holunderbären am liebsten, weil das Ende so schön (schnulzig und moralisch) war. 20% mochten den Flunkerfisch am meisten, weil die Bilder so bezaubernd sind. Und 10% favorisierten Thomas, weil es eben Thomas ist und weil sie so viel Lachen mussten. Ich habe es diesen beiden Brüdern auch bis zum Montag ausgeborgt. Immerhin sind Bücher zum Lesen da und nicht fürs Regal.

Danke fürs Lesen! Machts gut! Eure Ankelilli.

 
3 Comments

Geschrieben von - 5. Juli 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Vorlesezeit unter dem Banner Käpt’n Sharkys

Liebe Leserschaft,

gestern war die vierte Vorlesezeit im Kindergarten und die erste unter dem Motto: “Mein Lieblingsbuch”.

Zwei Brüder waren auserkoren, ihren Favoriten mitzubringen und demzufolge lagen 4 Bücher des kleinen Piraten “Käpt’n Sharky bereit. Um ehrlich zu sein, war ich höchst skeptisch. Käpt’n Sharky lief bisher bei mir unter der Kategorie “Spongebob-phänomen”- sprich irgendwelcher Unsinn, der keinerlei intellektuellen Nährwert hat, wird über Merchandise und Kinderaccessoires bis zum Ärgsten ausgeschlachtet, so daß keiner mehr hinterfragt, worin der Reiz des umworbenen liegt. So dachte ich auch hierbei. Glücklicherweise bin ich ja immer bereit, meine Gedankenschubladen neu zu beschriften und so begann ich zu lesen.

1. “Käpt’n Sharky und das Geheimnis der Schatzinsel” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

ISBN 978-3815743485

Im ersten Teil der Abenteuerreihe lernt man Michi kennen. Michi ist ein Junge wie es jeder sein kann- interessiert, mutig, freundlich, vielleicht etwas wild. Ihm begegnet Käpt’n Sharky, als er gelangweilt auf einem Boot herumliegt. Der Pirat will ihn fesseln, nimmt dazu seinen Gürtel, woraufhin aber seine Hose rutscht und sich Michi freiwillig in die Gefangenschaft begibt. Sharkys Crew besteht aus einer Ratte (Matrose) und einem Papagei, welcher nicht spricht.

Sharky erbeutet auf Michis Schiff Schokolade und alle langen kräftig zu. Männlich, wild und piratenstark spült Sharky das Ganze dann mit einem Becher Wasser (“Gluglu”) hinunter, den er mit einem Zug leert und anschließend auf den Tisch knallen lässt.

Als Michi ihm dann hilft, eine Schatzinsel zu finden, stellt sich heraus, daß dieser unter einem Nest von Schildkröteneiern liegt. Diese dürfen natürlich nicht gestört werden, also wird die Schatzhebung verschoben. Heimlich steckt Michi aber ein Ei ein und so schlüpft kurze Zeit später Isi- die kleine immer schlafende Schildkröte – aus dem Ei und wird neues Besatzungsmitglied.

Ich finde, diese Geschichte hat ganz hervorragende Feinheiten- der höfliche Pirat, der trotzdem total cool ist, der behutsame Umgang mit den Eiern, aber auf der anderen Seite wird eines mitgenommen- all diese Dinge lassen sich wunderbar auf den Alltag anwenden und sorgen dafür, daß  die Kinder wichtige Eigenschaften erlernen können. Und dadurch, daß der Mittelpunkt der Geschichte trotz alledem ein wilder Pirat ist, nehmen sie sich die Moral auch an. Manchmal wird man ja von “Gutherzigkeit” erdrückt, und das merken Kinder schnell. Das spricht sie dann nämlich nicht mehr an.
Käpt’n Sharky und das Geheimnis der Schatzinsel bei amazon kaufen

2. “Käpt’n Sharky und das Seeungeheuer” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

ISBN  978-3815772836

Nachdem Michi, Käpt’n Sharky und die Mannschaft schon im ersten Band vorgestellt worden waren, geht es im zweiten Abenteuer gleich zur Sache- Der fiese Bill wird eingeführt, der in einer Spelunke von einem gräßlichen Meeresungeheuer erzählt. Michi ist besorgt, aber Sharky segelt mutig drauflos. Natürlich fängt es kurze Zeit später an, unter ihrem Schiff zu brodeln. Michi fällt ins Wasser und ein rot glitzerndes Ungeheuer erhebt sich daraus. Aber wer sagt denn, daß Ungeheuer immer schrecklich sein müssen? Und einen hinterhältigen Fiesling gilt es immerhin auch noch zu bekämpfen.

Hier geht richtig die Post ab. Die bösen Piraten werden eingeführt, der Mut von Sharky bewiesen und neue Freunde gefunden. Besonders schön finde ich den Inneneinband des Buches. Hier ist ein Spielbrett gemalt, auf welchem das Sharkyschiff und das des bösen Piraten Bill als Spielfiguren stehen. Schon hier kann man an den stilisierten Gesichtern erkennen, wer gut und böse ist und auch schon grob, worum es in dem Buch geht.
Käpt’n Sharky und das Seeungeheuer bei amazon kaufen

3. “Käpt’n Sharky und die Gefängnisinsel” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

Michi wird gefangengenommen! Bill und seine böse Gefolgschaft wollen Käpt’n Sharky um ihr nicht vorhandenes Geld bringen und verschleppen den Jungen. Allerdings wird das Piratenschiff von der Fregatte der Rotröcke geentert und alle auf die Gefängnisinsel verschleppt, wo der Admiral alle Piraten gefangen hält. Eine aufregende Rettungsaktion beginnt.

Hier finden sich im Inneneinband wieder das Spielbrett und die neu eingeführten Rotröcke in Positionen gegeneinander. Die Rettung ist wirklich schön beschrieben, auch das Verhältnis zur eigentlich fiesen Mannschaft von Pirat Bill. Irgendwie sind alles arme Schlucker, die doch nur geliebt werden wollen.
Käpt`n Sharky und die Gefängnisinsel bei amazon kaufen

4. “Käpt’n Sharky – Abenteuer in der Felsenhöhle” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

ISBN 978-3815796726

Hier gibt es jede Menge Action. Zu Beginn wird Sharky von der Fregatte des Admirals überfallen und entert trotzdem mutig das übermächtige Schiff, um das Steuerrad zu zerstören (Ein wenig Logik wäre hier vonnöten gewesen, die Kinder fanden es trotzdem toll). Dies gelingt und zu guter Letzt retten sie sogar einen kleinen asiatischen Jungen, der jetzt natürlich seinen Papa sucht. Wozu hat man nicht ein befreundetes Seeungeheuer? Dieses macht sich auf die Suche, während Michi, Sharky und Co in einer Felsenhöhle Schutz vor dem erneuten Angreifen des Admirals suchen.

Meine Meinung hierzu ist recht gut. Die Charakteristika der Sharky Abenteuer ist beibehalten und wirken nach wie vor nicht abgedroschen. Leider gibt es in diesem Abenteuer wirklich Fehler, die selbst Kindern auffallen. Das hätte man anders lösen können. Dennoch funktioniert die Geschichte und begeistert die Leserschaft. Eine chinesische Dschunke wird eingeführt und man lernt etwas über Asien und ihr Verhältsnis zu Drachen.
Käpt´n Sharky – Abenteuer in der Felsenhöhle bei amazon kaufen

Ich gebe zu, Käpt’n Sharky hat wirklich Sinn und Tiefgang. Inwieweit man sich dem gigantischen Werbemarkt deswegen hingeben muss, sei dahingestellt. Die Bücher jedenfalls sind einwandfrei empfehlenswert.

Eure Ankelilli.

 
Leave a comment

Geschrieben von - 8. Juni 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Rezension: Anne Pätzke: “Kulla und der Schneemann”

Das Buch hat die ISBN 978-3867194372 und eine Altersempfehlung von 4-5 Jahren.

Wieder steht das kleine Häschen “Kulla” im Mittelpunkt der Erzählung. Im Winter wird es vom fallenden Schnee beglückt und baut mit seinen Feenfreunden einen Schneemann- mit Hasenohren. Sie schließt ihren neuen kalten Freund schnell ins Herz. Als dieser von einem kleinen Sternschnuppenwunsch getroffen wird, erwacht er-  ein wenig zu neugierig, zum Leben.

Als ich dieses Buch kürzlich in unserer Bücherei erspähte, landete es sofort in meinem Korb, da ich schon von “Kulla und die Wunschblume” so begeistert war. Es ist zwar nicht wirklich die Zeit für Wintergeschichten, aber Anne Pätzke versteht es, die Kälte des Winters in eine Wärme zu verpacken, die nur eine schöne Geschichte erzeugen kann. Kulla durchlebt verschiedene Emotionen, die auch Kinder im Alltag schon sehr schnell nachvollziehen können. Am Ende steht eine Botschaft, wie sie Eltern gern vermitteln: Es kommt nicht auf die Größe eines Freundes an, auch auf kleine Dinge kann man stolz sein. Und Wunder gibt es sowieso überall, man muß nur genau hinsehen.

Mein Fazit: Auch dieses Buch sollte in keinem Kinderbuchregal fehlen.

“Kulla und der Schneemann” bei amazon kaufen.

 
1 Comment

Geschrieben von - 4. Juni 2010 in Rezension

 

Schlagwörter: , , , ,

Rezension: Anne Pätzke: “Kulla und die Wunschblume”

Dieses Buch hat die ISBN 978-3867194365 und hat eine Altersempfehlung von 4-5 Jahren.

Inhaltlich beschreibt die Geschichte ein kleines Häschen mit blauer Mütze und rotem Mäntelchen, welches in einem Hügelhaus inmitten des Waldes wohnt, den die Menschen schon lange vergessen haben. Zusammen mit ihren Freunden, den Feen, ist sie immer fleißig und freundlich. Alle lieben sie dafür. Als die Feen zum Dank eine Wunschblume auf dem Dach des Hügelhauses pflanzen, kann sich Kulla ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen.

Ich habe den Titel aufgrund der schönen Covergestaltung aus der Bücherei mitgenommen und mittlerweile schon das zweite Mal entliehen. Die Geschichte ist einfach bezaubernd, auch für Jungen. Die friedliche, naturverbundene Art des Häschens und die magischen Figuren der Feen und Mondfische sprechen die Kinder außerordentlich an. Die Autorin ist eine Designerin und gestaltet das Layout selber, es ist modern, aber gleichzeitig umwerfend schön. In Verbindung mit der Moral, belohnt zu werden wenn man sich immer gut um seine Freunde kümmert, macht es den Zauber des Buches aus.

Ich kann es uneingeschränkt zum Vorlesen und Mitträumen empfehlen.

“Kulla und die Wunschblume” bei amazon kaufen

 
2 Comments

Geschrieben von - 4. Juni 2010 in Rezension

 

Schlagwörter: , , , ,

Paxi und der Fuchs- eine neue Vorlesegeschichte

Liebe Leser und Vorleser (natürlich auch die Damen, aber so pingelig mag ich nicht sein),

Seit ein paar Tagen reifte in meinem Kopf ein neues Paxi- Abenteuer. Es sollte mal etwas Spannendes sein, mit ein wenig Nervenkitzel und auch ein Thema behandeln, welches ich noch nicht aufgegriffen habe- Feinde der Eichhörnchen und Aufeinander Acht geben.

Also wurde ein Fuchs auf die Wiese getrieben, etwas Fressbares gibt es ja immer für so einen Burschen. Ob er etwas gefunden hat? Ein kleines Haselmäuschen vielleicht? Tja, findet es heraus, rechts im Paxi- Menü: Paxi und der Fuchs.

Über Kommentare zur Geschichte würde ich mich freuen, insbesondere, wie die Kinder es aufgenommen haben. Wäre mal interessant, in welchem Alter sie die Bedrohung überhaupt erst wahrnehmen. (Das klingt jetzt alles dramatisch, aber soooo schlimm ist die Geschichte gar nicht.)

Eure Ankelilli.

 
Leave a comment

Geschrieben von - 28. Mai 2010 in Kindergeschichte

 

Schlagwörter: , , , , ,

Die zweite Vorlesezeit

Liebe Leser (im Übrigen werden es jeden Tag mehr *freu*),

gestern war ja wieder Montag, also Vorlesezeit im Kindergarten.

Viele konnten sich an das letzte Mal erinnern und kamen gleich fröhlich auf mich zugelaufen mit der Frage, ob ich heute wieder eine Geschichte vorlesen würde. Da war ich mächtig stolz. Meine beiden Jungs haben dann ihre Kumpels zusammengetrommelt und mit einem Mal hing eine ganze Traube aufgeregt schnatternder Kinder an mir dran.

Dank anderer Erzieherinnen war das Problem des ungünstigen Standortes gelöst. Zwei Bänke wurden aufgestellt und der Vorlesebereich damit vom Rest des Fahrzeugparcours getrennt.  Für das Lesen bedeutete das, nicht gegen knarzende und klimpernde Roller ankämpfen zu müssen- eine Wohltat.

Die Buchauswahl war besser als beim ersten Mal:

- “Lokbuch Nummer 2: James” (aus der “Thomas und seine Freunde”- Reihe)

- A. Milne: “Pu der Bär” (gelesen wurde Kapitel 5,” in welchem Ferkel ein Heffalump trifft”)

- W. Sutejew “Lustige Geschichten” (daraus: “Unter dem Pilz” und “Wer hat hier ‘miau’ gesagt?”)

- Isabel Abedi: “Kleine Piratengeschichten” (daraus: “Schorschi und die schlauen Schätze”)

Letzteres war eine perfekte Geschichte für den Anlass, so daß ich das Buch beim nächsten Mal wieder mitnehmen werde. Die Moral besagt hier, daß auch die Schwachen ihre Stärken haben, man muss sie nur finden. Und als die mächtigen Piraten Kisten mit Büchern erobern und stinksauer deswegen sind, liest der kleine, schmächtige Schorsch ihnen vor, da er lesen kann. Er wird somit zum wichtigsten Piraten im Team, weil er etwas ganz besonderes kann. Die Kinder haben riesige Ohren und Augen beim Zuhören bekommen, zumal der Schreibstil wunderbar fesselnd ist.

Die Sutejew Geschichten liegen mir persönlich sehr, deswegen werden auch sie bei der nächsten Vorlesezeit wieder in die Tasche wandern. Daß es am Ende der Abenteuer ein Rätsel zu lösen gibt, hatte ich im Vorfeld schon erwähnt, das fesselte die Aufmerksamkeit deutlich. Die Kinder behaupteten mehrfach, den “Film auch zu Hause zu haben”. – Inwieweit sie in dem Falle das Buch meinen oder ob es tatsächlich einen Film mit dieser Handlung gibt, erschloss sich mir nicht. Ausgelassen haben sie mitgefiebert, als ich ihnen den Part des “miau”- Rufens durch Handzeichen übertragen habe.

“Pu der Bär” ist ein Klassiker, der aber vom Schreibstil nur etwas für Gerne-Zuhörer ist. Man muss sich schon konzentrieren, um die Verschachtelungen und Wortspiele zu verstehen. Auch fürs Vorlesen ist es nach 45min eine Herausorderung. Da ich aber ein Fan des von Harry Rowohlt gelesenen Hörbuchs bin, unterhielt mich das “lumphässliche Limfahump” einfach ganz persönlich auch außerordentlich. Dieses Kapitel war das letzte an diesem Nachmittag und gut sechs Kinder saßen um mich herum und lauschten.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Vorlesezeit und freue mich schon auf das nächste Mal.

Eure Ankelilli.

 
Leave a comment

Geschrieben von - 18. Mai 2010 in Alltag, Kindergeschichte

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Rezension: Scheffler/Donaldson “Die Schnecke und der Buckelwal”

Da Kinder ja bekanntermaßen am schnellsten gesund werden, wenn man viel mit ihnen kuschelt und dabei vorliest, und dieser Blog Vorlesegeschichten als großes Thema hat, möchte ich ein absolut famoses Kinderbuch rezensieren, welches ich ohne viel Überlegen in der Bibliothek in unseren Korb gelegt hatte und eben den Kindern einzeln, im gemütlich warmen Bett vorgelesen habe:

Axel Scheffler und Julia Donaldson : “Die Schnecke und der Buckelwal” – ISBN 978-3-407-79310-2

Der Handlungsstrang ist schnell beschrieben: Eine Seeschnecke reist auf einem Buckelwalschwanz um die Welt und rettet ihm am Ende das Leben.

Das Autorenduo schafft es allerdings, auf 32 Seiten mit großflächigen Bildern den (Vor)leser und die Zuhörer in einen echten Bann zu ziehen. Es mag daran liegen, daß das Ganze in Versform geschrieben und der Reim als Ausdrucksweise nicht alltäglich ist, aber ungeachtet dessen wirkt die Sprache leicht und luftig.

Formulierungen wie “Das ist eine Spur, eine Schneckenschrift-Schnur” oder “Welche Angst, welcher Schreck, für die kleine Schneck auf dem Buckelwal- Heck” sind einfach bezaubernd.

Die Kinder begeistert der Mut der Schnecke, als sie den gestrandeten Wal mittels einer “silbrigen Schneckenschrift-Schnur”- Botschaft am Ende rettet. Kleine Helden – große Taten.

Es gibt einfach Bücher, da weiß man schon beim ersten Lesen, daß man sie noch viele viele Male in die Hand nehmen wird. So wird es bei diesem Buch sein. Früher oder später werden wir den Text auswendig rezitieren können, denn zum lauten Vortragen ist er geschaffen. Spannung und Ruhephasen wechseln sich ab, es wird auch mal geschrien- eine pure Einladung zu einer ausdrucksstarken Intonation.

Es ist wie bei “Harry Potter und der Stein der Weisen” im Laden von Mr. Olivander. “The wand chooses the wizard, Harry.” heisst es da. Und so war das hier. In einer Bibliothek mit hunderten Büchern… The book chooses the reader.

“Die Schnecke und der Buckelwal” bei amazon

 
2 Comments

Geschrieben von - 12. Mai 2010 in Kindergeschichte

 

Schlagwörter: , , ,

Vorlesezeit und der Morgen danach

Liebe Leser,

gestern war meine erste “Vorlesezeit” im Kindergarten.

Trotz des nicht allzu sonnigen Wetters waren wir draußen. Es scharten sich ungefähr 15 Kinder um mich und wir stellten ein paar Regeln auf (nicht dazwischenquatschen, aufstehen und weggehen nur nach dem Ende einer Geschichte usw.) und berieten dann, welche Bücher der Auswahl wir lesen sollten. Diese waren es letztendlich:

- “Ich habe eine Freundin, die ist Tierärztin”

- “Ich habe einen Freund, der ist Feuerwehrmann”

- “Lokbuch Nummer 1: Thomas”

- “Tilda Apfelkern- Rat mal, wer Geburtstag hat!”

Die “Ich habe einen Freund…” Bücher sind bei meinen Kindern sehr beliebt, waren aber in der großen Runde sehr unpraktisch ob ihres kleinen Formates. Die Kinder krochen förmlich übereinander, um mit hineinschauen zu können. Inhaltlich war es allerdings genau richtig.

Die Thomasgeschichte war für mein Dafürhalten perfekt. Große Bilder mit begrenzter Information, klare Geschichte mit spannender roter Linie.

Tilda Apfelkern fanden die (vornehmlich) Jungs weniger spannend, schade.

Zusammenfassend ist zu sagen, daß die “Vorlesezeit” prinzipiell gut ankam. Es gab einige Störfaktoren, sowohl die Auswahl des Standortes betreffend als auch menschlicher Natur.

Das nächste Mal hoffe ich auf besseres Wetter, dann gehe ich mit den Kindern auf Decken in den hinteren Spielbereich, wo es ruhiger und weniger Ablenkung vorhanden ist. Ich freue mich schon darauf.

Heute morgen bekamen wir allerdings die Quittung für unser Wochenende und den Nachmittag im Freien bei nicht allzu sonnigem Wetter. Alle drei Mäuse haben einen festsitzenden Schnupfen und Husten im Liegen. Ich habe sie jetzt alle daheim, damit sie sich körperlich schonen können und warm bleiben. Immerhin freuen sich die Jungs so sehr auf ein paar Tage bei Oma und Opa (*winke*). Da soll es am Donnerstag morgen hingehen. Drückt uns die Daumen, daß wir den Infekt frühzeitig abfangen können und die Planung erhalten bleiben kann.

In dem Sinne, es grüßt euch herzlich,

eure Ankelilli

 
Leave a comment

Geschrieben von - 11. Mai 2010 in Alltag

 

Schlagwörter: , , , , ,

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 352 other followers