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Schlagwort-Archive: Schule

Halbjahresabschluss an der Kaleidoskopschule Jena- mit Zeugnisgespräch.

Liebe Leserschaft,

es gibt mal wieder etwas zu berichten :)

Es ist Winter. Kalter Winter. Mir zu kalt. Aber so geht es vielen, deswegen möchte ich mich nicht darauf konzentrieren.

Mir geht es heute darum, ein bisschen zu erzählen, wie das erste halbe Jahr an der neuen Jenaplanschule zu Ende gegangen ist.

Wie im Jenaplan üblich, werden auch an unserer Schule Bewertungen nicht über Ziffernnoten, sondern über verbale Einschätzungen vergeben. Ja, für jedes Kind. Und ja, die machen sich die Mühe (solch ein Gespräch gab es heute auf Arbeit ^^). Und wir alle finden das gut.

So ein Zeugnisgespräch dauert etwa eine halbe Stunde und wird geführt von Lehrer(in) und Schüler(in). Natürlich sind die Eltern auch dabei, aber erst im späteren Gesprächsverlauf persönlich eingebunden.

Los ging es damit, dass Hannes und seine Lehrerin darüber sprachen, was ein Zeugnis ist und warum dieses Gespräch geführt wird.

Jenaplanschule ZeugnisDas Zeugnis selbst ist ein ganzer Hefter, in grün. Mit Deckblatt. Dieses zeigt ein Bild , welches Hannes von seinem Lieblingsort der Schule im Kunstunterricht gemalt hat. (Es ist die Kletterspinne im Schulhof). Das war der Aufhänger für ein paar Fragen an Hannes, wie er denn das Schulleben so empfindet, was gut ist und was nicht so toll.

Nun wurde es “ernst”, das Zeugnis wurde vorgelesen. Ja, vorgelesen. Es wurde nämlich in Briefform direkt an Hannes gerichtet. Es beinhaltete seine Entwicklung, das Einleben in die Klasse, seine Arbeitsweise, der Umgang mit Projekten, sein Wissen in Deutsch und Mathe.

Natürlich gab es die üblichen Versäumnisse, Unterschriften und Stempel. Ist ja ein Zeugnis :)

Nach dieser verbalen Einschätzung ging  es weiter mit je einem Blatt für die weiteren unterrichteten Fächer wie Sport, Kunst, Werken, Ethik und Musik.

Bewertungsbogen des Faches WerkenJedes einzelne wurde in einer tabellarischen Übersicht präsentiert, die die Unterrichtsinhalte darlegt und Facetten der Mitarbeit, des Verständnisses und Umsetzens von Aufgabenstellungen und der eigenen Lerneinschätzung.

Darunter fanden wir noch einen oder zwei Sätze, die besondere Auffälligkeiten (gute und/oder schlechte) darlegten.

Als Abschluss des Hefters war ein Blatt mit Fotos aller Kinder der Stammgruppe eingelegt.

Schön. Wunderbar. Mein persönliches Highlight war, wie stark der Fokus auf Selbsständigkeit und Selbsteinschätzung gelegt ist. Der Junge ist gerade mal ein halbes Jahr in der Schule und weiß trotz vieler Kaspereien und Neuerungen genau, was er wie kann. Dieses wird in der Jenaplanpädagogik im Allgemeinen gefördert, so dass die Zeugnisgespräche in den Oberstufen letztlich aus umgedrehter Perspektive stattfinden. Die Schüler reflektieren und bewerten sich, die Lehrer bestätigen und lenken.

Das Beste kommt zuletzt: Mitspracherecht. Wie genial ist es denn, dass ein Erstklässler sein Zeugnis mit der Frage ausgehändigt bekommt, ob er mit der besprochenen Einschätzung einverstanden ist?

Zufriedene Grüße,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 2. Februar 2012 in Schule

 

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Staubsaniert. Mit Schulneuigkeiten!

Liebe Leser *puuust*,

nun habe ich mich doch endlich mal aufgerafft, diesen wunderbaren Blog aus der Versenkung zu holen. Ein frischer Einband, neue Ideen, und Inhalt, auf den viele meiner Leser neugierig sind:

Wie läuft es denn nun in der frisch ausgegründeten Jenaplanschule?

Nun, es läuft großartig. Hannes hat sich gut in die Stammgruppe integriert, hat die Raufbolde schon alle gefunden und seine Position als erstes  Schulkind der Familie ordentlich verteidigt. Nun wackeln die Zähne der Jungs um die Wette. Floris Schulreife äußert sich auch im Gebiss schon. Im Kindergarten ist dieser nun gänzlich unterfordert, doch tut ihm die Rolle als “der Große” dort sehr gut. Selten sahen wir ihn so kindlich, ausgelassen, selbstbewusst. Offenbar war es wieder mal richtig, dem Instinkt zu folgen.

Förderung bekommt er nun zu Hause. Hannes wendet gelerntes an, Florian schaut es sich ab. Da werden Einkaufslisten und Zettelbotschaften geschrieben, Bilder gemalt und Rechenaufgaben gelöst. Letztere durch Spiele wie Numino oder Trio Domino"".

Aber auch wir Eltern können nicht meckern. Bis jetzt gab es in diesem Schuljahr:

1 Stammgruppenelternabend

1 themenbezogenen Elternabend zum Thema “Bewertungskultur an der Jenaplanschule”

1 Nachmittagstreffen zum Thema “Lesen lernen durch Schreiben”

2 Elterncafés

grob 10 Eltern AGs, in denen (je nach Kompetenz) an der Schule mitgearbeitet werden kann/soll

und ein Kennenlernwochenende mit Tagungsprogramm. Meinen Bericht dazu findet ihr auf der Schulwebseite, die jetzt (hoffentlich bald) ein neues Layout bekommt und deutlich mehr aktuellen Inhalt. Das könnt ihr gern lesen und euch mitfreuen, wie genial doch das ganze Konzept und die Umsetzung dazu sind.

So, das wars aus schulischer Sicht.

Grüße in den Abend,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 16. November 2011 in Schule

 

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Adleralarm!

Liebe Leser,

gestern schlenderten mein lieber Mann und ich durch Müller, als mir in den Kopf kam, doch mal nach Ranzen zu schauen. Welches Modell es sein sollte, war schon seit einer Weile klar (Ein Sammies Premium), und das Design hatte Hannes sich auch schon längst auserwählt. Das Modell “Eagle” bsticht durch….. tja…. Schlichtheit? Nun, ich gebe zu, nach dem Produktheft war es NICHT unter meinen Favoriten. Aber nicht ich soll den Ranzen tragen, sondern Hannes. Und wenn er sich nunmal auf Greifvögel stürzt, dann soll es so sein.
Da wir nun exakte Vorstellungen hatten, war es umso überraschender, dass GENAU DIESES Modell im Regal stand. GENAU NEBEN dem Design, was Florian für sich auserwählt hat (Wenigstens er will den Dinosaurier).

Und siehe da, in “echt” sieht der gar nicht so fad aus :D
Im Gegenteil. Leider leider sind diese Ranzen ganz schön teuer, mit ca. 174,- für das Fünferset schlagen sie zu Buche.
Doch…. WARUM AUCH IMMER stand am “Eagle” ein reduzierter Preis von 80,- für das ganze Paket dran. Wir haben gesucht, ob was dran ist, aber nein! Tja, dann haben wir ihn eben mitgenommen. Es war der einzige seiner Art. War zwar nicht eingeplant, dafür zu günstig, um es sein zu lassen.
Hannes ist ausgerastet, als ich es ihm erzählte. Als mein Mann am Abend kam, war kein “Hallo” zu hören, sondern nur ein “MEEEIIIINNN RAAAAAANNNNZZZEEEENNNN!!!!” und für die nächsten Stunden (ja, Stunden) gab es nur ihn und seinen Ranzen. Als er heute früh aufstand, kamm er mir schon mit ihm auf dem Rücken entgegen zum “Guten Morgen” sagen :)

So solls doch sein, oder?
Der Junge wird groß!

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 20. Mai 2011 in Alltag, Schule

 

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Präsentation der staatlichen Gemeinschaftsschule Lobeda in der dm- Filiale

Liebe Leser,

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
(Antoine de Saint-Exupery)

IMG_3185Das ist das Motto des Gründungsprozesses “unserer” Schule. Schön oder? Sehr passend, wie ich finde. Dementsprechend fungierte ein selbst gebautes Schiff im Eingangsbereich des dm- Marktes “Neue Mitte” als Eyecatcher während der Präsentation der Schule durch – natürlich- Pädagogen, Eltern und Schüler.

Mehr Aufmerksamkeit als das Schiff erregten aber die Trommler. Im Hort der Schule konnten in diesem Schuljahr zusammen mit einem Papa Cajón- Trommeln gebaut werden.
Nicht nur handwerkliches Geschick, sondern natürlich auch der Spaß am Rhythmus konnte so geweckt werden. Je nach Körpergröße des Kindes wurden Trommeln unterschiedlicher Höhe gebaut.

Uns so beschallten ungewöhnliche Klänge die Einkaufspassage. Vor allem, als die Kinder und Eltern einfach im Hauptgang saßen und zum Trommeln auch noch sangen. Zack, Notenblätter verteilt, zack, alle mitmachen.

 

 

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Nicht wenige blieben stehen, um dem Spektakel zuzuschauen. Ein paar konnte ich beobachten, wie sie sogleich Abstimmzettel ausfüllten und einwarfen. Richtig so! Wir brauchen noch viele Stimmen, um in die nächste Runde zu kommen.

Da Hannes die ganze Zeit heimlich mit seinen Händen mittrommelte, aber zu scheu war, auf den Papa zuzugehen, der das Ganze leitet, haben Flori und ich eben mit ihm zusammen danach noch eine ganze Weile abseits der Masse musiziert. Das war wirklich spannend. Nicht nur musikalisch und rhythmisch, sondern ganz schlicht physisch, denn meine Hände waren nach nurIMG_3237 wenigen Minuten so warm und durchblutet wie seit Jahren nicht Winking smile. Natürlich wollte Hannes dann gleich zu Hause auch eine bauen Open-mouthed smile Na mal schauen. Auf jeden Fall singen wir seit dem ständig den Orhwurm: “Ein Indi- zwei Indi- drei Indianer.” Der Bengel hat wirklich Musik im Blut. Wenn er diese Energie nur immer ein wenig besser lenken könnte …

Also, liebe Jenaer, Jenenser, Zugereiste und Kapitäne, setzt die Segel und stimmt für den “Gründungsprozess einer reformpädagogischen Gemeinschaftsschule” in der dm Filiale der “Neuen Mitte” in Jena.

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Vielen Dank!

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 24. Januar 2011 in Alltag, Schule

 

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Unsere Schule ist dabei! „Ideen Initiative Zukunft” der UNESCO und dm.

Liebe Leser,

es gibt wieder etwas Wunderbares zu berichten.

Dass Eltern sich zusammentun, um ihre Energie für ihre Kinder zu bündeln, ist wahrlich selten. Glücklicherweise darf ich Teil einer solchen engangierten Gemeinschaft sein und stolz an dieser Stelle sagen: ICH BIN DABEI!

“Dabei zu sein” ist ja auch für die Elternschaft und das Pädagogenteam der Schule eine ganz wichtige Angelegenheit. Engagement schafft Fortschritt, Stolz, Zufriedenheit. In manchen Fällen schafft es auch Geld. Denn dieses kann eine Schule im Gründingsprozess immer gut gebrauchen. Wie wäre es also mit 1000€ als Finanzspritze? Was man dafür tun muss? Das ist das beste daran: Zu sich selbst stehen und andere Menschen davon überzeugen, dass es sich lohnt, dieses Projekt zu unterstützen.

Eine Plattform dafür bietet die deutsche UNESCO Kommission. Gemeinsam mit einem Partner vor Ort, der dm Drogeriekette, sucht sie nach Projekten, die ins Leben gerufen worden, um nachhaltig die Gegenwart so zu verändern, dass sie jetzt und für kommende Generationen alle Chancen bietet, erfüllend und selbstbestimmt zu sein. Klingt groß und geschwollen, mag man denken. Leblos. Vielleicht ist da sogar etwas dran.

Wenn nur die Inhalte nicht wären.

Die vielen Menschen, die tatsächlich an genau dieser Umsetzung arbeiten. Die vielen Ideen, die verwirklicht wurden. Die vielen Stunden Arbeit, die in die Projekte geflossen sind. Und hier bin ich wieder genau da: An der einzelnen Person. Man muss sich für sich selbst fragen: Sind es hohle Phrasen oder möchte ich einen kleinen Teil dazu beitragen, es mit Sinn und Verstand zu füllen?

All die, die den zweiten Teil der Fragestellung für sich selbst annehmen wollen, möchte ich bitten, unsere Schule und ihren Gründungsprozess zu unterstützen. Denn das ist unser Projekt in dieser Initiative.

Hier findet ihr die Online- Präsentation.

Natürlich bleibt es nicht bei dieser kurzen Vorstellung. Nein nein. Wenn ihr aus Jena seid oder ab und zu in die Stadt kommt, dann könnt ihr als ersten Schritt ab HEUTE bis zum 26.01. 2010 eure Stimme in der dm Filiale der neuen Mitte (also unten im Jentower) für dieses Projekt abgeben. Wenn wir genug Stimmen zusammenbekommen, geht es danach in die große Online- Abstimmungsrunde.

Doch ein Schritt vor dem anderen. Am besten als erstes direkt in die Drogerie (man braucht doch eh immer etwas von da) und Stimme abgeben.

Wenn ihr noch zweifelt, könnt ihr mit eurer Stimmvergabe auch noch bis zum 20./21.1. nachmittags warten. Dann wird es eine sehr persönliche Präsentation geben, bei der alle Beteiligten: Eltern, Schüler und  Pädagogen zusammengearbeitet haben und die Essenz ihrer Vision darbieten werden. Dazu laufen bereits geheime und superschöne Vorbereitungen. Viel möchte ich nicht vorweg nehmen, vielleicht aber ein Bildchen zum inspirieren anbieten:

Hübsch, oder?

Seid weiterhin gespannt, offen, interessiert und kommt vorbei. Wer weiss, was ihr noch alles   entdeckt? Oder ihr habt einen kreativen Namensvorschlag, denn “Staatliche Gemeinschaftsschule Jena Lobeda” ist nicht wirklich …passend.

Ich würde mich freuen, wenn ihr unsere Schule und ihr Projekt unterstützen würdet.

Danke! Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 13. Januar 2011 in Alltag, Schule

 

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angemeldet!

Liebe Leser,

kennt ihr das, wenn ihr euch manchmal, bei wichtigen Situationen selbst von außen betrachten könnt? Nun ja, es mag an meiner blühenden Phantasie geschuldet sein, aber am Mittwoch ging es mir wieder einmal so.

Am Mittwoch durfte ich nämlich den Hannes in der neuen Jenaplan Schule (Gemeinschaftsschule Lobeda- noch ohne offiziellen Namen) anmelden. Aufmerksame Blogleser sollten verfolgt haben, wieviel mir das bedeutete. *seufz*

Als ich nun in der Kastanienschule ankam, wie Knecht Ruprecht persönlich, stapfend und eingeschneit, freute ich mich zunächst über die vielen Wegweiser. Da ich es so gar nicht mit Orientierung habe, war die erste Hürde überwunden, ehe sie am Horizont auftauchte.

Im Sekretariat dann empfing mich eine sehr aufgeschlossene, höfliche, freundliche Sekretärin und übergab mir das Anmeldeformular. Ich war auf 10 Seiten Pergamentpapier in Winzschrift  vorbereitet und überrascht, dass es nur eine einzige, recht übersichtliche DIN A4 Seite war.

Ich setzte mich an einen kleinen runden Tisch, auf dem ein Weihnachtsdeckchen lag. Einen Kuli konnte ich ausschlagen, da ich aus der Uni kam und meinen Füller dabei hatte. Diesen zückte ich also und fing an zu schreiben…

Mir gegenüber saß ein Vater, der bei der Frage nach Religions- oder Ethikunterricht ins Schwitzen geriet und das nicht ohne seine Frau entscheiden wollte. Per Telefon war sie nicht erreichbar. Zum Glück kam just in diesem Moment Frau Wolfram herein, Schul- und Hortpädagogin des Hauses und einfach zauberhaft in ihrer Ausstrahlung. Sie beriet den Vater, dass er das in Ruhe besprechen könne und am folgenden Tag diese Info noch nachreichen könne.

Die schwierigste Frage für mich war die des Hortes. Dass Hannes in den Hort gehen wird, ist klar, aber auf dem Formular war die Rede von ()mehr oder ()bis zu 10 Stunden Hortzeit. Leider ohne Einheit. Am Tag? Im Monat? In der Woche? :-/

Aber auch hier konnte Frau Wolfram helfen :-) Es geht um mehr oder weniger als 10 Stunden in der Woche. Die 50 minütige Mittagspause zählt da übrigens mit hinein, das wusste ich zum Beispiel noch gar nicht. Nun, dann war der Sachverhalt klar, mehr als 10h Hort in der Woche.

Datum, Unterschrift, abgeben, überschwängliche Freude ausdrücken (und es wirklich so meinen), raus.

Als ich die Tür des Sekretariats schloss, zitterte ich. Ja, ich bin ein Mädchen :-)   Ich war so… erleichtert! Deshalb musste ich mich erstmal setzen und meinem Mann eine “Es ist vollbracht” – SMS schicken. Danach ging es wieder hinaus in den Schnee. In der Wintersonne glitzerte er so schön. Für mich war die Anmeldung meines Kindes an einer Schule, die nach Jenaplan Pädagogik unterrichten wird, ein Meilenstein. Nicht nur schulisch, nicht nur fachlich. In erster Linie reflektierte ich, dass es ein wichtiger weiterer Meilenstein war auf dem Weg, dies hier als meine Heimat anzunehmen. Meine Kinder in einer Jenaplanschule? Jetzt bekommen mich hier keine 10 Pferde mehr weg :-)

Schöne Wintergrüße,

eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 16. Dezember 2010 in Alltag, Schule

 

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Schnupperstunde in der neuen Gemeinschaftsschule Jena Lobeda

Liebe Leser,

gerade komme ich zurück von der “Schnupperstunde” an der neuen Gemeinschaftsschule. Wir hatten die Möglichkeit, zusammen mit unserem Vorschüler die Räume zu besichtigen, Materialien zu studieren und Fragen zu stellen.

Viel wichtiger war aber, seinen Standpunkt zur Schule äußern zu können.

Ich fand es großartig, dass Elternsprecherin und eine Schulbeirätin sich neben Beruf und Familie die Zeit genommen haben, alle (zahlreichen) Bewerber auf die 24 Erstklässlerplätze persönlich zu interviewen und somit die Möglichkeit zu bieten, sein Engagement zu reflektieren und seine Motivation darzulegen.

Das Ganze wurde über 2 Fragebögen gelöst und anschließend nochmal in einer Gesprächsrunde. Alle Eltern erschienen mir sehr gut vorbereitet und ebenso begeistert für die Jenaplan Pädagogik wie ich :-D

Während all dieser Zeit waren die Kinder im Hort betreut. Es wurde gesungen, gelesen und gespielt. Hannes hatte eine Glocke in seiner Lieblingsfarbe gemalt und mich noch lächelnd daneben :-)

Nun heisst es abwarten und Kaffee trinken. Bis zum 14.12. werden wir postalisch informiert, ob die Zusage erfolgt ist oder nicht.

Ich bin nervös.

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 1. Dezember 2010 in Alltag, Schule

 

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Erfolge!

Halli Hallo.

Was waren das für letzte Tage. Man könnte meinen, sie dauern 30 statt 24h.

Mit einem kranken Kind daheim versuchen zu lernen ist ein Unding, das habe ich gemerkt. Nun war aber mein Donnerstag genauso verlaufen. Ich habe ja extra auf die Teilnahme an der Informatik Übung und Vorlesung verzichtet, damit ich Anna am Freitag in den Kiga bringen kann, um mein Kolloquium ablegen zu können.

Es war sinnlos, zu versuchen zu lernen. Lediglich den Mittagsschlaf konnte ich nutzen, aber der war an diesem Tag just nach schon einer Stunde vorbei.

Die Abendstunden waren auch schon verplant. Immerhin war ein neues Treffen der interessierten Eltern der neuen Gemeinschaftsschule Jena Lobeda angesetzt und ich wollte unbedingt hin um zu schauen, wie das Schuljahr angelaufen war und den Füllstand der Anmeldungen abzufragen.

Gut, dass ich da war, ich habe viele interessante Details aus dem Schulalltag erfahren, ein Projektheft angeschaut und eine ganze Menge Fragen beantwortet bekommen. Und eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Die neue Stammgruppe ist hinsichtlich Ersties schon voll!

Nun galt es, schnellstmöglich meinen Aufnahmeantrag abzugeben und eine Begründung zu formulieren, die Erfolg versprechen sollte. Und in einer Jenaplan Schule kann man vor allem mit einem punkten: Engagement.

Doch erstmal musste ich das Kolloquium bestehen.

Donnerstag nacht paukte ich dann bis Mitternacht, stand um 3 Uhr morgens wieder auf und holte alles das nach, was ich am Tage nicht geschafft hatte. Gut vorbereitet konnte ich mich dann ab um 6 wie gewohnt um Frühstück, Haushalt und Kindergarten kümmern. Dank eines Chauffierdienstes war ich überpünktlich in der Stadt. Zum Glück, denn ich lief zunächst ins falsche Gebäude.

Im zweiten Anlauf fand ich den Konferenzraum auch und mit einer Viertelstunde Verspätung startete die Fragestunde.

Wäre ich nicht so fürchterlich nervös und von Selbstzweifeln gebeutelt gewesen, hätte ich richtig gut abschneiden können. So hat es “nur” zu einer 2,3 gereicht- Aber auch darauf bin ich mächtig stolz. Zumal die Prüferin meinte, ich hätte gute Ansätze, aber teilweise leider Wissenslücken (Anm. d. Red: Die waren der Aufregung geschuldet).

Uff. Nach diesem anstrengenden Vormittag warf ich mich mit der Hälfte meines Chemie-Lernzirkels an die Seminaraufgaben für Montag und anschließend mit der anderen Hälfte eben des Zirkels in die freitägliche Experimentalvorlesung, in der es wieder wunderbar knallte, stank und blubberte. Highlight waren der ergraute Professor, der ergraute Assistent und ein Student, die sich mit Heliumstimme einer Diskussion stellten. Die Chemiker (zumindest die praktischen) sind wirklich kleine Kinder. Voller Begeisterung stellten sie dann noch ihr Brennstoffzellenauto vor und erfreuten sich an den kleinen Kreisen, die es fuhr. Der Professor legte immer wieder Kreidestückchen in dessen Weg und erfreute sich köstlich daran.

Raus aus der Vorlesung, auf den Wochenmarkt. Schnell in die Bahn nach Hause, das frische Obst und Gemüse in die Küche gestellt. Kaffee gemacht und in den To-go Becher gefüllt. Immerhin war ich seit 3 Uhr auf.

Schlag 15 Uhr war ich im Kindergarten und 15:30 in der Jenaplanschule, die noch immer “nur” ein paar Zimmer in den Räumlichkeiten der Kastanienschule hat. Zum Glück waren noch Eltern da (die beiden vom abend davor auch), so dass ich mir trotz schon beendeten “Elterncafe’s” die Zimmer ansehen durfte. Meinen Antrag füllte ich aus, dann bekam ich sogar noch die Möglichkeit, den Pädagogen Löcher in den Bauch zu fragen. Das war wirklich aufschlussreich und bestätigte mich in der Begeisterung für diese Schule / das Konzept.

Nächsten Samstag (13.11.2010) wird es einen”Tag der offenen Tür” geben, wo ich auf jeden Fall hingehen möchte, denn da werden die interessierten Eltern einen Einblick in die Unterrichtsmaterialien bekommen können, mit allen Beteiligten sprechen können und überhaupt einmal so richtig auf Tuchfühlung gehen können. Ich freue mich schon drauf.

Der Freitag abend endete, wie zu erwarten, in einer absoluten Erschöpfung. Aber auch in einem Gefühld es Stolzes, so richtig was erreicht zu haben. Nun kann ich nur hoffen, dass mein Hannes auch angenommen wird…

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 6. November 2010 in Alltag

 

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Neue Gemeinschaftsschule Jena Lobeda

Liebe Leser,

heute gibt es von mir Informationen zu der neuen Schule , die zum kommenden Schuljahr (2010/11) starten soll. Hierzu waren zwei sehr sympathische Damen letzte Woche bei uns im Kindergarten, um uns zu beraten und zu informieren, was es denn damit auf sich hat und warum es überhaupt so kam. Ich berichte darüber, weil ich finde, daß umfassende Basisdaten für noch-nicht-in-der-Materie-Steher im Internet nicht so leicht zu finden sind.

Zuerst ein paar allgemeine Daten über die “Gemeinschaftsschule” als Solches. Im Unterschied zur Gesamtschule führt sie die Kinder schon ab der Grundschule gemeinsam durch die Schulzeit und bietet jede Form des Schulabschlusses. Natürlich ist der Eintritt in eine Gemeinschaftsschule auch nach dem Durchlauf einer klassischen Grundschule möglich. Die Kinder lernen ab der ersten Klasse im selben Verband bis inklusive der achten Klassenstufe. Dies hat den Vorteil, daß Freundschaften bis in die Pubertät hinein erhalten bleiben können und die Kinder nicht aufgrund von unterschiedlichen Abschlusszielen auseinandergerissen werden. In der neunten Klasse finden sich dann abschlussbezogene Lerngruppen zusammen, die dann gezielt auf den weiteren Bildungsweg vorbereitet werden.

Ein weiterer Unterschied zur Gesamtschule ist, daß das Abitur nach 12 Jahren angestrebt wird, nicht erst nach 13. Durch einen gymnasialorientierten Lehrplan gibt es einen Mehrbedarf an Personal, dieser wurde bereits beantragt und genehmigt.

Selbstverständlich ist auch ein verlässliches Angebot zur ganztäglichen Bildung und Betreuung. Die Schule soll kommunal gut vernetzt werden und eng mit dem Leben vor Ort verbunden sein, sei es über Ressourcennutzung oder durch kommunales Engagement.

Das Personal soll breitgefächert sein und sich aus Lehrern, Erziehern, Sonderpädagogen und Sozialpädagogen zusammensetzen, die natürlich umfassend qualifiziert sind und werden.

Die neue Gemeinschaftsschule in Jena Lobeda soll nun ganz konkret ein reformpädagogisches Konzept haben, welches sich stark an Jenaplan anlehnen soll. Die Grundzüge sind somit die individuelle Förderung jedes Kindes trotz des starken Gruppenverbandes, die Orientierung an den offiziellen, standartisierten,, abschlussbezogenen Lehrplänen (dadurch die staatliche Anerkennung der Schule durch den Kultus), eine flexible Schuleingangsphase und Doppelklassenstufen. Außerunterrlichtliche Angebote sollen integriert werden, die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen werden im Zweipädagogensystem betreut und die älteren Schüler bekommen Tutoren.

Grund für die Gründung der neuen Schule ist der weitere Bedarf an Schulplätzen. Dazu kommt, daß durch den Umzug der Rodatal- Grundschule und der Janisschule ins neue Gebäude ein Schulbau leer steht. Die Brehmschule wird zum Schuljahr 2011/12 aufgelöst.

Nun soll das alte, renovierungsbedürftige Schulgebäude also modernisiert werden. Hierzu arbeiten die Architekten mit den Schulplanern zusammen, um das Gebäude dem reformpädagogischen Konzept bestmöglich gerecht werden zu können.

Bis das Haus dann einzugsfertig ist, werden noch ungefähr zwei Jahre vergehen. Bis dahin wird  das “Pilotprojekt Thüringer Gemeinschaftsschule im Aufbau” ab Schuljahr 2011/12 im Gebäude der Kastanienschule in Lobeda Ost starten. Dort entsteht im Moment die erste Stammgruppe. Der aktuelle Stand ist, daß diese mit 18 Kindern noch nicht ganz voll ist und noch Last-Minute- Springer aufnehmen könnte.

So, und warum erzähle ich euch das alles? Weil ICH total begeistert bin. Als es hieß, wir ziehen nach Jena, keimte in mir die Hoffnung, ich könne meine Kinder in die Jenaplanschule schicken. Nur leider ist dieses Projekt für Normalsterbliche eigentlich unmöglich, da das Schulkonzept natürlich nicht unbegrenzte Schülerzahlen aufnehmen kann und viele erkannt haben, daß Jenaplan ein ganz vortreffliches Konzept ist, welches Kindern optimale Entfaltungsmöglichkeiten bietet bei einer trotzdem stattfindenden enormen Leistungsforderung. UND ALLE DREI STEHEN NUN AUF DER LISTE! Da ja heutzutage nichts geht, wenn man nicht rechtzeitig genug auf irgendeiner Liste steht, freue ich mich (sorry wegen des Ausdrucks) WIE BLÖD, daß ich es geschafft habe, die Kinder (unverbindlich, aber dennoch) auf einer Jenaplanschule unterzubringen. Vielleicht ist es nur die Hand an der Klinke, vielleicht aber auch schon ein Fuß in der Tür, wer weiß. Ich freue mich jedenfalls unbeschreiblich und werde das Ganze noch weiterhin beobachten und am Ball bleiben.

Wenn ihr euch weiter darüber informieren wollt, dann lest  auf der HP der Jenaplanschule weiter oder auf der Wikipedia Seite über das pädagogische Konzept.

Hier noch ein paar weiterführende Links: Jenapolis über die neue Gemeinschaftsschule und natürlich die eigene HP der neuen Schule.

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Geschrieben von - 21. Juni 2010 in Alltag

 

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