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Nachtwächterführung in Jena. <3

Liebe Leserschaft,

Hätte ich im Titel nicht schon alles verraten, könnte ich euch jetzt überraschen.

Ja, gestern war ich dank unserer Firma und im Speziellen dank unserer Abteilung bei einer Nachtwächterführung durch die Innenstadt Jenas. Gut, was heisst Innenstadt…. Die Nachtwächterin führte uns durch das GANZE Jena von 1685, also entlang der Stadtmauer (bzw der Linie, die sie einnahm).

Dabei erfuhren wir auf äußerst amüsante Art, wie man sich das vorstellen muß, damals im Mittelalter.

Dass nämlich das erste Straßenpflaster vor der Stadtkirche St. Michael von Geld bezahlt wurde, welches einem Bußgeld entsprang. Speziellerweise einem Bußgeld für das Entkleiden eines Mannes im trunkenen Zustand. Auf dem im Bau befindlichen Kirchturm. O.o

Oder aber, dass die Nachtwächter die Stadttore reinigen, instanthalten und bewachen mussten. Dass sie einfache “Stechuhren” führen mussten um zu beweisen, dass sie nicht schlafend in der Ecke lagen.

Dass sie Angestellte der Stadt waren und somit den Akademikern (die einem anderen Recht unterlagen) nichts zu sagen hatten- auch Studenten nicht. Diese wiederum mussten mit “Sie” angesprochen werden und waren hoch angesehen! (Man stelle sich das heute mal vor…)

Am Accouchierhaus erfuhren wir, dass ursprünglich die Frauen hier freiwillig gebären sollten. Da das aber keine tat, wurden alle ledigen Frauen einfach mal verpflichtet, hierin zu kommen. Dafür brauchten sie nicht ins Gefängnis aufgrund der ledigen Schwangerschaft. Herren oblag eine Geldstrafe von 12 Talern für das Schwängern einer Frau. (ungefähr ein Jahresgehalt) – aber das Heiraten war ja nur Menschen mit höherem Ansehen gestattet!

Ich weiß jetzt, warum Bücher der damaligen Zeit gar merkwürdig zusammengesetzt wurden (Die Papierbögen wurden gedruckt und beim Buchbinder je nach Kunde gebunden- nicht nach Thema. So folgt auf einen Städtebericht gleich mal das Register der Beerdigungen uns so weiter)

Getränke gab es in Schankstuben. Dort aber kein warmes Essen. Schankstuben haben einen runden Torbogen! Sie waren ein Nebengewerbe der Bürger, da Bürger Land besaßen. In der Regel auch einen Weinberg. Und damit auch eine Brauerlaubnis. Irgendwo bei Cospeda wurde auch Bier mit Brauwasser gebraut, dessen Wasserleiter durch den Friedhof geht……

Und noch was gruseliges: Gleich vor der Stadtmauer, neben dem Holzmarkt (zu Fuße des Theaterhauses) befanden sich die Fischteiche des Klosters. Hier wurden zwar hauptsächlich die Fische für die Fastenzeit herangezogen, aber auch die Babys ertränkt, die illegal auf die Welt kamen. O.o – Natürlich spukt es dort jetzt. Dazu kommt, dass die Anatomie der Universität dort (hinter der Stadtmauer) die Leichen aufschnippelte. Im Anatomieturm, der noch heute in Teilen erhalten ist, wurden sie aufbewahrt. Dort durften wir rein! Eine recht spannende Akustik herrscht durch das Gewölbe da. Die obligatorische Geschichte der frisch verstorbenen und veräußerten Ehefrau, die aufgeschnitten wurde und doch noch lebte, wurde zum Besten gegeben. Wobei dies alles durch die Chronik der Stadt belegt ist.

Diese und noch viele viele lustige, eklige, spannende und wundersame Geschichten kenne ich jetzt. Ich weiß sogar, wo der Pranger angebracht war.

Herrlich. Also, das kann ich jedem empfehlen. Es gibt auch öffentliche Teilnahmemöglichkeiten, ohne Firmenfeier. Dafür mit Feuerakrobaten.

Coole Sache das.

Eure Ankelilli

 
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Geschrieben von - 18. November 2011 in Alltag

 

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Unser Ausflugsziel des Nachmittags: Das Deutsche Bienenmuseum Weimar

Liebe Leser,
oft genug fragt man sich ja bei so trübem Wetter, was man mit dem angebrochenen Tag anstellen könnte. Wohnt man im Raum Jena/Weimar, könnte man mal einen Ausflug zum Deutschen Bienenmuseum in Weimar machen. Da waren wir heute. Und soll ich euch mal was sagen? SCHÖN ist es da.
Gut, ich bin nicht objektiv. Aber wer ein persönliches Blog liest, sollte dies auch nicht zwingend erwarten. Ich liebe Museen. Und ich liebe Bienen. Was liegt da näher, als ein Museum rund um diese perfekten Wesen zu besuchen?
Warum wir ausgerechnet heute da waren, begründet sich im Bienenmarkt, der mit buntem Treiben, Schauschleudern, Puppentheater und musikalischer Untermalung beworben wurde.
Nach dem Mittag ging es los. (Dass die halbe Familie mit Bauchkrämpfen geplagt wurde, erwähne ich mal nicht, man soll sich ja auf das Schöne konzentrieren)
15:00 sollte es ein Puppenspiel geben (“Der gestiefelte Kater”). Das wollten wir unbedingt sehen. In knapp einer halben Stunde Fahrt war das Ziel erreicht. Schon die Gebäudeanlage des Museums ist ein Traum. Weniger glücklich- die Parkplatzsituation an so einem vollen Tag.
Nach dem Zahlen von 5,- für eine Familienkarte (vertretbar) stürmten wir erstmal durchs Haus zum Saal, wo der Kater schon den Müller beschwatzte. Ich muss sagen, ich war EWIG in keinem richtigen Marionettentheater mehr gewesen, so richtig mit Holz-PopUp Buch als Kulisse, bestimmt 10 verschiedene Seiten, 3 Marionetten und einem Puppenspieler, der so charmant und begabt war, dass man selbst als Erwachsener richtig gebannt davorsitzt. Toll!
Danach schlenderten wir durch die Ausstellung. Leider leider mit drei Kindern ohne Mittagsschlaf, so dass ich nur einen Bruchteil an Informationen aufnehmen konnte. Zudem war es recht voll. (Notiz an mich: Mal wieder hinfahren und Lücken auffüllen).
Aber selbst die gesehenen Dinge waren toll. Beeindruckend sind die Holzschnitzfiguren, die übermannsgroß im Inneren ein Bienenvolk aufnahmen. Eine solche war sogar noch aktiv in Benutzung. Doch auch die vielen vielen Beuten, Gerätschaften und Werkzeuge waren hochinteressant. Und überall roch es so wunderbar honiglich. <3
Nachdem wir die Räume angesehen hatten und es gerade nicht regnete, ging es in den Hof. Von Imkern über Kunsthandwerkern bis hin zu Kreativwerkstätten und allerlei kulinarischen Leckereien gab es alles zu bestaunen. Sogar begattete Bienenköniginnen. Eigentlich hätte man (ich) sich (mir) alles kaufen können, um sogleich in die Imkerei einsteigen zu können. ;)
Auf dem Weg nach draußen entdeckte ich noch einen Schatz: Eine doppelte Holztür zur Bibliothek. Ohhhhh mein bibliophiles Herzlein hätte nur zu gern ein paar dieser Schätze näher begutachtet, aber wir mussten den Kindern erstmal Freilauf lassen. Als sie den ausgenutzt hatten und die Zuckerwatte teils im Magen, aber vorrangig auf Händen, Haaren und Gesicht verteilt war, wollten wir dann dort noch einmal einkehren.

Leider lief gerade ein Vortrag. :(
Nun gut, Papier ist geduldig, also muss ich es auch sein.
Wir kommen wieder!

Summende Grüße,
Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 2. Juli 2011 in Alltag

 

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Tag der offenen Tür und der goldenen Instrumente beim Blasmusikverein

Liebe Leser,

Der 18.6.2011 war ein ganz schön voller Tag. Warum wir erst so spät und ein wenig erschöpft beim Klanghaus des Blasmusikvereins ankamen, könnt ihr hier nachlesen.

Als wir dann doch erwartungsvoll und gut gelaunt in den Garten des Stammsitzes kamen, erlebten wir noch den letzten Rest des aktiven Darbietungsgeschehens des Tages mit einem Auftritt der musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Herrn Reisner. Die kleinen waren sehr aufgeregt, schien es mir, aber machten ihre Sache ganz toll.
Nachdem der Beifall geklatscht war, wollten unsere drei dann endlich an die Instrumente, aber zugleich mit Kumpel S. spielen, der aus ihrer Kindergartengruppe letztes Jahr in die Schule gekommen war. Die Neugier auf die großen goldenen Ungetümer siegte allerdings (vorerst).

Von Tenor und Es-Horn zu Posaune und Tuba wurde alles mehrfach angespielt. Überraschenderweise fand Hannes außerordentlichen Gefallen am Es-Horn und bekam “mit Leichtigkeit” gar nicht mal so schräge Töne heraus. Da fiel sogar das Stillsitzen leicht ;)
Die längste Zeit spielten sie jedoch ausgiebig und leidenschaftlich mit … wie soll ich das beschreiben…. Trainingsgeräten? Kleine Werkzeuge, die bei konstantem Luftstrom einen Ball schweben lassen. Manchmal kann das Leben so einfach sein :D
Aber auch kleine Miniblechblasinstrumente, mit und ohne Ventil (dessen Funktionsweise erstmal studiert werden wollte), Pustefussball und ein Lungenvolumentrainer wie ich ihn von Omi nach dem Schlaganfall kenne, standen zur Verfügung. Dr. Richter und seine Mannschaft hatten alle Hände voll zu tun, Mundstücke zu spülen und Pfeifen zu desinfizieren. Mit viel Geduld und noch mehr Fachwissen bewältigten sie den Ansturm aber großartig.
Nach all der Pusterei musste natürlich auch mal was getrunken werden. So kam ich in die Gelegenheit, mit der Leiterin der Musikschule, Frau Weber zu schwatzen. Das tat ich nicht zum ersten Mal und so wurde ich gleich mit den Worten begrüßt: “Ach Sie habe ich heute schon vermisst!” Hach. <3 Das hört man gern, oder?

Nun, da es drinnen auch noch Stationen gab und Hannes ja unbedingt wieder einmal trommeln wollte (“Mama, das Becken da heisst ‘Crash’!”), gingen wir anschließend natürlich noch in den Raum der Trommeln. Putzigerweise war für den Großen nach einer Schlagzeugrunde der Tischkicker im Foyer intessanter, aber eigentlich war es nach der Menge an Eindrücken diesen Tages auch nicht verwunderlich.
So blieb nun das Füllhorn an Percussions für den Florian konkurrenzlos zurück und der Wicht tat sein Bestes, auch noch die kleinste Glocke und größte Pauke auszutesten. Ich glaube, er hatte Spaß. :)

Daheim dann waren alle (ja, auch die Erwachsenen) total knülle. Ich klemmte mich vor den Rechner, Matze düste mit Hannes nochmal zum MediaMarkt, denn bekanntlich stecken wir ja in einer Nicht-Technik-Phase fest und das Laptop- Ladekabel hatte den Geist aufgegeben.

Als sie letztlich erfolglos wiederkamen, nahm er sich das kaputte Netzteil schließlich samt Werkzeugkoffer vor, und drei kleine Zuschauer verfolgten das Schneide-Abisolier-Schneide-Lötspektakel vom Bett aus. Ich widmete mich seit Langem mal wieder selbstgemachten Gnocchi, dem leckersten Essen der Welt. Als die Kinder dies bemerkten, gab es nicht nur für den Heimwerkerkönig Begeisterungsstürme, sondern auch für mich. Sofort hatte ich drei Küchenhelfer neben mir, die eifrig Klößchen rollten. <3
So viel wie heute lobten, knutschten und herzten sie uns schon lange nicht mehr.
So zeitig wie heute schliefen sie auch schon lange nicht mehr ein.

So ist das mit den Tagen, die so voller Eregnisse stecken, dass man locker zwei aus ihnen machen könnte.

Und jetzt habe ich mir den Hals verrenkt. Hmpf.
Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 18. Juni 2011 in Alltag

 

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Kirschen <3

Liebe Leser,

Manchmal ist alles zu einfach. Eine schöne Zeit mit seinen Kindern zu haben, zum Beispiel. das kann anstrengend, kostenintensiv und manchmal auch nervig sein. Die schönsten Momente sind aber eigentlich die, die spontan entstehen, kein Geld kosten und allen gefallen.

So letzten Sonntag zum Beispiel, als ich nur ein paar Kirschen pflücken wollte. Allerdings hatte ich keine Lust auf die Leiter, sondern wollte mal wieder im Baum herumklettern. Nun ist der Kirschbaum meiner Schwiegereltern geradezu perfekt zum Äffchen spielen geeignet, so dass nur wenige Momente nach mir nicht nur ich, sondern auch die Troika in den Ästen hing. Zu Beginn noch vorsichtig, dann nach und nach mutiger.
Hannes, der ja Kirschen liebt, futterte sich Ast für Ast durch und freute sich über sein Kirschvampirgesicht. Anna nahm, was er fallen lies und verzierte ihre Kleidung im Kirschbatiklook. Und Florian? Tat das, was er am Liebsten tut. Lesen. In einer Astgabel sitzend mit Kissen im Rücken. Und dazu noch kluge Ratschläge verteilen wie: “Hannes, du solltest sie [die Kirschen] besser waschen!”
 
Und ich? Wurde als Star bezeichnet und musste letztlich fast mit der Flinte aus dem Baum vertrieben werden. Mein Schwiegervater fragte dann noch nach, ob ich auch wirklich erwachsen sei…
Nun ja, vielleicht noch nicht ganz, würde ich sagen….

Kirschige Grüße, Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 14. Juni 2011 in Alltag

 

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Ein bipedaler Kindertagsausflug: 25,437 ist die magische Zahl.

Liebe Leser,
na, erwartet ihr sehnsüchtig meinen Bericht?
Nun, hier ist er:

Gut gelaunt nach Pfannkuchen/Müsli/Porridge/Brötchen – Frühstück, je nach Vorliebe warteten wir noch die Waschmaschine des Tages ab (muss ja alles seine Ordnung haben) und starteten kurz nach 10Uhr am Vormittag des 2.6.2011 in Richtung Leuchtenburg. Diese war das Ziel, wobei wir offen hielten, ob wir letztlich bis auf den Berg hinauf kraxeln würden.

Es galt, einen aktiven Tag mit vielen kleinen Entdeckungen, Picknick, eventuell ein paar Geocaches und sonstigen Überraschungen zu verbringen.

An der Autobahnbrücke der A4 machten wir die erste Pause. Hier nisten nämlich Dohlen und Turmfalken und wir hofften, diese beobachten zu können. Einen Turmfalken erwischten wir, aber ob es Dohlen oder Krähen waren, die herumflogen, war gegen das Licht nicht wirklich auszumachen.

Kurze Zeit (ca. 4km) später kamen wir an den Mittelpunkt der Erde… ach nee, den Mittelpunkt des offiziellen Saale- Radweges, genau zwischen Quelle und Mündung. Als Augenmerk dieses Faktes lässt sich deswegen ein Geocache finden, zum Ärger der Kinder ohne Gimmicks. Leider blieb dieser der Einzige, denn die anderen lagen nicht vom Radweg aus erreichbar auf dem anderen Saaleufer.

Felder über Felder, einige bestimmte Pflanzen und etwa 2km weiter hatten wir das Glück, die ersten Rotmilane des Tages beobachten zu können. Zu dem Zeitpunkt konnten wir nicht ahnen, dass dieser Ausflug zu einem wahren Rotmilan – Fanevent ausarten würde. Immer wieder kreisten sie – teilweise 4 Stück in einem Blickfeld- recht nah über uns hinweg. Das war wirklich bemerkenswert, denn sie waren so nah, dass ihr Schatten schon über uns hinwegziehen konnte. Toll!
Hier habe ich ein – leider verwackeltes- Video für euch:

Auch ein Graureiher flog über uns hinweg. Ein wunderschöner Vogel.
Als dann ein Traktor auf uns zukam und uns des Feldes verwies, brachen wir die Tierbeobachtungen ab, ohne näher definieren zu können, was da auf den Feldern sich alles tummelte. Schade!
Weiter ging es, die Leuchtenburg konnten wir immer näher rücken sehen. Florian beschwerte sich mittlerweile so langsam über die Picknickdecke auf seinem Gepäckträger, er müsse ja alles, das schwerste und als Einziger etwas transportieren. Natürlich.
Zum Glück war die Zugstrecke immer sichtbar und ständig kamen die verschiedensten Modelle vorbeigerauscht, was immer ein großes HALLOOOO gab.

Mittagspause machten wir in Rothenstein / Oelknitz. Direkt an der Saale gab es Butterbrötchen, Salami am Stück, Erdbeeren und Gemüse. Und Mehlschwalben, die sich gar nicht scheu direkt neben uns Lehm aus dem Boden pickten, um ihre Nester zu bauen. Schaut mal:

Zudem- es war ja Männertag- gab es auch reichlich Herrentruppen zu beobachten, die Schlauchboote (mein Mann sprach von der Spanischen Armada) zu Wasser ließen, um den Ehrentag zu Wasser zu begehen.

Leider führte der Radweg nun fast ausschließlich über öffentliche Straßen, was es mit 3 kleinen Kindern nicht wirklich entspannt macht. So war die Motivation ein wenig eingebrochen, als wir zwei Ortschaften weiter an einem Spielplatz ankamen. Hier durfte sich die Bande dann mal austoben, immerhin hatten sie ja bis dahin kaum Bewegung ;)

Die Leuchtenburg war zum Greifen Nahe, das Ziel schien fast erreicht. Nur, der Radweg führt nicht dort hinauf. Nur ein örtlicher Wanderweg. Ebenso pausierende Radwanderer rieten uns ab, wir sollten doch lieber nach Kahla fahren und dort in einen Biergarten gehen, der an der Mündung des Radweges liegt. Einen Spielplatz gäbe es dort auch. Das klang verführerisch. Aber wir wollten ja zur Leuchtenburg. Und 3km Wanderweg sollten zu schaffen sein. Also los. ICH war ja dafür, die Räder anzuschließen und zu laufen. Mein Mann nicht.
Spulen wir mal einen Kilometer und x Höhenmeter vor. Die Fahräder fanden nun also doch Platz an einem Zaun und wir wanderten ohne das Geschiebe los. Anna sollte jetzt mal laufen. Die Betonung liegt auf “sollte”.
Gelb-weiß-gelb. Dem galt es zu folgen. Taten wir auch. Bis wir an eine Gabelung kamen. Und dann an noch eine.

Falls einer meiner Leser mal vorhat, zur Leuchtenburg zu wandern und dem gelb-weiß-gelben Weg bis zum Forstweg auf dem Kamm zu folgen, dann sollte er sich dies merken: AUF DEM FORSTWEG GEHT ES LINKSRUM! Das ist nicht ausgeschildert. Wir liefen erst ca. 1km nach links, dann wieder zu Kreuzung zurück, dann 1km nach rechts. Nichts war ersichtlich, außer, dass die Leuchtenburg ganz wo anders lag. Mist. Aufzugeben, weil es vernünftiger ist, obwohl das Ziel quasi zum Greifen nah ist, ist nicht unsere Stärke. Trotzdem taten wir es. Um dann, bei unseren Rädern ein großes Picknick zu machen. Mit Decke, TING!-Büchern und dem ganzen Drumherum. Ein Wandersmann mit Hund klärte uns dann auf, dass LINKS richtg gewesen wäre, man noch das Tal nach unten und steil wieder hinauf auf einem sehr schlechten Pfad hätte wandern müssen.
Da ging es uns schon besser.

Also wieder rauf aufs Rad und sauuussss den Berg hinab Richtung Kahla. Wir hatten es ja zumindest versucht.
Auf dem Weg dorthin gab es verschiedentliche Highlights. Das erste blutige Knie, eine zerschmetterte Klingel, eine einschlafende Anna, einen verpassten Cache.
In Kahla angekommen, wollten wir schön im Zentrum eine Eisdiele finden. Bemerkt ihr die Formulierung? Wir wollten. Nicht “fanden”. Tolle Häuser gibt es da. Nur leider alle entweder zerfallen oder abgebrannt.
Was wir fanden war den Bahnhof. Yeah! Lasst uns mit dem Zug nach Jena fahren. Ab ins Zentrum und in die Eisdiele unseres Vertrauens. (Milchmix)
Gesagt, getan. Für 9 Euro kamen wir alle höchst zufrieden und mit einer weiteren Beule in der Stadt an. Die Kinder fanden es großartig. Man kann mit ihnen schon gut in der Stadt fahren, so dass wir um 18 Uhr auf die orangenen Stühle fielen und unsere Eisbecher und den Espresso geießen konnten. Das Geld der Großeltern reichte genau, es wurde natürlich gleich umgesetzt.

Dann hieß es wieder “Ab aufs Rad” und heimwärts. Die letzten 7km liefen gut, auf die Verletzungsbilanz kam noch eine aufgeschürfte Hand.
Daheim zu Hause war dann die Belastung deutlich zu spüren. Alle Verletzungen noch einmal säubern und das Knie frisch verbinden hieß für den Großen: Über das Weinen einschlafen.

Auch die Kleinen schliefen schnell.
Und weil ich jetzt diese 1000 Wörter so ordentlich verfasst, 2 Videos veröffentlicht und die Bilder eingebunden habe, freue ich mich jetzt auf den Sekt, den ich heute morgen für genau JETZT kalt gestellt habe.

Es waren 25,437km auf dem Rad, etwa 3 zu Fuß und gute 9 Stunden auf Achse.
WOW.

Eure Ankelilli. Sonnenverbrannt natürlich.

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Geschrieben von - 2. Juni 2011 in Alltag

 

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Tag der offenen Tür der neuen Gemeinschaftsschule Lobeda

Liebe Leser,

heute durften wir uns “unsere” Klassenräume und die restlichen Zimmer des Schulgebäudes ansehen, welches “unsere” neue Jenaplanschule beheimaten wird. Das war spannend! In den einzelnen Räumen war jeweils die Möglichkeit verschiedener Aktionen gegeben. So haben wir im Werkenraum basteln und kleistern dürfen. Davon waren unsere Kinder natürlich sehr begeistert. Auch im Erdgeschoss befindet sich das Musikzimmer, hier wurde, fast traditionell, auf den Cajons getrommelt.

Die eigentlichen “Klassenzimmer” befinden sich in der 2. Etage des Gebäudes. Dieses selbst wirkt wunderbar hell, freundlich und sauber. Der Speiseraum hat Mensa- Charakter, und das meine ich positiv. :)

In den zur Verfügung stehenden, offenen Räumen wurden AGs, Projekte und der Elternbeirat vorgestellt. Zudem konnte man sich über die Namensvorschläge informieren, die für die Schule vorliegen. Es sind in der engeren Wahl die folgenden Namensgeber:

Wenn man mich fragen würde, wäre meine Stimme klar bei Maria Sibylla Merian. Schon alleine die Nähe zur Naturwissenschaft, aber auch ihr Charakter, sich zu einer Zeit gegen die Männerwelt zu behaupten, in der Frauen nichts zu sagen hatten, beeindrucken mich. Sie beschäftigte sich intensiv mit Insekten, und das, obwohl diese damals aus “Teufelsgetier” geächtet wurden. Sie hingegen studierte sie minutiös, erforschte die Metamorphose von Faltern und deren Bezug zu den arteigenen Futterpflanzen. Die von ihr geschaffene Einteilung der Schmetterlinge in Tag- und Nachtfalter hat noch bis heute Gültigkeit.
Ja, ich finde diesen Namen sehr passend, denn sie steht beispielhaft dafür, wie man mit dem richtigen Engagement und Willen zu jeder Zeit großes schaffen kann. Und aus einer Elterninitiative in kurzer Zeit eine funktionierende Schule zu schaffen ist eine große Leistung, das sollte man sich immer wieder bewußt werden.

Neben den Namenspaten gab es auch für uns selbst sehr interessante Informationen. So wird es eine Blockflöten- und eine Trompeten-AG geben. Yeah, Hannes habe ich für Trompete angemeldet. Außerdem wird er portugiesisch lernen können, in einem fakultativen Kurs von der 1. bis zur 4. Klasse. Die 2. Fremdsprache wird an der Schule ab der 5. Klasse für alle nämlich portugiesisch sein. Was ich genial finde, denn die Möglichkeit, die achthäufigste Weltsprache zu lernen, ist in Thüringen nur hier und in einer Schule in Erfurt (?) gegeben. Der Kurs für die Kleinen legt sicher eine gute Basis für den weiterführenden Unterricht.

Im Raum für “Natur” studierten die Kinder bis ins Detail eine 3D Karte von Thüringen und festigten so ihre kartografischen Kenntnisse. Später dann wurden Teile eines Schmetterlings (Bein, Flügel, Schuppe, Rüssel) unter dem Mikroskop erkundet. Dreimal, nein, eigentlich dürft ihr nur einmal raten, wer hier Feuer und Flamme war…

Nach dem interessanten und schönen Erkundungsgang verbrachten wir noch eine Weile an der frischen Luft bei Bratwurst und Kuchen, Balanceseil und Fußball. Wir trafen sogar noch meinen Cousin nebst Tochter, die hier in die 5. Klasse kommen wird! :)

Und weil er dann sah, dass ein weißer Bus hinter der Schule vorfuhr und wir 3 Minuten früher noch darüber sprachen, entschieden wir uns spontan gegen einen Ausflug zum Tierpark Eisenberg und für ein Spiel der Hanfrieds unten an der Saale.
Wir hatten ja keine Vorurteile und so war es nicht verwunderlich, wie spannend und richtig cool American Football sein kann. Das nächste Spiel wird am 5.6. sein, wir haben es uns schonmal in den Kalender geschrieben. Hoffentlich werden sie nicht schon wieder, wie heute, verlieren. Aber wie ich gehört habe, sind sie gut auf solch ein Ergebnis trainiert mittlerweile. :/
Spannend war es trotzdem. Dank des netten “Stadionsprechers” wissen wir jetzt auch, wie ein Spiel von American Football funktioniert. Ist gar nicht so schwer zu verstehen. Zudem ist es durch die raschen Szenenwechsel auch wirklich kurzweilig. Nicht zu vergessen, die Cheerleader. Auch wenn sie so manches mal zum “cheeren” angeregt werden mussten. :D
So denn, das war ein sehr voller, warmer, aktiver Tag. Mal schauen, was es morgen so gibt. Außer Spargel zum Mittag.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 7. Mai 2011 in Alltag, Schule

 

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Jetzt sind wir so schlau wie der “Schlaue Ux”! (Waldpfad Jena)

Liebe Leser,

am liebsten würden wir gleich an die Decken der Kinderzimmer Greifvögelsilouetten malen. Da die Jungs eh von kaum etwas anderes reden derzeit und wir heute eine ebensolche Girlande im Wald besuchten, kochen die Gemüter hoch.
Was ist da los?
Wir waren spazieren. Wandern. Uns bilden. Kostenlos. In Deutschland. Draußen. Bei schönem Wetter. Mei, was sind wir vorbildlich.
Prinzipiell war es ein schöner Marsch mit netten Leuten durch herrlich grünen Wald. Entlang des Waldpfades “Schlauer Ux”. Dieser Name war und ist sehr seltsam. Den Kindern nichtssagend, mich verwirrend. Die Mutter des Fuchses heisst Lyn. Wenn ICH jetzt Lyn und Ux verbinde, ergibt sich “Lynx” – Die Familie der Luchse. Nicht Füchse. Aber egal :D Ich nehme an, so vielen fällt das nicht auf.
Ökologisch mitdenkend kamen wir pünktlich 12:55 Uhr am Treffpunkt “Katharinenstr.” an und trafen im Bus schon Florian nebst Kind und Begleitung, freuten uns über dystopistische Überraschungen und warteten dann noch auf Künstler Jojo, natürlich mit der bezaubernden Biologin Nadini, aber ohne den noch lebenden Hamster.
Damit waren wir komplett und marschierten steil hinauf zum Bismarckturm. Hier startet der Pfad.
Auf etwa 4 Kilometer (für Erwachsene) oder 6 Kilometer (für durch den Wald sausende Kinder) findet man da 18 Punkte, an denen es Spannendes zu entdecken gibt:
-Wildspuren
-Bäume bestimmen
-Pilze kennenlernen
-Singvögel erkennen
-Aufbau eines Fuchsbaus
-Waldnutzung: Wege, Forstbetrieb, Erholung

Beim Sommerwetter hatten wir jede Menge Spaß. Nicht zuletzt durch unser neues Geekspielzeug: Den TING Stift nebst Vogelbestimmungsbuch (Was fliegt denn da?: Der Fotoband. 346 Vogelarten Europas) , welches uns meine Schwester als Dankeschön für einen neuen alten Rechner zukommen ließ. (Kuss und DANKE- so COOOOOOOL)
So konnten wir ständig herumblättern und uns Vogelgesänge anhören. Sehr lehrreich und praktikabel, da der TING Stift selbst in etwa so groß ist wie ein dicker Kugelschreiber. Er passt also in jede Tasche. Ich vermute, für die nicht-Vogelfanatiker unter den Erwachsenen war das mitunter etwas … fad? (stimmts? Hm?) aber das ist mir egal :D
Ich kann den Pfad für alle empfehlen, die etwas über die heimischen Wälder lernen wollten. Da nicht nur Fauna und Flora thematisiert sind, sondern auch Wirtschaft und Geschichte, sollte auch für jeden etwas dabei sein. Und nicht zu letzt der “Baumwipfelblick” mit seinen wunderbaren Holzliegen mitten im Forst sollten Grund dazu sein, sich auf die Pirsch zu machen.
In meinen Augen hätte man auf die nichtssagenden lustigen Dialoge der Stationsschilder verzichten können, aber die musste man ja auch nicht lesen. Hab ich dann auch irgendwann nicht mehr getan.

Unterwegs fanden wir auch noch einen Cache, in einem sehr sehr coolen Versteck, und soviel sei gesagt, wer ihn findet, kann sich im Logbuch einen originalen Beetlebum Comic ansehen. :D Aber ja drinlassen!

Ich fand ja das Hexenhaus am Besten. Ziemlich cool, als kleine Holzhütte, mit einem Tisch und Bänken für 4 Leute. Drinnen gibt ein ein Märchenbuch, was zum Vorlesen einlädt. YEAH! Meine Welt. Und schon saß ich drin und las das Märchen vom “Waldhaus” vor. Das hatte ich vor Jahren mal gehört und fand es jetzt so richtig klasse wieder.

In dem Sinne, hinaus in die Natur. Anna fand sogar noch ein Osterei, wer weiß, auf welche Überraschungen ihr stoßen werdet…

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 25. April 2011 in Alltag

 

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Erlebnisbericht Waldzoo Gera

Liebe Leser,
gestern, Sonntag, 3.4.2011. Familie B. aus Jena möchte gern einen Ausflug machen, nachdem der Samstag mit einer 7km Wander- und Geocachingtour über Landgrafen, Windknollen, Sonnenberge und Papiermühle, Eis-essen, Grillen und Freundetreffen sehr schön ausgefüllt war.
Der Sonntag begann mit dem Besuch eine alten Bekannten, nur war er bisher nie bei uns am Vogelhaus gewesen: Der Herr Gimpel, oder auch Frau Gimpel, wer weiß :)
Weitere Faunenerlebnisse sollten am Nachmittag auf uns warten. Wir planten einen Ausflug nach Gera, in den “Thüringer Waldzoo”. Angeblich innerstädtisch gelegen, voller heimatlicher Tiere, auch ein paar Exoten, aber eben vor allem Luchse, Hirsche, Eulenvögel, Bauernhof und eine große Berberaffenanlage lockten. Erstaunlicherweise hat der Waldzoo Gera keine eigene Webseite! So dass Wikipedia (hier zudem als “Tierpark Gera eingetragen”) und die Unterseiten der Stadt Gera die einzigen Informationsquellen waren.
Wichtig waren für uns ja die Preise und die Fahrzeiten der ehemaligen Pioniereisenbahn, die nun vom Geraer Wald- Eisenbahn- Verein e.V. betrieben wird. Zitat HP der Stadt Gera: “Gefahren wird von April bis Oktober dienstags bis donnerstags, am Wochenende sowie Feiertags von 9:30 bis 11:30 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr.”
Super, dachten wir uns, das ist ja geradezu perfekt. Die Saison war gestartet, tolles Wetter, Sonntag. Tierpark und Eisenbahn, dazu schloss sich noch eine befreundete Weimarer Familie an, LOS GEHTS!

Gegen 14 Uhr kamen wir an. Zum Glück kann das Telefon meines Mannes navigieren, denn ausgeschildert ist der Touristenmagnet nur im direkten Umfeld des Parks.
Wir zahlten 7,-€ für eine Familienkarte, das finde ich absolut in Ordnung. Hier gilt auch eine Familie “2 Erwachsene und bis zu 5 eigene Kinder” – Nicht selten ist eine Familienkarte heute auf 1-2 Kinder beschränkt. Also, *daumenhoch* für diese Preispolitik. Wir wollten ja auch noch Eis essen und Eisenbahn fahren.
Also nun endlich ab in den Park. An beiden Eingängen gibt es ausgiebige Spielplätze, die nach der halbstündigen Autofahrt erstmal ausgetestet wurden. Ich suchte in der Zwischenzeit (vergebens) Waldkauz und Mongolischen Ringfasan. Diese wäre theoretisch in einer sehr großen, ansprechenden Durchgangsvoliere zu finden gewesen.

Zur Freude der Kinder schloss sich allerdings gleich das Streichelgehege der Afrikanischen Zwergziegen an. Da nicht zu viele Besucher hineinstürmten, konnten alle drei einen kleinen Tierkontakt schließen. Lang dauerte es nicht, denn sie hatten mitbekommen, dass es hier einen Zug gibt. Die Schienen sind direkt neben den Gehegen verlegt. Jetzt kann man sich vorstellen, wie es ist, wenn drei kleine Kinder im 2-Minuten-Takt nach der Bahn fragen. Da nutzte auch unsere Zusage nichts, dass wir definitiv fahren, wenn wir an den Bahnhof kommen. Nun ja, den Spaß ließen wir uns nicht nehmen. Im weiteren folgte der Bauernhofbereich des Waldzoos. Hier gab es schnuckelige Meerschweinchen in einem Streichelgehege, Jippieh! Leider war keines draußen.

Kaninchen, Chinchillas (ja, wirklich) und allerlei anderes Getier wurde inspiziert, dann kamen wir so langsam in den Bereich der größeren Anlagen. Die offizielle Beschreibung bewirbt die “tiefen Erosionsschluchten” des Zoos. Ich muss auch sagen, dass das Gelände sehr interessant ist. Gute Wege, hübsche Brücken, ausreichend viele Papierkörbe machen es auch einfach zum Spazierengehen absolut einladend.

Wir spazierten also im Sonnenschein umher und kamen dem Bahnhof “Wolfsgehege” dabei immer näher. Auf dem Weg dahin begegnete uns ein einsames Gehege eines Mäusebussards. Dabei stand dieses Schild, was ich wirklich toll fand:

Aber dann, ENDLICH kam der Bahnhof in Sicht. Fragen wurden laut, warum die Waggons denn zugedeckt waren… Und dann auch noch, wo denn die Lok sei (“Die ist bestimmt im Depot!”) …. Und als ich dann auch noch dieses Fenster hier sah, trösteten weder das hübsch geschwungene Gitter noch die liebevolle Bepflanzung darüber hinweg, dass noch GESCHLOSSEN war!

Das war die Enttäuschung des Tages. Sogar für mich. Die Kleinen waren, verständlicherweise, stocksauer. Als mir dann Lügen unterstellt wurden, war ich stocksauer. Es sollte ab April am Wochenende gefahren werden, es war der 3.4., Sonntag und Bombenwetter. Der Zoo war voll. Hier hat sich jemand ein großes Geschäft entgehen lassen und negative Berichte provoziert. Schade!

Etwas angesäuert suchten wir weiterhin nach Tieren. Eine Bache mit Frischlingen lenkte (zumindest die Kinder) ausreichend ab.

Ich wurde fröhlicher, als ich einen Schwarm Bienen am Schaukasten beobachten konnte. Schön, wie leicht ich manchmal wieder gute Laune bekommen kann :)

Für die Kinder entstand das Highlight des Besuches abseits der Pfade, als Hannes einen Kleiber rufen hörte, ihn dann auch gleich neben und im Baum fand und dieser sich dann in ganzer Gesangespracht präsentierte:

So war der Ausflug in den Waldzoo Gera am Ende doch ein schöner Nachmittag, auch wenn man “die Tiere suchen musste”, wie unsere Freunde treffend zusammenfassten.

Vielleicht kommen wir mal wieder, aber nur, wenn diese Parkeisenbahn auch tatsächlich fährt.
Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 4. April 2011 in Alltag

 

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Rezension: Kinderbuchklassiker – Pinocchio von Carlo Collodi, Neuauflage mit Illustrationen von Quentin Gréban

Liebe Leser,

irgendwann hat man keine Lust mehr auf Adaptionen und malerisch- blumige Veränderungen von klassischen Geschichten. Ist der Zeitpunkt da, liest man die Originalen und merkt, dass man die Tiefe und genaue Handlung gar nicht mehr kennt- und dass sie sehr schön ist.
So geschehen derzeit in unserer Familie mit Pinocchio.

Im Bücherpaket von Stefanie Leo (www.buecherkinder.de) befand sich eine Neuauflage des Klassikers aus dem NordSüd- Verlag. Übersetzt von Sabine Ludwig und illustriert von Quentin Gréban ist diese Ausgabe der Traum eines Kinderbuches. Eigentlich eines jeden Buches. Das Papier ist weiß, der Buchrücken aus rotem Leinen. Die Bilder sind wunderschön, detailreich und ganz klassisch, ohne moderne Abstraktionen und in dezenten Farben. Teilweise erstrecken sie sich über ganze Seiten, das macht sich zum Vorlesen natürlich ideal.

Zur Handlung muss man nicht viel sagen. Seit über einhundert Jahren begeistert die kleine Holzpuppe Pinocchio kleine und große Kinder, aber auch Erwachsene. Der typische Gut- Pol (Geppetto) steht dem Bösen (Feuerfresser, Kerzendocht) gegenüber und der kleine Junge dazwischen. Mal will er fleißig und gut sein, mal lässt er sich zum Nichtstun und Faulsein überreden. So wird er übers Ohr gezogen, belogen und festgenommen, um völlig geläutert am Ende doch ein echter Junge zu werden und den Pfad der Tugend mit seinem Vater vereint gehen zu können.
Weggefährten gibt es viele, die auch außerhalb der Geschichte immer wieder im Alltag auftauchen. So gibt es die blaue Fee (die im Gegensatz zur Disney- Adaption blaue Haare hat), die sprechende Grille (nebst ihrem Geist), Fuchs und Wolf, den Kutscher oder den Puppenspieler Feuerfresser.

Ich bin froh, dass wir diese Geschichte jetzt in der ursprünglichen Fassung haben und meine Kinder sie so kennenlernen können. Die Jungs sind jeden Abend wie gebannt und fiebern mit, wie es dem kleinen Jungen, der er ja trotz seiner Holzform ist, auf seinem Weg weiter ergehen mag. Auch wenn das Buch im Regal sicher eine Augenweide ist- hier stimmen gleichwohl Inhalt und Aussehen!

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 29. März 2011 in Rezension

 

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Vogelexpeditionen werden nun mit Geocaching verbunden!

Liebe Leser,

was für ein Tag. Als sich heute morgen die Wolken verzogen, wurde ein Ruf laut: “FAHRRAD FAHREN!!!”
Nun gut, warum nicht. Punkt 10 Uhr starteten wir für eine Stunde auf eine kleine Tour im Sonnenschein. Leider leider ohne Fernglas und Fotoapparat. Dafür mit guter Laune und zwei gesuchten Geocaches. Einer mit dem häufigen Namen “Wasserturm”, direkt am Saale(rad)wanderweg in Göschwitz, der andere nur 200m davon entfernt an der sogenannten “Bügeleisenbrücke”.
Auf dem Weg zur Saalebrücke kam und Hannes total entgeistert entgegen, da er einen Kleiber kopfüber am Wegesrand an einem Baum gesehen hatte. Wie schön!
Später erspähten die Jungs angeblich noch Buchfinken. Nun ja, ich habe keine gesehen :-)
Am “Wasserturm” dann geschah etwas wunderbares: Wir konnten tatsächlich einen Schwarm Gimpel in freier Natur beobachten. Die roten Bäuche, schwarzen Köpfe, Flügel und den knalligen weißem Fleck darauf waren sie in der Sonne so auffällig, dass auch die Kinder ganz verzückt waren. Leider konnten wir kein Bild machen, da bin ich sehr traurig.

Den Cache fand mein Mann dann auch sofort. Nach dem Eintrag ins Logbuch und dem Obligatorischen Tausch von “Fuppenjucks” ging es weiter zur “Bügeleisenbrücke”. Keine Vögel, kein Schatz, nur viele Muggel. Schade. Wir suchten lange, aber fanden nichts.
Also radelten wir nach Hause und waren pünktlich zur “Sendung mit der Maus” zu Hause.
Nach Hackbraten, frischem Gemüse und Salzkartoffeln wurde eine kurze Mittagspause abgehalten, danach ging es wieder auf die Drahtesel. “Richtung Paradies” war der Plan. Kuchen und Wasser im Rucksack waren wir erstaunlich schnell und entspannt 6 Kilometer später auf dem zentralen Spielplatz angekommen. Ach, was waren wir stolz. Hungrig und immer noch voller Energie ließen wir der Bande etwas Zeit, sich kaputt zu toben :-)
Danach ging es, ja, tatsächlich wieder per Fahrrad 6 Kilometer zurück nach Hause. Da uns das Quietschen der Stützräder an Foris Radl derart auf die Nerven ging, wurden sie kurzerhand mitten auf dem Weg abgeschraubt. Und weiter ging es leise und genau so sicher wie vorher- hach sind wir stolz :-)

Entsprechend müde und kaputt liegen sie jetzt im Bett. Schlaft gut!

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 20. März 2011 in Alltag

 

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