Liebe Leser,
schon im Januar bekam Hannes diesen Experimentierkasten geschenkt.

Heute nun fanden wir endlich die Zeit, uns dieser wunderbaren Mikrowelt zu widmen.
Mein Mann und ich hatten vor Jahren mal ein ganz schlichtes Set aus Eiern und Futter im Naturkundemuseum Leipzig gekauft und hatten sehr viel Freude an den Krebsen. Leider blieben sie nur einen Lebenszyklus lang bei uns.
Ich hoffe, dass wir diesmal auch selbst neue Eier bekommen! Man findet ja heute Information und Tipps zu den Tierchen überall.
Ich möchte in einer kleinen Dokumentation berichten, wie es läuft, was wir so tun und was passieren wird.
Zuerst galt es, destilliertes Wasser zu kaufen und eine Weile bei Zimmertemperatur aufzubewaren. Das taten wir. Im Supermarkt bekamen wir einen 5L Kanister für um die 2€. Er stand jetzt schon einige Wochen auf dem Schrank im Flur, heute wurde er endlich zweckdienlich geöffnet.

Mit Packung, Anleitung, Wasser und guter Laune las mein Mann den Kindern nun Schritt für Schritt vor, was zu tun sei.
(“Wir beglückwünschen Sie zum Kauf dieses hochwertigen Geräts…”)
Als erstes sollte der mitgelieferte feine Sand mehrfach mit destilliertem Wasser gespült werden. Das funktionierte gut. Bei drei Kindern, die danach gierten, gleichzeitig alle teilzuhaben und dabei nicht hineinzufassen, war das schonmal ein Kraftakt. Aber alles ging gut.
Nach dem Umfüllen in die kleine Plastikguss-Schale wurde mit Wasser aufgefüllt und – nächstes Highlight- von Florian das Thermometer in die vorgeschriebene Halterung gesetzt.
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Jetzt kam wieder etwas Spannendes. Eine Art “Teebeutel” Sollte ins Wasser gelassen werden, wo er in den nächsten 24h für ein passe

ndes Mikroklima im Becken sorgen soll. Da dieser aufschwamm, hatte Hannes die Aufgabe, ihn mit dem Spatel eine Weile im Wasser zu halten. Doch selbst nach weiteren 3h schwimmt er noch immer an der Oberfläche und liegt nicht vollends im Wasser.
Nun galt es erstmal, einen passenden Platz zu finden. Gewählt wurde das Fensterbrett der Küche, da hier viel Licht einfällt und die Temperaturen von 22-25°C ganztags herrschen.
Bisher sind wir sehr begeistert. Die Anleitung ist kindgerecht, lesbar und schön bunt
Wenn man als Erwachsener ein wenig umfassender informiert werden möchte, kann man die benötigten Informationen jederzeit ergooglen. Das Gussbecken ist klar, man kann sehr gut hineinsehen. Es ist auch transportabel. Mal schauen, inwieweit die offene Oberfläche für die Kinder zu einer Verlockung wird. Triops sollen ja durchaus empfindlich auf Fremdeintrag sein. Im Zweifel decken wir das Ganze eben ab.
Morgen abend werden wir die Dauereier ins Wasser legen können. Die beiliegende Lupe war heute Highlight der Packung. Mit ihr
die Finger, Kleidung und auch die Winzeier zu betrachten war für alle total spannend. Dass noch nicht gleich 5cm lange Krebse im Wasser schwammen, war etwas ernüchternd.
Zum Glück haben
wir sie jetzt mehrfach auf den langwierigen Prozess des Schlupfes und des Wachtums informiert. Sie freuen sich schon sehr!
Ich halte euch morgen dann auf dem Laufenden, wenn wir die Eier eingesetzt haben. Das Wasser hat gerade 20°C, das ist untere
Grenze. Ich hoffe, dass bis morgen noch 1-2°C gewonnen werden können.
Bis denne!
Eure Ankelilli.
