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Eine wunderbare Kindergeschichte über das “Anders sein”

Liebe Leser,
eigentlich glaubte ich, mittlerweile alle Geschichten von Wladimir Sutejew zu kennen. Jetzt las ich aber im Kindergarten eine Geschichte vor, die ich in einem Buch unseres Bestandes entdeckte – und sie war zumindest illustriert von Sutejew. Sie heisst:

“Der neugierige kleine Löwe” und stammt aus der Feder Michail Pljatzkowskis im Buch Dicke Freunde.

Inhaltlich geht es schlicht um Sichtweisen. Der kleine Löwe wird von allen als “dumm” angesehen, weil er viele Fragen stellt. Diese offensichtliche Unverhältnismäßigkeit wird unterstützt dadurch, dass er sich auf einem Spaziergang allen Tieren vorstellen möchte und angemault wird, dass er diese nicht “duzen” soll. Also spricht er den Jaguar, wie gewünscht, mit “Sie” an. Als Sieguar. Und das gehörnte Yak als Sieyak. Und die grüne Eidechse als Siedechse. Natürlich bezeichnen ihn die Tiere deswegen als “Dummchen”.

Sehr traurig und voller Unverständnis trottet der Löwe nach Hause. Dabei stellt er sich die Frage, ob es an ihm liegt, dass er sich nicht bekanntmachen kann oder an den anderen, dass sie ihn nicht verstehen. Er wöllte seine Mama fragen, die ja “alles weiß”. Da schließt sich der Kreis wieder zum Anfang, als er von der strengen Mutter immer gescholten wurde, weil er zu viele Fragen stellte.

Ich finde die Geschichte klasse, und auch die Kinder im Kindergarten hörten sehr fasziniert zu. Ja, welche Sichtweise hat man nun selbst? Ist ein Kind dumm, weil es Fragen stellt? Ist ein Kind ein Dummchen, weil es für ihn unverständliche Anweisungen falsch umsetzt und es ihm keiner erklärt? Ist ein anderes Kind “falsch”? Oder haben nur die meisten Menschen eine eingeschränkte Sichtweise auf “richtig” und “falsch”?

Ganz schön viele Diskussionsansätze in so einer kleinen Kindergeschichte. Toll. Unbedingt lesen!

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 13. April 2011 in Alltag, Kindergeschichte, Rezension

 

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Rezension: Walkos Pappenburger

Liebe Leser,

Die arsEdition veröffentlichte im Februar 2011 zwei neue Bücher des erfolgreichen „Holunderbären“ Autors Walko. Zum Einen handelt es sich hierbei um dieses:

und zum anderen um jenes:

Beide Bücher sind für Erstleser konzipiert, also eine sehr anspruchsvolle Zielgruppe. Gerade noch im Kindergarten, gerade in der Schule, voller neuer Eindrücke und dem großen Ziel, selbstständig zu werden. Dazu gehört eben auch das Lesen. Wer sich in diesem Alter nicht für Bücher begeistern kann, wird sich später wohl schwertun. Das selbstständige Erlesen von Handlung schult Konzentration, Durchhaltevermögen und Intelligenz. Selbstverständlich schult es auch die Lesekompetenz, aber die ist ja letztendlich oft nur ein zusammenführender Faktor dieser und noch weiterer Einzelkomponenten.

Wie begeistert man also diese nicht mehr kleinen und doch noch nicht großen Kinder? Nun, mit liebenswürdigen Charakteren, die cooler sind als die Gestalten der Bilderbücher aus den Jahren zuvor. Und mit Handlungen, die anregend sind für Wirbelwinde, Bastler, Komiker oder kleine Professoren. Dieser Spagat soll dann auch noch gut vorzulesen sein, wenn die Kenntnis der Buchstaben noch nicht ausgereift ist. Somit sitzen die (Groß-)Eltern auch noch mit im Boot.

Wenn man nun all diese weiten Umschweifungen zusammennimmt, ist es ein ganz schöner Akt, ein Buch herauszubringen, was all dem Genüge tut.

Walko ist dies ziemlich gut gelungen in unseren Augen.

Handlungsführer sind Mäuse, Familie Pappenheimer ins Besondere, die in Pappenburg wohnen. Pappenburg ist eine Stadt aus Wellpappe. Alles hier ist daraus gefertigt, sogar Autos und Möbel. Wenn man nun an langweilige, graubraune Fetzen denkt, liegt man in Bezug auf Pappenburg falsch. Walko hat es geschafft, eine zauberhafte Atmosphäre zu zeichnen, die detailverliebt, farbenfroh und ungewöhnlich ist.

Die Geschichten sind kurz, im Schnitt 6 Seiten lang. Jede hat eine kurze, dick gedruckte Überschrift bekommen, die aussagekräftig einleitend ist. Die Schrift ist groß, sehr leserlich. Durch die kurzen, nicht geschachtelten Sätze auch für Erstleser. Die Illustrationen umrahmen den Seiteninhalt, geben somit Hinweise, wenn hin und wieder Wörter zu Stolpersteinen werden.

Unsere beiden Erstleser Hannes und Florian haben viel Freude an den Geschichten der Pappenheimer, Pappmosers, dem König und seinem Reiseschloss, dem großen Rennen, der Mondreise und der Zeitmaschine. Der größte Käsekuchen der Welt sieht nicht nur lecker aus, er ist es bestimmt auch. Man erfährt, dass der Mond vielleicht doch nicht aus Käse ist und begleitet Bert auf seinem Weg zum Rockstar.

Alle Geschichten sind in sich abgeschlossen, also auch nicht – chronologisch lesbar. Die Hauptpersonen und Orte wiederholen sich.

Mein Fazit: Unbedingt lesen. Es sind unterhaltsame Abenteuer, gut zum selber-erlesen, aber auch lustig als Vorlesegeschichte. Was sich als Vorteil für Erstleser herausstellt, ist allerdings ein Nachteil für Vorleser: Die Kürze und Abgeschlossenheit der Episoden lässt einen weiteren, dicken, roten Faden durch das gesamte Buch vermissen. Der Charme der Charaktere und Pappenburgs ist dadurch aber nicht beeinträchtigt.

Der Preis je Buch liegt bei 7,95€.

Für Schulklassen oder andere Gemeinschaften habe ich noch einen Tipp: Bastelt aus Pappe euer eigenes Pappenburg! Wenn ihr das toll macht und reichlich Fotos dabei schießt, könnt ihr eurer Ergebnis hier bei diesem Gewinnspiel  einreichen! Dem Gewinner winkt ein Buchpaket! Leider sind unsere Kinder noch zu klein für diese Aktion. :-(

Ich danke der arsEdition für das Zur-Verfügung-Stellen dieser Rezensionsexemplare und möchte an dieser Stelle, da das Thema hier ja immer noch aktuell ist, erwähnen, dass es KEINERLEI Absprachen hinsichtlich meiner Wertung der Bücher gab. Wir finden sie tatsächlich toll.


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Geschrieben von - 1. März 2011 in Rezension

 

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Rezension: Carlotta – Meine Haare kämme ich nicht!

Liebe Leser,

diese Rezension darf ich anfertigen, weil ich eine kleine Zusammenarbeit mit Stefanie Leo gestartet habe. Auf ihrem Portal (www.buecherkinder.de) kann man sich einen tollen Überblick über aktuelle Bücher verschaffen, Meinungen dazu lesen und natürlich auch kaufen, wenn man denn ein paar tolle Werke entdeckt hat. Für die Übersendung der Rezensionsexemplare möchte ich mich herzlich bedanken.

Das Buch “Carlotta – Meine Haare kämme ich nicht” von Annette Langen und Frauke Bahr aus dem Nord- Süd- Verlag ist eines der schönsten Titel, die ich zum Thema “Haare/ Körperpflege” seit Langem in der Hand hielt. Die Aufmachung des Covers ist edel, mit einem Wackelbild, welches den Inhalt des Buches in einem Blick zusammenfasst: Wenn du deine Haare nicht kämmst, wird ein Dschungel drinnen wachsen. In Carlottas Fall ist es erst ein Vogelnest und später ein Lebensraum verschiedenster Organismen. Das verunsichert sie so sehr, dass das Haarekämmen attraktiv wird. Als sie schließlich entdeckt, dass sie sich selbst mit verschiedensten Frisuren immer wieder neu entdecken kann, sind alle glücklich.

Ich bin begeistert von dem Buch, weil es sehr stimmig ist und voller Tiefe, die über die blanke Hauptgeschichte hinausgeht. So werden Zahlen und Mengen subtil eingebunden, Selbstständigkeit angesprochen und Patchworkfamilien oder Adoptivsituationen thematisiert. Dies allerdings nur über die Illustrationen, die im Übrigen sehr ansprechend und detailreich sind. Hier sind die Eltern mit ihr am Tisch zu sehen und durch ihre dunkle Krause und schokoladenfarbigen Teint lässt sich im Vergleich annehmen, dass sie nicht das leibliche Kind sein könnte.

Weil es sich hierbei um ein Vorlesebuch handelt, finde ich es toll, dass man es sich auf www.hoerfux.com kostenlos als .mp3 – Datei herunterladen kann. So können die Kinder sich die Geschichte begleitend zum Hören auch immer wieder selbst ansehen. Mit dem Code im Buch einfach laden, gegebenenfalls auf CD brennen und schon kann’s losgehen.

Ihr seht, dieses Buch gibt viel Anreiz zu Gesprächen und Diskussionen, die über das eigentliche Thema der Haarpflege hinausgehen. So soll es sein, damit man es immer wieder aus dem Regal nimmt.

Ich kann das Buch zum Vorlesen bedingungslos empfehlen.

Eure Ankelilli.


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Geschrieben von - 21. Februar 2011 in Rezension

 

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Rezension in den Frühling: “Alberta geht die Liebe suchen” von Isabel Abedi

Liebe Leser,

bald kommt der Frühling, bald! Wenn ihr euch ein paar Frühlingsgefühle, Schmetterlinge im Bauch und all die schönen Frühlingsgedanken nicht in einem Vorlesebuch für Kinder ab 3 Jahren vorstellen könnt, dann solltet ihr euch mal dieses Buch ansehen:

Dieses Buch handelt von einer kleinen Maus, Alberta, die auf der Suche nach der “Liebe” ist. Sie weiss nämlich, dass das was ganz Spezielles und Tolles sein soll. Auf ihrem Weg trifft sie auf den Mäuserich Fred, und gemeinsam untersuchen sie alles, was ihnen begegnet, um am Ende natürlich eine sehr “überraschende” Erkenntnis zu bekommen ;-)

Es handelt sich hierbei um eines der überraschendsten, gefühlvollsten und schönsten Vorlesebücher, die wir im letzten Jahr gelesen haben.

Ausgewählt wegen der Autorin, nahmen wir es aus der Bibliothek mit. Zudem wirkten die Illustrationen schon beim ersten Durchblättern zauberhaft. Sie stammen von Andrea Hebrock.

Mit welchen Details, Spielereien und Überraschungen das Buch allerdings durchflochten ist, konnten wir nicht ahnen. Sehr leicht und zart sind die Bilder, die absolut perfekt den ziemlich poetischen Schreibstil Abedis ergänzen. Überall sind Herzen versteckt, in Käferflügeln, Grashalmen, Wellen, Wolken… Auf jeder Seite ist man angeregt, genauer hinzuschauen und somit auf einer ganz anderen Ebene selbst “die Liebe zu suchen”.

Ich kann es euch nur ans Herz legen: Lest dieses Buch, es verzaubert Groß und Klein!

(Isabel Abedi: Alberta geht die Liebe suchen. Illustriert von Andrea Hebrock. Sauerländer ISBN: 978-3-7941-5033-5 Gebunden, 32 Seiten. Format: 261 x 279 x 10 mm, 11. Auflage 2007. 13,90 €.)

Eure Ankelilli

 
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Geschrieben von - 28. Januar 2011 in Rezension

 

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Willkommen, Nachtfeen, auf meinem Blog!

Liebe Leser,

vielleicht ist es ja dem einen oder anderen aufgefallen, es gibt auf Ankelilli’s Blog eine weitere Themenkategorie. Sie heisst “Die Nachtfeen des grünen Waldes” und befindet sich oben neben der “Paxi”- Reihe.

Mein kreatives Fass war kurz vor dem Überlaufen und hat in Milla, Jasper und den anderen Nachtfeen ein neues Ventil gefunden. Informiert euch, wenn ihr wollt, über die Entstehung der Nachtfeen, indem ihr auf die Kategorie klickt. Die erste Geschichte erreicht ihr wie die Paxi- Abenteuer, über das Dropdown- Menü.

Nun viel Freude beim (Vor-)Lesen.

Eure Ankelilli, die ganz gespannt auf eure Meinung ist :-)

 
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Geschrieben von - 28. September 2010 in Kindergeschichte

 

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Rezension: “Die große Pechsträhne” – Eine Abenteuergeschichte von Walko

Liebe Leser,

heute habe ich mal wieder eine Rezension für euch, und zwar aus der “Holunderbär” Reihe von Walko, erschienen bei der arsEdition.

Das neueste Werk heisst “Die große Pechsträhne” und hat die ISBN 978-3-7607-6409-2, es kostet 6,95€

Illustrator und Autor Walko hat mit dem Holunderbären und seinem Gefährten, de Hasen “Ritter Freund” eine Kinderbuchreihe erschaffen, die sehr ausgewogen hinsichtlich Thema der Geschichten, Handlungsstrang und Bebilderung ist.

In Band sechs der Abenteuerreise begleitet man den Holunderbären bei der Suche nach seinem Strohhut- der wurde ihm nämlich vom Kopf geweht. Nun ist es nicht nur ein einfacher Strohhut, sondern ein Glücksbringer, denn ein vierblättriges Kleeblatt ist unter dem Band versteckt. Ohne seinen Glückshut widerfahren den Freunden die kuriosesten Gefahren. Sie finden zwar einen anderen Hut, aber der mag so gar kein Ersatz sein. Wen die beiden am Ende treffen und wie sich alles auflöst, das lest ihr am Besten selber nach!

Ich war schon ganz gespannt auf das neue Holunderbärenbuch, was mir die arsEdition freundlicherweise zur Rezension überlassen hat. Ein Dankeschön schon einmal an dieser Stelle dafür.

Die Kinder freuten sich auch schon und lagen gespannt und neugierig an meiner Seite, als ich es vorlas. Das Thema “Glück” im Zusammenhang mit Glücksbringern und Aberglauben als Thema für eine Kindergeschichte scheint gewagt. Viel Erklärungsbedarf schwebt da im Raum, glaubte ich. Aber das Buch ist gelungen. Durch Wiederholungen und passende Dialoge werden die Gefühlslagen der Freunde wirklich nahgebracht und somit für Kinder begreifbar. Ritter Freund nimmt hierbei die Position des Skeptikers ein, für ihn ist die ganze “Glückshut” Geschichte nur albern. Trotzdem nimmt er seinen Bärenkumpel und dessen Trauer ernst und hilft ihm bei der Suche. Am Ende stellt sich allerdings heraus, dass auch der kleine Hase ein klein wenig abergläubisch ist, das macht die ganze Geschichte wunderbar glaubhaft und “menschlich”.

Walkos Bilder sind in der “großen Pechsträhne” herbstlich gehalten, auch der Wind am Anfang des Buches gibt ein herbstliches Gefühl.

Ich empfehle es deswegen auch unbedingt zum Lesen an einem kalten Herbsttag, wenn der Wind pfeift und man es sich mit den Kindern auf dem Sofa mit einer warmen Honigmilch so richtig gemütlich machen kann. (Und natürlich zu jeder anderen passenden Vorlesegelegenheit :-) )

Eure Ankelilli (ihres Zeichens Holunderbärfan)

 
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Geschrieben von - 31. August 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

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Rezension: “Lara im Feenland” von der arsEdition

Schulanfang. Zur Zeit reden alle nur noch vom Schulanfang. Oder- Schuleinführung, neudeutsch gesprochen.

Was soll ich nur schenken? Das ist die Frage, die immer wieder im Raum steht. Ein Buch? OK, das macht Sinn. Für Lernanfänger? OK, macht noch viel mehr Sinn. Welches? KEINE AHNUNG. So geht es vielen Menschen. OK, auch verständlich, immerhin ist der Markt überschwemmt von Kinderbüchern und alle gelten als supertoll. So ein Aufdruck ist schnell gemacht, aber was steckt dahinter? Eine schlichte Geschichte mit großen Buchstaben? Für mich macht das nicht ein Erstleserbuch aus.

Literatur für Leseanfänger sollte Lust machen, Lust aufs Lesen, den Spaß daran wachkitzeln, sich selbst ein Abenteuer zu erschaffen, im Geist, der Fantasie. Alle Sinne müssen angeregt werden. Der Geruch eines neuen Buches, der glatte Einband, die Farben, das Rascheln der Seiten. Nicht zuletzt natürlich ist es der Inhalt und der Schreibstil der Geschichte selbst, der die jungen Leser in den Bann zieht.

Aber es gibt nicht nur Bücher, es gibt auch ein paar Ausnahmebücher.

Eines habe ich entdeckt. Auf der Suche nach einem Erstleserbuch für meine bezaubernde Nichte war ich nach einer Weile des “blinden Suchens” frustriert. Also dachte ich mir, schaue ich doch mal gezielt nach dem Angebot der arsEdition, die haben mich doch schon so oft überrascht. Natürlich ist auch dort das Angebot riesig. Meine Nichte ist ein Kind, der oft und viel vorgelesen wird, Märchen, Fantasiegeschichten, spannende Abenteuer. Also suchte ich eine Art Abenteuer für Mädchen. Das Thema ist immer das erste, was über Interesse oder Abneigung entscheidet.

Lara im Feenland” fiel mir in den Blick. Na nu, das klingt gut. Also weiter informiert. Das Coverbild ist hübsch, ein junges Mädchen, laufend, eine kleine Fee. Grüne Landschaften, Wasser, Fische, ein dezenter rosafarbener Rahmen. OK, das ist nett.

Es ist ein Buch, welches für Leseanfänger in der Reihe “Leseabenteuer” veröffentlicht wurde.

Autorin ist Marlies Koenen und das Buch hat die ISBN 978-3-7607-5347-8.

Inhaltlich dreht sich alles um die kleine Lara, die unbedingt eine richtige Fee sein will. Sie hat das Glück und gelangt in ihren Träumen ins Feenland.  Eine echte Märchenwelt eröffnet sich vor ihr und sie erlebt wirklich spannende Abenteuer.

Bis hier hin ist ja eigentlich alles ganz normal. Das wirklich besondere an dem Buch kommt jetzt:

BELOHNUNGSSTICKER! Ja, wirklich, hier wird man fürs Lesen belohnt. Nach dem “Vom Bild zum Wort” Konzept erschließt sich der Leseanfänger hier einzelne Kernwörter, die zu Beginn neben den Buchstaben noch ein Erkennungsbild haben. Über diese Kombination von Buchstaben und Bild  kommen die Kinder so nach und nach zum Erfassen der einzelnen Wörter- dem Lesen.

Ich finde aber vor allem das hier genial: Am Ende eines Abenteuers findet man eine Rätselseite. Hier wird der Inhalt der Geschichte hinterfragt, was natürlich die Komplexität eines einfachen Leseanfängerbuches übersteigt. Aber wie ich immer sage: Förderung durch Forderung. Die Rätsel zielen auf Kompetenzen zur Buchstabenerkennung. Wenn man das Rätsel, das Spiel oder was auch gerade gefragt ist, gelöst hat, darf man sich dann den Belohnungssticker abziehen und an die markierte Stelle kleben.

Das Buch hat 48 Seiten und 10 der Belohnungssticker. Alle Illustrationen sind farbig.

Ich bin begeistert. Ich hoffe, meine Nichte wird es auch sein. So macht Lesen lernen Spaß. Danke, arsEdition (mal wieder) für so eine coole Idee.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 11. August 2010 in Rezension

 

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Rezension: “Stockmann” von Axel Scheffler/ Julia Donaldson

Liebe Leser,

Heute habe ich eine neue Rezension für euch. Es handelt sich um das Buch “Stockmann” von dem Erfolgsduo Scheffler/ Donaldson. Es erschien 2008 unter der ISBN 978-3407793751 beim Beltz- Verlag.

Nach “Die Schnecke und der Buckelwal” und “Flunkerfisch” ist dies nun das dritte Buch der beiden Autoren, welches ich euch vorstellen möchte.

Inhaltlich begleitet man einen Stock, so einen, wie ihn jedes Kind zehnmal am Tag am Wegrand aufsammelt. Genauso beginnt auch das Abenteuer, ein Hund spielt mit ihm “Stöckchen”. Immer wieder heisst es: “Ich bin kein Stock, ein STOCKMANN!”, denn der Gute möchte nur eines- zurück zu seiner Frau und seinen Kindern. Am Ende schafft er es auch- unter höchst kuriosen Umständen.

Ach, was soll ich sagen, ich bin mal wieder verliebt. Die Reime sind herrlich, die Bilder ausdrucksstark und die Moral wunderbar- also genau ein Buch für Kinder zwischen 4-5 Jahren. Ich kann mir auch gut vorstellen, daß Grundschulkinder immer noch ihre Freude daran haben, gerade im Hinblick auf das Erstlesealter. Man leidet richtig mit dem armen Stockmann mit. Was ihm alles passiert ist so alltäglich und doch spannend, der Blickwinkel ist einfach perfekt gewählt.
Neben den anderen beiden Büchern sollte auch dieses in keinem Kinderzimmer fehlen. Darum bleibt nur noch eins zu tun:

“Stockmann” von Axel Scheffler/ Julia Donaldson bei amazon kaufen.

 
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Geschrieben von - 14. Juli 2010 in Rezension

 

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Rezension: “Vier kleine Piraten” von Erhard Dietl – bei der arsEdition erschienen.

Meine lieben Leser,

ich weiß ja, wie interessiert ihr an meinen Buchvorstellungen seid. Nicht zu selten steht man ja (oder sitzt) vor ellenlangen Listen von Buchtiteln und weiß gar nicht, was so wirklich klasse ist. Ich mache es euch etwas leichter, wenn ihr meinen Tipps folgen wollt. Heute geht es um ein Buch für Vorschüler, zum Vorlesen, Besprechen und Spielen.

Es handelt sich um ein Vorschul- Bilderbuch der “Lernraupe”- Reihe des Verlags arsEdition und wurde mir, wie im letzten Beitrag angekündigt, zu Zwecken der Rezension (und des Spielens und Vorlesens) überlassen. An dieser Stelle nochmals VIELEN DANK!

Das Buch hat die ISBN 978-3-7607-2852-0.

Inhalt: Vier kleine Piraten namens Ronnie, Tim, Flora, Ricki, dazu Papagei Koko und Hund Knöpfchen wollen eine weite Reise machen und erleben ein Abenteuer mit allem, was dazugehört: Sturm, Schatzkarte, Seeräuber, Schatzinsel, Robinson, ein Tauchgang in einer geheimen Höhle, Lagerfeuer und der sicheren Heimreise und müdem Einschlafen im gemeinsamen Bett.

Der Aufbau ist logisch und übersichtlich. Eine solche Episode ereignet sich auf einer Doppelseite. Diese wird zum Großteil von einer detailreichen Illustration eingenommen. Dazu kommt ein kleiner Textabschnitt und ein abgetrennter “Aufgabenbereich” weiter unten.

Dort sieht man die Lernraupe abgebildet und die zu der Doppelseite gehörigen Fragen, zum Beispiel: “Überlege gut! Welche Kleidungsstücke und Gegenstände passen zu einem echten Piraten? Bist du zum Karneval schon Pirat gewesen? Was hattest du an?” Antwortmöglichkeiten sind in Kreisen vorgegeben.

Die letzte Doppelseite gibt einen Überblick darüber, was in dem Buch an Wissen über Piraten verbreitet wurde. Dazu kommt noch eine Seite mit Lösungen.

Meinung: Ich mag dieses Buch. Der Aufbau ist übersichtlich, das Papier nicht zu dünn, die Farben sehr angenehm und die Texte ansprechend und niveauvoll, ohne belehrend zu wirken. Meine Jungs konnten sich sofort mit den Piratenkindern identifizieren und hatten viel Spaß dabei, alles zu erkunden. Zuerst haben sie das Buch ohne mich angesehen, also auch ohne begleitendes Vorlesen. Hannes konnte oftmals anhand der Bilder bereits erfassen, worum es auf der jeweiligen Seite geht und was die geforderte Aufgabenstellung ist. Das fand ich klasse, denn so hat er auch abends im Bett alleine Spaß an dem Buch, wenn er es für sich noch einmal (und noch einmal, und noch einmal) durchblättert.  Und Spaß an Büchern zu haben, ist ja das Wichtigste.

Ich als Mama finde gut, daß das gesamte Vorschulspektrum abgedeckt worden ist. So dient das Buch (Zitat Vorwort)”… der Förderung der Sprachkompetenz und Ausdruckfähigkeit, dem Erkennen von Lauten und Buchstaben, der Entwicklung des Textverständnisses, erstem Sachwissen, der Förderung der Konzentration, dem Verständis für erste Zahlen und Mengen.”

Die spielerische Herangehensweise und die persönliche Aufforderung der Lernraupe zum Aufpassen finde ich sehr gut umgesetzt. Ich freue mich schon darauf, das Buch am Montag zur Vorlesezeit mit in den Kindergarten nehmen zu können. Da sind zwar nicht nur Vorschüler in der Runde, aber selbst unsere 2jährige Tochter hatte ihren Spaß beim Ansehen des Buches. Sie versteht die Zusammenhänge vielleicht noch nicht, aber zählen, Farben benennen und Formen üben kann sie auch schon. Das sieht man ja auch auf den Fotos. Also auch kleinere Geschwister werden ihre Freude an diesem Buch haben. Die Größeren können ja später den kleineren Vorlesen, denn allzu schwierig sind die Textabschnitte nicht formuliert. Hier nun unsere drei beim Beschnuppern und Erkunden:

Ich kann das Buch wirklich empfehlen und werde mich mal noch nach den anderen Teilen der “Lernraupe” hinsichtlich Vorschul- (Bilder)büchern umsehen.

Ich hoffe, diese Vorstellung war interessant für euch.
Hier könnt ihr das Buch nun kaufen:

Lernraupe Vorschule.:Vier kleine Piraten

Liebe Grüße von der Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 9. Juli 2010 in Rezension

 

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Vorlesezeit – drei neue Rezensionen für euch!

Liebe (wachsende) Leserschaft,

Heute war wieder Vorlesezeit im Kindergarten. Diese hat sich mittlerweile sehr gut etabliert und eine “Stammgruppe” von 10-15 Zuhörern findet sich immer. Mein rituelles Anfüttern mit Keksen wäre gar nicht mehr nötig, aber ich behalte es bei. So bin ich den Kindern immer gleich sympathisch, auch wenn sie mich gar nicht kennen. Durch mein Projekt “mein Lieblingsbuch” konnte ich in den letzten Wochen selten ein selbst ausgewähltes Buch vorlesen. Das war einerseits gut, weil das Interesse an Büchern so viel mehr gefördert wird. Andererseits waren die Titel nicht immer optimal für diese Leserunde geeignet.

Heute hatte ich allerdings wieder drei Bücher mit, die ich selbst ausgesucht habe. Zwei davon kamen aus der Bibliothek, eines ist unser Eigentum. Damit ging es auch los, auf Wunsch von Florian:

Thomas und seine Freunde Geschichtenbuch 23: Thomas und der Doppeldeckerbus: Thomas und der Doppeldeckerbus. Auf Grundlagen der Eisenbahngeschichten von Reverend W. Awdry: BD 23
- ISBN 978-3833218163

Es geht um einen Mangel an Transportmöglichkeiten auf der Insel Sodor, da Thomas und Emily in die Reparatur müssen. Der alte Griesgram Bulgy wird zurück in den Dienst befohlen und sein Übermut wird erneut, wie früher schon einmal, bestraft. Zum Glück sind Thomas und Emily schnell wieder fit, so daß sie die Passagiere sicher und komfortabel transportieren können.

Die Geschichte hat mit ca. 15 Minuten eine optimale Vorleselänge für eine größere Kinderrunde. Es passieren kuriose Begebenheiten, die Kinder sehr zum Lachen bringen. Trotz der Nicht-Eignung des Busses für den Personenverkehr findet sich am Ende eine tolle neue Aufgabe für den alten “Herren”. Ich lese diese Episode sehr gern vor, da auf wenigen Seiten viel passiert. Die großen Illustrationen unterstreichen die Handlung sehr gut. Die meisten Dialoge eignen sich zum (über) betonten Lesen, Aufschreien, Verwunderung, Freude und Jubel  begleiten die Leser durch die ganze Geschichte.

Als nächstes kam folgendes Buch an die Reihe, ausgeliehen aufgrund der guten Erfahrung mit “Die Schnecke und der Buckelwal”:

“Flunkerfisch”

- ISBN 978-3407793638. Es empfiehlt sich, die Ausgabe im großen Format zu kaufen (28,2 x 25,4 x 1 cm), da in der kleineren die Wirkung der Bilder im Verhältnis zum Text  etwas verloren geht. Der höhere Preis der großen Auflage lohnt sich hier wirklich.

Inhaltlich begleitet man den “Flunkerfisch”  in seinem Alltag. So lernt man ihn als Teil einer Schulklasse kennen. Sein Aussehen ist eher schlicht, grau geschuppt. Aber er flunkert eben gern. So lässt er sich die tollsten Ausreden einfallen, weil er immer zu spät kommt. Das ist der zentrale Handlungsstrang. Als er eines Tages gefangen wird und nicht mehr weiß, wo er ist, folgt er seinen eigenen Legenden, bis er wieder zu Hause ist.

Ich liebe dieses Buch. Genau wie die “Schnecke und der Buckelwal” ist man sogleich gefesselt und mit Leib und Seele in der Geschichte drin. Die Schreibweise ist wieder perfekt zum Vorlesen, Wiederholungen sind häufig und an zentralen Stellen. Schon während des Vorlesens der unbekannten Geschichte konnten die Kinder im Chor manche Sätze vervollständigen. Dadurch hingen sie an meinen Lippen. Die Schrift ist groß und ich konnte es sehr gut vortragen, obwohl ich das Buch seitlich hochgehalten habe, damit alle Kinder hineinsehen konnten.  Ich kann nur sagen: KAUFEN. Unbedingt. Das Buch ist hinreißend.

Als letztes las ich das umfangreichste Buch, welches ich mitgenommen hatte. Die Zuhörerschaft war geschrumpft, unter anderem musste ich meinen eigenen großen Sohn der Decke verweisen, weil er sich derart hat ablenken lassen, daß er zu sehr gestört hat. Das war (für mich) sehr schade, der ganzen Vorlesezeit allerdings tat es gut.

Ich las: Walko: “Der Schatz auf der Holunderinsel: Hase und Holunderbär”
- ISBN 978-3760736310.

Dieses dauert gut und gern 20-25min zum Vorlesen, wenn man betont liest und die Illustrationen mit einbezieht. Das sollte man bei Büchern der ArsEdition immer tun, denn sie sind so zauberhaft, daß man mitunter länger Einzelheiten betrachtet, als man eine Seite liest. Inhaltlich gehen der Hase (“Ritter Freund” ) und der Bär (“Holunderbär”) auf ein Abenteuer, denn am Fuße eines Regenbogens ist ja immer ein Schatz versteckt. Und der Regenbogen, den sie erblicken, entspringt genau dem Fuße des Bananenfelsens auf der Holunderinsel. Tapfer und voller Tatendrang gehen sie also auf Schatzsuche. Nach vergeblichen Suchens und ausgiebigen Schlafens stellen sie fest, daß sie leider auf der Insel gefangen sind, denn ihr Boot ist weg. Nun beginnt ein viel größeres Abenteuer, an dessen Ende doch noch ein gewaltiger Schatz zu entdecken ist.

Die Bücher der “Holunderbär” Reihe wurden uns von unserer Bibliothekarin empfohlen. Mit gutem Grund. Nicht nur die typische ArsEdition Umsetzung ist herrlich für Kinder im Kindergartenalter, auch die Geschichten sind frei von Gewalt, häßlichen Worten oder Inspiration für Dummheiten. Stattdessen sind sie voll von Wortspielen, Moral, Freundschaft und Zusammenhalt. So macht das Vorlesen Spaß! Was sich als praktisch erwiesen hat, ist, die Kinder aktiv mit einzubeziehen. Da ließ ich sie jubeln, seufzen, graben und schlafen. So blieben sie aufmerksam und wurden nicht durch zu langes Stillsitzen hibbelig. Schade, daß ich nur ein Buch der Holunderbärreihe bekommen habe, denn diese eignen sich ideal zum ausgiebigen Vorlesen.

Mein Fazit zu dieser Woche: Es war einfach nur SCHÖN! Am Ende frage ich immer, warum sie welches Buch am besten fanden. 70% der Kinder mochten den Holunderbären am liebsten, weil das Ende so schön (schnulzig und moralisch) war. 20% mochten den Flunkerfisch am meisten, weil die Bilder so bezaubernd sind. Und 10% favorisierten Thomas, weil es eben Thomas ist und weil sie so viel Lachen mussten. Ich habe es diesen beiden Brüdern auch bis zum Montag ausgeborgt. Immerhin sind Bücher zum Lesen da und nicht fürs Regal.

Danke fürs Lesen! Machts gut! Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 5. Juli 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

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