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Schlagwort-Archive: Vorlesezeit

Eine wunderbare Kindergeschichte über das “Anders sein”

Liebe Leser,
eigentlich glaubte ich, mittlerweile alle Geschichten von Wladimir Sutejew zu kennen. Jetzt las ich aber im Kindergarten eine Geschichte vor, die ich in einem Buch unseres Bestandes entdeckte – und sie war zumindest illustriert von Sutejew. Sie heisst:

“Der neugierige kleine Löwe” und stammt aus der Feder Michail Pljatzkowskis im Buch Dicke Freunde.

Inhaltlich geht es schlicht um Sichtweisen. Der kleine Löwe wird von allen als “dumm” angesehen, weil er viele Fragen stellt. Diese offensichtliche Unverhältnismäßigkeit wird unterstützt dadurch, dass er sich auf einem Spaziergang allen Tieren vorstellen möchte und angemault wird, dass er diese nicht “duzen” soll. Also spricht er den Jaguar, wie gewünscht, mit “Sie” an. Als Sieguar. Und das gehörnte Yak als Sieyak. Und die grüne Eidechse als Siedechse. Natürlich bezeichnen ihn die Tiere deswegen als “Dummchen”.

Sehr traurig und voller Unverständnis trottet der Löwe nach Hause. Dabei stellt er sich die Frage, ob es an ihm liegt, dass er sich nicht bekanntmachen kann oder an den anderen, dass sie ihn nicht verstehen. Er wöllte seine Mama fragen, die ja “alles weiß”. Da schließt sich der Kreis wieder zum Anfang, als er von der strengen Mutter immer gescholten wurde, weil er zu viele Fragen stellte.

Ich finde die Geschichte klasse, und auch die Kinder im Kindergarten hörten sehr fasziniert zu. Ja, welche Sichtweise hat man nun selbst? Ist ein Kind dumm, weil es Fragen stellt? Ist ein Kind ein Dummchen, weil es für ihn unverständliche Anweisungen falsch umsetzt und es ihm keiner erklärt? Ist ein anderes Kind “falsch”? Oder haben nur die meisten Menschen eine eingeschränkte Sichtweise auf “richtig” und “falsch”?

Ganz schön viele Diskussionsansätze in so einer kleinen Kindergeschichte. Toll. Unbedingt lesen!

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 13. April 2011 in Alltag, Kindergeschichte, Rezension

 

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Rezension: “Stockmann” von Axel Scheffler/ Julia Donaldson

Liebe Leser,

Heute habe ich eine neue Rezension für euch. Es handelt sich um das Buch “Stockmann” von dem Erfolgsduo Scheffler/ Donaldson. Es erschien 2008 unter der ISBN 978-3407793751 beim Beltz- Verlag.

Nach “Die Schnecke und der Buckelwal” und “Flunkerfisch” ist dies nun das dritte Buch der beiden Autoren, welches ich euch vorstellen möchte.

Inhaltlich begleitet man einen Stock, so einen, wie ihn jedes Kind zehnmal am Tag am Wegrand aufsammelt. Genauso beginnt auch das Abenteuer, ein Hund spielt mit ihm “Stöckchen”. Immer wieder heisst es: “Ich bin kein Stock, ein STOCKMANN!”, denn der Gute möchte nur eines- zurück zu seiner Frau und seinen Kindern. Am Ende schafft er es auch- unter höchst kuriosen Umständen.

Ach, was soll ich sagen, ich bin mal wieder verliebt. Die Reime sind herrlich, die Bilder ausdrucksstark und die Moral wunderbar- also genau ein Buch für Kinder zwischen 4-5 Jahren. Ich kann mir auch gut vorstellen, daß Grundschulkinder immer noch ihre Freude daran haben, gerade im Hinblick auf das Erstlesealter. Man leidet richtig mit dem armen Stockmann mit. Was ihm alles passiert ist so alltäglich und doch spannend, der Blickwinkel ist einfach perfekt gewählt.
Neben den anderen beiden Büchern sollte auch dieses in keinem Kinderzimmer fehlen. Darum bleibt nur noch eins zu tun:

“Stockmann” von Axel Scheffler/ Julia Donaldson bei amazon kaufen.

 
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Geschrieben von - 14. Juli 2010 in Rezension

 

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Vorlesezeit – drei neue Rezensionen für euch!

Liebe (wachsende) Leserschaft,

Heute war wieder Vorlesezeit im Kindergarten. Diese hat sich mittlerweile sehr gut etabliert und eine “Stammgruppe” von 10-15 Zuhörern findet sich immer. Mein rituelles Anfüttern mit Keksen wäre gar nicht mehr nötig, aber ich behalte es bei. So bin ich den Kindern immer gleich sympathisch, auch wenn sie mich gar nicht kennen. Durch mein Projekt “mein Lieblingsbuch” konnte ich in den letzten Wochen selten ein selbst ausgewähltes Buch vorlesen. Das war einerseits gut, weil das Interesse an Büchern so viel mehr gefördert wird. Andererseits waren die Titel nicht immer optimal für diese Leserunde geeignet.

Heute hatte ich allerdings wieder drei Bücher mit, die ich selbst ausgesucht habe. Zwei davon kamen aus der Bibliothek, eines ist unser Eigentum. Damit ging es auch los, auf Wunsch von Florian:

Thomas und seine Freunde Geschichtenbuch 23: Thomas und der Doppeldeckerbus: Thomas und der Doppeldeckerbus. Auf Grundlagen der Eisenbahngeschichten von Reverend W. Awdry: BD 23
- ISBN 978-3833218163

Es geht um einen Mangel an Transportmöglichkeiten auf der Insel Sodor, da Thomas und Emily in die Reparatur müssen. Der alte Griesgram Bulgy wird zurück in den Dienst befohlen und sein Übermut wird erneut, wie früher schon einmal, bestraft. Zum Glück sind Thomas und Emily schnell wieder fit, so daß sie die Passagiere sicher und komfortabel transportieren können.

Die Geschichte hat mit ca. 15 Minuten eine optimale Vorleselänge für eine größere Kinderrunde. Es passieren kuriose Begebenheiten, die Kinder sehr zum Lachen bringen. Trotz der Nicht-Eignung des Busses für den Personenverkehr findet sich am Ende eine tolle neue Aufgabe für den alten “Herren”. Ich lese diese Episode sehr gern vor, da auf wenigen Seiten viel passiert. Die großen Illustrationen unterstreichen die Handlung sehr gut. Die meisten Dialoge eignen sich zum (über) betonten Lesen, Aufschreien, Verwunderung, Freude und Jubel  begleiten die Leser durch die ganze Geschichte.

Als nächstes kam folgendes Buch an die Reihe, ausgeliehen aufgrund der guten Erfahrung mit “Die Schnecke und der Buckelwal”:

“Flunkerfisch”

- ISBN 978-3407793638. Es empfiehlt sich, die Ausgabe im großen Format zu kaufen (28,2 x 25,4 x 1 cm), da in der kleineren die Wirkung der Bilder im Verhältnis zum Text  etwas verloren geht. Der höhere Preis der großen Auflage lohnt sich hier wirklich.

Inhaltlich begleitet man den “Flunkerfisch”  in seinem Alltag. So lernt man ihn als Teil einer Schulklasse kennen. Sein Aussehen ist eher schlicht, grau geschuppt. Aber er flunkert eben gern. So lässt er sich die tollsten Ausreden einfallen, weil er immer zu spät kommt. Das ist der zentrale Handlungsstrang. Als er eines Tages gefangen wird und nicht mehr weiß, wo er ist, folgt er seinen eigenen Legenden, bis er wieder zu Hause ist.

Ich liebe dieses Buch. Genau wie die “Schnecke und der Buckelwal” ist man sogleich gefesselt und mit Leib und Seele in der Geschichte drin. Die Schreibweise ist wieder perfekt zum Vorlesen, Wiederholungen sind häufig und an zentralen Stellen. Schon während des Vorlesens der unbekannten Geschichte konnten die Kinder im Chor manche Sätze vervollständigen. Dadurch hingen sie an meinen Lippen. Die Schrift ist groß und ich konnte es sehr gut vortragen, obwohl ich das Buch seitlich hochgehalten habe, damit alle Kinder hineinsehen konnten.  Ich kann nur sagen: KAUFEN. Unbedingt. Das Buch ist hinreißend.

Als letztes las ich das umfangreichste Buch, welches ich mitgenommen hatte. Die Zuhörerschaft war geschrumpft, unter anderem musste ich meinen eigenen großen Sohn der Decke verweisen, weil er sich derart hat ablenken lassen, daß er zu sehr gestört hat. Das war (für mich) sehr schade, der ganzen Vorlesezeit allerdings tat es gut.

Ich las: Walko: “Der Schatz auf der Holunderinsel: Hase und Holunderbär”
- ISBN 978-3760736310.

Dieses dauert gut und gern 20-25min zum Vorlesen, wenn man betont liest und die Illustrationen mit einbezieht. Das sollte man bei Büchern der ArsEdition immer tun, denn sie sind so zauberhaft, daß man mitunter länger Einzelheiten betrachtet, als man eine Seite liest. Inhaltlich gehen der Hase (“Ritter Freund” ) und der Bär (“Holunderbär”) auf ein Abenteuer, denn am Fuße eines Regenbogens ist ja immer ein Schatz versteckt. Und der Regenbogen, den sie erblicken, entspringt genau dem Fuße des Bananenfelsens auf der Holunderinsel. Tapfer und voller Tatendrang gehen sie also auf Schatzsuche. Nach vergeblichen Suchens und ausgiebigen Schlafens stellen sie fest, daß sie leider auf der Insel gefangen sind, denn ihr Boot ist weg. Nun beginnt ein viel größeres Abenteuer, an dessen Ende doch noch ein gewaltiger Schatz zu entdecken ist.

Die Bücher der “Holunderbär” Reihe wurden uns von unserer Bibliothekarin empfohlen. Mit gutem Grund. Nicht nur die typische ArsEdition Umsetzung ist herrlich für Kinder im Kindergartenalter, auch die Geschichten sind frei von Gewalt, häßlichen Worten oder Inspiration für Dummheiten. Stattdessen sind sie voll von Wortspielen, Moral, Freundschaft und Zusammenhalt. So macht das Vorlesen Spaß! Was sich als praktisch erwiesen hat, ist, die Kinder aktiv mit einzubeziehen. Da ließ ich sie jubeln, seufzen, graben und schlafen. So blieben sie aufmerksam und wurden nicht durch zu langes Stillsitzen hibbelig. Schade, daß ich nur ein Buch der Holunderbärreihe bekommen habe, denn diese eignen sich ideal zum ausgiebigen Vorlesen.

Mein Fazit zu dieser Woche: Es war einfach nur SCHÖN! Am Ende frage ich immer, warum sie welches Buch am besten fanden. 70% der Kinder mochten den Holunderbären am liebsten, weil das Ende so schön (schnulzig und moralisch) war. 20% mochten den Flunkerfisch am meisten, weil die Bilder so bezaubernd sind. Und 10% favorisierten Thomas, weil es eben Thomas ist und weil sie so viel Lachen mussten. Ich habe es diesen beiden Brüdern auch bis zum Montag ausgeborgt. Immerhin sind Bücher zum Lesen da und nicht fürs Regal.

Danke fürs Lesen! Machts gut! Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 5. Juli 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

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Vorlesezeit unter dem Banner Käpt’n Sharkys

Liebe Leserschaft,

gestern war die vierte Vorlesezeit im Kindergarten und die erste unter dem Motto: “Mein Lieblingsbuch”.

Zwei Brüder waren auserkoren, ihren Favoriten mitzubringen und demzufolge lagen 4 Bücher des kleinen Piraten “Käpt’n Sharky bereit. Um ehrlich zu sein, war ich höchst skeptisch. Käpt’n Sharky lief bisher bei mir unter der Kategorie “Spongebob-phänomen”- sprich irgendwelcher Unsinn, der keinerlei intellektuellen Nährwert hat, wird über Merchandise und Kinderaccessoires bis zum Ärgsten ausgeschlachtet, so daß keiner mehr hinterfragt, worin der Reiz des umworbenen liegt. So dachte ich auch hierbei. Glücklicherweise bin ich ja immer bereit, meine Gedankenschubladen neu zu beschriften und so begann ich zu lesen.

1. “Käpt’n Sharky und das Geheimnis der Schatzinsel” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

ISBN 978-3815743485

Im ersten Teil der Abenteuerreihe lernt man Michi kennen. Michi ist ein Junge wie es jeder sein kann- interessiert, mutig, freundlich, vielleicht etwas wild. Ihm begegnet Käpt’n Sharky, als er gelangweilt auf einem Boot herumliegt. Der Pirat will ihn fesseln, nimmt dazu seinen Gürtel, woraufhin aber seine Hose rutscht und sich Michi freiwillig in die Gefangenschaft begibt. Sharkys Crew besteht aus einer Ratte (Matrose) und einem Papagei, welcher nicht spricht.

Sharky erbeutet auf Michis Schiff Schokolade und alle langen kräftig zu. Männlich, wild und piratenstark spült Sharky das Ganze dann mit einem Becher Wasser (“Gluglu”) hinunter, den er mit einem Zug leert und anschließend auf den Tisch knallen lässt.

Als Michi ihm dann hilft, eine Schatzinsel zu finden, stellt sich heraus, daß dieser unter einem Nest von Schildkröteneiern liegt. Diese dürfen natürlich nicht gestört werden, also wird die Schatzhebung verschoben. Heimlich steckt Michi aber ein Ei ein und so schlüpft kurze Zeit später Isi- die kleine immer schlafende Schildkröte – aus dem Ei und wird neues Besatzungsmitglied.

Ich finde, diese Geschichte hat ganz hervorragende Feinheiten- der höfliche Pirat, der trotzdem total cool ist, der behutsame Umgang mit den Eiern, aber auf der anderen Seite wird eines mitgenommen- all diese Dinge lassen sich wunderbar auf den Alltag anwenden und sorgen dafür, daß  die Kinder wichtige Eigenschaften erlernen können. Und dadurch, daß der Mittelpunkt der Geschichte trotz alledem ein wilder Pirat ist, nehmen sie sich die Moral auch an. Manchmal wird man ja von “Gutherzigkeit” erdrückt, und das merken Kinder schnell. Das spricht sie dann nämlich nicht mehr an.
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2. “Käpt’n Sharky und das Seeungeheuer” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

ISBN  978-3815772836

Nachdem Michi, Käpt’n Sharky und die Mannschaft schon im ersten Band vorgestellt worden waren, geht es im zweiten Abenteuer gleich zur Sache- Der fiese Bill wird eingeführt, der in einer Spelunke von einem gräßlichen Meeresungeheuer erzählt. Michi ist besorgt, aber Sharky segelt mutig drauflos. Natürlich fängt es kurze Zeit später an, unter ihrem Schiff zu brodeln. Michi fällt ins Wasser und ein rot glitzerndes Ungeheuer erhebt sich daraus. Aber wer sagt denn, daß Ungeheuer immer schrecklich sein müssen? Und einen hinterhältigen Fiesling gilt es immerhin auch noch zu bekämpfen.

Hier geht richtig die Post ab. Die bösen Piraten werden eingeführt, der Mut von Sharky bewiesen und neue Freunde gefunden. Besonders schön finde ich den Inneneinband des Buches. Hier ist ein Spielbrett gemalt, auf welchem das Sharkyschiff und das des bösen Piraten Bill als Spielfiguren stehen. Schon hier kann man an den stilisierten Gesichtern erkennen, wer gut und böse ist und auch schon grob, worum es in dem Buch geht.
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3. “Käpt’n Sharky und die Gefängnisinsel” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

Michi wird gefangengenommen! Bill und seine böse Gefolgschaft wollen Käpt’n Sharky um ihr nicht vorhandenes Geld bringen und verschleppen den Jungen. Allerdings wird das Piratenschiff von der Fregatte der Rotröcke geentert und alle auf die Gefängnisinsel verschleppt, wo der Admiral alle Piraten gefangen hält. Eine aufregende Rettungsaktion beginnt.

Hier finden sich im Inneneinband wieder das Spielbrett und die neu eingeführten Rotröcke in Positionen gegeneinander. Die Rettung ist wirklich schön beschrieben, auch das Verhältnis zur eigentlich fiesen Mannschaft von Pirat Bill. Irgendwie sind alles arme Schlucker, die doch nur geliebt werden wollen.
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4. “Käpt’n Sharky – Abenteuer in der Felsenhöhle” Jutta Langreuter (Autor) und Silvio Neuendorf (Illustrator)

ISBN 978-3815796726

Hier gibt es jede Menge Action. Zu Beginn wird Sharky von der Fregatte des Admirals überfallen und entert trotzdem mutig das übermächtige Schiff, um das Steuerrad zu zerstören (Ein wenig Logik wäre hier vonnöten gewesen, die Kinder fanden es trotzdem toll). Dies gelingt und zu guter Letzt retten sie sogar einen kleinen asiatischen Jungen, der jetzt natürlich seinen Papa sucht. Wozu hat man nicht ein befreundetes Seeungeheuer? Dieses macht sich auf die Suche, während Michi, Sharky und Co in einer Felsenhöhle Schutz vor dem erneuten Angreifen des Admirals suchen.

Meine Meinung hierzu ist recht gut. Die Charakteristika der Sharky Abenteuer ist beibehalten und wirken nach wie vor nicht abgedroschen. Leider gibt es in diesem Abenteuer wirklich Fehler, die selbst Kindern auffallen. Das hätte man anders lösen können. Dennoch funktioniert die Geschichte und begeistert die Leserschaft. Eine chinesische Dschunke wird eingeführt und man lernt etwas über Asien und ihr Verhältsnis zu Drachen.
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Ich gebe zu, Käpt’n Sharky hat wirklich Sinn und Tiefgang. Inwieweit man sich dem gigantischen Werbemarkt deswegen hingeben muss, sei dahingestellt. Die Bücher jedenfalls sind einwandfrei empfehlenswert.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 8. Juni 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

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Die dritte Vorlesezeit

Guten Tag, liebe Leser und Blog-Verfolger,

als erstes möchte ich mich heute bei den gestrigen Besucherzahlen bedanken- 150 an einem Tag, WOW! Das zeigt mir, daß es genug Bedarf für meine posts gibt. Ich habe schon wieder ein paar Ideen im Kopf, die ich in den nächsten Tagen mit euch teilen werde.

Heute allerdings gibt es wieder den Bericht zur “Vorlesezeit” im Kindergarten.

Es hat sich ein Stamm von 6-8 Kindern gebildet, die immer dabei sind und auch die ganze Stunde über konzentriert bei der Sache sind. Das freut mich  außerordentlich. Auch sprechen mich unter der Woche immer wieder mal Kinder auf das Vorlesen an, das ist wunderbar.

Die aktuelle Buchauswahl war wie folgt:

- Wladimir Sutejew- “Lustige Geschichten”- ISBN 978-3-928885-14-0

- Sammelband: “Die besten Vorlesegeschichten für 3 Minuten”
– ISBN 978-3-401-09367-3

- “Thomas und seine Freunde, Geschichtenbuch, Bd. 10: Thomas, Percy und der Schokoladenexpress”
– ISBN 978-3-8332-1341-0

- Isabel Abedi, Sonja Egger: “Kleine Piraten-Geschichten zum Vorlesen”
ISBN 978-3-7707-2105-4

Regelmäßige Leser werden ein gewisses Schema erkennen. Kein Wunder, denn ich hatte diesmal Bücher ausgewählt, die sich als gut vorlesbar für viele Kinder herausgestellt hatten und das Interesse am Verfolgen geweckt hatten.

So las ich zur letzten Veranstaltung die Geschichte von Isabel Abedi: “Schorschi und die großen Schätze”. Zu Beginn griff ich diese Episode auf und wiederholte den Inhalt dessen anhand der Illustrationen im Buch. Das nächste Abenteuer im Büchlein heisst “Der kleine Krake Krakula”. Dieses vorzulesen war eine Wonne. Wieder bewährte sich Abedis Schreibstil als absolut fesselnd und massentauglich. So ließ ich die Kinder aus vollem Halse den Hilferuf “Krakula, Krakula, Krakula!” schreien, das machte Spaß und erregte die Aufmerksamkeit umstehender Kinder, die sich sofort interessiert zu uns setzten.

Danach erlebten die Kleinen, daß Nützlichkeit manchmal wichtiger ist als Sauberkeit, vor allem wenn man eine fleißige Dampflok ist und auf der Insel Sodor ein Wassermangel herrscht. Percys Abenteuer und tapferes Durchhalten bei unangenehmen Situationen stieß wie erwartet auf Begeisterung. Die seitenfüllenden Bilder der Serienhelden eignen sich auch wunderbar, da auch entfernt sitzende Kinder genug Einblick erhielten.

Wladimir Sutejews Buch “Lustige Geschichten”
wurde bejubelt, als ich es aus meiner geblumten Sommertasche zog. Da lachte mein Herz, denn ein bejubeltes Buch zeigt, wie wichtig das Vorlesen schöner Geschichten ist, um das Interesse der Kinder an Literatur und Inspiration zu wecken oder auszubauen. Auch hier besprach ich in kurzen Sätzen die bisher vorgestellten Geschichten. Als Einstieg wählte ich die “drei Kätzchen”.  “Unter dem Pilz” ließ ich mir zusammenfassen, was erstaunlich gut funktionierte. Ich hätte nicht gedacht, daß die Jungs den Inhalt nach zwei Wochen so gut rekapitulieren konnten. Oder- vielleicht hat der eine oder andere ja daheim doch vorlesende Eltern. Gelesen wurde dann “Räder groß und klein”- eine unserer Favoriten. Zwischenzeitlich waren so viele Kinder um mich herum, daß ich das Buch immer wieder hochheben musste, um allen die Bebilderung zugänglich zu machen.

“Das Schiffchen” ist als nächstes abgedruckt. Hier erkannten die Kinder, daß die von Sutejew gezeichneten Tiere im Kindergarten auch an einigen Stellen als Wandbilder zu finden sind. Ein Junge meinte, die Geschichte schon zu kennen. Tatsächlich konnte er mir die Handlung auch schon im Vorfeld gut wiedergeben. Das hat mich gefreut.

Unser Familienklassiker “Stöckchen Retter-in-der-Not” wurde danach ebenfalls eingefordert. Eigentlich wollte ich mit dem letzten Buch weitermachen, ließ mich aber von den Zuhörern mitreissen. Also ließ ich den Igel den Hasen auf vielfältige Weise retten.

Im Anschluß daran kam noch eine Geschichte von Isabel Abedi an die Reihe, und zwar “Ein Plumps in dunkler Nacht”, die von dem Mädchen Nana handelt. Diese ist im Kindergartenalter und spricht damit die Zielgruppe gut an. Sie trifft in der Nacht auf einen magischen Kater, der von einem Hexenbesen gefallen ist. Nana bringt ihn auf ihrem Faschings- Hexenbesen zu seinem Hexenfrauchen zurück. Witzigerweise sprechen Kater und Hexe in Reimen, das ist ein spannendes sprachliches Mittel, welches ich auf jeden Fall noch einmal aufgreifen werde. Mit etwas Glück erwische ich vielleicht “Die Schnecke und der Buckelwal” heute nachmittag in der Bücherei, wenn wir das noch schaffen. Ansonsten habe ich “Ein Nest, versteckt in dichten Zweigen” in meinem Schrank stehen, noch aus meiner Kindheit. Dieses beinhaltet die heimische Vogelwelt und beschreibt sie in kurzen Gedichten.

Spontan ergab sich in der individuellen Auswerterunde beim Zusammenpacken, daß ich nächste Woche auch aus dem Lieblingsbuch zweier Jungs vorlesen werde. Vielleicht wird das ein Projekt: “Mein Lieblingsbuch”- die Idee ist im Kopf, mal schauen, wie es kommendes Mal funktioniert oder ob sie abgelenkt sind vom eigenen Besitz.

Ich freue mich schon auf die nächste Vorlesezeit.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 1. Juni 2010 in Kindergeschichte, Rezension

 

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Ikea Zimmerrenovierung die Zweite

Liebe Leser,

am Samstag haben wir Niels’ Zimmer komplettiert, denn das Tromsö Bett war endlich verfügbar und die Reservierung hatte geklappt.

Am Nachmittag fuhren wir also nach Q. Mein talentierter, gut gelaunter  und mit Kaffee versorgter Mann stürzte sich dann auch gleich in die Arbeit und baute fleißig das Hochbett und den Schreibtisch auf.

Zum diesem gehört auch ein Hängeregal, was perfekt unter das Hochbett passt. Dieses aufzubauen und anzubringen war eine halbe Wissenschaft, da es nicht die gewünschte Stabilität aufwies. Außerdem war eine Schraube ausgeplatzt. ZUM GLÜCK hat mein Mann ja eine ENGELSGEDULD, ist immer höflich, freundlich, ausgeglichen und kann mit angebrachter Kritik immer lächelnd umgehen. (Zitat(editiert): “Ich baue das Bett nicht nochmal auseinander, das kannste gleich vergessen.”)

Schlussendlich wurde das weiße Metall farblich durch einen orangen Mülleimer und Dokumentenablage, einen roten Rollcontainer, und eine orangene Magnetpinnwand aufgepeppt. Aus dem Küchenbereich wurden IKEA- typisch dünne Metallstangen und Hängebecher zweckentfremdet, um als Ablagemöglichkeit für Stifte und allerlei Schulmaterial zu dienen. Beleuchtet haben wir den Arbeitsplatz mit zwei sehr günstigen Klemmlampen, die einen hochwertige und helle Halogenstrahler bekamen. Niels kann sie an einer Metallstange noch nach Bedarf ausrichten.

Unser alter, nicht mehr gebrauchter Bürostuhl wurde grundgereinigt und davorgestellt, somit war das Projekt “Jugendzimmer mit Pokemons” abgeschlossen. Schaut euch die Bilder an, sagt mir eure Meinung. Ich bin gespannt.

Danke fürs Lesen,

eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 24. Mai 2010 in Alltag

 

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Die zweite Vorlesezeit

Liebe Leser (im Übrigen werden es jeden Tag mehr *freu*),

gestern war ja wieder Montag, also Vorlesezeit im Kindergarten.

Viele konnten sich an das letzte Mal erinnern und kamen gleich fröhlich auf mich zugelaufen mit der Frage, ob ich heute wieder eine Geschichte vorlesen würde. Da war ich mächtig stolz. Meine beiden Jungs haben dann ihre Kumpels zusammengetrommelt und mit einem Mal hing eine ganze Traube aufgeregt schnatternder Kinder an mir dran.

Dank anderer Erzieherinnen war das Problem des ungünstigen Standortes gelöst. Zwei Bänke wurden aufgestellt und der Vorlesebereich damit vom Rest des Fahrzeugparcours getrennt.  Für das Lesen bedeutete das, nicht gegen knarzende und klimpernde Roller ankämpfen zu müssen- eine Wohltat.

Die Buchauswahl war besser als beim ersten Mal:

- “Lokbuch Nummer 2: James” (aus der “Thomas und seine Freunde”- Reihe)

- A. Milne: “Pu der Bär” (gelesen wurde Kapitel 5,” in welchem Ferkel ein Heffalump trifft”)

- W. Sutejew “Lustige Geschichten” (daraus: “Unter dem Pilz” und “Wer hat hier ‘miau’ gesagt?”)

- Isabel Abedi: “Kleine Piratengeschichten” (daraus: “Schorschi und die schlauen Schätze”)

Letzteres war eine perfekte Geschichte für den Anlass, so daß ich das Buch beim nächsten Mal wieder mitnehmen werde. Die Moral besagt hier, daß auch die Schwachen ihre Stärken haben, man muss sie nur finden. Und als die mächtigen Piraten Kisten mit Büchern erobern und stinksauer deswegen sind, liest der kleine, schmächtige Schorsch ihnen vor, da er lesen kann. Er wird somit zum wichtigsten Piraten im Team, weil er etwas ganz besonderes kann. Die Kinder haben riesige Ohren und Augen beim Zuhören bekommen, zumal der Schreibstil wunderbar fesselnd ist.

Die Sutejew Geschichten liegen mir persönlich sehr, deswegen werden auch sie bei der nächsten Vorlesezeit wieder in die Tasche wandern. Daß es am Ende der Abenteuer ein Rätsel zu lösen gibt, hatte ich im Vorfeld schon erwähnt, das fesselte die Aufmerksamkeit deutlich. Die Kinder behaupteten mehrfach, den “Film auch zu Hause zu haben”. – Inwieweit sie in dem Falle das Buch meinen oder ob es tatsächlich einen Film mit dieser Handlung gibt, erschloss sich mir nicht. Ausgelassen haben sie mitgefiebert, als ich ihnen den Part des “miau”- Rufens durch Handzeichen übertragen habe.

“Pu der Bär” ist ein Klassiker, der aber vom Schreibstil nur etwas für Gerne-Zuhörer ist. Man muss sich schon konzentrieren, um die Verschachtelungen und Wortspiele zu verstehen. Auch fürs Vorlesen ist es nach 45min eine Herausorderung. Da ich aber ein Fan des von Harry Rowohlt gelesenen Hörbuchs bin, unterhielt mich das “lumphässliche Limfahump” einfach ganz persönlich auch außerordentlich. Dieses Kapitel war das letzte an diesem Nachmittag und gut sechs Kinder saßen um mich herum und lauschten.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Vorlesezeit und freue mich schon auf das nächste Mal.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 18. Mai 2010 in Alltag, Kindergeschichte

 

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