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Unser Ausflugsziel des Nachmittags: Das Deutsche Bienenmuseum Weimar

Liebe Leser,
oft genug fragt man sich ja bei so trübem Wetter, was man mit dem angebrochenen Tag anstellen könnte. Wohnt man im Raum Jena/Weimar, könnte man mal einen Ausflug zum Deutschen Bienenmuseum in Weimar machen. Da waren wir heute. Und soll ich euch mal was sagen? SCHÖN ist es da.
Gut, ich bin nicht objektiv. Aber wer ein persönliches Blog liest, sollte dies auch nicht zwingend erwarten. Ich liebe Museen. Und ich liebe Bienen. Was liegt da näher, als ein Museum rund um diese perfekten Wesen zu besuchen?
Warum wir ausgerechnet heute da waren, begründet sich im Bienenmarkt, der mit buntem Treiben, Schauschleudern, Puppentheater und musikalischer Untermalung beworben wurde.
Nach dem Mittag ging es los. (Dass die halbe Familie mit Bauchkrämpfen geplagt wurde, erwähne ich mal nicht, man soll sich ja auf das Schöne konzentrieren)
15:00 sollte es ein Puppenspiel geben (“Der gestiefelte Kater”). Das wollten wir unbedingt sehen. In knapp einer halben Stunde Fahrt war das Ziel erreicht. Schon die Gebäudeanlage des Museums ist ein Traum. Weniger glücklich- die Parkplatzsituation an so einem vollen Tag.
Nach dem Zahlen von 5,- für eine Familienkarte (vertretbar) stürmten wir erstmal durchs Haus zum Saal, wo der Kater schon den Müller beschwatzte. Ich muss sagen, ich war EWIG in keinem richtigen Marionettentheater mehr gewesen, so richtig mit Holz-PopUp Buch als Kulisse, bestimmt 10 verschiedene Seiten, 3 Marionetten und einem Puppenspieler, der so charmant und begabt war, dass man selbst als Erwachsener richtig gebannt davorsitzt. Toll!
Danach schlenderten wir durch die Ausstellung. Leider leider mit drei Kindern ohne Mittagsschlaf, so dass ich nur einen Bruchteil an Informationen aufnehmen konnte. Zudem war es recht voll. (Notiz an mich: Mal wieder hinfahren und Lücken auffüllen).
Aber selbst die gesehenen Dinge waren toll. Beeindruckend sind die Holzschnitzfiguren, die übermannsgroß im Inneren ein Bienenvolk aufnahmen. Eine solche war sogar noch aktiv in Benutzung. Doch auch die vielen vielen Beuten, Gerätschaften und Werkzeuge waren hochinteressant. Und überall roch es so wunderbar honiglich. <3
Nachdem wir die Räume angesehen hatten und es gerade nicht regnete, ging es in den Hof. Von Imkern über Kunsthandwerkern bis hin zu Kreativwerkstätten und allerlei kulinarischen Leckereien gab es alles zu bestaunen. Sogar begattete Bienenköniginnen. Eigentlich hätte man (ich) sich (mir) alles kaufen können, um sogleich in die Imkerei einsteigen zu können. ;)
Auf dem Weg nach draußen entdeckte ich noch einen Schatz: Eine doppelte Holztür zur Bibliothek. Ohhhhh mein bibliophiles Herzlein hätte nur zu gern ein paar dieser Schätze näher begutachtet, aber wir mussten den Kindern erstmal Freilauf lassen. Als sie den ausgenutzt hatten und die Zuckerwatte teils im Magen, aber vorrangig auf Händen, Haaren und Gesicht verteilt war, wollten wir dann dort noch einmal einkehren.

Leider lief gerade ein Vortrag. :(
Nun gut, Papier ist geduldig, also muss ich es auch sein.
Wir kommen wieder!

Summende Grüße,
Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 2. Juli 2011 in Alltag

 

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Tag der offenen Tür der neuen Gemeinschaftsschule Lobeda

Liebe Leser,

heute durften wir uns “unsere” Klassenräume und die restlichen Zimmer des Schulgebäudes ansehen, welches “unsere” neue Jenaplanschule beheimaten wird. Das war spannend! In den einzelnen Räumen war jeweils die Möglichkeit verschiedener Aktionen gegeben. So haben wir im Werkenraum basteln und kleistern dürfen. Davon waren unsere Kinder natürlich sehr begeistert. Auch im Erdgeschoss befindet sich das Musikzimmer, hier wurde, fast traditionell, auf den Cajons getrommelt.

Die eigentlichen “Klassenzimmer” befinden sich in der 2. Etage des Gebäudes. Dieses selbst wirkt wunderbar hell, freundlich und sauber. Der Speiseraum hat Mensa- Charakter, und das meine ich positiv. :)

In den zur Verfügung stehenden, offenen Räumen wurden AGs, Projekte und der Elternbeirat vorgestellt. Zudem konnte man sich über die Namensvorschläge informieren, die für die Schule vorliegen. Es sind in der engeren Wahl die folgenden Namensgeber:

Wenn man mich fragen würde, wäre meine Stimme klar bei Maria Sibylla Merian. Schon alleine die Nähe zur Naturwissenschaft, aber auch ihr Charakter, sich zu einer Zeit gegen die Männerwelt zu behaupten, in der Frauen nichts zu sagen hatten, beeindrucken mich. Sie beschäftigte sich intensiv mit Insekten, und das, obwohl diese damals aus “Teufelsgetier” geächtet wurden. Sie hingegen studierte sie minutiös, erforschte die Metamorphose von Faltern und deren Bezug zu den arteigenen Futterpflanzen. Die von ihr geschaffene Einteilung der Schmetterlinge in Tag- und Nachtfalter hat noch bis heute Gültigkeit.
Ja, ich finde diesen Namen sehr passend, denn sie steht beispielhaft dafür, wie man mit dem richtigen Engagement und Willen zu jeder Zeit großes schaffen kann. Und aus einer Elterninitiative in kurzer Zeit eine funktionierende Schule zu schaffen ist eine große Leistung, das sollte man sich immer wieder bewußt werden.

Neben den Namenspaten gab es auch für uns selbst sehr interessante Informationen. So wird es eine Blockflöten- und eine Trompeten-AG geben. Yeah, Hannes habe ich für Trompete angemeldet. Außerdem wird er portugiesisch lernen können, in einem fakultativen Kurs von der 1. bis zur 4. Klasse. Die 2. Fremdsprache wird an der Schule ab der 5. Klasse für alle nämlich portugiesisch sein. Was ich genial finde, denn die Möglichkeit, die achthäufigste Weltsprache zu lernen, ist in Thüringen nur hier und in einer Schule in Erfurt (?) gegeben. Der Kurs für die Kleinen legt sicher eine gute Basis für den weiterführenden Unterricht.

Im Raum für “Natur” studierten die Kinder bis ins Detail eine 3D Karte von Thüringen und festigten so ihre kartografischen Kenntnisse. Später dann wurden Teile eines Schmetterlings (Bein, Flügel, Schuppe, Rüssel) unter dem Mikroskop erkundet. Dreimal, nein, eigentlich dürft ihr nur einmal raten, wer hier Feuer und Flamme war…

Nach dem interessanten und schönen Erkundungsgang verbrachten wir noch eine Weile an der frischen Luft bei Bratwurst und Kuchen, Balanceseil und Fußball. Wir trafen sogar noch meinen Cousin nebst Tochter, die hier in die 5. Klasse kommen wird! :)

Und weil er dann sah, dass ein weißer Bus hinter der Schule vorfuhr und wir 3 Minuten früher noch darüber sprachen, entschieden wir uns spontan gegen einen Ausflug zum Tierpark Eisenberg und für ein Spiel der Hanfrieds unten an der Saale.
Wir hatten ja keine Vorurteile und so war es nicht verwunderlich, wie spannend und richtig cool American Football sein kann. Das nächste Spiel wird am 5.6. sein, wir haben es uns schonmal in den Kalender geschrieben. Hoffentlich werden sie nicht schon wieder, wie heute, verlieren. Aber wie ich gehört habe, sind sie gut auf solch ein Ergebnis trainiert mittlerweile. :/
Spannend war es trotzdem. Dank des netten “Stadionsprechers” wissen wir jetzt auch, wie ein Spiel von American Football funktioniert. Ist gar nicht so schwer zu verstehen. Zudem ist es durch die raschen Szenenwechsel auch wirklich kurzweilig. Nicht zu vergessen, die Cheerleader. Auch wenn sie so manches mal zum “cheeren” angeregt werden mussten. :D
So denn, das war ein sehr voller, warmer, aktiver Tag. Mal schauen, was es morgen so gibt. Außer Spargel zum Mittag.

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 7. Mai 2011 in Alltag, Schule

 

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Jetzt sind wir so schlau wie der “Schlaue Ux”! (Waldpfad Jena)

Liebe Leser,

am liebsten würden wir gleich an die Decken der Kinderzimmer Greifvögelsilouetten malen. Da die Jungs eh von kaum etwas anderes reden derzeit und wir heute eine ebensolche Girlande im Wald besuchten, kochen die Gemüter hoch.
Was ist da los?
Wir waren spazieren. Wandern. Uns bilden. Kostenlos. In Deutschland. Draußen. Bei schönem Wetter. Mei, was sind wir vorbildlich.
Prinzipiell war es ein schöner Marsch mit netten Leuten durch herrlich grünen Wald. Entlang des Waldpfades “Schlauer Ux”. Dieser Name war und ist sehr seltsam. Den Kindern nichtssagend, mich verwirrend. Die Mutter des Fuchses heisst Lyn. Wenn ICH jetzt Lyn und Ux verbinde, ergibt sich “Lynx” – Die Familie der Luchse. Nicht Füchse. Aber egal :D Ich nehme an, so vielen fällt das nicht auf.
Ökologisch mitdenkend kamen wir pünktlich 12:55 Uhr am Treffpunkt “Katharinenstr.” an und trafen im Bus schon Florian nebst Kind und Begleitung, freuten uns über dystopistische Überraschungen und warteten dann noch auf Künstler Jojo, natürlich mit der bezaubernden Biologin Nadini, aber ohne den noch lebenden Hamster.
Damit waren wir komplett und marschierten steil hinauf zum Bismarckturm. Hier startet der Pfad.
Auf etwa 4 Kilometer (für Erwachsene) oder 6 Kilometer (für durch den Wald sausende Kinder) findet man da 18 Punkte, an denen es Spannendes zu entdecken gibt:
-Wildspuren
-Bäume bestimmen
-Pilze kennenlernen
-Singvögel erkennen
-Aufbau eines Fuchsbaus
-Waldnutzung: Wege, Forstbetrieb, Erholung

Beim Sommerwetter hatten wir jede Menge Spaß. Nicht zuletzt durch unser neues Geekspielzeug: Den TING Stift nebst Vogelbestimmungsbuch (Was fliegt denn da?: Der Fotoband. 346 Vogelarten Europas) , welches uns meine Schwester als Dankeschön für einen neuen alten Rechner zukommen ließ. (Kuss und DANKE- so COOOOOOOL)
So konnten wir ständig herumblättern und uns Vogelgesänge anhören. Sehr lehrreich und praktikabel, da der TING Stift selbst in etwa so groß ist wie ein dicker Kugelschreiber. Er passt also in jede Tasche. Ich vermute, für die nicht-Vogelfanatiker unter den Erwachsenen war das mitunter etwas … fad? (stimmts? Hm?) aber das ist mir egal :D
Ich kann den Pfad für alle empfehlen, die etwas über die heimischen Wälder lernen wollten. Da nicht nur Fauna und Flora thematisiert sind, sondern auch Wirtschaft und Geschichte, sollte auch für jeden etwas dabei sein. Und nicht zu letzt der “Baumwipfelblick” mit seinen wunderbaren Holzliegen mitten im Forst sollten Grund dazu sein, sich auf die Pirsch zu machen.
In meinen Augen hätte man auf die nichtssagenden lustigen Dialoge der Stationsschilder verzichten können, aber die musste man ja auch nicht lesen. Hab ich dann auch irgendwann nicht mehr getan.

Unterwegs fanden wir auch noch einen Cache, in einem sehr sehr coolen Versteck, und soviel sei gesagt, wer ihn findet, kann sich im Logbuch einen originalen Beetlebum Comic ansehen. :D Aber ja drinlassen!

Ich fand ja das Hexenhaus am Besten. Ziemlich cool, als kleine Holzhütte, mit einem Tisch und Bänken für 4 Leute. Drinnen gibt ein ein Märchenbuch, was zum Vorlesen einlädt. YEAH! Meine Welt. Und schon saß ich drin und las das Märchen vom “Waldhaus” vor. Das hatte ich vor Jahren mal gehört und fand es jetzt so richtig klasse wieder.

In dem Sinne, hinaus in die Natur. Anna fand sogar noch ein Osterei, wer weiß, auf welche Überraschungen ihr stoßen werdet…

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 25. April 2011 in Alltag

 

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Erlebnisbericht Waldzoo Gera

Liebe Leser,
gestern, Sonntag, 3.4.2011. Familie B. aus Jena möchte gern einen Ausflug machen, nachdem der Samstag mit einer 7km Wander- und Geocachingtour über Landgrafen, Windknollen, Sonnenberge und Papiermühle, Eis-essen, Grillen und Freundetreffen sehr schön ausgefüllt war.
Der Sonntag begann mit dem Besuch eine alten Bekannten, nur war er bisher nie bei uns am Vogelhaus gewesen: Der Herr Gimpel, oder auch Frau Gimpel, wer weiß :)
Weitere Faunenerlebnisse sollten am Nachmittag auf uns warten. Wir planten einen Ausflug nach Gera, in den “Thüringer Waldzoo”. Angeblich innerstädtisch gelegen, voller heimatlicher Tiere, auch ein paar Exoten, aber eben vor allem Luchse, Hirsche, Eulenvögel, Bauernhof und eine große Berberaffenanlage lockten. Erstaunlicherweise hat der Waldzoo Gera keine eigene Webseite! So dass Wikipedia (hier zudem als “Tierpark Gera eingetragen”) und die Unterseiten der Stadt Gera die einzigen Informationsquellen waren.
Wichtig waren für uns ja die Preise und die Fahrzeiten der ehemaligen Pioniereisenbahn, die nun vom Geraer Wald- Eisenbahn- Verein e.V. betrieben wird. Zitat HP der Stadt Gera: “Gefahren wird von April bis Oktober dienstags bis donnerstags, am Wochenende sowie Feiertags von 9:30 bis 11:30 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr.”
Super, dachten wir uns, das ist ja geradezu perfekt. Die Saison war gestartet, tolles Wetter, Sonntag. Tierpark und Eisenbahn, dazu schloss sich noch eine befreundete Weimarer Familie an, LOS GEHTS!

Gegen 14 Uhr kamen wir an. Zum Glück kann das Telefon meines Mannes navigieren, denn ausgeschildert ist der Touristenmagnet nur im direkten Umfeld des Parks.
Wir zahlten 7,-€ für eine Familienkarte, das finde ich absolut in Ordnung. Hier gilt auch eine Familie “2 Erwachsene und bis zu 5 eigene Kinder” – Nicht selten ist eine Familienkarte heute auf 1-2 Kinder beschränkt. Also, *daumenhoch* für diese Preispolitik. Wir wollten ja auch noch Eis essen und Eisenbahn fahren.
Also nun endlich ab in den Park. An beiden Eingängen gibt es ausgiebige Spielplätze, die nach der halbstündigen Autofahrt erstmal ausgetestet wurden. Ich suchte in der Zwischenzeit (vergebens) Waldkauz und Mongolischen Ringfasan. Diese wäre theoretisch in einer sehr großen, ansprechenden Durchgangsvoliere zu finden gewesen.

Zur Freude der Kinder schloss sich allerdings gleich das Streichelgehege der Afrikanischen Zwergziegen an. Da nicht zu viele Besucher hineinstürmten, konnten alle drei einen kleinen Tierkontakt schließen. Lang dauerte es nicht, denn sie hatten mitbekommen, dass es hier einen Zug gibt. Die Schienen sind direkt neben den Gehegen verlegt. Jetzt kann man sich vorstellen, wie es ist, wenn drei kleine Kinder im 2-Minuten-Takt nach der Bahn fragen. Da nutzte auch unsere Zusage nichts, dass wir definitiv fahren, wenn wir an den Bahnhof kommen. Nun ja, den Spaß ließen wir uns nicht nehmen. Im weiteren folgte der Bauernhofbereich des Waldzoos. Hier gab es schnuckelige Meerschweinchen in einem Streichelgehege, Jippieh! Leider war keines draußen.

Kaninchen, Chinchillas (ja, wirklich) und allerlei anderes Getier wurde inspiziert, dann kamen wir so langsam in den Bereich der größeren Anlagen. Die offizielle Beschreibung bewirbt die “tiefen Erosionsschluchten” des Zoos. Ich muss auch sagen, dass das Gelände sehr interessant ist. Gute Wege, hübsche Brücken, ausreichend viele Papierkörbe machen es auch einfach zum Spazierengehen absolut einladend.

Wir spazierten also im Sonnenschein umher und kamen dem Bahnhof “Wolfsgehege” dabei immer näher. Auf dem Weg dahin begegnete uns ein einsames Gehege eines Mäusebussards. Dabei stand dieses Schild, was ich wirklich toll fand:

Aber dann, ENDLICH kam der Bahnhof in Sicht. Fragen wurden laut, warum die Waggons denn zugedeckt waren… Und dann auch noch, wo denn die Lok sei (“Die ist bestimmt im Depot!”) …. Und als ich dann auch noch dieses Fenster hier sah, trösteten weder das hübsch geschwungene Gitter noch die liebevolle Bepflanzung darüber hinweg, dass noch GESCHLOSSEN war!

Das war die Enttäuschung des Tages. Sogar für mich. Die Kleinen waren, verständlicherweise, stocksauer. Als mir dann Lügen unterstellt wurden, war ich stocksauer. Es sollte ab April am Wochenende gefahren werden, es war der 3.4., Sonntag und Bombenwetter. Der Zoo war voll. Hier hat sich jemand ein großes Geschäft entgehen lassen und negative Berichte provoziert. Schade!

Etwas angesäuert suchten wir weiterhin nach Tieren. Eine Bache mit Frischlingen lenkte (zumindest die Kinder) ausreichend ab.

Ich wurde fröhlicher, als ich einen Schwarm Bienen am Schaukasten beobachten konnte. Schön, wie leicht ich manchmal wieder gute Laune bekommen kann :)

Für die Kinder entstand das Highlight des Besuches abseits der Pfade, als Hannes einen Kleiber rufen hörte, ihn dann auch gleich neben und im Baum fand und dieser sich dann in ganzer Gesangespracht präsentierte:

So war der Ausflug in den Waldzoo Gera am Ende doch ein schöner Nachmittag, auch wenn man “die Tiere suchen musste”, wie unsere Freunde treffend zusammenfassten.

Vielleicht kommen wir mal wieder, aber nur, wenn diese Parkeisenbahn auch tatsächlich fährt.
Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 4. April 2011 in Alltag

 

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Wandern im 21. Jahrhundert oder Geocaching für Anfänger

Liebe Leser,
das waren ja gleich drei Dinge auf einmal:
-Einen Tag mit Freunden verbringen (juhuu, ja, wir haben jetzt auch in Jena Freunde)
-Geocaching kennenlernen
-Jena erkunden, das Ganze sogar mit geologischem Tiefgang. Hach.

Begonnen hatte alles vor einer ganzen Weile, als der Florian Freistetter (aka @astrodicticum) bei uns war, zum Rechnernotdienst quasi. Wir kamen ins Schwatzen, dass er ja auch nen Sohn in Hannes’ Alter hat, sie immer mal cachen gehen und so weiter. Schnell war klar, dass dies mal zusammengeführt werden müsse, zumal wir ja noch quasi nichts der neuen Heimat erkundet haben.

Ein erster Versuch Anfang Februar scheiterte am Gesundheitszustand der Kinder. Leider.

Heute allerdings passte alles, vom Wetter bis zum kurierten Husten (danke, Zwiebelsaft) des Töchterleins. Wir standen also in den Startlöchern. Als Glücksfall stellte sich heraus, dass sich auch der Fabian (aka @dystopist) mit noch einer kleinen Familie anschloss. So lernten wir gleich noch mehr sympathische Jenaer kennen. TOLL!

Nun denn, um 13 Uhr sollte es losgehen, im Fuchsturmweg. Dies bedeutete keinen Mittagsschlaf für die Bande heute. Nicht wild, sollte ja ein toller Tag werden. 12:30 erstellte mein Mann sich dann auch mal einen Login für geocaching.com :-)

Ich buk frische Brezeln, schnappte mir die 10 frischen Pfannkuchen, Tee, Kaffee und etwas Klimbim zum Tauschen in den Schatzkisten, dann ging es los.

Florian war so lieb, eine schöne Erstie-Runde zu planen, die ganze 6 Caches beinhalten sollte.

Schnuckelige Namen wie “Jenaer Muschelkalk I&II” galt es zu finden, ebenso wie den “Frauencache” oder den “Schatz im Hausberg”, welcher bedingte, einen Miniast zu finden, an diesen einen Strick zu binden, die Mitte eines Tunnels zu finden und dort an der Nordseite zu suchen. Es gestaltete sich recht schwierig, aber dank moderner Telefone, passender Apps und verräterischer Bilder konnten wir den Schatz am Ende doch heben. Hammer sei dank!

Die Kinder waren Feuer und Flamme. Den Kompass zu führen war eine wechselnde Aufgabe, die alle mit Stolz erfüllte. Die Eltern natürlich gleich mit!

Ankelilli (das bin ich) fröhnte ihrem Schöngeist, indem sie Blüten fand und fotografierte. Dank Analog-App (Bestimmungsbuch) kennen wir nun neben schnöden wilden Stiefmütterchen auch Leberblümchen, welche bezaubernd aussehen und ein wunderbares Lila ihr Eigen nennen.

Das eigentliche Ziel des Ausfluges war der Fuchsturm. Dunkel wars drinnen, die Aussicht hingegen grandios, auch wenn die Fernsicht nicht optimal war. Der Rückweg ging aufgrund schmerzender Füße und deutlich gestiegener Regenerationszeit nach Stürzen etwas zielstrebiger. Über die Hälfte der Kinder wurde getragen, die andere rannte noch immer.

Und weil sich die beiden Großen ja schon so ins Herz geschlossen hatten, ging es für uns nicht nach Hause, sondern auf eine Pizza und Wii – Autorennenspielen auf einen Abstecher zum großen Florian. Mein Herz ging auf ob der traumhaften Wohnung mit noch echten Holzdielen, nicht Reißbretträumen und der spannenden Plakate an der Wand. Hach.

Ich glaube, mit nicht mal 10 Minuten Zeit vom Hinlegen bis Tiefschlaf haben unsere Kinder heute den Rekord geknackt. :-)

Ein toller Tag, der in dieser Form DRINGEND und ZEITNAH wiederholt werden muss.

Es grüßt eure Ankelilli, die heute wieder an frisch aufgeschlagenen Steinchen schnüffeln konnte. <3

PS: Ich habe mal noch 2 spannende Beiträge vom Florian fürs Geocaching in und um Jena für euch. (link1) (link2) Außerdem danke ich dem Fabian fürs Leihen seiner Kamera und das schnelle Zur-Verfügung-stellen seiner Bilder.


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Geschrieben von - 5. März 2011 in Alltag

 

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Die Drachensteigenlassen-Saison ist gestartet!

Liebe Leser,

dass wir hier direkt vor einem kleineren Hügel wohnen, auf dem es immer recht zugig ist, wisst ihr ja, wenn ihr meinen blog regelmäßig lest.

Am Wochenende haben wir aufgrund des wunderbaren Spätsommerwetters unsere Drachen geschnappt und sind mit den Kindern losgestiefelt. Das muss ein enormes Infektionsrisiko haben, denn nur Stunden später tummelten sich viele Kinder neben und um uns. Deren Drachen tanzten in der Luft, krachten hinunter und versuchten es wieder mit dem Aufsteigen.

Es war schön anzusehen. Unser Fazit: Die Möwe ist toll, braucht aber viel (aufsteigenden) Wind. Der alte Carsdrachen ist auch toll, immer noch fit und steigt schon bei einem leisen Lüftchen in unerreichte Höhen.

Ausserdem: Drei Kinder brauchen drei Drachen. Wir haben nur 2. Und ich hätte gern einen einfachen Lenkdrachen. Hat zufällig jemand einen übrig, den er mir schenken mag?

Natürlich sind auch ein paar Bilder geschossen worden:

Liebe Grüße, Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 22. September 2010 in Alltag

 

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Das Sommerkonzert des Brassorchesters “BLECHklang” im Goethepark Drackendorf

Liebe Leser,

was haben wir gestern gebangt. Wegen des Wetters. Es regnete ja ununterbrochen am Vormittag, und wir wollten so gern am Nachmittag das Brasskonzert besuchen. Das stand schon so lange im Kalender, dass es nicht mehr wegzudenken war.

Zum Glück klarte es tatsächlich über Mittag auf und wir konnten, wenn auch nicht ganz pünktlich, gegen 15:15 Uhr losfahren. Der beschriebene Drackendorfer Park- den gibt es nicht. Also, nicht offiziell. Nun sind wir aber schon über ein Jahr lang Jenaer und wenn wir dabei eines gelernt haben ist es, dass alle örtlichen Gegebenheiten offizielle und inoffizielle Namen haben.

So handelt es sich beim Drackendorfer Park eigentlich um den “Goethepark Jena / Drackendorf”. Das mag jetzt nicht so wild erscheinen, wenn man aber nach einem Anfahrtsweg sucht, sollte man schon wissen, wo man hin will ;-)

Tatsächlich fanden wir das idyllische Kleinod auf Anhieb. Unser Parkplatz war, denke ich, nicht ganz ordnungsgemäß, aber das war bei fast allen Autos so, die in den kleinen, berühmten Jenaer Vorort gereist waren.

Uns empfing diese Kulisse:

Das kann man sich  schon mal gefallen lassen, oder?

Das Brassorchester des Blasmusikvereins “Carl Zeiss Jena” gab schon sein Bestes als wir kamen, und die Stimmung beim Publikum war trotz dunklen Himmels gut. Ich fand es persönlich sehr schade, dass das Durchschnittsalter der Anwesenden bereits jenseits des mittlerweile geforderten Renteneintrittsalters lag. Kaum junge Leute und noch weniger Kinder waren anwesend, obwohl der Veranstaltungsort ideal geeignet ist, um auch sie für orchestrale Musik zu begeistern. Draußen darf auch mal gelacht oder geschwatzt werden, und wenn der Bewegungsdrang zu groß wird, kann man einfach im Park zwischen den riesigen Eichen umherlaufen.

Als wir also ankamen, gab eine Solistin gerade ein wunderbares Kornettsolo. Leider kenne ich den Namen der Dame nicht, vielleicht kann mir ja ein treuer Leser weiterhelfen. Sie hat das jedenfalls ganz wunderbar gemacht und der rundere, weichere Klang eines Kornetts gegenüber der herkömmlichen Trompete wurde bei diesem Stück deutlich.

Im Anschluss daran ertönte wieder das Medley “The beatles go brass” von Alan Fernie. Mein Mann und ich durften diese Interpretation schon einmal erleben, beim Galakonzert im Mai, aber ich muss sagen, dieses Mal hat es mir besser gefallen.

Danach war erstmal Pause, was vor allem für die Kinder ganz toll war. Einmal hin und her durch den Park rennen, wenn sie schon den ganzen Tag drinnen sein mussten und es gerade mal nicht regnete. Eine alte Springbrunnenanlage diente als Spielplatz, Stöcke als Schwerter und aller Energie wurde freien Lauf gelassen.

Mit einem weiteren Alan Fernie – Medley ging es weiter: “Abba goes brass” hiess es und alle bekannten Stücke wurden neu interpretiert und zum Besten gegeben. Vielleicht lag es an der Erholung vorher, aber die Musiker wirkten sehr frisch und die Titel kamen sehr beschwingt und fröhlich daher.

Weiter ging es mit schottischen Einflüssen. Andrew Duncan’s “Highland cathedral” für Brassbands, das war Gänsehautmusik. Ich mag die schottischen Melodien sowieso, aber die Umsetzung für Blechbläser ist grandios.  Rein für mich und meine persönliche Meinung hätten sie den nächsten Programmpunkt weglassen können: Den Florentiner Marsch. Was soll ich sagen? Rumm-tata und alle klatschen im Takt. Die Bankreihen betagter Zuhörerschaft war “aus dem Häuschen”. Mein Mann fand es auch gut. Ich sehe ein, dass es absolut dazugehört, aber ein Fan werde ich wohl nie werden.

Jetzt habe ich etwas besonderes für euch vorbereitet. Und zwar könnt ihr, meine lieben Leser, über den nächsten Programmpunkt selber urteilen:

“Grease goes brass”- 8 Minuten Konzertmitschnitt. In zwei Qualitätsstufen, je nach Internetanbindung. Für optimalen Bild und Ton hätte ich wahrscheinlich einen anderen Platz suchen müssen, aber ich wollte den anderen Gästen nicht den Blick verderben. Also, lehnt euch zurück und bildet euch eine Meinung:

Und keine Lästereien über Florian bitte, der war wirklich ganz hin und weg!

Danach gab es noch “Put him on the Ritz!” und die ebenfalls für uns bekannte Paarung aus Blechbläsern und Gesangeskunst von “Oh, when the Saints go marching in”.

Donnernder Applaus war der Dank für diese wunderbare Vorstellung. Aber auch Zugaben wurden gegeben. Nicht final, aber gut war die Vorführung vom 80er Jahre Klassiker “The final Countdown”. Zur Titelmusik von Tom&Jerry musste ich einfach ein wenig mittanzen aber so richtig umgehauen hat mich der allerletzte Titel: “A welsh hymn”. Leider habe ich hierzu wenig Info und auch Youtube liefert kaum Material, so dass ich euch leider daran nicht teilhaben lassen kann. Es war auf jeden Fall hymnisch, atemberaubend, wunderbar. Vielleicht wird es ja mal wieder gespielt, wenn wir das Brassorchester “BLECHklang” wieder besuchen werden. Und das werden wir.

Ich danke allen für diesen wunderbaren Sonntag nachmittag, für die goldenen Posaunen, in die sich Florian völlig verliebt hat, Alexander Richter für die Leitung des Orchesters, Ulrich Richter fürs mich-wiedererkennen und ansprechen und dem Mädchen im blauen Jogginganzug, die so toll mit Hannes und Anna getobt hat, dass Florian, mein Mann und ich in Ruhe zuhören konnten und ich hoffe, dass für das Röhrenglockenspiel einiges an Spenden zusammengekommen ist. (Info hier)

Und nun zum Abschluss noch ein paar Bilder. Wenn die abgebildeten Personen mit der Veröffentlichung hier nicht einverstanden sein sollten, tut mir das leid. Bitte teilt es mir mit, dann nehme ich die Fotos wieder herunter.

DANKE SCHÖN, BLECHklang!

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 30. August 2010 in Alltag, Rezension

 

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Wir basteln Obst aus Tonpapier!

Liebe Leser,

das klingt zwar wie ein Kinderlied, aber wir haben tatsächlich heute vormittag aus buntem Papier mit Schablonen, Schere und Leim tolle Küchendeko gebastelt. Da der Florian zwar ein kleiner einsteinistischer Nietzsche ist, motorisch aber eher… rückständig, hatten wir aus dem Kindergarten den Auftrag bekommen, mit ihm schneiden zu üben. Nun gut, da es heute morgen regnete und regnete und regnete, beschloss ich kurzerhand, eine Bastelaktion zu starten.

Im Kindergarten haben sie Äpfel gemalt, ausgeschnitten und an einen Pappbaum gehängt. Nicht zu viel Neues auf einmal, dachte ich mir, also blieb ich beim Thema “Obst” (nachdem mein Mann mir die Kürbisse, die ich eigentlich wollte, ausgeredet hatte….). Ist ja (theoretisch) noch Sommer.  Ich bereitete liebevoll den Tisch vor und mein Mann startete die Wii. BITTE? Zum Glück telefonierte ich gerade und konnte böse Bemerkungen laut äußern. Nach ein paar Augenblicken war die elektronische Ablenkung dann ausgeschaltet und man fand sich an der Bastelstrecke ein. Mit einer einfachen Geometrieschablone wurden aus violettem Papier Pflaumen, erst aufgemalt, dann ausgeschnitten, in der Tischmitte gesammelt. Anna zerschnitt leidenschaftlich ein Blatt Papier, Florian weigerte sich und Hannes und der Herr Papa waren wirklich ganz leidenschaftlich bei der Sache.

Aus gelbem Papier entstanden Bananen, aus grünem kleine Kreise, die eine Weintraube werden sollten. Ein paar orangene Kürbisse ohne Fratzen durften auch reifen und rote Äpfel natürlich auch.

Und weil die Kinder sie so lieben, und Flori dadurch auch interessiert war, entstanden noch zwei Zweige mit weissen Knallerbsen. Ein paar dunkelgrüne Blätter dazu, im Nu waren knapp zwei Stunden vergangen und Florian war bereit, die Schere tatsächlich richtig in die Hand zu nehmen. Und siehe da, wenn man sie richtig hält, klappt das mit dem Schneiden schon erheblich besser. Nach dem Riesenakt des hundert-Stück-Obst-Ausschneidens wurde dann erstmal gründlich aufgeräumt, dann kleine braune Stiele geschnitten, mit den Blättern arrangiert und schlussendlich an meinen Vorratsschrank geklebt. Pünktlich zur Sendung mit der Maus waren wir fertig und sogar mein Mann fand, dass das Basteln mit den Kindern wirklich Spaß gemacht hat. (Und endlich sind diese elenden Teamsticker der Fussball- WM nicht mehr in meiner Küche! *yeah*) Und so sieht das Ganze dann fertig aus:

Na? Schön?

Eure Ankelilli.

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Geschrieben von - 29. August 2010 in Alltag

 

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Tipps fürs Wochenende in Jena- Konzert des “BlechKLANG” Orchesters

Liebe Leser,

in aller Kürze heute nur ein Veranstaltungstipp von mir.

Morgen, Sonntag, 29.08.2010 wird das “BlechKLANG” Brass-Orchester des Blasmusikvereins “Carl Zeiss” Jena ein Konzert im Drackendorfer Park geben. Das Ganze ist kostenlos und sicher ein absolut wunderbares Hörerlebnis. Wie begeistert ich von dem “BlechKLANG” Orchester bin, kann man hier nachlesen.

Und wer die Brassmusik des Vereins noch nicht kennt, kann sich auf der offiziellen HP noch ein wenig informieren.

Wir werden jedenfalls da sein, 15 Uhr geht es los.

Vielleicht trifft man sich ja?

Liebe Grüße ins Wochenende,

Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 28. August 2010 in Alltag

 

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Selbstverständlichkeiten?

Liebe Leser,

Hannes war heute daheim, da er über Halsweh klagte. Die anderen beiden gingen aber in den Kindergarten, damit der Große etwas mehr Ruhe hat und die Mama auch mal ganz für sich.

Was wollte er machen? Logisch, backen. Schokoladenmuffins, da er gestern auf dem Spielplatz mit angesehen hat, wie sein Kumpel einen gegessen hatte und er keinen bekam. Also suchte ich mein megaschokoladiges Schokomuffinrezept heraus und wir gingen einkaufen. Hand in Hand, ach war das schön. Wir haben uns ein Geheimzeichen für “hab dich lieb” ausgedacht, ganz wie Gans und Ziege.

Auf dem Weg dachten wir uns aus, was wir mit den ganzen Muffins machen wollten. Zum Vesper brauchen wir ja nur drei, aber dafür lohnt der Aufwand ja nicht. Da ich für meinen Papa (und natürlich auch für die Mutti und alle anderen) einen klassischen Pflaumenkuchen mit Hefeteig und Streuseln backen will und Hannes den nicht mag, beschlossen wir, welche mit zu Oma und Opa zu nehmen. Teilen ist ja immerhin eine feine Sache.

Ich: “Wir könnten aber auch der H. (Erzieherin) und ihrem Mann einen mitgeben, fürs Wochenende, meinst du nicht?”

Hannes: “WIeso?”

Ich: “Na, weil du ja heute nicht mit im Kindergarten bist, und wir so viele haben, das wäre doch nett.”

Hannes: “Das ist eine schöne Idee, das machen wir, Mama.”

Gesagt, getan. 16 Muffins haben wir gebacken, und Hannes hatte den ganzen Abschleckalarm für sich alleine :-)

Als ich mit den beiden Schokoladenteilchen dann im Kiga ankam, und sie mit einem herzlichen Gruß von Hannes ins Wochenende abgab, war H. völlig geplättet.

H.: “Hat die der Hannes gebacken?”

Ich: “Na klar!”

H.: “Und die sind für mich? (lacht)”

Ich: “Natürlich, wir haben so viele gemacht und fanden das einfach nett.”

H: “So etwas ist mir in den ganzen Jahren noch nie untergekommen, dass ein Kind mich so versorgt hat.”

Ich: “Echt?”

H.: “Ja, wirklich!”

Wow, wenn man bedenkt, dass sie in zwei Jahren in Rente geht…. Sind Selbstverständlichkeiten wirklich so selten? Ich fand das nicht wirklich außergewöhnlich. Was soll ich denn mit 16 Schokomuffins? :-)

Wollt ihr mein Rezept haben?

220 g Schokolade, Vollmilch, zerschmolzen, abgekühlt
100g Schokolade  Zartbitter, gestückelt
250 g Mehl
40 g Kakaopulver
2 TL Natron
1/2 Packung Backpulver
3EL Magerquark
1/2 Röhrchen Butter-Vanille- Aroma
etwas Salz
110 g Butter, weich
100 g Rohrzucker
2 Eier
etwas Milch, Kondensmilch, oder  Schlagsahne

Alle trockenen Zutaten sieben und mengen, alle feuchten aufschlagen. (Je in einer getrennten Schüssel)

Trockenes portionsweise in Feuchtes mengen, immer abwechselnd mit Milch, Kondensmilch oder Sahne (was eben im Haus ist). Zuletzt die Schokostücke unterheben.

Ca. 30min bei 190°C Ober/Unterhitze backen. Ofen natürlich vorheizen.

Ich habe viele Rezepte probiert, das hier ist das BESTE.

Schokoladige Grüße, Eure Ankelilli.

 
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Geschrieben von - 20. August 2010 in Alltag

 

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